Relevanz mobiler digitaler Kommunikation

10. März 2012 in Mobile Digitale Kommunikation

Nach einer signifikanten Zunahme der privaten Haushalte die Zugang zum Internet hatten sprach man vom sogenannten digitalen Zeitalter. Eben solche scheinen keine sehr lange Haltbarkeit zu haben, da mit dem Durchbruch von mobilen Technologien heute eher von einem mobilen Zeitalter gesprochen wird. Aber worauf geht das zurück?

Argument 1: Verkaufszahlen – Ein klares Wachstum im mobilen Sektor

Quelle: Asymco

Nach diesen Daten der Marktbeobachtungsfirma Asymco sind PCs immer noch Spitzenreiter. Ihnen wird mittlerweile aber starke Konkurrenz von Smartphones und Tablets gemacht, welche mit sehr starken Wachstumsraten direkt hinter den PCs liegen. Leider werden bei diesen Ergebnissen nur bei iOsX Geräten zwischen Tablets und Smartphones unterschieden. Weiter bleibt kritisch zu bemerken, das Notebooks und Festrechner nicht unterschieden werden. Es wird aber sehr gut deutlich, dass gerade Smartphones und Tablets, welche primär für den mobilen Einsatz ausgelegt sind, die mit Abstand höchsten Wachstumsraten aufweisen.

Gartner gibt an, dass sich im zweiten Quartal 2011 mit 428,7 Mio. die Anzahl verkaufter mobilen Endgeräten insgesamt um 16,5 % zum Vorjahr gesteigert hat. Davon waren 25% Smartphones welche einzeln gesehen ein Wachstum von 17 % hatten. Die folgende Tabelle zeigt die Verkaufszahlen und deren Entwicklung aufgeschlüsselt nach Betriebssystemen. Hierbei führt Nokia trotz Einbrüchen noch klar das Feld an, dicht gefolgt von Samsung. Die größten Wachstumsraten hatten die Hersteller Apple, Auwei und HTC.

Vendor

2Q11

 Units

2Q11 Market Share (%)

2Q10

 Units

2Q10 Market Share (%)

Nokia

97,869.3

22.8

111,473.7

30.3

Samsung

69,827.6

16.3

65,328.2

17.8

LG

24,420.8

5.7

29,366.7

8.0

Apple

19,628.8

4.6

8,743.0

2.4

ZTE

13,070.2

3.0

6,730.6

1.8

Research In Motion

12,652.3

3.0

11,628.8

3.2

HTC

11,016.1

2.6

5,908.8

1.6

Motorola

10,221.4

2.4

9,109.4

2.5

Huawei Device

9,026.1

2.1

5,276.4

1.4

Sony Ericsson

7,266.5

1.7

11,008.5

3.0

Others

153,662.1

35.8

103,412.6

28.1

Total

428,661.2

100.0

367,986.7

100.0

Quelle: Gartner 2010

Argument 2: Es sind bereits zahlreiche Smartphones im Umlauf

Wachstum und Verkaufszahlen sind noch nicht wirklich aussagekräftig, wenn man nicht betrachtet wie viel die Geräte auch genutzt werden. Hierzu gibt es ein interessantes Ranking aus dem Jahre 2011 von TomiAhonen Consulting, welches die Länder nach ihrer Smartphone pro Einwohner dichte auflistet.  Spitzenreiter hierbei sind die asiatischen Stadtstaaten Singapur mit 90% und Hong Kong mit 61%.  Die USA besitzt zwar mit 111,8 Mio. Smartphones die meisten Geräte, kommt aber nur auf Platz 16 mit 35%. Mit 973 Mio. findet man die meisten Handyverträge beim Schlusslicht. Indien belegt Platz 42 mit 3%. Deutschland findet man auf Platz 24 im unteren Mittelfeld mit 28% wieder.

Rang / Land

Einwohner

 (in Mio.)

Händyverträge

 (in Mio.)

Smartphones

 (in Mio.)

Smartphones

 pro Einwohner

1. Singapur

4,9

8,1

4,4

90%

2. Hong Kong

8

14

4,9

61%

3. Schweden

9,3

13,6

4,8

52%

4. Australien

21,6

29,8

10,2

47%

5. Spanien

45,5

58,9

20,8

46%

6. Dänemark

5,5

7,6

2,4

44%

6. Israel

7

11

3,1

44%

8. Finnland

5,4

9,6

2,3

43%

8. Norwegen

4,9

6,2

2,1

43%

10. Neuseeland

4,3

5,5

1,8

42%

11. UK

62,1

82,4

25

40%

12. Italy

60,2

87,8

22,8

38%

12. Niederlande

16,7

19,7

6,3

38%

14. Österreich

8,4

13

3

36%

16. USA

319,1

319,4

111,8

35%

24. Deutschland

82

107,7

23

28%

38. Indonesien

229

212

18,1

8%

41. China

1360

961,3

77,1

6%

42. Indien

1222

973

33,2

3%

Quelle: TomiAhonen Consulting 2011

Die Ausagekraft des für das Ranking herangezogenen Smartphonedichtefaktors ist meines Erachtens unter vorbehält zu betrachten. Es wird aus den veröffentlichten Ergebnissen nur unzureichend deutlich wie dieser genau berechnet wird. Gerade die Daten über die verfügbaren Handyverträge und Smartphones zeigen aber klare Tendenzen auf. Zum einen sieht die Faktenlage im internationalen Vergleich sehr unterschiedlich aus. Zum anderen kann man sehen, dass eine beträchtliche Menge an Geräten den Menschen schon zur Verfügung steht.

Argument 3: Mobile Internetnutzung nimmt stark zu

Aber wie sieht es mit der Nutzung aus? Nach Angaben von Chitikita hat sich die mobile Internetnutzung seit July 2011, im Februar 2012 um 34,44% auf über 10,55 % des gesamten Internetverkehrs erhöht. Die Daten basieren allerdings auf Hochrechnungen der Firma deren Signifikanz sich nicht überprüfen lässt. Es ist auch unumstritten, dass der Großteil der Internetnutzung noch am PC statt findet. Betrachtet man auch die Verkaufszahlen der Endgeräte zeigen diese Daten allerdings ein nachvollziehbare Veränderung der Nutzergewohnheiten hin zu einer mobileren Nutzung des Internets.

Fazit

Es gibt für mobile digitale Kommunikation ist also nicht eine Vielzahl von Endgeräten im Markt. Der Markt hierfür hat zudem ein sehr hohes Wachstumspotenziel. Neben der zunehmenden Durchdringung mit mobilen Geräten hat sich auch das Konsumverhalten mittlerweile eindeutig verändert. Immer mehr Menschen gehen mit diversen mobilen Geräten mobil ins Internet. Primär nutzen sie dafür derzeit Smartphones, gefolgt von Tablets. Somit werde ich den Fokus weiterer Artikel versuchen eher auf mobilen digitale Kommunikation über Smartphones und Tablets auszurichten. Dies soll andere Systeme aber nicht vollkommen ausklammern.

Aus der Community

  • In ihrem Betrag zum Fokus ihrer Arbeit beschreibt Sandra auch die Relevanz mobiler digitaler Kommunikation im Marketing.
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