Grünwaschen klappt auch mit Creme

Wieder einmal bin ich über unser Lieblingsmedium “facebook” auf eine schöne Greenwashing-Kampagne, diesmal von Nivea, aufmerksam geworden. Nun ruft Nivea zur Hilfe gegen die CO2-Emmission auf, indem der User ein per Computer Blatt malt und dann werden 10.000 Bäume gepflanzt. Ganz simpel. Klar müssen dafür auch die Kontaktdaten des Nutzers gespeichert werden, sonst funktioniert die Rettung des Klimas nicht. Wie auch immer das funktionieren soll, eines ist klar: Nivea betreibt hier Greenwashing vom Feinsten. Hier wollen sie jetzt Bäume in Westafrika pflanzen, aber in Indonesien werden für die Cremes und Lotions von Nivea riesige Flächen von Ölpalmen angelegt und dementsprechend große Areale Regenwald dafür gerodet. Der Widerspruch in sich. Greenpeace München hat hier die Auswirkungen der Palmöl-Produktion nocheinmal zusammengefasst. Auch eine Auswahl von Produkten, die Palmöl enthalten.
Fest steht aber, dass Nivea sich noch lange nicht irgendein Bio-Siegel aufdrucken kann und nur mit umweltbewusster Verantwortung heucheln kann, solang sich Stoffe wie Palmöl weiterhin in Cremes finden. Und auch wenn das folgende Video in eine etwas andere Richtung geht, zeigt es trotzdem, wie die Sache mit dem Palmöl funktioniert.
 

sm

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Abschließender Vergleich

CSR-Kommunikation auf den Websites

Wie bereits deutlich wurde, waren auf den Websites von Daimler, BMW, Opel und VW Informationen zur Corporate Social Responsibility vorhanden. Es waren auf jeder Website andere gute Ideen eingebaut.

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Klimarettung? Aber bitte nur Montags!

Google tut es, Paul McCartney predigt es, und in der belgischen Stadt Gent ist es seit Mai 2009 ein offizielles Programm der Stadtverwaltung: Der fleischfreie Tag. Der Grund? Zum kann ein einziger fleischfreier Tag in der Woche einen enormen Beitrag zum Klimaschutz leisten, zum anderen werden konkrete Alternativen geboten die sich, so die Hoffnung, auch an anderen Tagen gegen das Steak oder die Bratwurst durchsetzen könnten.

Dass der übermäßige Fleischkonsum zu einem Großteil das Klima beeinträchtigt, ist kein Geheimnis. Allerdings nicht in der Form von furzenden Kühen, sondern durch die großflächige Abholzung von klimawichtigen Regenwäldern, CO2-Ausstoß durch Transportkosten sowie die übermäßige Verwendung von Wasser. Konkrete Zahlen bietet die Welternährungsorganisation, ein Arm der Uno. Demnach soll die intensive Tierwirtschaft zu 18 Prozent am Klimawandel beteiligt sein. Knapp drei Mal so viel, 51 Prozent, sind es laut dem World Watch Institute.

Doch auch die reinen Mengen sprechen für sich: Statistisch verspeist jeder Deutsche in seinem Leben durchschnittlich über tausend Tiere. Genauer gesagt: Vier Kühe und Kälber, vier Schafte, zwölf Gänse, 37 Enten, 46 Truthähne, 46 Schweine und ganze 946 Hühner. Inklusive Fische und andere Meerestiere sind das insgesamt rund 1,1 Milliarden Tiere pro Jahr. Das Argument, jeder müsse selbst entscheiden was er ist kann somit nicht standhalten. Das Klima betrifft uns schließlich alle. Und dass dadurch 157 Millionen Tiere weniger leiden müssen, ist doch auch eine gute Sache.

Grund genug für Paul McCartney, selbst Vegetarier, zum meatfree monday aufzurufen.

Vorbild des fleischfreien Montags ist der Casual Friday. An diesem Tag dürfen Mitarbeiter, vor allem in englischsprachigen Ländern, auf den sonst üblichen Dress-Code verzichten und in bequemerer Kleidung zur Arbeit erscheinen. Auch der fleischfreie Montag soll zu einer festen Tradition in Unternehmen werden. „Wird der Fleischverzehr nur um einen Tag in der Woche reduziert, würde die Erde schon ernsthaft davon profitieren“, so McCartney. Die Begründung für den Montag gegenüber anderen Wochentagen sieht der Künstler in den Wochenenden, an denen mehr gegessen werde. Anstatt dies im Fitness-Studio abzuarbeiten, könne auch einfach auf Fleisch verzichtet werten. Ob damit der gleiche Effekt erreicht wird, wie eine Stunde Sport dürfte allerdings bezweifelt werden.

Trotzdem könnte der fleischfreie Montag einen nicht geringen Einfluss auf die weltweite Klimabilanz haben. “So unglaublich es klingt: Ein vegetarischer Wochentag kann tatsächlich mehr zum Klimaschutz beitragen, als auf Hybridfahrzeuge umzusteigen!”, so die Tierschutzorganisation PETA.

Allerdings könnte der fleischfreie Montag auch als ein falsches Zeichen verstanden werden. Frei nach dem Motto: „Montags leiste ich meinen Beitrag, Dienstags gönne ich mir dann wieder mein Steak.“ Dabei ist gerade ein Sensibilisieren der ganzwöchigen Ernährung wichtig. Doch auch diesen Beitrag leistet der fleischfreier Montag: Indem in Kantinen, Mensen und Essküchen leckere vegetarische Alternativen präsentiert werden, lässt sich beweisen dass die vegetarische Küche nicht nur aus gebratenem Tofu, eingelegtem Tofu oder zu Wurst-ähnlichen Produkten verarbeitetem Tofu besteht.

Als erste Stadt weltweit hat das belgische Gent ab dem 13. Mai 2009 einen fleischfreien Tag eingeführt. Dazu wurde an alle Stadtangestellten ein vegetarischer Stadtplan ausgeteilt und an alle 1500 Restaurants eine kostenlose vegetarische Kochbroschüre verschickt. Zudem werden Kochkurse für Privatpersonen und Köche angeboten. Teil der Kampagne ist auch die Aufklärung gesundheitlicher Folgen der Ernährung, denn durch eine ausgewogene (vegetarische Ernährung) lassen sich Krebsrisiken vermindern und der Cholesterinwert senken. In Deutschland findet der fleischfreie Donnerstag unter anderem in Bremen, Schweinfurt und Wiesbaden statt. Doch neben Städten gibt es den fleischfreien Tag auch in Unternehmen, beispielsweise bei Google Hamburg. Dort werden seit Januar 2011 jeden Montag ausschließlich fleischfreie Produkte angeboten.

jz

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Auswertung der Umfrage

Stichprobe
An unserer Spontanumfrage haben insgesamt 50 Personen im Alter von 21 bis 37 Jahren teilgenommen. Ausgewogen war dabei das Geschlechterverhältnis, 25 der Befragten waren weiblich, 24 männlich (einmal keine Angabe des Geschlechts). 48% der Befragten gaben als höchsten Schulabschluss das Abitur an, 46% einen Hochschulabschluss und 4% eine abgeschlossene Berufsausbildung. Read the rest of this entry »

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CSR Blogroll

Guter Lesestoff rund um das Thema Nachhaltigkeit:

KarmaKonsum

Hier immer wieder gern zitiert, das Blog von KarmaKonsum. Einem kleinen Beratungsunternehmen aus Frankfurt, das vor allem durch die jährlich stattfindende KarmaKonsum Konferenz bekannt geworden ist. Das Blog ist weniger ein Corporate Blog, sondern es befasst sich mit Neuigkeiten und Hintergrundberichten rund um die LOHAS-Bewegung. Die angenehme Artikellänge- und Frequenz lässt das Blog schon seit sehr langer Zeit in meinem Feedreader verweilen.

Biorama Magazin

Okay, das Biorama Magazin ist kein Blog im klassischen Sinne. Im Gegenteil, es ist – ganz klassisch – ein (Print-) Magazin für nachhaltigen Lifestyle, welches viermal im Jahr kostenlos erscheint. Verlagsort ist allerdings Wien, weshalb der Printbezug in Deutschland etwas schwierig ist. Macht aber nichts, denn das Magazin gibts auch im Abo und als ePaper-Download. Und wem das noch nicht reich, für den gibts das Biorama Blog. Besonders gut gefällt mir die Aufmachung des Magazins sowie die wenig populistische Schreibweise der Redakteure. Propagandablätter gibt es zuhauf, da tut ein LOHAS-Magazin mit objektiver Berichterstattung gut.

Sebastian Backhaus

Schon fast ein Klassiker ist das Blog von Sebastian Backhaus, in dem er nachhaltige Themen in Verbindung mit Marketing, Medien, Gesellschaft und Kultur bringt. Sebastian bezeichnet sich selbst Marketingberater und kommt mit dieser Bezeichnung vor allem dem Verständnis der Unternehmen nach. Dass diese Berufsbezeichnung landläufig einen eher nicht nachhaltigen Beigeschmack hat, scheint ihn nicht zu stören. Denn die Ausprägung der Beraterbranche in Richtung Nachhaltigkeit sieht er als seine Mission (Stichwort Carrotmob).

hm

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Wissen was du isst: das ist drin

Neben foodwatch und barcoo hat sich noch ein weiters Unternehmen das Ziel gesetzt, Verbrauchern bei ihrem wöchentlichen Einkauf zu helfen. Die Experten von das ist drin wollen ebenfalls Orientierung bieten, um mehr Transparenz im Kühlschrank zu erreichen. Neben einem eigenen Portal informiert das Unternehmen per Twitter über potenziell gefährliche Lebensmittel und Rückruf-Aktionen der Hersteller.

Um eben jene Transparenz zu erreichen, bietet das ist drin folgende Themenbereiche an:

E-Nummern-Check
Wissen Sie, wofür E 620 steht? Wenn nicht, seien Sie versichert, dass Sie diesen Zusatzstoff schon einmal zu sich genommen haben. Unter dieser E-Nummer versteckt sich Glutaminsäure, ein Geschmacksverstärker, der unter anderem in Würzen, Fertiggerichten, Chips und in China-Restaurants verwendet wird. Obwohl unbedenklich, kann der Verzehr größerer Mengen zu Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit führen. Grundsätzlich sind alle E-Nummern innerhalb der Europäischen Union zugelassen und sind „wissenschaftlich erwiesen ohne Gesundheitsrisiken, technologisch notwendig und nicht Verbraucher-täuschend.“  Mit einer Datenbank aller E-Nummern gibt das ist drin jedoch weitere Hintergrundinformationen, beispielsweise ob der Zusatzstoff tierischen Ursprungs ist und somit für Vegetarier nicht geeignet ist. Ein Fakt, der im Supermarkt nicht ohne weiteres zu erkennen ist.

Siegeldatenbank
Demeter, FSC-geprüft, DLG-prämiert und viele weitere Siegel pranken auf den Produkten in Deutschlands Supermärkten. In der Siegeldatenbank gibt das ist drin genauere Informationen zu dem jeweiligen Siegel. Was leider fehlt, sind Informationen zu den Bio-Siegeln der Supermärkte, beispielsweise Gut Bio von Aldi. Hier sei erneut die App barcoo empfohlen über die wir bereits berichtet haben.

Informationen Allergien und Lebensmittelunverträglichkeit
„Randgruppen“ wie laktose-Intolerante oder Menschen mit Gluten-Allergien werden nur von wenigen Herstellern mit einer Aufschrift auf den Verpackungen versorgt. Doch auch hier hilft das ist drin mit einer Produktdatenbank. Aus der Liste lassen sich bestimmte Kategorien, Marken oder Hersteller auswählen, um das gewünschte Produkt zu finden.

 

Betriebsnummernübersicht
Wer ökologisch korrekt einkaufen möchte, kann seinen Beitrag auch leisten, indem regionale Produkte mit kurzen Transportwegen Produkten die aus anderen Ländern kommen, den Vorzug geben. Für Hersteller gibt es keinen Grund diese Information freiwillig aufzudrucken, es sei denn, es wird dadurch ein Image-Gewinn erreicht, beispielsweise mit Wasser aus Italien. Dennoch sind alle Lebensmittel mit Betriebsnummer zu versehen, die Aufschluss über den Herstellungsort gibt. Eine Packung Milch mit der Nummer „DE RP 247 EG“ kommt beispielsweise aus einem Betrieb in Rheinland-Pfalz mit der Kennungsnummer 247.

Doch auch einzelne Produkte werden in der Datenbank von das ist drin aufgeführt. Informationen zu Nährwerten und andere offensichtliche (und weniger offensichtliche) Informationen von der Verpackung werden hier aufgeführt. Dank des Wikipedia-ähnlichen Ansatzes können Anwender die Informationen allerdings korrigieren oder neue Daten hinzufügen.

Abrufen lassen sich die Informationen nicht nur vom Rechner aus, sondern auch innerhalb einer iPhone-App. Allerdings können nur die Hersteller gesucht werden. Besonders praktisch ist dies jedoch um herauszufinden, ob eine Discounter-Marke nicht vielleicht doch von einem namhaften Hersteller produziert wurde.

Ein weiteres Standbein des Unternehmens ist der eigene Twitter-Kanal. Auf diesem veröffentlich das ist drin regelmäßig neue Informationen zu Lebensmitteln. Besonders praktisch: Werden Lebensmittel zurückgerufen, schickt das ist drin einen Tweet mit genaueren Informationen. Somit lohnt sich das followen des Kanals nicht nur für Lebensmittelbewusste, sondern auch für alle Anderen.

Etwas locker geht es hingegen auf dem Blog von das ist drin zu. Hier werden nicht nur interessante Themen rund um das Thema Ernährung vorgestellt, sondern auch Themen die das ist drin „ins Auge fällt und berichtenswert erscheint“.

Und wie gut kennen Sie sich mit Lebensmitteln aus? Testen Sie Ihr wissen auf dem das-ist-drin-Quiz!

jz

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VW und Social Media

Ähnlich wie die bisher betrachteten Automobilhersteller besitzt Volkswagen einen Twitter- , YouTube- und Facebook-Account. Auch hier zeigte sich, dass die Social Media Plattformen zur Ergänzung der CSR-Kommunikation genutzt werden. Dies zeigt sich jedoch nur in einzelnen Posts / Videos und nicht in einzeln dafür angelegten Nachhaltigkeitsbereichen auf den Plattformen. Volkswagen ist auf allen drei Plattformen sehr aktiv und geht auf Fragen von Nutzern ein. Somit ist ein Dialog mit dem Unternehmen möglich.

fn

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Wie grün ist IT?

Eine relevante Frage wirft sich auf, wenn man den Blickwinkel auf CSR durch digitale Kommunikation einmal umdreht. Die Betrachtungsweise, dass durch digitale Kommunikation eine nachhaltige Unternehmensphilosophie und die entsprechende Kommunikation darüber überhaupt erst möglich wird, wurde in diesem Blog viel diskutiert. Interessant ist jedoch, was es bedeutet, wenn man sich einmal auf die Metaebene der CSR-Kommunikation begibt. Im Speziellen, was sich für neue Anforderungen für ein Unternehmen ergeben, weil es über seine Nachhaltigkeit kommuniziert. Neben den soziologischen Aspekten gibt es auch ökologische Probleme, die sich durch digitale Kommunikation ergeben. Diesem Thema hat sich im Auftrag des Bundesumweltministeriums das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in Berlin angenommen. In einem Artikel auf stern.de bewertet ein Mitarbeiter des Instituts bspw. eine Suchanfrage auf Google dem Energieverbrauch einer Energiesparlampe zu, die eine Stunde lang leuchtet. Also in etwa vier Watt oder zwei Gramm CO2. Read the rest of this entry »

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VW denkt grün mit „Think Blue“

Im letzten Beitrag habe ich „Think Blue“ bereits kurz angesprochen – jetzt möchte ich noch einmal näher auf das Projekt eingehen.

Was ist Think Blue?

„Think Blue.“ ist eine Haltung. Eine Aufforderung. Und ein Denkanstoß. Denn wer Autos baut, trägt Verantwortung. Für seine Kunden und für die Umwelt. Wir möchten mit Dir zusammen einen Beitrag leisten. (Quelle: Volkswagen)

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Umfrage: Wie wird Unternehmensverantwortung wahrgenommen?

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