Bin ich eigentlich ein Digital Native?

In meinem Anwendungsbereich “Innovatives Wissensmanagement in Unternehmen” an der Uni haben wir heute diskutiert, ob und warum wir ein Digital Native sind oder nicht sind. Erstmal habe ich festgestellt, dass ich die Bezeichnung “Digital Native” zwar schon oft gehört und gelesen habe, aber eigentlich gar keine genaue Definition davon kannte. Für alle, den es genauso geht, empfehle ich den Wikipedia Artikel über Digital Natives.

Aber bin ich nun ein Digital Native? Laut diesem Test bin ich zu 70% Prozent ein Digital Native, aber stimmt das wirklich? Nach einer spontanen Einschätzung würde ich sagen, dass ich zur Generation der Digital Natives gehöre, da ich früh mit Medien wie Computer und Handy in Berührung gekommen bin. Wenn ich allerdings beobachte in welchem Alter die Kinder jetzt mit diesen Medien spielen, lernen und arbeiten, stelle denke ich, dass man den Geburtengang 1990+ eher als Digital Native bezeichnen kann.

Wenn ich mich nach den Kriterien, die ich im Seminar gelernt habe einschätze, komme ich auch zum Ergebnis, dass ich ein Digital Native bin. Ich bin nach 1980 geboren, ich verbringe sehr viel Zeit mit digitalen Medien und möchte mir auch nicht vorstellen ohne diese zu leben bzw. zu arbeiten. Ich bin es gewöhnt Inhalte und Informationen zu teilen, da ich gerne interessante Artikel oder ähnliches an meine Freunde weiterleite. Ich habe große Teile meiner Informationsrecherche ins Internet verlagert, aber vergesse dabei nicht mit den gefundenen Daten kritisch umzugehen. Außerdem produziere ich aktiv Content im Internet, indem ich hier Artikel schreibe oder zum Beispiel in der Fotocommunity Fotos online stelle und mich mit anderen Fotografen austausche.  Der letzte Aspekt, der auf mich zutrifft ist, dass ich mit meinen Freunden über das Internet vernetzt bin. Diese Netzwerke möchte ich auch nicht mehr missen. Meine Freunde treffe ich weiterhin, aber schnell mal etwas online klären oder mit Freunden in anderen Städten in regelmäßigen Kontakt bleiben gehört für mich zum Leben dazu.

Zwei der Charakteristika stehe ich allerdings etwas kritisch gegenüber.  Ich denke nicht, dass ich freizügig mit meinen persönlichen Daten umgehe und auch nicht, dass ich meine Identitätsbildung über das Internet betreibe. Allerdings widerspricht diese Annahme etwas meiner momentanen Tätigkeit. Ich schreibe über mich und versuche im Internet einen positven “Fußabdruck” von mir zu hinterlassen…, trotzdem achte ich darauf, dass zum Beispiel meine Telefonnummer nicht im Internet steht und ich werde mich auch nie über das Internet definieren – das reale Leben ist mir dann doch wichtiger.

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