Mrz 30

Fazit..oder so.

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Hm, die Zeit ging ganz schön fix rum und jetzt bin ich eigentlich erst sensibel geworden für die Themen und Schwerpunkte die man setzen kann. Vielleicht ist auch das die größte Erkenntnis aus dem Projekt: Neue Begriffe finden, erklären und für sich selbst entdecken um sie dann anzuwenden. Wirklich geholfen hat mir der offene Blick nach Übersee. Die Hochzeitsfotografie als Dienstleistung scheint dort einen ganz anderen Stellenwert zu haben der sich in Deutschland erst langsam etabliert. Wirklich spannend für mich war es neue Trends zu erkennen und zu analysieren wie zum Beispiel Storytelling oder auch die neue Form der Geschwindigkeit der sich diese Branche stellen muss.

Am Anfang hatte ich mich ja ein bisschen in das Shannon & Weaver Modell verrannt um dann doch festzustellen dass das irgendwie in die falsche Richtung geht. Durch die Darstellung der Computervermittelten Kommunikation (CvK) kam ich dann aber doch noch auf den richtigen Trichter und konnte die einzelnen Eigenheiten der Hochzeitsfotografie besser einordnen. Die Einzigartigkeit der Hochzeitsfotografie äußert sich in dem hohen Grad an Vertrauen dass der Dienstleister gegenüber den Kunden und potentiellen Kunden aufbauen muss. Erreicht wird das durch eine möglichst persönliche Darstellung der eigenen Marke – auch hier wieder das Stichwort: Storytelling. Dazu habe ich einige interessante Beispiele gefunden im Netz wie Dienstleister auf ungewohnten Wegen dieses Level an Vertrautheit erzeugen. Simpel ausgedrückt hat es der Deutsche Hochzeitsfotograf Steffen Böttcher: „Menschen öffnen sich dir und deiner Kamera wenn du dich ihnen öffnest“. (nachzulesen in seinem grandiosen Buch „Abenteuer Fotografie„. Überrascht hat mich wie sehr der Gedanke der eigenen Markenentwicklung im Bereich der Hochzeitsfotografie in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, während in Amerika durch Programme wie „Shoot and Share“ alles daran gesetzt wird den Fokus mehr und mehr auf die Dienstleistung und damit auch auf den Dienstleister an sich zu lenken. In Deutschland werden trotzdem in den Fotostudios weiter einzelne Abzüge teuer verkauft. Auch wenn man dieses Modell natürlich in den Staaten ebenso findet. Der Trend allerdings scheint klar in die Richtung der „Bilderflatrate“ zu gehen. Man kommt weg vom Verkauf der einzelnen Bilder und konzentriert sich mehr und mehr auf die Dienstleistung als solches.

Auch wenn ich das Gefühl habe alle meine Beiträge sind eigentlich nur Ansätze und wollen weiter geführt werden, bekomme ich trotzdem auch den Eindruck zumindest einen Überblick bekommen zu haben und nun zu wissen wo ich eigentlich ansetzen muss wenn ich konkretes Wissen benötige.
Hilfreich war es mein eigenes kleines Unternehmen mit einzubeziehen in die Erfahrungen und zu schauen was dort bereits umgesetzt wird und was vielleicht noch wachsen kann. Genau deshalb möchte ich mich auch weiterhin besonders mit den Themen Storytelling und CRM auseinandersetzen denn da gibt es in meinem Unternehmen noch viel Potential. Ich bin dankbar für die Möglichkeit mich Universitäre Gedanken mit der eigenen Leidenschaft verbunden zu wissen. Das hier ist nicht das Ende. Nur ein Fazit. 🙂

 

Mrz 29

Uhh… „CRM“ – das klingt irgendwie auch relevant und interessant

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CRM…. da bin ich in den letzten Tagen dann auch noch mal drüber gestolpert und hmm.. das klingt irgendwie wie eine kleine Zusammenfassung von dem worum es mir eigentlich geht in diesem Blog: Herauszufinden wie man die Beziehung zum Kunden verbessern kann. Für CRM ist das quasi eine kleine Definition.. trotzdem hier noch mal der Wikipedia Auszug bevor es überhaupt ans eigentliche Thema geht:

Customer-Relationship-Management, kurz CRM (dt. Kundenbeziehungsmanagement) oder Kundenpflege, bezeichnet die konsequente Ausrichtung einer Unternehmung auf ihre Kunden und die systematische Gestaltung der Kundenbeziehungsprozesse. Die dazugehörende Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen ist ein wichtiger Baustein und ermöglicht ein vertieftes Beziehungsmarketing. In vielen Branchen (z. B. TelekommunikationVersandhandel, Dienstleistungsunternehmen) sind Beziehungen zwischen Unternehmen und Kunden langfristig ausgerichtet. Mittels CRM werden diese Kundenbeziehungen gepflegt, was sich maßgeblich auf den Unternehmenserfolg auswirken soll.“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Customer-Relationship-Management

Es geht also um ein Unternehmensmodell oder gar eine Unternehmensphilosophie die darin begründet ist sich auf den Kunden zu konzentrieren, die Beziehung zu ihm aufzubauen und langfristig zu stärken. Klingt doch klasse! 😀
Naja.. ich hab dann erstmal ein bisschen weiter gesucht nach Definitionen und Material dazu und bin dabei auf viele Firmen gestoßen die daraus einfach eine Geschäftsidee gemacht haben. CRM fängt nach deren Auffassung damit an dass man eine Kundendatenbank einrichtet die einen praktischer Weise dann erinnern kann falls es mal wieder fällig ist Kunde X anzurufen. Aber auch die Aquise der einzutragenden Kunden spielt eine zentrale Rolle die laut besagter Firmen fachmännisch gemanaged werden sollte.

Ein weiterer Teil des CRM ist eine sogenannte „Wirtschaftlichkeitsorientierung“. Dahinter verbirgt sich die Strategie, sich auf eben diese Kunden zu konzentrieren die besonders viel einbringen (Customer Liftetime Value) und von längerem Nutzen sind. Das lässt sich auf die Hochzeitsfotografie wahrscheinlich nur bedingt übertragen. 😀
Wir haben zwar Kunden über die wir überdurchschnittlich viele neue Hochzeiten bekommen aufgrund von Empfehlungen allerdings heiratet trotzdem jedes Pärchen nur einmal. Langfristige Kundenbeziehungen in der Hochzeitsfotografie äußern sich eher durch Folgeaufträge im Portraitbereich, beispielsweise Familienaufnahmen, Neugeborenenshoots oder Pärchenfotos der Paare. Dahingehend ist ein CRM-System sicherlich nützlich.

Wirklich zutreffend, auch auf die Dienstleistung der Hochzeitsfotografie äußert sich die nächste Charaktereigenschaft des CRM-Systems: „Individualisierung durch Differenzierung der Kundenbeziehungen“. Puh – das klingt erstmal ganz schön komplex.. Dahinter verbirgt sich aber nichts weiter als die Tatsache dass Kunden, und insbesondere Kundenwünsche, unterschiedlich sind und deshalb irgendwie auseinandergehalten werden müssen. Gerade bei Hochzeiten wünscht sich eigentlich jedes Brautpaar irgendetwas anders. Da ist es essentiell bei jedem Vorgespräch beispielsweise schon mitzuschreiben was sich das Brautpaar wünscht und diese Notizen auch weiter zu behalten nach der Hochzeit um eventuelle Wünsche bei späteren Geschenken berücksichtigen zu können.

Insgesamt eine wirklich spannende Sache finde ich, in die ich mal kurz reinschnuppern wollte.

Mrz 28

Computervermitteltes Storytelling in anderen Bereichen

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Mal rüberschauen wie das in anderen Bereichen so funktioniert….

Die offizielle Seite des Studienkreis zeigt ein wirklich gutes Beipiel dass ich hier kurz vorstellen möchte:

Bild: Positivbeispiel für Storytelling im Dienstleistungsbereich

Es geht ums lernen während der Ferien und den vorprogrammierten Konflikt der zwangsläufig entsteht wenn man sein Kind mit der Idee konfrontiert in den Ferien zu lernen. Das eigentliche Ziel des Artikels, Werbung zu machen für die beschriebene Dienstleistung, beziehungsweise Informationen dafür zu liefern wie die Strukturen dieses Konzepts aussehen, verbirgt sich lediglich in der letzten Zeile in der es heißt: „PS: Wer in die nächsten Ferien etwas vorbereiteter gehen möchte als ich, findet hier schon mal ein paar Anregungen:“ Der Rest der kompletten Seite ist eine große Geschichte drum herum. Eine Mutter die mit ihrem Sohn darüber diskutiert und Pläne schmiedet wie man den Wunsch der Mutter kompromissbereit umsetzen könnte. Authentisch geschrieben ohne lästige Suchmaschienenoptimierung durch übermäßige „Keyword Density“. Damit ist die Dichte an Stichwörtern gemeint die Google dabei helfen sollen die jeweilige Seite möglichst weit oben in der Suchabfrage zu platzieren und somit mehr Traffic auf der Seite zu bekommen.

Das Beispiel fällt positiv auf, weil Eltern, die sich für das Thema ohnehin interessieren, genau da abgeholt werden wo sie Zweifel haben, nämlich ob sie ihrem Kind schaden beziehungsweise wie sie mit dem Konflikt umgehen sollen. Sie finden sich sofort wieder in der Rolle der Mutter die dort ihre Erfahrungen und Zweifel auf authentische Art und Weise schildert.

Hier zum Schluss auch noch ein kleines – wahrscheinlich mittlerweile amüsantes Beispiel aus dem Bereich der „Keyword Density“:

Bild: Negativbeispiel für die übermäßige Nutzung von Keywords

Die Zeiten in denen Googles Algorithmus einen solchen Text ganz weit oben ranked sind glücklicherweise Geschichte und „Content ist wieder King“. Zumindest größtenteils. 🙂

Quelle: http://www.studienkreis.de/blog/2013/04/lernen-in-den-ferien-oder-ferien-ohne-lernen/ (Abgerufen am 28.03.2014)

Mrz 26
Beispiele für Storytelling in der Potraitfotografie

Vor einiger Zeit bin ich auf eine Facebookseite gestoßen, die mich fast jeden Tag neu fasziniert und in ihren Bann zieht: Humans of New York heißt sie. Drauf gestoßen bin ich über ein Video: Humans of New York (Vimeo), dass Facebook selbst gemacht hat. Darin wird kurz die Geschichte über den Betreiber der Seite erzählt. Ein junger Fotograf, der nach New York ging um zu fotografieren. Ohne Job, ohne Perspektive, mit zwei Koffern und dem Ziel 10000 Fotos zu schießen. Einfach so. Wenn ich ganz ehrlich bin, aus fotografischer Sicht beeindrucken mich die Bilder eher weniger, aber darum gehts hier auch gar nicht. Was mich aber jedes Mal total aus den Socken haut sind die Zeilen, die zu den einzelnen Bildern gepostet werden. Er spricht die Leute einfach mitten auf der Straße an und fragt sie nach ihren größten Herausforderungen, mit denen sie gerade kämpfen, ihren glücklichsten oder auch traurigsten Momenten ihres Lebens. Er fasst die Geschichten kurz zusammen und teilt sie auf seiner Facebookseite mit der ganzen Welt. Ich bleibe wirklich oft auf der Seite hängen für ein paar Minuten und lese die letzten Geschichten zu den Bildern und es ist wirklich fesselnd und spannend. Es sind Menschen wie du und ich, die er fragt. Hin und wieder auch auffällige Charaktere, aber hauptsächlich Menschen in Fußgängerzonen die auf dem Weg sind von A nach B.

Hier einige Beispiele dazu:

Geschichte der Facebookseite Humans of New York

Geschichte der Facebookseite Humans of New York

Ok. Was hat das jetzt mit Hochzeitsfotografie zu tun oder der Dienstleistung an sich? Kommt gleich… 😀
Ein guter „Zwischenschritt“ ist die Fotografin Jane Ammon. Sie ist Portraitfotografin und hat sich auf Familien- und besonders Kinderfotos spezialisiert.

Ihre Interpretation dieser „Marketingstrategie“ des Storytellings sieht so aus:  Sie teilt die Bilder, die bei ihrer Arbeit als Fotografin entstehen, auf Facebook und bittet die Eltern ein paar Zeilen über ihre Kinder zu schreiben. Dafür erhält sie auf Facebook viele Rückmeldung und Interaktion mit den Fans ihrer Seite.

Beispiele für Storytelling in der Potraitfotografie

Auffällig bei beiden Projekten ist die Tatsache dass die Bilder selbst oft gar keine „Geschichte erzählen“ sondern erst durch den Text dazu ihren Kontext vervollständigen. Ich möchte noch einen Schritt weitergehen und Bilder kreieren die von allein sprechen und deren Wirkung durch den Text verstärkt wird. Letztes Jahr gelang mir eines dieser Bilder:

Storytelling in der Hochzeitsfotografie (Paul Traeger Photography)

 

Storytelling wird natürlich nicht nur in der Hochzeitsfotografie genutzt, sondern auch in anderen Bereichen, daher möchte ich mich noch weiter mit dieser Thematik auseinandersetzen 🙂

Mrz 20

Bild: Paul Traeger Photography

Viele werfen der Hochzeitsfotografie vor nichts mit Fotojournalismus zu tun zu haben. Dabei schwappt von Amerika seit einigen Jahren gerade eben dieser Trend nach Europa und immer mehr Kunden wünschen sich eine Reportage der Hochzeit statt einem kleinen Shoot nach der Trauung und zwei Gruppenbildern.
Ein weiterer Trend der dem Fotojournalismus mittlerweile wohl zur absoluten Kernkompetenz eines Fotografen gehört: Die Bilder sind bereits wenige Minuten nach dem Ereignis bei den Agenturen oder auch im Netz, in Bilderpools und Sozialen Netzwerken. Die Digitalisierung und flächendeckende Internet Verfügbarkeit hat Tür und Tor geöffnet für die Geschwindigkeit.
Wie sieht es mit der Geschwindigkeit durch die Digitalisierung in der Hochzeitsfotografie aus?

Das beginnt direkt bei den Anfragen der Brautpaare. Mails sollten so schnell wie möglich beantwortet werden, gerne auch kurz mit dem Verweis dass man sich später meldet aber der junge Kunde erwartet dass er auch Samstag Abends oder spätestens dann am Sonntag eine Antwort bekommt. Ist der Vertragsabschluss erfolgt wird sich oft über Whatsapp, IMeassage, Facebook und Skype verknüpft und zu jeder Tageszeit ist man erreichbar und zum direkten Antworten „angehalten“.

Der eigentliche Zeitpunkt allerdings ab dem die Geschwindigkeit dann wirklich eine Rolle spielt ist der Hochzeitstag selbst: Jeder Gast hat gefühlt zwei Kameras dabei.. eine im Smartphone und eine kleine digitale Knipse oder er hat einfach seine ganze Hobby-Fotoausrüstung mitgebracht die dem Equipment des Fotografen in nichts nachsteht. Jetzt beginnt ein wirklicher Kampf: Gerade junge Gäste tendieren dazu die komplette Hochzeit mit einer eigenen Reportage zu begleiten anstatt die Momente zu genießen. Hinzu kommt dass der Dienstleister mittlerweile regelrecht behindert wird bei seiner Arbeit durch die schiere Anzahl an digitaler Fototechnik auf einer Hochzeit.  Hier dazu ein paar ausgewählte Beispiele aus der Amerikanischen Hochzeitsfotografen Gruppe „Shoot and Share“:

Bild: Vorschlag für eine sogenannte „unplugged Wedding“
Quelle: Facebook – „Shoot and Share“

 

Die Fotografin schlägt hier vor Brautpaare dazu zu ermutigen eine sogenannte „unplugged wedding“ zu feiern. Eine Hochzeit die ohne Smartphones, Tablets und andere Kameratechnik seitens der Gäste begleitet wird. In Deutschland noch nicht sehr verbreitet erfreut sich sich allerdings in Amerika bereits großer Beliebtheit um den Fokus einer Hochzeit neu auszurichten. Das ist ein Weg für uns Hochzeitsfotografen mit unserer Leistung exklusiv zu bleiben.

Das eigentliche Problem entsteht allerdings für den Fotografen in dem Moment in dem Gäste beginnen diese Fotos direkt in sozialen Netzwerken zu teilen. Sie nehmen quasi eine vereinfachte Version unserer Arbeit als Hochzeitsfotografen vorweg mit zunehmend besserer Qualität und in einer Geschwindigkeit mit der wir einfach nicht mithalten können. Diese vorweggenommenen veröffentlichten Bilder mindern den Wert unserer eigenen Veröffentlichungen. Welche Trends und Lösungsansätze gibt es um dieser Problematik zu begegnen? Auch dazu hier ein Beispiel aus der letzten Hochzeitssaison:

Bild: Facebook – „Shoot and Share“ Gruppe

Bild: Facebook – „Shoot and Share“ Gruppe

Eine zweite Möglichkeit die ich auch selber in meinem Unternehmen nutze ist die „Same-Day-Slideshow“. Eine kleine Präsentation von ca. 20-30 Bildern die vom Fotografen während des Essens vorbereitet wird abseits der Hochzeitsgesellschaft. Da Hochzeitsreportagen meist von zwei Fotografen durchgeführt werden kann sich einer zurückziehen und die Slideshow vorbereiten. Dieser Ansatz hat mehrere positive Effekte: Der erste ist offensichtlich. Eine gelungene Überraschung für das Brautpaar und die Gäste. Sie sehen Bilder der Hochzeit aus einer anderen Perspektive, professionell aufbereitet und ausgewählt. Momente in denen die Gäste nicht dabei waren – ein kleiner „WOW -Effekt“. Ich persönlich zeige die Diashow immer erst dem Brautpaar allein damit sie diese genießen können und falls nötig auch Bilder daraus entfernen können wenn das gewünscht wird.

Bild: Paul Traeger Photography

Der zweite Vorteil ist ein ganz entscheidender aus Marketing Sicht: Die Gäste sehen die Arbeit des Fotografen und verknüpfen die Ergebnisse mit seinem Auftreten und seiner Person. Dank digitaler Technik eine tolle Möglichkeit einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen! Denn meisten Folgeaufträge entstehen durch Gäste die auf der Hochzeit waren. Eine weiterführende Idee in dieser Hinsicht ist es auch mobile Geräte und Online Galerien mit einzubeziehen in dieses Konzept. So nutzt das Amerikanische Fotografenpaar Amy und Jordan Demos neben der Slideshow auf dem Laptop das Ipad um zusätzliche Möglichkeiten der Interaktion mit dem Content zu schaffen. Sie schreibt in diesem Beitrag dass die Braut auf dem Display „rumgewischt, gezoomt und die Bilder herumgereicht“ hat. Also ein weitaus höheres Level an aktiver Auseinandersetzung mit dem Produkt.
Das Shoot and Share Modell bietet uns Fotografen auch die Möglichkeit die fertigen Bilder dem Brautpaar und so vielen Gästen wie möglich zur Verfügung zu stellen, indem sie eine Online Galerie entwickelt haben die auch auf dem Smartphone sowie auf dem Tablet und Laptop erreichbar sind. Kunden können die Bilder auch auf ihre Smartphones herunterladen um sie auch abrufen zu können wenn sie keine Verbindung ins Internet haben sollten.

Hochzeitsfotografen aus aller Welt versuchen im Puls der Zeit zu arbeiten und trotzdem Qualität abzuliefern die Smartphones (noch) nicht  möglich ist.  😉

Mrz 13

Die Einzigartigkeit in der Hochzeitsfotografie Teil 1 – Hinführung

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Bild: Paul Traeger Photography

Was macht eigentlich gute Hochzeitsfotografie aus? Oder vielleicht besser gesagt: Was ist einzigartig in der Hochzeitsfotografie? Was unterscheidet diese Dienstleistung von anderen?

Als erste Antwort auf diese Frage bekam ich von einem Kollegen neulich: „Naja – du arbeitest halt mit glücklichen Menschen zusammen und hast ne Riesen Verantwortung, weils eben ein einmaliger Tag ist“.

Diesen Satz würde ich gern erst einmal aufschlüsseln in die einzelnen Aspekte die wirklich herausstechen in der Hochzeitsfotografie: „Glückliche Kunden“, ein besonderes, einmaliges und nicht wiederholbares Ereignis und somit Verantwortung.

Glückliche Kunden. Das kann man unterschiedlich definieren: Einerseits in Kunden die von der Grundstimmung her fröhlich sind weil es um ihre Hochzeit geht und andererseits kann man es als Hauptziel der eigentlichen Dienstleistung definieren die wir Hochzeitsfotografen ausüben: Den Kunden glücklich machen.

Das ist ja sicherlich schon mal ein guter Ansatz. Diese Kunden haben natürlich unterschiedliche Wünsche, Ansprüche und Vorstellungen von der Leistung. Doch egal ob es um möglichst epische Bilder wie die von Marco Schwarz geht oder um hauptsächlich emotionale Bilder wie die von Nadia Meli – Gemeinsam haben die Bilder eines auf jeden Fall. Kunden die ihren Hochzeitsfotografen vertrauen. Nur so können diese Dienstleister frei ihre Ideen umsetzen, Kreativität in die Dienstleistung einfließen lassen und Bilder entstehen lassen die den die Wünschen und Vorstellungen der Kunden entsprechen oder diese gar übertreffen. Denn eine Dienstleistung die den Vorstellungen der Kunden nur entspricht reicht nicht aus um ihn wirklich glücklich zu machen. Sie muss ihn „umhauen“. Der Weg dahin ist „steinig und schwer“… Aber auch vielseitig, herausfordernd und vor allem eines: Der Weg beginnt mit heute meist mit einer Anfrage an den potentiellen Hochzeitsfotografen per Email.

Die alles entscheidende Kernfrage ist also:  Welche Wege gibt es um diese Vertrauensbeziehung zum Kunden möglichst schnell in dieser Phase aufzubauen, wenn die computervermittelte Kommunikation unsere „Weapon of choice“ ist?

Mrz 12

Eigentlich hatte alles so schön angefangen… Nach Fraas, Meier und Pentzol hatte ich die Bereiche aufgeteilt mit denen ich mich beschäftigen wollte und hatte auch schon einzelne Beispiele hier veröffentlicht. Selbst diese Beispiele zu finden fiel mir teilweise schwer und vielleicht hätte ich das gleich ernst nehmen sollen und mich noch mal intensiver mit der Theorie auseinandersetzen müssen. Dann hätte ich vielleicht gesehen, dass sowohl die Synchronität als auch die Anzahl der Kommunikationsteilnehmer und die damit verbundenen Eigenschaften gar nicht das sind was die Dienstleistung Hochzeitsfotografie wirklich ausmacht. Also hab ich noch mal genauer nachgeforscht und möchte nun einen Schritt „zurück“ gehen um diese einzigartige Dienstleistung einzuordnen.

Zunächst hier eine kleine eigene Übersicht der Thematik:

Bild: Eigene Darstellung – Parameter der Computervermittelten Kommunikation

 

Die dargestellte Grafik ist eine Übersicht über die einzelnen Bereiche der computervermittelten Kommunikation (CvK). Quellen für die Darstellung waren Hesse & Schwan, 2005; Joinson, 2003; Hartmann, 2004 und Beck,2006. Wenn man dieser Grafik folgt hatte ich mich bis jetzt auf nur 2 der 10 Elemente beschränkt. Auf „Zahl der Sender/Empfänger“ und auf die Zeitdimensionen auf die ich aber auch nicht näher eingegangen bin. Das erinnert mich sofort an die die Anfänge der Forschung zur computervermittelter Kommunikation: Dort wurde CvK erst nur einmal grundsätzlich als beschränkte/defizitäre Version der Face2Face-Kommunikation eingeordnet aufgrund der Tatsache dass bei textbasierter Kommunikation nur wenige Wahrnehmungskanäle angesprochen werden. So tat es beispielsweise Mettler-Meiborn (1990) in seiner Theorie der Kanalreduktion. Diese Theorie erweist sich allerdings aufgrund technischer Entwicklungen und einem veränderten Nutzerverhalten als zu eng gefasst. So entstand bereits in den 1980er Jahren auf der Plattform IRC (Internet Relay Chat) eine Vielzahl von Gefühlsäußerungen (beispielsweise „Smileys“) die durch Zeichen ausgedrückt wurden um damit eigene Gefühle darzustellen.

Im folgenden möchte ich die einzelnen Kategorien kurz vorstellen um dann einen weiteren Ausblick zu geben welche in der CvK der Hochzeitsfotografie eine besondere Rolle spielen.

  • Zeitdimension: Die Zeitdimension beschreibt zwei Grundarten der CvK – Synchrone Kommunikation vs. Asynchrone Kommunikation
  • Zahl der Empfänger/Sender: Hier stehen die unterschiedlichen Konstellationen zwischen Sendern und Empfängern im Vordergrund: one to one, one to few, one to many, many to many (alle noch mal mit Link zum nachlesen :))
  • Symbolsystem: Für das Symbolsystem habt ihr in der letzten Zeile ein Beispiel lesen können: Einen Smiley oder auch Emoticon genannt. 😉
  • Modus: Modus beschreibt den jeweiligen Kommunikationsträger – beispielsweise Schrift, Sprache oder Video
  • Bandbreite und Kosten: Darunter versteht man eine Einschränkung der CvK durch Beschränkungen seitens der technischen oder vertraglichen Gegebenheiten. Mit einer 500MB Datenflatrate kann man beispielsweise nur begrenzt HD Videos seiner Freunde auf Facebook rezipieren.
  • Nutzungsmechanismen: Hier unterscheidet man zwischen Angebots- und Nachfragegetriebenem Nutzungsverhalten
  • Informationsfluss: Eigentlich sehr ähnlich zum „Zahl der Empfänger/Sender – Prinzip“, nur dass hier die Information im Mittelpunkt steht und nicht der Nutzer
  • Öffentlichkeitsgrad: Der Begriff erklärt sich eigentlich von selbst. Gefragt wird nach dem Grad der Öffentlichkeit der Kommunikation. Grundsätzlich wird zwischen persönlich, geschlossene Gruppe und öffentlich differenziert.
  • Personalisierungsgrad: Ähnlich dem Öffentlichkeitsgrad wird in Kategorien beschrieben ob der Nutzer anonym bleibt oder identifizierbar auftritt
  • Kopräsenz: Computervermittelte Kommunikation kann entweder isoliert oder kopräsent auftreten. Beispielsweise Posts über einen einzelnen Themenbereich versus Newsfeed in dem alle Posts unsortiert auftreten.

 

Nun ist die Frage wie das eigentlich in der Praxis der Hochzeitsfotografie aussieht? Welche dieser Parameter treten in besonderer Weise auf wenn es um die Computervermittelte Kommunikation in dieser Branche geht?
Das steht im Fokus der weiteren Untersuchungen und Gesprächen mit Fotografen.

Quellen: 

Beck, K. (2006). Computervermittelte Kommunikation im Internet. München: Oldenbourg.

Hesse, F. W. & Schwan, S. (2005). Einführung in die Medien- und Kommunikationspsychologie. URL: http://www.e-teaching.org/didaktik/theorie/medienpsychologie/hesse-schwan.pdf.pdf 
(Abgerufen am 12.03.2014)

Joinson, A. (2003). Understanding the psychology of Internet behaviour: Virtual worlds,
real lives. Houndmills: Palgrave Macmillan. 

Hartmann, T. (2004). Computervermittelte Kommunikation In: R. Mangold; P. Vorderer & G. Bente (Hrsg.), Lehrbuch der Medienpsychologie. Göttingen: Hogrefe Verlag, 673-693 

Mrz 09

Für diesen Bereich gibt es wirklich viele Beispiele. Youtube-Kanäle wie dieser von Nadia Meli in dem sie Tipps gibt für andere Hochzeitsfotografen. Oder auch das Projekt CreativeLive.com. Dort werden Workshops kostenlos angeboten für Hochzeitsfotografen. Nachdem die Workshops einmal im Livestream gelaufen sind können die Aufzeichnungen erworben werden. So finanziert sich das Konzept.

Bild: Ein Kurs über den Amerikanischen Stil der Hochzeitsfotografie im April 2014
( Quelle: http://www.creativelive.com/courses/narrative-wedding-photography-jim-garner)

Hochzeitsfotografen wie Matt Kennedy und Nadia Meli kreieren eigenen Content für ihre Kollegen und bereichern damit den Lernprozess innerhalb der Branche enorm. Für einige Hochzeitsfotografen wie beispielsweise Carmen und Ingo oder Mike Larson sind eben diese Angebote für die Community mittlerweile zu einer wesentlichen Einnahmequelle geworden  Gerade junge Unternehmen in der Branche können auf diesem Weg schnell und viel dazu lernen ohne teure Workshops zu besuchen.

Mrz 07

Digitale „Many-to-Many-Kommunikation“ in der Hochzeitsfotografie

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Heute möchte ich euch zwei „Foren“ vorstellen die für eben diese Art der Kommunikation in der Hochzeitsfotografie stehen.

Zunächst wäre da die Gruppe: „I have a wedding for you“. In dieser Gruppe geht es darum unter Fotografen Hochzeiten zu vermitteln. Sollte ein Fotograf bereits belegt sein wenn er eine Anfrage bekommt so kann er diese Anfrage in das Forum stellen und die anderen Fotografen können sich darauf bewerben. Der Fotograf gibt die Links zu den Fotoseiten seiner Kollegen weiter an das Brautpaar und vermittelt somit die Hochzeit an einen anderen Fotografen.
Hier ein Print-screen dazu:

 

Eine zweite forum-artige Gruppe existiert auf Facebook mit dem Namen „IHAWFU“ was so viel ist wie die Kurzform von „I have a wedding for you“. Hier werden Fragen und Entwicklungen der Branche diskutiert in einer abgeschlossenen Umgebung. Zutritt zu beiden Gruppen haben ausschließlich Fotografen.
Gestern und heute ging es beispielsweise um die Frage der Besteuerung von Foto-artikeln sowie um das Verhalten gegenüber einem Brautpaar das den Vertrag ändern möchte. Auch dazu hier ein Beispiel:

Bild: Diskussion zu zwei Beiträgen im „IHAWFU“ Forum

Zum Shoot and Share Modell gibt es ebenfalls eine zugehörige Gruppe die ähnlich kommuniziert wie die „IHAWFU“- Gruppe die ich euch in diesem Beitrag gezeigt habe, allerdings wird dort natürlich ausschließlich auf Englisch diskutiert.

Feb 12

(Bild: Shoot and Share Modell. Abgerufen am 12.02.2014 auf http://shootandshare.com/)

„Shoot and Share“ heißt so viel wie: „Fotografieren und teilen“ und bezeichnet ein Amerikanisches Geschäftsmodell innerhalb der Fotografie als Dienstleistung.
Die Grundidee ist relativ simpel und setzt digitale Kommunikation voraus:

Das Modell bezieht sich zunächst auf die Idee mithilfe des digitalen Zeitalters das ursprüngliche Geschäftsmodell des Fotografen aufzubrechen und den Fokus der Dienstleistung zu ändern. Durch digitale Kommunikation und die uns zugänglichen Mittel sind wir in der Lage die Dienstleistung des Fotografierens in den Vordergrund zu rücken und eine Wertverschiebung einzuleiten. Während früher einzelne Bilder von Kunden gekauft wurden und die restlichen Bilder auf der Festplatte oder im Archiv des Fotografen versauerte, werden nun nicht die einzelnen Bilder gehandelt sondern die komplette Dienstleistung. Hierbei werden die fertig bearbeiteten Bilder mithilfe einer eigenen Plattform namens „PASS“ in einzelne Galerien hochgeladen. Der Kunde kann darüber Favoriten markieren, Bilder teilen in sozialen Netzwerken, via Link mit anderen Hochzeitsgästen und Freunden, die Bilder herunterladen und Prints bestellen. Der Schwerpunkt liegt hierbei aber eben nicht darauf einzelne Bilder teuer printen zu lassen sondern dem Kunden die Freiheit zu lassen die Bilder nach Belieben zu nutzen. Der entscheidende Vorteil für den Fotografen: Kunden wird es mittels digitaler Kommunikation immens vereinfacht das Produkt des Fotografen mit weiteren potentiellen Kunden zu teilen ohne dass der Fotograf etwas dazutun muss. Der Werbeeffekt für den Dienstleister ist quasi kostenfrei und es werden wesentlich mehr potentielle Kunden erreicht als mit einem ausgedruckten Bild.

(Bild: PASS Online Galerie von Paul Trager Photography)

Fazit: Das Konzept erfreut sich bereits in Amerika großer Beliebtheit und findet mittlerweile auch in Europa eine wachsende Fangemeinde. Der Fokus liegt auf der Nutzung digitaler Kommunikation um die Dienstleistung an sich in den Vordergrund zu stellen und Kunden für sich werben zu lassen.

Hier noch eine Karte mit der Verteilung der „Shoot and Share Fotografen“ in Nordamerika und Europa:

(Bild: Verteilung der Shoot and Share Fotografen in Nordamerika, Europa und Nordafrika – (http://shootandshare.com/map)

Weiterführende Fragen: Was haltet ihr von diesem Geschäftskonzept? Hat es Zukunft oder sollte man doch lieber einzelne Bilder verkaufen?

 Quellen:

Bild: Bild: Shoot and Share Modell. Abgerufen am 12.02.2014 von http://shootandshare.com/map
Bild: Verteilung der Shoot and Share Fotografen in Nordamerika, Europa und Nordafrika. Abgerufen am 12.02.2014 von http://shootandshare.com/map

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