Mrz 30

Hm, die Zeit ging ganz schön fix rum und jetzt bin ich eigentlich erst sensibel geworden für die Themen und Schwerpunkte die man setzen kann. Vielleicht ist auch das die größte Erkenntnis aus dem Projekt: Neue Begriffe finden, erklären und für sich selbst entdecken um sie dann anzuwenden. Wirklich geholfen hat mir der offene Blick nach Übersee. Die Hochzeitsfotografie als Dienstleistung scheint dort einen ganz anderen Stellenwert zu haben der sich in Deutschland erst langsam etabliert. Wirklich spannend für mich war es neue Trends zu erkennen und zu analysieren wie zum Beispiel Storytelling oder auch die neue Form der Geschwindigkeit der sich diese Branche stellen muss.

Am Anfang hatte ich mich ja ein bisschen in das Shannon & Weaver Modell verrannt um dann doch festzustellen dass das irgendwie in die falsche Richtung geht. Durch die Darstellung der Computervermittelten Kommunikation (CvK) kam ich dann aber doch noch auf den richtigen Trichter und konnte die einzelnen Eigenheiten der Hochzeitsfotografie besser einordnen. Die Einzigartigkeit der Hochzeitsfotografie äußert sich in dem hohen Grad an Vertrauen dass der Dienstleister gegenüber den Kunden und potentiellen Kunden aufbauen muss. Erreicht wird das durch eine möglichst persönliche Darstellung der eigenen Marke – auch hier wieder das Stichwort: Storytelling. Dazu habe ich einige interessante Beispiele gefunden im Netz wie Dienstleister auf ungewohnten Wegen dieses Level an Vertrautheit erzeugen. Simpel ausgedrückt hat es der Deutsche Hochzeitsfotograf Steffen Böttcher: „Menschen öffnen sich dir und deiner Kamera wenn du dich ihnen öffnest“. (nachzulesen in seinem grandiosen Buch „Abenteuer Fotografie„. Überrascht hat mich wie sehr der Gedanke der eigenen Markenentwicklung im Bereich der Hochzeitsfotografie in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, während in Amerika durch Programme wie „Shoot and Share“ alles daran gesetzt wird den Fokus mehr und mehr auf die Dienstleistung und damit auch auf den Dienstleister an sich zu lenken. In Deutschland werden trotzdem in den Fotostudios weiter einzelne Abzüge teuer verkauft. Auch wenn man dieses Modell natürlich in den Staaten ebenso findet. Der Trend allerdings scheint klar in die Richtung der „Bilderflatrate“ zu gehen. Man kommt weg vom Verkauf der einzelnen Bilder und konzentriert sich mehr und mehr auf die Dienstleistung als solches.

Auch wenn ich das Gefühl habe alle meine Beiträge sind eigentlich nur Ansätze und wollen weiter geführt werden, bekomme ich trotzdem auch den Eindruck zumindest einen Überblick bekommen zu haben und nun zu wissen wo ich eigentlich ansetzen muss wenn ich konkretes Wissen benötige.
Hilfreich war es mein eigenes kleines Unternehmen mit einzubeziehen in die Erfahrungen und zu schauen was dort bereits umgesetzt wird und was vielleicht noch wachsen kann. Genau deshalb möchte ich mich auch weiterhin besonders mit den Themen Storytelling und CRM auseinandersetzen denn da gibt es in meinem Unternehmen noch viel Potential. Ich bin dankbar für die Möglichkeit mich Universitäre Gedanken mit der eigenen Leidenschaft verbunden zu wissen. Das hier ist nicht das Ende. Nur ein Fazit. 🙂

 

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