Feb 08

(Bild: E-Mail Verkehr nach einer Anfrage für eine Dienstleistung als Hochzeitsfotograf, eigene Darstellung)

Hierbei habe ich mich ein bisschen schwer getan Beispiele zu finden da gerade im Bereich der Hochzeitsfotografie liegen die Schwerpunkte eher auf digitaler One-to-One-Kommunikation und One-To-Many-Kommunikation. Doch dann erinnerte ich mich daran dass gerade der Mailverkehr in der Hochzeitsfotografie oft genau in diese Kategorie fällt. Nämlich wenn ein Brautpaar gemeinsam bei einem Hochzeitsfotografen anfragt. Dazu hier ein Beispiel:

Die Strategie des Dienstleisters unterscheidet sich hierbei nur unwesentlich vom Beispiel der One-To-One-Kommunikation mit dem potenziellen Kunden. Das primäre Ziel ist natürlich die Informationsvermittlung aber es wird auch versucht Barrieren durch Höflichkeit schnellstmöglich zu überwinden. Hier zu sehen durch den Versuch sein Gegenüber auch per Mail zu duzen und die Mail aufzulockern durch leichte Sprache, Emoticons und positiven Ausdruck.

Feb 06

Digitale „One to One“ Kommunikation in der Hochzeitsfotografie

Arten von digitaler Kommunikation, Digitale Kommunikation Kommentare deaktiviert für Digitale „One to One“ Kommunikation in der Hochzeitsfotografie

Der Klassiker.. Ohne das Wörtchen „digital“ hätte man diese Art der Kommunikation wohl auch vor der Zeit des Internets so nennen können. Ein potenzieller Kunde schreibt eine Anfrage per Mail (auch eine Art digitaler „One-to-One-Kommunikation“) und es kommt zum ersten Telefonat.
In Amerika gibt es eine Bewegung unter Hochzeitsfotografen die sich „Shoot and Share“ nennt. Dort finden sich Fotografen zusammen die alle eine ähnliche Unternehmensphilosophie vertreten. Was sich dahinter verbirgt könnt ihr hier lesen.

Einer der aktiven Fotografen der Plattform heißt Frank Donnino. Er ist Hochzeitsfotograf in Boynton Beach, Florida und hat der Gruppe aufgenommene Skype-Anrufe zur Verfügung gestellt um anderen Fotografen zu helfen. Wir bekommen hier also tolle Beispiele für „one-to-one“ Kommunikation im digitalen Zeitalter.

(Bild: Kurz vor einem Skype-Telefonat mit einem Kunden, Foto: Paul Trager Photography)

Die einzelnen Aufnahmen behandeln unterschiedliche Situationen in Kundengesprächen aber hauptsächlich geht es um das Verhalten des potenziellen Hochzeitsfotografen gegenüber dem anfragenden Kunden bis hin zum Treffen mit dem Kunden bei dem es dann zum Vertragsabschluss kommt.
Im Gespräch mit Jennifer (englisch) lässt sich gut analysieren wie der Fotograf neben dem bloßen Austausch von Informationen immer wieder auf die potentielle Kundin eingeht, sie unterstützt bei ihren Wünschen und Ideen, sie aufbaut und interessiert nachfragt. Er versucht bewusst eine emotionale Bindung herzustellen mit der Kundin. Beispielsweise mit der Frage nach dem Wohnort des Verlobten und der potentiellen Verbindung zu Franks ehemaligem Wohnort in Long Island oder auch die Frage nach der religiösen Einstellung.
Ein weiterer interessanter Aspekt war die Nachfrage: „Was hat dir an meinen Fotos gefallen? Warum hast du gerade mich angerufen?“ Das Gespräch nutzt er also direkt auch dazu Informationen zu gewinnen über sein eigenes Unternehmen und die „Unique Selling Proposition“ – also wie er sich von anderen Hochzeitsfotografen abhebt.

Fazit:

Nachdem ich mir die Audiofiles angehört habe und mit den anderen Arten der digitalen Kommunikation verglichen habe komme ich zu dem Gedanken dass es die „One-to-One-Kommunikation“ wohl die „intensivste“ Art der Kommunikation darstellt in diesem Modell. Die Verbindung zwischen Kunde und Dienstleister etabliert sich auf verbaler Ebene wesentlich schneller als beispielsweise bei digitaler „One-To-Many-Kommunikation“ via Facebook-Post, Website oder Instagram. Eine emotionale Bindung aufzubauen mit Kunden ist essenziell in der Dienstleistung der Hochzeitsfotografie weil sie Vertrauen gegenüber dem Fotografen schafft was letztendlich (so meine Vermutung) zu besseren Bildern führt.

 

Weiterführende Fragen:

Was haltet ihr von dieser Art der Kundenkommunikation? Fällt euch was auf was ihr vielleicht anders machen würdet? Erkennt ihr vielleicht sogar Unterschiede in der Art wie ein solches Gespräch in Deutschland ablaufen würde?

 

Quellen:

One-To-One Kommunikation: Fraas, C., Meier S. & Pentzol, C. (2011). Online-Kommunikation: Grundlagen, Praxisfelder und Methoden. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag.

Skypeaufzeichnung: Frank Donnino – Abgerufen am 06.02.2014 von http://www.donnino.com/phone/003jennifer.mp3

Feb 05

Was ist eigentlich digitale Kommunikation?

Allgemein, Arten von digitaler Kommunikation, Digitale Kommunikation Kommentare deaktiviert für Was ist eigentlich digitale Kommunikation?

Also wir haben hier den Begriff „Kommunikation“ und dann noch „digital“. Das gilt es erst einmal aufzuschlüsseln:

Für Kommunikation gibt es viele Definitionen – die einfachste ist wahrscheinlich die von Shannon & Weaver. In einem Sender-Empfänger Modell stellen sie diesen Prozess dar der ungefähr wie folgt aussieht:

(Bild: Kommunikationsmodell nach Shannon & Weaver – Eigene Darstellung) 

Zunächst muss es natürlich eine Botschaft geben die von Person A zu Person B übertragen werden soll. Eine Information, Frage oder auch eine Emotion. Diese wird von Person A zunächst kodiert und mithilfe eines  Kanals an Person B weitergegeben. Dieser Kanal kann beispielsweise die Stimme sein. Genau hier setzt dann das Wort „digital“ ein. Denn der Kanal kann eben auch das Internet sein welches mithilfe von Eingabegeräten jeglicher Art das Signal kodiert, überträgt und wiedergibt. Auf diesen Kanal kann in beiden Arten der Kommunikation eine Störquelle einwirken wie beispielsweise Lärm oder eine Störung der Verbindung.

Nach Fraas, Meier und Pentzol lassen sich außerdem Kriterien bezüglich der Onlinekommunikation festlegen. Ein Kriterium ist die Synchronität, d.h. die Kommunikation kann entweder synchron stattfinden, wie beispielsweise in einem Chat oder zeitversetzt, wie die Kommunikation via E-Mail. Ein weiteres Kriterium ist die Anzahl der Kommunikationsteilnehmer. Folgende Formen sind hier zu unterscheiden:

  1. one to one —> Wie sieht das in der Hochzeitsfotografie aus?
  2. one to few —> Wie sieht das in der Hochzeitsfotografie aus?
  3. one to many —> Wie sieht das in der Hochzeitsfotografie aus?
  4. many to many —> Wie sieht das in der Hochzeitsfotografie aus?

Bezogen auf digitale Kommunikation in der Hochzeitsfotografie finden sich eigentlich alle der genannten Formen in jeweils unterschiedlichen Bereichen.  Klickt einfach auf die einzelnen Links in denen ich die Bereiche kurz erklärt hab.

 

 

Quellen:

Hunscha, S. (2003). Kommunikations- und Interaktionsmodelle. Abgerufen am 10.02.2014 von http://www.techfak.uni-bielefeld.de/ags/wbski/lehre/digiSA/S03/MMMK/kommunikation.pdf

Fraas, C., Meier S. & Pentzol, C. (2011). Online-Kommunikation: Grundlagen, Praxisfelder und Methoden. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag. 

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