Feb 27 2011

Projektüberblick Digitale Kommunikation Crowdfunding

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Feb 14 2011

Resümee Analyse Crowdfunding Plattformen

In den letzten drei Wochen haben wir unseren Kriterienkatalog auf die gängigsten Crowdfunding Plattformen losgelassen. Insgesamt konnten wir jeweils zwei Plattformen (kickstarter.com, StartNext.de, pling.de, inkubato.com) mit unseren Kriterienkatalog analysieren. Dabei sind einige Eigenheiten zwischen den Plattformen zu erkennen, aber auch Mängel am Kriterienkatalog.

Ergebnisse der Analyse

Auffällig ist das eine große Konformität in den Elementen der CMC zwischen den Plattformen existiert. Grundsätzlich fassen die Plattformen ihre Nutzer ähnlich auf, gruppieren sie aber anders. Die Offenheit der Kommunikation ist häufig ein Grenzfall zwischen offener und geschlossener. Das resultiert wiederum aus der Auffassung der Adressaten. Auch die Mittel der Kommunikation sind anhand der Kriterien der CMC schwer abzugrenzen da durchweg alle Teilnehmer der Plattform sprachlich und nicht sprachlich kommunizieren. Hinsichtlich der Medialität der Plattformen gibt es eine klare Abstufung. Die Plattform an sich kann auf den größten Umfang an Medien zurückgreifen, gefolgt von den Projektinitiatoren mit eingeschränkteren Mitteln und den Crowdfundern mit starken Limitierungen in der Medialität. Zuletzt ist die Synchronität der Kommunikation als durchgehend asynchron zu betiteln.

Anhand des Kriterienkataloges konnte eine mehrheitliche Übereinstimmung zwischen den analysierten Crowdfunding Plattformen erkannt werden. Es ist festzuhalten das die Akteure auf diesen Plattformen in ihrer Kommunikation identisch agieren.

Erklärung der Ergebnisse

Eine derartige Übereinstimmung ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf den entwickelten Kriterienkatalog zurück zu führen. Die angeführten Elemente der Computervermittelten Kommunikation und deren Ausprägung liegen offensichtlich eine Generation hinter der Entwicklung des aktuellen Webs. Bestes Beispiel ist die Offenheit der Kommunikation die häufig als Grenzfall auftritt, ausgelöst durch erweiterte technische Möglichkeiten und der damit ermöglichten Gruppenbildung. Auch deckt die Medialität nicht die Einbindung von externen Dienste wie Facebook oder Twitter ab. Insgesamt könnte sich die Übereinstimmung der Ergebnisse durch die Etablierung von bestimmten Kommunikationselementen erklären lassen. So hat sich bspw. eine asynchrone Kommunikation über Blogs gegenüber den Echtzeitchats durchgesetzt.

Auswirkung der Ergebnisse auf den Kriterienkatalog

Bereits während der Analyse der Plattformen ist aufgefallen das der Kommunikator „Umsetzer“ nicht innerhalb der Kommunikation der Plattform auftritt. Allerdings konnte eine Kommunikation ausgehend von der Plattform an sich, also besser gesagt der Plattformbetreiber, identifiziert werden. Aus diesem Grund wurde der Umsetzer mit der Plattform bei den Kommunikatoren ausgetauscht. Auch sollte der Kriterienkatalog fragmentierter auf die Gruppen innerhalb der Crowdfunder eingehen können, hier ist verbesserungspotential zu sehen. Zudem sollte ein extra Kriterium die „Kommunikation über externe Dienste“ (Facebook oder Twitter ist hier gemeint) mit einbezogen werden. Diese Kommunikation ist reaktiv, da sie gleichzeitig wieder in der Plattform mit eingebunden wird. Auch sollte die Profilkommunikation der Plattform Nutzer genauer untersucht werden. Diese konnte mit dem Kriterienkatalog leider nicht zufriedenstellend abgedeckt werden.

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Feb 09 2011

Hörenswerter Podcast über Crowdfunding

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Heute lasse ich mal andere für mich reden. Das können Tim Pritlove und Max Winde eh viel besser als ich. In ihrem aktuellem Webciety Podcast beschäftigen sich die beiden mit den „klassischen“ Crowdfunding Plattformen und den relativ neuen Social Micropayment Konzepten ala Flattr oder kachingle. Für alle interessant die sich einen ersten Einblick in das Thema Crowdfunding verschaffen möchten.

Hier gehts zum Podcast

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Jan 31 2011

Analyse von inkubato.com

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Inkubato Logo

Eine weitere Crowdfunding Plattform ist inkubato.com, auf welcher das bekannte Projekt „BAR 25 – Der Film“ finanziert wurde. Die Plattform ist im Oktober 2010 angelaufen und hat relativ wenige Projekte.

Die Plattform

Auch inkubato.com erklärt wie Crowdfunding funktioniert. Auch hier ist wieder ein Blog mit aktuellen Pressemitteilungen, Tipps und Projektstarts enthalten. Die Facebook/Twitter Integration ist von der Plattform aus nur eine Verlinkung. Die Nutzer können in registrierte und nicht registrierte, letztere nochmals in Projektinitiatoren und Crowdfunder, unterschieden werden.

Adressaten der Kommunikation

Die Plattform will mit der anonymen Masse kommunizieren. Eingrenzen könnte man diese Masse in potentielle Crowdfunder (Interessierte), bereits aktive Crowdfunder sowie Projektinitiatoren.

Offenheit der Kommunikation

Die Kommunikation ist passiv offen, aufgrund der Kommunikationsmittel.

Mittel der Kommunikation

Die eingesetzten Mittel sind sprachlich und nichtsprachlich. Dazu gehört das allgemeine Informationsangebot, ein Blog mit offener Kommentarfunktion und die Facebook/Twitter Verlinkung.

Medialität der Kommunikation

Die Kommunikation ist multimedial. Abhägig von der jeweiligen Seite kann Text/Bild/Video eingesetzt werden.

Synchronität der Kommunikation

Die aktive Kommunikation (Blog Kommentare) ist asynchron.

Projektinitiatoren

Damit ist die Kommunikation gemeint, die Projektinitiatoren zur Projektdarstellung auf der Plattform zur Verfügung stehen.

Adressaten der Kommunikation

Projektinitiatoren kommunizieren zunächst mit der anonymen Masse, im speziellen mit potentiellen und existierenden Crowdfundern.

Offenheit der Kommunikation

Die passive Kommunikation, also die bloße Darstellung des Projektes ist für alle einsichtig und offen. Die aktive Kommunikation, also das Kommentieren des Projektes ist erst nach Anmeldung möglich und somit geschlossen.

Mittel der Kommunikation

Die Kommunikation beinhaltet sprachliche und nichtsprachliche Mittel. Die Übersichtsseite bietet einen Teaser, allgemeine Projektinformationen, Updates des Projektes, Kommentare zum Projekt und Unterstützer. Auch stehen Social Web Links zur Verfügung. Diese Informationen stehen auch nach Projektende zur Verfügung

Medialität der Kommunikation

Die Kommunikation ist eingeschränkt multimedial. Der Teaser der Übersichtsseite kann Video/Bild enthalten, aller anderen Informationen sind vorwiegend rein textlich.

Crowdfunder

Crowdfunder sind die Personen die das Projekt unterstützen. Die Kommunikation trifft aber auch auf registrierte Nutzer zu.

Adressaten der Kommunikation

Der Crowdfunder setzt zweierlei Art von Kommunikation ein. Zunächst tritt eine Interpersonalen Kommunikation mit dem Projektinitiator und der Plattform auf. Auch ist eine Unikommunikation mit anderen Plattformmitgliedern möglich.

Offenheit der Kommunikation

Die Crowdfunder kommunizieren aktiv interpersonell geschlossen mit den Projektinitiatoren und der Plattform. Die Unikommunikation (passive) mit den Mitgliedern der Plattform erfolgt allerdings offen.

Mittel der Kommunikation

Auch hier werden sprachliche und nichtsprachliche Mittel eingesetzt. Diese sind zum einen das Profil, welches aus den gefundeten Projekten sowie den Profilbild besteht, die Kommentare auf der Projektseite sowie die Kommentare im Plattform Blog.

Medialität der Kommunikation

Hier gibt es Einschränkungen gegenüber der Plattform und den Projektinitiatoren. Bis auf das Profilbild ist der Crowdfunder auf textliche Inhalte und Links beschränkt.

Zeitbezug der Kommunikation

Die aktive Kommunikation über Kommentare erfolgt asynchron.

Ergebnisse im Überblick:

Elemente der CMC Plattform Projektinitiator Crowdfunder
Adressaten Massenkommunikation Massenkommunikation Interpersonale und Unikommunikation
Offenheit Offene CMC Grenzfall Grenzfall
Mittel sprachlich/nicht sprachlich sprachlich/nicht sprachlich sprachlich/nicht sprachlich
Medialität Multimedial eingeschränkt Multimedial vorwiegend textlich
Zeitbezug asynchron asynchron asynchron

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Jan 24 2011

Analyse von StartNext.de

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Das Startnext-Prinzip Step by Step

StartNext.de ist die erste Crowdfunding Plattform in Deutschland und wurde im September 2010 gegründet. Derzeit befindet sie sich im beta Stadium und hat daher, im Vergleich zur Internationalen Konkurrenz, noch eine überschaubare Menge an Projekten.

Die Plattform

Auf der StartNext.de Plattform wird zunächst erklärt was Crowdfunding ist und wie es funktioniert. Auch werden Startern Tipps gegeben wie Projekte erfolgreich dargestellt werden und was als Benefit ausgewählt werden sollte. Zudem bietet StartNext.de einen Blog der Plattformgründer, Betreuer und Entwickler. Auch ist eine starke Facebook und Twitter Anbindung zu erkennen. Aus Sicht der Plattform werden die Teilnehmer in registrierte und nicht registrierte Nutzer unterschieden, wobei erstere Projektbezogen dann nochmals in Starter, Fans und Supporter eingeteilt werden.

Adressaten der Kommunikation

Als Adressaten sind die anonyme Masse zu nennen, also potentielle Crowdfunder aber auch Projektinitiatoren bzw. Interessierte.

Offenheit der Kommunikation

Es ist auf Plattformebene eine passive offene Kommunikation, aufgrund der Kommunikationsmittel.

Mittel der Kommunikation

Die Kommunikation wird mit sprachlichen und nicht sprachlichen Mitteln betrieben. Dazu gehört neben dem Informationsangebot auch ein Blog, auf dem sowohl die anonyme Masse als auch die Plattformmitglieder kommentieren können. Auch ist eine starke Twitter und Facebook Verlinkung zu erkennen.

Medialität der Kommunikation

StartNext.de kommuniziert auf der Plattform multimedial. Abhängig von der einzelnen Seite werden Filme, Text oder Bilder eingesetzt.

Zeitbezug der Kommunikation

Sowohl die passive Kommunikation (hier bspw. die Rezeption von Inhalten) als auch die aktive, in dem Fall das kommentieren im Blog oder die Kontaktaufnahme, verlaufen asynchron.

Projektinitiatoren

Projektinitiatoren wird ein Umfeld geboten in dem das Projekt dargestellt werden kann.

Adressaten der Kommunikation

Projektinitiatoren sprechen zunächst die anonyme Masse an. Insbesondere sollen aber auch potentielle sowie existierende Crowdfunder angesprochen werden.

Offenheit der Kommunikation

Hier ist ein Grenzfall zu sehen. Die passive Kommunikation (Rezeption) ist für alle einsichtig. Die aktiven Kommunikation mit den Plattformmitgliedern ist erst nach der Anmeldung möglich.

Mittel der Kommunikation

Die Kommunikation geschieht wieder sprachlich sowie nicht sprachlich. Dazu gehören die Übersichtsseite, der Projektblog, die Pinnwand sowie die Supporter/Fan Übersicht in denen die Plattformmitglieder kommentieren können. Aber auch eine direkte Twitter Anbindung (die letzten Feeds) und eine Facebook Friends Einbettung ist vorhanden.

Medialität der Kommunikation

An sich sind die Kommunikationsmöglichkeiten Multimedial. Der Projektinitiator kann bei der Übersichtsseite ein Video/Ton einbetten. Der Beschreibungstext beinhaltet keine Bilder. Im Blog können wieder alle Möglichkeiten der modernen Darstellung genutzt werden.

Zeitbezug der Kommunikation

Die vertretenen aktiven Kommunikationsmittel sind asynchron.

Crowdfunder

Der Crowdfunder ist das an sich das Mitglied der Plattform, welches als Supporter das Projekt unterstützt. Allerdings haben bei StartNext.de auch andere Mitglieder die Möglichkeit als Fans des Projektes aufzutreten.

Adressaten der Kommunikation

Die Crowdfunder führen zunächst einmal eine Interpersonale Kommunikation mit dem Projektinitiator aus. Aber auch eine Unikommunikation mit den anderen Plattformmitgliedern ist möglich.

Offenheit der Kommunikation

Auch hier ist wieder sowohl eine geschlossene als auch offene Kommunikation zu sehen. Die Kommentare und Profile der Nutzer sind offen sichtbar, eine aktive Kommunikation mit diesen ist erst durch Anmeldung an der Plattform möglich.

Mittel der Kommunikation

Die Kommunikation wird mit sprachlichen und nichtsprachlichen Mitteln betrieben. Als Mittel stehen zum einen das eigene Profil, die Kommentare auf den Blogs als auch die Kommentare auf der Pinnwand zur Verfügung. Hinzu kommt aber auch die indirekt die Twitter und Facebook Einbindung.

Medialität der Kommunikation

Eine Einschränkung gegenüber der Projektinitiatoren existiert aufrgund der fehlenden Möglichkeit Videos einzubinden. Ansonsten sind aber Text, Bild als auch Links möglich.

Zeitbezug der Kommunikation

Die aktive als auch passive Kommunikation ist wieder asynchron.

Ergebnisse im Überblick:

Elemente der CMC Plattform Projektinitiator Crowdfunder
Adressaten Massenkommunikation Massenkommunikation Interpersonale und Unikommunikation
Offenheit Offene CMC Grenzfall Grenzfall
Mittel sprachlich/nicht sprachlich sprachlich/nicht sprachlich sprachlich/nicht sprachlich
Medialität Multimedial eingeschränkt Multimedial eingeschränkt Multimedial
Zeitbezug asynchron asynchron asynchron

Leider konnte der Kommunikator „Umsetzer“ aus dem ursprünglichen Kriterienkatalog nicht mit einbezogen werden, da dieser erst nach dem Crowdfunding aktiv wird und außerhalb der Plattform kommuniziert. Auch wurde die Plattform an sich als Kommunikator hinzugefügt, da diese den Rahmen für die entstehende Kommunikation bildet und auch selbst aktiv ist.

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Jan 10 2011

Kommunikatoren orientierter Kriterienkatalog

Im letzten Artikel hatte ich ja zur Kriterienkatalog Erstellung, anhand der Mittel der Computer vermittelten Kommunikation, aufgerufen. Die Kernelemente der CMC sind zusammengetragen, bilden aber an sich noch keinen Kriterienkatalog. Wichtig ist das wir Crowdfunding zunächst als plattformvermittelte Kommunikation ansehen. Auf dieser Plattform sind mehrere Kommunikatoren aktiv. Würde man versuchen aus Sicht der Plattform die möglichen Kommunikationen abzubilden wäre eine systematische Bearbeitung nicht möglich. Deshalb hat Felix bereits versucht typische Rollen des Crowdfundings zusammen zu stellen. Natürlich kann das Rollenverständnis der einzelnen Plattformen unterschiedlich sein.

Typische Rollen bei Crowdfunding Plattformen

Der Ideengeber Ist der Projektinitiator und versucht eine Idee mithilfe der Masse zu finanzieren.
Der Geldgeber Finanziert die Idee des Ideengebers und erhält dafür meist einen Benefit, der abhängig vom einzelnen Projekt ist.
Der Umsetzer Setzt mithilfe des Geldes der Geldgeber die Idee des Projektinitiators um.

Wichtig zu erwähnen ist das es Überschneidungen zwischen den rollen geben kann. Das beste Beispiel ist das der Ideengeber häufig auch der Umsetzer sein kann.

Komminkatoren orientierter Kriterienkatalog

Kombiniert man die Eigenschaften der CMC und die Rollen des Crowdfundings ergibt sich folgender Kriterienkatalog:

Elemente der CMC Projektinitiator Crowdfunder Umsetzer
Adressaten CMC kann eine Intrapersonal Kommunikation, Interpersonal Kommunikation, Unikommunikation oder Massenkommunikation sein.
Offenheit Unterschieden wird in die geschlossene und offene CMC, aber auch Grenzgänge sind durch geeignete Gruppenbildung und Rechtemanagement möglich.
Mittel Geschieht die CMC über sprachliche oder nichtsprachliche Elemente. Beispielsweise können Symbole zur Kommunikation eingesetzt.
Medialität Welche Medien können bei der Kommunikation verwendet werden. Unterschieden wird zwischen der Monomedialität sowie der Multimedialität.
Zeitbezug Unterschieden wird in die synchrone und asynchrone CMC. Der Zeitbezug der Kommunikation ist stark von der Medialität abhängig.

Weiteres Vorgehen

Die Crowdfundingplattformen sollen jetzt anhand dieser Kriterien analysiert werden. Die Ergebnisse können Aufschluss über Eigenschaften und Unterschiede der Crowdfundingplattformen aufzeigen. Zunächst sollen StartNext und KickStarter untersucht werden. Es wird sich zeigen ob das Rollenbild und die ausgewählten Kriterien sich für diese Untersuchung eignen.

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Jan 03 2011

Kriterienkatalog zur Crowdfunding Plattform Analyse

Wie bereits im letzten Artikel beschrieben benötigen wir zunächst einmal einen Kriterienkatalog um systematisch die Crowdfunding Plattformen zu analysieren. Die Kriterien entstammen dabei der Digitalen Kommunikation. Ganz im Sinne dieses Blogs als E-Portfolio habe ich mich dazu entschieden mithilfe von bubbl.us die Dimensionen der Computer Mediated Communication abzubilden. Das Ergebnis ist als Flash Objekt am Anfang dieses Artikels zu sehen. Der Vorteil ist das mehrere daran arbeiten können.

Damit ihr mitwirken könnt müsst ihr folgende Schritte durchführen:

1. Bei bubbl.us Account erstellen

2. Eine E-Mail mit eurer Registrierungsadresse von bubbl.us an alexander.heimbuch@tu-ilmenau.de senden, ich füge euch dann hinzu.

3. Euch bei bubbl.us anmelden und unter „Sheets“ die Bearbeitung starten.

Alle Änderungen werden dann automatisch im Blog angezeigt, sodass wir dann einen möglichst vollständigen Kriterienkatalog erhalten.

Quellen

Informationswissenschaftliches Wiki: http://wiki.infowiss.net/CMC

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Dez 20 2010

Crowdfunding und die Digitale Kommunikation

Wie schon im ersten Post auf diesen Blog erwähnt geht es hier ja hauptsächlich um digitale Kommunikation. Dementsprechend ist auch der Fokus dieses E-Portfolios auf die Digitale Kommunikation im Zusammenhang mit Crowdsourcing zu sehen. Im letzten Artikel hatte ich bereits einige Plattformen aufgezählt, die Crowdfunding betreiben. Erst durch die Existenz dieser Art der digitalen Kommunikation ist Crowdfunding überhaupt erst möglich geworden. Es handelt sich dementsprechend um ein junges Phänomen.

Digitale Kommunikation und Plattformen

Eine Eigenheit des WWW ist es Plattformen für verschiedene Arten der Kommunikation anzubieten (Foren, Soziale Netzwerke oder Chaträume, …). Damit verbunden ist meist immer ein Dienst der zur Verfügung gestellt wird. Die Disziplin der digitalen Kommunikation interessiert sich zum einen für die technische Komponente, das Kommunikationsmittel, aber auch für Kommunikationsart, Kommunikationsteilnehmer sowie deren Kommunikationsrolle.

Digitale Kommunikation und Crowdfunding

Natürlich wird beim Crowdfunding digitale Kommunikation betrieben. Die Frage dabei ist welche Rolle diese Art der Kommunikation überhaupt spielt. Zur Spezialisierung dieser Thematik sollte man sich selbst folgende (sehr allgemeine) Fragen stellen:

Wie kommunizieren Crowdfunder und Projektersteller miteinander?

Gibt es Kommunikationsarten die eine besondere Rolle beim Crowdfunding spielen?

Inwiefern beeinflussen die Kommunikationsmöglichkeiten der Crowdfunding Plattformen den Erfolg der Crowdfunding Projekte?

Welche Konsequenzen ergeben sich für die Plattformen aus bestimmten Kommunikationsmitteln?

Crowdfunding und die Wissenschaft

Ohne weiteres sind diese Fragen natürlich nicht zu beantworten. Allgemein steckt auch die wissenschaftliche Disziplin des Crowdfundings in den Kinderschuhen. Das resultiert zum einen daraus das Crowdfunding nur als eine Art Anwendungsfall des Crowdsourcings angesehen wird und zum anderen im Business Bereich noch keine Rolle spielt. Aufgrund dieser Tatsache schneiden wissenschaftliche Arbeiten diese Thematik nur grob an oder beziehen sie nicht weiter mit in ihre Betrachtungen ein (vgl. Sobzcak, Groß 2010, S. 72).

Crowdfunding hat Potential

Obwohl Crowdfunding bisher in Deutschland wie ein Web Phänomen behandelt wird hat es sich in anderen Ländern etabliert. Zur Beantwortung der angerissenen Fragen ist es, aufgrund der weitgehenden fehlenden wissenschaftlichen Lage, notwendig die Feldforschung zu betreiben. Das heißt soviel wie Crowdfunding Plattformen vergleichen um deren Eigenschaften abzuleiten. Dazu muss zunächst ein Kriterienkatalog aufgebaut werden um Vergleichbarkeit herzustellen. Mit dieser Aufgabe im Hinterkopf wünsche ich besinnliche Festtage und eine guten Rutsch ins neue Jahr.

Quellen

Sobczak, Stefan; Groß, Mathias (2010): Crowdsourcing:
Grundlagen und Bedeutung für das E-Business
.

Zum weiterlesen

Startnext über Crowdfunding

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Dez 13 2010

Und es wurde Crowdfunding

In der Gruppendiskussion am letzten Donnerstag wurde durch die mehrheitlichen Definitionsversuche schnell klar das das Thema Crowdsourcing in seiner Gesamtheit unmöglich zu bearbeiten ist. Stattdessen entdeckten wir den Ansatz von Sobczak und Groß (2010), die Crowdsourcing in die Bereiche Crowdwisdom, Crowdcreation, Crowdvotiong und Crowdfunding einteilen. Dank unserer Gruppenstärke versuchen wir zumindest Drei der Vier Bereich so gut wie möglich abzudecken. Ich und Felix bearbeiten dabei die Sektion Crowdfunding. Frederike hat die Gruppenbearbeitung vom Crowdsourcing-Team in ihren letztem Blogbeitrag ansehnlich dargestellt.

Crowdfunding, ein Finanzierungsmodell?

Crowdfunding ist eine Art Finanzierung durch die sich Aktionen mit Fremdkapital versorgen lassen. Aktionen können Produkte, Projekte oder auch Geschäftsideen sein die auf Fremdfinanzierung angewiesen sind. Die Aktion benötigt für ihre Realisierung einen festgelegte Mindestkapitalmenge die von der anonymen Masse (die Crowdfunder) geleistet wird. Dafür erhalten die Crowdfunder eine vorher definierte monetäre Gegenleistung. Oft kann diese Gegenleistung aber auch ideellen oder altruistischen Wert besitzt. Die Kommunikation zwischen der großen Anzahl an Geldgebern und den dagegen wenigen Geldnehmern wird über eine Web 2.0 Plattform realisiert. Ein- bzw. Ausgrenzen der Kommunikatoren ist nicht möglich.

Crowdfunding Definition und Abgrenzung

Da ich mir letzte Woche ja die Mühe gemacht habe eine Definition für Crowdsourcing zu finden werde ich versuchen Crowdfunding auf diese zu übertragen. Zunächst die Definition der letzten Woche:

Crowdsourcing bezeichnet die Bearbeitung einer klar definierten und fragmentierbaren Aufgabe, welche Standortunabhängig und in teilen lösbar ist. Dazu bearbeitet eine undefinierte Gruppe Freiwilliger mithilfe von Informations- und Kommunikationssystemen einen Teil dieser Aufgabe.

Daraus lassen sich folgende Kernpunkte ableiten:

  • klar definierte Aufgabe
  • in teilen lösbar
  • Standortunabhängig
  • undefinierte Gruppe Freiwilliger
  • Einbindung von Informations- und Kommunikationssysteme

Überträgt man diese Kernpunkte auf den Fall des Crowdfundings entsteht folgende Definition:

Crowdfundung bezeichnet die Finanzierung einer vom Initiator klar definierten Aktion (aka. Aufgabe), welche durch Fremdkapital finanziert wird. Dazu stellt eine anonyme Masse Freiwilliger (Crowdfunder) ihr eigenes Kapital zur Verfügung. Die Kommunikation zwischen Initiator und Crowdfunder wird über eine Web 2.0 Plattform hergestellt.

Die Definition ist anscheinend sehr gut anpassbar, allerdings fehlen die Rahmenbedingungen von Crowdfunding gänzlich. Diese Versuche ich bis nächste Woche aus der Fachliteratur zu extrahieren um Kennwerte zu erhalten die dann zur Analyse von existierenden Plattformen für Crowdfunding dienen.

Das Ziel des Blogs

Nach einer langen Einarbeitungszeit in das Thema Crowdsourcing ist endlich das Ziel Bekannt: Die Analyse von existierenden Crowdfunding Plattformen. Dazu sollen die Plattformen untereinander verglichen werden um einen Überblick über den praktischen Einsatz von Crowdfunding und typische Eigenheiten dieser Plattformen herauszuarbeiten.

Potentielle Untersuchungsobjekte sind dabei folgende Seiten:

Quellen

Sobczak, Stefan; Groß, Mathias (2010):Crowdsourcing: Grundlagen und Bedeutung für das E-Business.Hülsbusch

Wikipedia Artikel Crowdfunding

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Dez 06 2010

Definitionsversuch

Crowdsourcing ist ein sehr unpräziser Begriff der viel Freiraum für Interpretationen lässt. Diesen Raum versuche ich mit einer sinnvollen Abgrenzung so einzuschränken, das eine möglichst eindeutiges Bild von Crowdsourcing entsteht.

Ein Begriff viele Bedeutungen

Wie bereits Hannes Treichl in seinem Blog bemerkte wird Crowdsourcing im Kontext vieler Begriffe verwendet. Darunter fallen unter anderem Open Innovation, Interaktive Wertschöpfung, Kollektive Intelligenz, Schwarm Intelligenz und viele viele weitere. Irgendwo zwischen diesen Begriffen sollte also auch das Crowdsourcing zu finden sein. Um mich der Thematik anzunähren werde ich dazu Kollektive Intelligenz, Open Innovation und Interaktive Wertschöpfung definieren um dann zu bestimmen welche Elemente auch auf das Crowdsourcing zutreffen.

Kollektive Intelligenz

Das Phänomen der Kollektiven Intelligenz (oder auch Schwarm Intelligenz) tritt vornehmlich in der Tierwelt auf. Darunter versteht man spezifische Handlungen (darunter auch Kommunikation) von Individuen, die bei kollektiver Tätigkeit zu intelligenten Verhaltensweisen der sozialen Gemeinschaft führen. Metaphysisch wird diese Gemeinschaft dann auch als Superorganismus bezeichnet. Dieser Organismus ist eine lebendige Gemeinschaft vieler eigenständiger Organismen, die gemeinsam Fähigkeiten oder Eigenschaften entwickeln, die über die Fähigkeiten des Einzelnen hinausgehen.

Open Innovation (nach Gassmann/Enkel)

Open Innovation ist eine Strategie von Unternehmen im Innovationsprozess zur Erhöhung des Innovationspotentials. Dazu wird der Innovationsprozess geöffnet und externe Elemente mit einbezogen. Open Innovation bezeichnet in diesem Zusammenhang drei Strategien, die ein Unternehmen anwenden kann: Outside-In, Inside-Out und Coupled-Prozesse.

Outside-In Prozess

Beim Outside-In Prozess integriert das Unternehmen externe Wissens- und Ideenquellen durch die Kooperation mit Dritten. Dabei ist die Erkenntnis wichtig das der Ort, an dem Wissen kreiert wird nicht notwendigerweise der Ort ist an dem auch die Innovation entsteht.

Inside-Out Prozess

Auch beim Inside-Out Prozess werden die Unternehmensgrenzen aufgebrochen. Hierbei werden aber Informationen nach außen getragen um dadurch Vorteile zu erlangen. Diese Handlung basiert auf der Annahme das Erfindungen und Innovation nicht notwendigerweise dort stattfinden müssen, wo sie genutzt und in neue Produkte umgesetzt werden.

Coupled Prozess

Im Coupled Prozess werden sowohl Inside-Out als auch Outside-In Effekte kombiniert. Dabei kommt es zu kooperativen Innovationsprozessen die auf der richtigen Balance von Geben und Nehmen basieren. Die teilnehmenden Unternehmen müssen dabei externes Wissen aufnehmen, es in die eigene Wissens- und Technologiebasis integrieren und das eigene Wissen externalisieren können.

Interaktive Wertschöpfung (nach Frank Piller)

Interaktive Wertschöpfung findet statt, wenn Unternehmen eine Aufgabe an ein undefiniertes großes Netzwerk an Kunden und Nutzern in Form eines offenen Aufrufs zur Mitwirkung vergeben. In diesem offenen Aufruf wird die lösende Aufgabe offen verkündet damit die externen Problemlöser freiwillig an der Aufgabe mitwirken können. Bei der Bearbeitung und der Erstellung der Aufgabe kann es zu Kooperationen zwischen mehreren Nutzern kommen.

Crowdsourcing Definitionsversuch

Nungut, nach dem jetzt also ähnliche Begriffe mit Definitionen hinterlegt wurden geht es jetzt an das Crowdsourcing. Dazu soll zunächst das Ziel aus der Interaktiven Wertschöpfung abgeleitet werden: Die Bearbeitung einer klar definierten Aufgabe. Diese Aufgabe kann in mehrere Teilaufgaben zerteilt werden (Interaktive Wertschöpfung) die sowohl Standortunabhängig (Outside-In Prozess) und in sich lösbar sind (Inside-Out Prozess).
Das Mittel zur Zielerreichung(kollektiven Intelligenz) ist der Superorganismus. Systemtheoretisch betrachtet kann der Superorganismus auch auf ein Netzwerk übertragen werden welches den Kommunikationskanal zwischen den Individuen stellt. Wichtig ist zudem noch die Beachtung der freiwilligen Teilnahme der Indivduen (aus der interaktiven Wertschöpfung). Zusammengefasst entsteht folgende temporäre Definition:

Crowdsourcing bezeichnet die Bearbeitung einer klar definierten und fragmentierbaren Aufgabe, welche Standortunabhängig und in teilen lösbar ist. Dazu bearbeitet eine undefinierte Gruppe Freiwilliger mithilfe von Informations- und Kommunikationssystemen einen Teil dieser Aufgabe.

Wie geeignet diese Definition ist wird sich in der anstehenden Gruppendiskussion herausfinden lassen. Natürlich bin ich auch für jede externe Impression offen.

Weiterführende Links

Wikipedia Kollektive Intelligenz: http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektive_Intelligenz
Wikipedia Superorganismus: http://de.wikipedia.org/wiki/Superorganismus

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