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Politische Kommunikation

Angesichts der Themensetzung der Politischen Kommunikation im Web 2.0 muss ebenjene genauer definiert werden. In seinem Werk „Politische Kommunikation“ schafft der Politik- und Kommunikationswissenschaftler Winfried Schulz dies ausgezeichnet. Er benennt zunächst politische Akteure als wichtigstes Zentrum. Unter jenen Akteuren werden alle natürlichen und rechtlichen Personen verstanden, welche im Prozess der Entscheidungsfindung über die Verteilung von Ressourcen und Macht direkten oder indirekten Einfluss nehmen – Schulz verweist hier auf vorangegangene Definitionsarbeit von Niklas Luhmann. (s. Luhmann 1974)

In Essenz ist also jede an oder über politische Akteure gerichtete Kommunikation als politische Kommunikation zu betrachten. Produzenten und Distributoren von massenmedialen, sich mit Politik befassenden Inhalten -wie etwa Zeitungen- sind somit ebenso als Akteur zu betrachten wie klassische, politische Akteure, beispielhaft der Bundestag, politische Stiftungen oder Interessenvertretungen genannt. (vgl. Schulz 2011)

Selbstverständlich umfasst dieser Begriff der Politischen Kommuniation auch den oft bemühten „Stammtisch“. Für dieses Lernprojekt ist jedoch massenmediale, politische Kommunikation im Fokus des Interesses.

 

Quellen:

  • Luhmann, Niklas: Soziologie des politischen Systems. In: Niklas Luhmann (Hrsg.), Soziologische Aufklärung. Aufsätze zur Theorie sozialer Systeme, Bd. 1 (4. Aufl.), Opladen: Westdeutscher Verlag, 1974.
  • Schulz, Winfried: Politische Kommunikation. Theoretische Ansätze und Ergebnisse empirischer Forschung. 3. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag, 2011.
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