Scripted Reality

Wer kennt sie nicht, diese spannenden, unglaublich real wirkenden Nachmittagssendungen auf RTL? Jeden Tag findet man im Nachmittagsprogramm Sendungen wie “Mitten im Leben!”, “Verdachtsfälle” usw. Diese sogenannten Scripted Reality-Formate sind momentan gerade der Renner. Laiendarsteller dürfen ihre nicht vorhandenen Schauspielqualitäten unter Beweis stellen und aus dem Leben gegriffene Probleme und Konflikte nachspielen. Auf www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/reflexe/2741.sh10172388.html habe ich ein interessantes Interview mit dem Medienwissenschaftler Gerd Hallernberger gefunden, welches sich genau mit diesem Thema beschäftigt.

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Zwischenfazit

In den letzten Monaten habe ich einiges zu dem Thema geschrieben. An dieser Stelle möchte ich nun ein Zwischenfazit ziehen. Die Frage, ob Werbung auf Social Networks eine Alternativen zu klassischer Werbung ist, lässt sich nicht ohne weiteres klären.

Braucht man überhaupt eine Alternative zu klassischer Werbung? Nun, anfangs hatte ich klassische Werbung definiert. Man findet solche – hätte man es anders erwartet – innerhalb klassischer Medien und Werbeträger. Dazu zählen Zeitungen, Zeitschriften, Fachzeitschriften und Anzeigenblätter, sowie Außenwerbung wie Plakate oder Verkehrsmittelwerbung, Fernsehen, Hörfunk und Kino. Ob klassische Werbung bald “tot” ist, darüber streiten sich Experten und Wissenschaftler. Ich bin der Meinung, dass die Ausgaben für klassische Werbung zwar zurückgehen werden, sie aber dennoch nicht wegzudenken ist. Das belegt der starke Erinnerungs- und Wahrnehmungswert von Fernseh- und Zeitungswerbung. Trotzdem ist diese Art von Werbung nicht mehr zeitgemäß und ist bereits an ihre Grenzen gestoßen. Von daher werden moderne und kreative Alternativen gebraucht.

Neue Möglichkeiten bietet das Internet schon seit einigen Jahren. Banner, Anzeigen, Werbe-Mails, RSS-Feeds, Affiliate-Networks und Social Media-Werbung machen das Internet zu einer beliebten Werbeplattform. Bannerwerbung gibt es schon seit 1994 und ist auf Websites ein weit verbreitetes Phänomen. Auf Social Networks sind sie auch nicht wegzudenken. Es reicht jedoch nicht, einfach nur Anzeigen und Werbebanner zu schalten und auf Klicks zu warten. Eine “Studie von Henn (1999) beweist beispielsweise, dass sich Werbebanner im Internet ebenso abnutzen wie Werbung in klassischen Medien, d.h. dass die durchschnittliche Klickrate von Werbebannern im Zeitverlauf sinkt (Burn-out-Effekt).” (Quelle) Ob Banner zum gewünschten Erfolg führen hängt von vielen Faktoren ab -von der Platzierung, der Umgebung, der Gestaltung, der Animation und und und… Social Networks bieten gute Voraussetzungen: Werbetreibende können bestimmen, welche User mit ihren Anzeigen und Bannern in Berührung kommen sollen. Bannerwerbung steht laut Google kurz vor einer Revolution. (mehr dazu hier: Quelle) Social Networks bieten aber noch einen anderen Vorteil: Edelprofile, Fanpages oder wie auch immer sie auf den verschiedensten Seiten heißen mögen. Mittels dieser Seiten kann man User über neue Produkte informieren und sie gleich zum Shop weiterleiten -wie praktisch!

Ob Werbung auf Social Networks in eine Sackgasse führt hängt vom Werbetreibenden selbst ab. Dieser sollte sich genau überlegen, wann er seine Werbung schaltet und wie. Das zeigen die Beispiele aus dem vorherigen Blog-Eintrag. Ein weiteres wichtiges Stichwort ist Advertainment! Dieses zusammengesetzte Wort aus Advertising und Entertainment steht für ein Werbemittel mit Unterhaltungswert. Das Besondere daran ist, dass bei der Zielgruppe eine aktive Wahrnehmung stattfindet und somit Aufmerksamkeit erzeugt wird. Wenn man sein Produkt oder sein Unternehmen in eine gewitzte Kampagne verpackt (siehe Artikel vorher), kann daraus eine sehr erfolgreiches Konzept werden.

Dennoch reicht es womöglich nicht aus, nur auf Social Networks zu werben. Man kann zwar eine breite Masse ansprechen, ältere Generationen erreicht man so nicht. Klassische Werbung ist also (noch) nicht wegzudenken. Von einer Sackgasse ist aber auch nicht zu sprechen, da kreative Köpfe die Plattformen gekonnt zu nutzen wissen. Vielleicht müssen einige Werbetreibende erst noch ‘lernen’ wie man am besten mit Social Networks umgeht, damit Werbung nicht nur Werbung ist, sondern zum Erlebnis wird.

Gewusst wie…

In der letzten Zeit habe ich fast nur negative Aspekte an Social-Network- Werbung aufgezeigt. Deshalb möchte ich nun auch ein paar positive Beisspiele nennen. Den Anreiz dazu gab mir dieser Blog eines Kommilitonen. Er hat es sich zur Aufgaben gemacht, erfolgreiche Facebook-Kampagnen zu erkennen und zu analysieren. In seinem Blogeintrag “Um was geht es?” nennt er zwei erfolgreich gelaufenen Facebookkampagnen. Diese möchte ich an dieser Stelle auch nennen und kurz erläutern.

IKEA- Kampagne

Zum Einen hätten wir hier einen schwedisches Einrichtungshaus, welches mit einer sehr gewitzten Idee unglaublich viele Facebook-Nutzer ansprach. Aber seht selbst:

http://www.youtube.com/watch?v=0TYy_3786bo

Es wurde ein neues Profil für Gordon Gustavsson angelegt und Fotos von Möbeln und Wohnvorschlägen hochgeladen. Für die Kampagne wurde dann eine sehr beliebte Funktion von Facebook ausgenutzt: das Verlinken der eigenen Person auf Fotos anderer. Und so sollte es funktionieren: Derjenige, der sich zuerst auf einem der Möbel und Gegenstände verlinkt hat, gewinnt das Produkt. So stieg das Interesse an IKEA. Die Bilder verbreiteten sich rasend schnell. Sinn und Zweck der Sache war es, dass interessierte User, dabei helfen für IKEA zu werben, ohne es dabei wirklich zu merken. Statt einfach nur Bilder von Möbeln in Bannerwerbung zu packen, nutzte man die bereits bestehenden Facebook-Funktionen aus und schuf einen interaktiven Katalog.

So ein viraler Effekt ist sehr wünschenswert und hat den Vorteil, dass (potenzielle) Kunden aktiv eingebunden werden. Spannende, innovative und kreative Kampagnen finden so schnell Anklang, ohne als lästig empfunden zu werden. Der Nachteil ist jedoch, dass man den Erfolg vorher nicht abschätzen kann und die Reichweite nicht die gewünschte ist, bzw. schlecht messbar ist.

Burger King: Whopper – Sacrifice

Das zweite interessante Beispiel, was blue aka Stephan auf seinem Blog darbietet, ist die Kampagne von Burger King: Was ist dir wichtiger? Deine Freunde oder der Whopper?

http://www.youtube.com/watch?v=YI4uzOAtPiE

In der Kampagne geht es darum, 10 von seinen Freunden bei Facebook zu löschen und dafür einen Burger geschenkt bekommen. Facebook fand diese Kampagne hingegen gar nicht so lustig ;-) .

Dieser Clip zeigt einen glücklichen Whopper-Fan, welcher nun 10 Freunde weniger hat:

http://www.youtube.com/watch?v=HTfCJpgdMVY&NR=1

Erfolgreich gelaufene Anzeigen

Dass auch Werbeanzeigen erfogreich sein können, sollen die nächsten drei  Beispiele zeigen.

CM Photography, ein Experte für Hochzeigsfotos erreichte mit seiner Kampagne einen Umsatz von 40.000 Dollar! Die Anzeigen richteten sich an Frauen im Alter von 24 bis 30, welche ihren Beziehungsstatus auf Facebook auf verlobt gesetzt hatten. Internetworld.de berichtet, dass “Von den Nutzern, die durch die Werbeanzeigen auf die Webseite von CM Photographics weitergeleitet wurden, 60 Prozent zu Kunden wurden und aktiv Interesse an weiteren Informationen geäußert haben.”

Das zweite Beispiel bietet die Kampagne von der Agentur G5.  Die Agentur startete Werbeanzeigen für die Selbstbedienungslager von StorQuest. Via Parametereinstellung auf Facebook, sollten sich die Anzeigen an Studenten von 21 Hochschulen richten. Die werbung wurde kurz vor den Sommerferien platziert. Der Ergebnis war äußerst zufriedenstellend: “Über 50 Prozent Zunahme der Mietverträge im Gegensatz zum vorherigen Jahr. Damit lag die Kampagne auf einer Stufe mit Google AdWords im Hinblick auf Kontaktvergütung und Kundenvergütung: Ein CPC von 1,25 US-Dollar führte zu einer Kontaktvergütung von 10,25 US-Dollar. Durchschnittliche Einnahmen in Höhe von 100 US-Dollar pro Mietvertrag; durchschnittliche Mietdauer im Wert von 600 US-Dollar pro Kunde.” (Quelle) Nicht schlecht!

Jetzt ein weiterer Beweis, dass das Targeting auch funktionieren kann: Eine japanische Fluggesellschaft namens ANA hatte eine Facebook-Fan-Seite erstellt, um Infos bereitzustellen und eine Werbekampagne zu entwickeln. ANA erzielte eine Klickrate von 8 bis 12 Prozent. Die Werbeanzeigen erreichten eine CTR (Click-Through-Rate) von 25 Prozent. Das sonderbare daran ist, dass Reisen selten zu einem Impulskauf verleiten. Wer denkt sich schon während er auf Facebook surft: “Hey, super! Hier werden Japanreisen angeboten. Da buch’ ich doch mal eine!” (siehe Transaktionswahrscheinlichkeit) So hat es ANA angestellt:  Schlüsselwörter wurden auf kreative Weise zusammengefasst und Nutzer so direkt angesprochen, die an Reisen und der japanischen Kultur besonders interessiert sind. Das Ergebnis waren Texte wie “Möchten Sie zu Sushi, Animes und Kirschblüten? Lassen Sie sich von ANA bequem und mit Stil nach Japan bringen. Klicken Sie hier für niedrige Preise”.

Doch warum klappt es mit den Kampagnen und manchmal nicht? Wann ist Werbung innerhalb Social Networks sinnvoll und erfolgreich? Darauf kann blue’s Blog demnächst hoffentlich antworten!

Schwachpunkt Transaktionswahrscheinlichkeit

Lange habe ich nichts Neues gepostet. Jetzt sind die Prüfungen vorbei und ich kann mich wieder meinem Blog widmen!

Halten wir noch einmal fest, was bis jetzt festgestellt wurde: Bannerwerbung auf Social Networks läuft nicht besonders gut. Zu wenig Klicks und ein noch nicht 100 prozentig ausgefeiltes Targeting. Dennoch steigen die Investitionen für Onlinewerbung. Klassische Werbung tritt zunehmend in den Hintergrund.

Wie ist nun aber Werbung auf Social Networks zu bewerten?

Nun ja, abgesehen davon, dass sie als störend empfunden wird, denke ich, dass die ‘Generation Facebook’ ziemlich werberesistent (geworden) ist. Banner und Anzeigen wird einfach übersehen, wenig beachtet und angeklickt wird sie schon gar nicht. Würde man mich fragen, welche Marken, Produkte oder Messages die Werbebanner auf StudiVZ heute anpreisen, wüsste ich darauf keine Antwort, obwohl ich mich eben erst ausgeloggt habe. Auch wenn Werbung über Social Media gerade im Kommen ist, ist Bannerwerbung bzw. Anzeigenschaltung auf in Social Networks eigentlich nichts anderes als klassische Werbung. Mit Bannerwerbung in Social Networks verhält es sich ähnlich wie mit großen Werbeplakaten in der Stadt. Sie sind zwar da, aber nur wenige schenken ihnen Aufmerksamkeit. Was nützt es nun überhaupt? Das einzige, was mir dazu einfällt, ist: Präsenz zeigen. Zeigen, dass man noch da ist. Andererseits, nur weil User die angezeigten Werbebanner nicht sofort anklicken, muss es nicht gleich heißen, dass sie diese nicht trotzdem unbewusst wahrnehmen und verinnerlichen. Zeigt mir StudiVZ vielleicht des öfteren Schuhwerbung von Zalandoo, so erinnere ich mich das nächste Mal eventuell daran, wenn ich im Internet nach Schuhen suche. Dies ist aber leider nicht messbar…

Werbung innerhalb dieses Mediums könnte sehr wahrscheinlich viel effizienter genutzt werden. Man sollte vielmehr die Interaktivität ausnutzen, die Social Networks ohnehin schon bieten. Unternehmen sollten über diese Plattform intensiver mit ihren Kunden kommunizieren, sie aber nicht bedrängen. Schaut man sich einmal die Nutzerzahlen der Networks an, sind diese ja erstaunlich hoch. Doch in wie weit helfen diese den Werbetreibenden und ist Werbung auf Social Networks zielführend?

Andreas Göldi, sieht die Ursache der mangelnden Social Network- Werbung in der Transaktionsnähe. Dazu nennt er folgendes Beispiel:

Leute, die Amazon oder eBay aufrufen, tun dies vermutlich mit der Absicht, sich etwas zu kaufen. Wer zum Beispiel auf Google nach “Digitalkamera” sucht, will sich womöglich bald eine kaufen. Diese Plattformen sind transaktionsnahe. Aber Facebook- oder StudiVZ-Nutzer sind bei diesen Plattformen angemeldet, um unterhalten zu werden, mit Freunden zu chatten und und und..dabei werden Bannerwerbung oder Anzeigen fast sicher ignoriert. Sie melden sich nun wirklich nicht mit der Absicht dort an, um sich über Produkten zu informieren.

Dies erscheint ziemlich einleuchtend!

Quelle: http://netzwertig.com/2007/10/14/benutzer-ist-nicht-gleich-benutzer-warum-facebook-nicht-das-naechste-google-ist/

Göldi unterteilt Werbeplattformen in drei Gruppen. Die Transaktionswahrscheinlichkeit, der Zielgruppenfokus und somit auch der Nutzen von Bannerwerbung auf Social Networks liegen ganz weit unten. Nach all diesen negativen Aspekten sieht es nicht gut aus für die Zukunft der Social Network-Werbung!

weitere Quellen:

http://www.neunetz.com/2008/02/07/werbung-in-social-networks-im-netz-in-der-zukunft/

http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2008/02/spreadshirt-war.html

Wie wird Werbung auf Social Networks ein Erfolg? – ein Ansatz

Dieser Eintrag soll lediglich einen Lösungsansatz darstellen, aber keine konkrete Lösung bieten. Basierend auf dem Blog netzwertig.com sollen ein paar Punkte vorgestellt werden.

-Wie bereits angedeutet, muss das Targeting ausgefeilter werden. “Werber stellen nicht nur auf Zielgruppen ab, sondern wollen auch genau wissen, in welchem inhaltlichen Umfeld ihre Anzeigen stehen werden. Das können die Social Networks heute nicht garantieren”

-Nicht pro Werbeimpression (CPM) oder Klick (CPC), sondern pro Action (CPA) zahlen lassen, also aufgrund der tatsächlich angestifteten Verkäufe. Affiliate-Marketing könnte auf diesen Plattformen sehr gut funktionieren.

-Qualität statt Quantität! Weniger Werbung, dafür besser abgestimmt. Überall blinkt und bewegt sich werbung über den Bildschirm. Nutzer fühlen sich davon ziemlich schnell gestört.

-Das interaktive Element der Social Networks für Werbung nutzbar machen. Das ist klar das grösste Potential, aber die unausgegorenen bisherigen Strategien der Betreiber kratzen noch nicht mal an der Oberfläche.

Quelle

Online- und Social Network-Werbung: Umsätze und Ausgaben, Prognosen

Internetwerbung wie Werbebanner und Ads sind auf in Social Networks allgegenwärtig. Obwohl Network-User Werbung als störend empfinden, legen Unternehmen sehr viel Wert darauf auch dort ihre Anzeigen und Banner zu platzieren. Die Zahlen sprechen für sich. Online-Werbung wird immer beliebter und der Umsatz mit Internetwerbung steigt  unermüdlich. So berichtet der OVK (Online-Vermarkterkreis), dass vom gesamten Werbeaufkommen 2010 in Deutschland 18,8 Prozent für  Internetwerbung ausgegeben wurden. Dies bedeutet den dritten Platz hinter Fernsehwerbung (38,8%) und Zeitunganzeigen (19,5%). (Quelle)

Zunächst kurz ein Rückblick:

„Im Vergleich zum ersten Quartal 2008 wuchs der Netto-Umsatz von Internet-Werbung im Jahre 2009 in Deutschland um 11,2 Prozent an“, berichtet Mitte Mai 2009 Johannes Ehrmann auf www.grafiker.de.

(Quelle: http://www.grafiker.de/kreativ-news/19052009/online-werbung-umsatz-steigt-trotz-wirtschaftskrise )

Im Jahr zuvor hatte der Werbemarkt mit 1,3 Milliarden Euro bereits eine Rekordmarke erreicht und war gegenüber 2007 schon um fast ein Drittel angewachsen. (Quelle) Kaum zu glauben, im ersten Halbjahr 2010 stieg der Netto- Umsatz allein in Deutschland auf 912 Millionen Euro. „Das sind gut 200 Millionen Euro oder 28 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum“. (Quelle)

Diese Zahlen kamen bei den Untersuchungen des Marktforschungsinstituts Thomson Media Control im Auftrag des BITKOM zustande. Gegenstand der Untersuchungen waren jedoch nur die klassischen Formen von Online-Werbung. Suchwort-Marketing und Affiliate-Marketing wurden nicht betrachtet.

Aus der Website des Wirtschaftsblattes (http://www.wirtschaftsblatt.at) geht am 15.September 2010 hervor, dass es bisher noch die klassischen Online-Werbeformen sind, die das Wachstum der Branche vorantreiben.

Auf der Dmexco, eine Messe, auf welcher 2010 ca. 355 Aussteller aus elf Ländern ihre Angebote zu neuen Formen der Online-Werbung präsentierten, wurde unter anderem deutlich, dass auch die Social Networks verstärkt ins Blickfeld der Marketing-Strategen geraten.

Doch wie sieht nun die Zukunft aus?

Ende letztes Jahres stellte die Hamburger Agentur JOM (Jäschke Operational Media) eine Prognose auf. Danach werden die „Netto-Investitionen in Werbung 2011 – bereinigt um Preissteigerungen und Rabatte der Medien – um 1,2 Prozent oder knapp 250 Millionen Euro auf 20,6 Milliarden Euro wachsen“. (Quelle

Einschub: Dass Rabatte und Gegengeschäfte eine große Rolle im Tagesgeschäft besitzen, zeigt ein kurzer Blick auf die Brutto-Zahlen. Würde man Preissteigerungen und Nachlässe heraus rechnen, dann würde laut JOM erstmals ein Volumen von über 32 Milliarden Euro erreicht werden.

Für 2011 errechnete Jäschke Operational Media bei den digitalen Medien sogar mit einem durchschnittlichen Wachstum von ca. 10 Prozent. Das bedeutet, im kommenden Jahr würden erstmals weit über 3,2 Milliarden Euro netto in Online-Werbung investiert werden. “Neben klassischem Online-Marketing fließen hier auch Investitionen in Social Media-Aktivitäten oder Mobile-Kampagnen ein”, erklärt Jäschke von JOM. (Quelle)

Ob es genau so kommen wird, lässt sich noch nicht sagen. Eines ist auf jeden Fall klar geworden, Internetwerbung ist auf der Überholspur. Auch Werbung innerhalb von Social Networks ist fester Bestandteil von Onlinewerbung.

Seit 2007 steigen weltweit die Ausgaben für Social Network-Werbung! Es ist also auch ein Wachstum im diesem Jahr zu erwarten.

(Quelle:  http://www.flowtown.com/blog/the-rise-of-social-network-ad-spending)

Schaut man über den großen Teich zur USA, so lässt sich auch hier bei Social Network-Werbeausgaben ein Wachstum verzeichnen.

(Quelle:  http://www.flowtown.com/blog/the-rise-of-social-network-ad-spending)

Social Network- Anzeigen machen auf dem U.S. Werbemarkt somit ca. 7% der Online Werbeausgaben aus.

Wer sich noch weiter darüber informieren möchte, kann auch gern den weiterführende Links folgen:

http://www.perspektive-mittelstand.de/Online-Werbemarkt-Ausgaben-fuer-Online-Werbung-stark-gestiegen/management-wissen/3657.html

http://www.online-marketing-podcast.de/2011/brutto-ausgaben-fuer-online-werbung-in-2010-um-mehr-als-ein-drittel-gestiegen/3128/

http://www.basicthinking.de/blog/2010/12/20/prognose-ausgaben-fuer-online-werbung-in-2010-erstmals-hoeher-als-fuer-zeitungsanzeigen/

www.bvdw.org

www.ovk.de

Werbung auf Facebook: Interview mit Christian Pansch

Kommen wir noch einmal zurück auf Facebook. In einem Interview verrät Christian Pansch, welcher seit 2005 bei construktiv arbeitet,  noch einmal wie man auf Facebook wirbt, welche Art Werbung funktioniert und welche nicht.

Kurz ein paar Fakten zu Christian Pansch: Der gelernte Medieninformatiker leitet den Mitte 2009 gegründeten Social-Media-Bereich der Full-Service-Agentur constructive.  Er ist unter anderem verantwortlich für  Kampagnen, Aktionen und Projekte für Kunden wie Volvic, L’Oréal Paris Deutschland, evian und MTV.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass  Facebook -Ads gute Klickraten erreichen können, wenn “die Anzeigen zielgruppengerecht auf Social-Media-Kampagnen oder Aktivitäten wie z. B. Fanpages, Facebook Apps oder externe Websites mit Social Media Elementen abzielen.”  Dies ist demnach stark von der Ausrichtung der Anzeigenschaltung und den Personen abhängig, welche die Anzeigen präsentiert bekommen.

Pansch geht im weiteren Verlauf auch auf das Reporting im Werbeanzeigenmanagers ein. Neben den Basisdaten wie den Klicks, den Impressionen, der Click-Through-Rate und den durchschnittlichen Kosten bietet Facebook erste Tools an, welche sogar die Auswertung von Kampagnen (sog. Conversion Tracking) für externe Websites ermöglichen soll. Zurzeit befinden sich diese Tools noch in der Beta-Phase. Man darf also gespannt sein, was uns in Zukunft erwarten wird.

Auf die Frage, für welche Unternehmen sich Facebook-Werbung denn besonders anbiete, erwiedert Pansch, dass Werbung für jede Art von Unternehmen interessant sei, da Facebook mittlerweile eine stark heterogene Nutzerschaft habe. Gute Erfolgschancen sollen aber vor allem Unternehmen haben, die Gesprächsanlässe bieten. Doch “nach wie vor ist es wichtig, die Zielgruppe im Blick zu behalten.”

Das Interview findet der interessierte Leser hier: http://www.suchradar.de/

Es gibt also noch Hoffnung für Werbetreibende. Das Platzieren von Werbung auf Social Networking Sites ist zwar nun auch nicht mehr die neuste Entwicklung, aber dennoch muss noch viel Arbeit investiert werden, damit Werbung möglichst sinnvoll gestaltet und platziert werden kann.

Werbung? Nein, danke!

In diesem Eintrag möchte ich auf weiteres Problem eingehen, dem sich Werbung im Allgemeinen und vor allem auch auf Social Network – Plattformen stellen muss. Da Werbung immer sehr direkt platziert wird, wird sie häufig als nervend oder störend empfunden.

Beim Surfen im Netz bin ich auf eine Statistik aus dem letzten Jahr gestoßen (Statista, 09.09.2010). Die Grafik zeigt, auf welchen Websites Internetnutzer Online-Werbung als störend empfinden. Insgesamt wurden 208 Personen zwischen 18 und 49 Jahren befragt.

Bewertung von Onlinebewerbung

Bewertung von Onlinebewerbung

(Quelle: http://www.marketing-blog.biz/archives/3646-Statistik-des-Tages-Bewertung-von-Online-Werbung.html)

Man sieht hier ganz deutlich, dass Werbung auf Social Networks, vor allem bei Facebook als unangenehm empfunden werden. Werbung hat es auf diesen Plattformen also ziemlich schwer. Die Plattformen sollten ihre Werbestrategien einmal überdenken… Werbung bietet zwar eine schnellere Verbreitung, aber leider auch mit kürzerer Wirkungsdauer. Wobei die Verbreitung hier nicht einen möglichen viralen Effekt einbezieht. Werbung ist direkt als solche erkennbar und wird auch wie solche wahrgenommen.

Werbung bezieht sich grundsätzlich nur auf Anzeigenschaltung bzw. Bannerwerbung. Sie wird von den Netzwerk-Nutzern direkt wahrgenommen. Werbetreibende sollten eher auf Werbung als Teil der Marketing-Kommunikation setzen. Dies steht für die „systemkompatible Nutzung […] für den Aufbau nachhaltiger Kundenbeziehungen und die Vorteile des Empfehlungsmarketings für Neukundengewinnung und Kundenbindung.“  (http://www.i-marketing-net.com) Das bedeutet, Social Network- Marketing sollte in die Kommunikationskanäle des Social Networks eingespeist werden und durch die soziale Kommunikation weiter verbreitet werden. Das dauert etwas länger, dafür ist die Botschaft auch etwas länger im Markt aktiv und wird anders wahrgenommen.

(Quelle: http://www.i-marketing-net.com/social-networks-4/werbung-oder-social-network-marketing-ii/227/)

Die Zukunft der Werbung

Den folgenden Clip habe ich zufällig gefunden. Er passt zwar nicht 100%ig zum Thema, ist aber dennoch ziemlich interessant. Übermorgen.tv stellt zwei Utopien vor, wie die Werbung von übermorgen funktionieren könnte.

Übermorgen.tv – Werbung von Übermorgen

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=Amg63fvEwdo&feature=player_detailpage

Werbe-Targeting

Wie bereits erläutert hält sich die Effizienz der personalisierten Werbung in Grenzen. Damit werbetreibende ihre Werbung überhaupt effektiv umzusetzen können, muss der Plattformbetreiber einen Weg finden, die Interessen und das Surf-Verhalten der User zu analysieren.

Am effektivsten wäre es wohl, jedes Userprofil einzeln zu betrachten. Auf diese Weise lässt sich erkennen, wofür sich der Einzelne speziell interessiert. Fans von einer bestimmten Musikrichtung könnte man dementsprechend Werbebanner aus diesem zuweisen. Diese Methode ist jedoch für die großen Social-Networking Plattformen aufgrund ihrer sehr hohen Useranzahl nicht umsetzbar bzw. mit einem extremen Zeitaufwand verbunden.

Diesem Problem kann der Plattformbetreiber aber entgegenwirken, wenn man den User anhand weniger prägnanter Angaben durch ein „Filtersystem“ in bestimmte Werbekategorien einteilen kann. Dabei gehen aber individuelle Interessen unter. (Quelle: http://www.bernd-schmitz.net/skripte/Social-Networking.pdf)

Verschiedene Plattformbetreiber setzen diese Kategorisierung auf verschiedene Weisen um. Auf meinen letzten Eintrag bekam ich einen Kommentar von Claudian (zum Kommentar). Sie wies mich darauf hin, dass verschiedene Social Networks verschiedene Werbe-Strategien verfolgen.

Wie funktioniert Werbung eigentlich auf Facebook?

Werbetreibende haben die Möglichkeit, ziemlich genau zu bestimmen, wen sie bewerben wollen. Sie können ihre Zielgruppe genau festlegen. Zu den Parametern der Zielgruppendefinition gehören:

  • Land
  • Alter
  • Geburtstag
  • Geschlecht
  • Ausbildung & Arbeit
  • Sprachen
  • Beziehungsstatus
  • Schlüsselwörter

Zum Beispiel können Werbeschaltende entscheiden, dass ihre Anzeigen für Motorradzubehör nur bei Männern zwischen 18 und 35 Jahren erscheinen, die das Stichwort ‚Motorrad‘ in ihrem Profil haben und aus einem bestimmten Land kommen. Laut Facebook ist „Facebook-Werbung vor allem eins: hochgradig effizient. Allerdings nur, wenn sie richtig gemacht wird und ausreichend Zeit und Know-how in Planung, Schaltung, Kontrolle und Optimierung der Facebook-Werbekampagne investiert wird.“ Nun ja…

Werbung auf den VZ-Netzwerken:

Bei Studi-VZ zum Beispiel lassen sich Werbeformate zielgruppenspezifisch und nicht-zielgruppenspezifisch geschaltet werden. Zweiteres erklärt sich von allein. Diese Werbung wird einfach allen Nutzern gezeigt. Die zielgruppenspezifische Werbung auf Studi-VZ und Co  orientiert sich bisher an den demografischen Merkmalen der User wie Geschlecht, Alter und Region.

Das Hauptproblem liegt bei Facebook, wie gesagt, am Targeting. Werbe-Targeting ist ein viel diskutiertes Thema und stößt oft auf Ablehnung, da es vor allem in Bezug auf Datenschutz Bedenken gibt.  Zum Einen bietet die eigene Zielgruppen-Qualität mitunter das größte Risiko. Die Zielgruppe muss richtig eingeschätzt werden. Motorradzubehörteile sind evt. Nicht nur für Männer zwischen 18 und 35 interessant, sondern auch für Frauen. „Ein zweites Problem ist die mangelnde Transparenz und Nachprüfbarkeit der Auslieferung: hier wird die Branche noch Zertifizierungs-Standards entwickeln müssen.“ (Wolfgang Thomas) Desweiteren können Daten, die nicht angegeben werden, nicht erfasst werden. Das bedeutet, dass diejenigen, die ihr Geschlecht nicht angeben, komplett aus dem Raster fallen.

Mehr zu dem Thema gibt es auch hier auf diesem Blog, mit vielen weiterführenden Links:  blog.marketingshop.de

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