“Ich bin im Internet auf etwas gestoßen…” – Über die Relevanz von Weblogs

In meinem ersten Blog-Beitrag habe ich geschrieben, dass ich gespannt bin, ob und inwiefern sich meine Einstellung gegenüber dem „Bloggen“ verändert. Mittlerweile habe ich einige Artikel verfasst und auch die TU-Blogosphäre wächst.

Weiterhin werde ich den Inhalt dieses Weblogs auf die Anfertigung von Hausaufgaben im Rahmen der Lehrveranstaltung „Elektronische Dokumente“ beschränken und – in naher Zukunft – unser Gruppen-Medienprojekt einbeziehen. Bei letzterem soll die Kommunikation vorwiegend über die Blogs stattfinden, dies habe ich bereits im Artikel „Gruppenfindung“ erwähnt. In welchem Umfang die Bearbeitung des Projekts tatsächlich über die Plattform der Blogs ausgetragen wird, ist mir bisher nicht klar. Ich bin von dieser Idee – bzw. diesem „Auftrag“ – momentan auch noch nicht überzeugt. Ist denn die Zusammenarbeit der Gruppe nicht am effektivsten, wenn man sich untereinander trifft und gemeinsam Ideen diskutiert, Konzepte entwickelt und schließlich das Projekt realisiert? Ist es nicht ein (vermeidbarer) Mehraufwand, hier mit Hilfe von Blogs zu arbeiten? Selbst wenn hier nur (Zwischen)Ergebnisse präsentiert werden sollten, stellt sich die Frage, ob es jedermann zugänglich gemacht werden soll, welche Schritte man gerade durchläuft, ob und wie welche Ideen oder Konzepte weiterentwickelt werden und vor allem was genau zu welcher Zeit passiert. Natürlich finde ich es sinnvoll, das Endergebnis publik zu machen, aber die Blogs sollten doch hier nicht die Funktion einer Taschenlampe einnehmen, um die Schritte der Realisation unseres Projekts zu durchleuchten.

Zurück zu den TU-Blogs. Diese werden neben der Anfertigung unserer Hausaufgaben teilweise sehr eifrig mit (Privat)Leben gefüllt. Bezüglich letzterem sollten Leser meines Blogs keinerlei Erwartungen haben. Ich bin nicht der Meinung, dass es notwendig ist, Informationen aus meinem Privatleben à la „Gestern hab ich was total spannendes erlebt…“ oder „Ich bin im Internet auf etwas gestoßen…“ bereitzustellen. Dies wäre einfach irrelevant für potentielle Leser.

Meine Einstellung gegenüber Blogs hat sich bis zu diesem Zeitpunkt also keineswegs verändert. Hausaufgaben muss man doch nicht veröffentlichen und somit der ganzen Welt zugänglich zu machen. Und für Kommunikation gibt es eine Vielzahl anderer Möglichkeiten. Hierbei sehe ich (noch) keinerlei Vereinfachung oder Erleichterung durch das Führen eines Blogs. Die Begeisterung am „Bloggen“ ist (noch) nicht bei mir angekommen.

Deshalb möchte ich hier einen Cartoon präsentieren. „Ich bin im Internet auf etwas gestoßen…“ Das „Bla Bla“ :) erspar ich mir, nur kurz soviel: Er verdeutlicht das, was ich mir unter „Blogosphäre“ vorstelle.

Um nun noch die Vernetzung meines Blogs innerhalb der TU-Blogosphäre voranzutreiben, möchte ich den Beitrag einer Kommilitonin „BLOGS – Der Dschungel wächst“ nennen. Dieser setzt sich ebenfalls mit dem Phänomen „Blog“ auseinander und findet meinerseits Zustimmung.

Blasphere - Blogosphäre als eine riesige Wolke von Bla Bla Bla

Blogosphäre als "Blasphere"

Quelle

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One Response to “Ich bin im Internet auf etwas gestoßen…” – Über die Relevanz von Weblogs

  1. Das Führen von Blogs wurde nicht deshalb verpflichtend eingeführt, weil damit irgend eine Art von Erleichterung verbunden ist. Vielmehr geht es darum, Sie an die Idee der E-Portfolios heranzuführen und zugleich Ihr Bewusstsein für die (Un-)öglichkeiten der digital vermittelten Kommunikation zu schärfen.

    Blogs richten sich an ein disperses Publikum. In Kommunikationssituationen, wo ein disperses Publikum erreicht werden soll, sind sie sicher sinnvoll. Für interpersonale dialogische Kommunikation sind sie sicher weniger geeignet.

    Grundsätzlich bietet die Dokumentation des Projektfortschrittes die Möglichkeit, anderen Menschen Ihre Kompetenzen im Bereich der Projektkoordination vor Augen zu führen. Wenigstens in diesem Licht sollten Sie auch die Nutzung von Weblogs betrachten. Falls diese nach Ihrer Meinung nicht geeignet sind, suchen Sie bitte nach anderen Werkzeugen und dokumentieren deren Einsatz. Auch das ist E-Portfolio-Arbeit.

    Weiterhin viel Erfolg!

    G. Kreuzberger.

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