Auch im aktuellen Semester scheint immer noch nicht allen Studierenden klar zu sein, dass der Umgang mit dem geistigen Eigentum Dritter 2 Dimensionen hat: Urheberrecht und Verwertungsrecht. Deshalb hier nochmals eine Klarstellung und Begriffsabgrenzung, verbunden mit einem Hinweis auf korrektes Verhalten.

Beachtung von Urheberschaft: Zitieren und Quellen nachweisen

Es ist allgemein inakzeptabel, sich mit fremden Federn zu schmücken, sprich das geistige Eigentum Dritter als sein eigenes auszugeben. Da ein Diskurs letztlich nicht ohne die Bezugnahme auf Äußerungen Dritter zustande kommt, hat die Menschheit das Zitat erfunden. Egal ob direktes oder indirektes Zitat, die Nutzung fremden geistigen Eigentums wird durch eine Quellenangabe angezeigt. Wer dies unterlässt macht sich des Plagiierens schuldig und erntet zurecht den Spott der Masse.

Einhaltung von Nutzungsrechten: Erlaubnis einholen

Gerade in der schönen bunten Online-Welt existiert eine Selbstbedienungsmentalität, die mit dem genannten Zitieren nichts mehr zu tun hat: Da werden zumeist multimediale Inhalte kopiert und in einem völlig neuen inhaltlichen Zusammenhang wieder veröffentlicht. Eine – für echte Zitate typische – inhaltliche Auseinandersetzung oder mehr als fadenscheinige Bezugnahme zum eigenen Inhalt unterbleibt. Die Urheber bzw. ursprünglichen Rechteinhaber verlieren so die Kontrolle über ihr Werk, was ebenfalls für viele Menschen inakzeptabel ist. Deshalb sieht die deutsche Rechtsprechung vor, dass Autoren, die Inhalte von Dritten nachnutzen möchten, vor der erneuten Veröffentlichung die Zustimmung des Rechteinhabers einholen müssen. Wird die Zustimmung nicht erteilt, so hat die Veröffentlichung zu unterbleiben. Andernfalls ist mit einer saftigen Geldstrafe zu rechnen.
In diesem Kontext wird übrigens häufig gefragt, wie es denn mit der Einbindung von Youtube-Videos sei. Hier hilft ein Blick in die Youtube-Nutzungsbedingungen. In den Abschnitten 6 und 10 wird die Nutzung der über Youtube distribuierten Inhalte Dritter geregelt. Also, einfach mal lesen!

Das richtige Lizenzmodell wählen

Wer nicht einfach so drauf loskopiert, sondern erst ein wenig überlegt, wird vielleicht auf bestimmte Lizenzmodelle achten. Ein sehr interessantes Modell zur Nutzung von Inhalten Dritter ist Creative Commons:



5 Responses to “Der Unterschied zwischen Urheberrecht und Verwertungsrecht bleibt relevant”

  1.   Fazit | e-Portfolio Says:

    […] angesprochenen Thematik rund um Urheberrechte und Verwertungsrechte (sein Blogpost dazu findet man hier), habe ich meinen Blog und die Quellenangaben noch einmal detailliert geprüft. Ich hoffe, dass […]

  2.   Dritter Podcast und die Frage des Urheberrechts! | Digitale Kommunikation Says:

    […] Unterschied zwischen Urheberrecht und Verwertungsrecht bleibt relevant. Online verfügbar unter: http://blogs.tu-ilmenau.de/koelibri/2013/02/26/urheberrecht-vs-verwertungsrecht/, abgerufen am […]

  3.   Fazit und Ausblick | foxnewswatch Says:

    […] Community wurde nocheinmal explizit auf die Thematik eingegangen. Den nötigen Input lieferte Gunter Kreuzberger’s Blog. Ich habe in Retrospektive alle meine Posts noch einmal auf Korrektes Zitieren überprüft. Ich […]

  4.   Einleitung | dkmg14 Says:

    […] sind von großer Relevanz bei der Erstellung von Inhalten, deswegen verweise ich einerseits nach hier und andererseits bei der Einbettung von YouTube-Videos auf die Nutzungsbedingungen von Youtube. Dort […]

  5.   Einleitung | dkmg14 Says:

    […] bei der Erstellung von Inhalten, deswegen verweise ich einerseits auf unseren Dozenten  nach hier und andererseits bei der Einbettung von YouTube-Videos auf die Nutzungsbedingungen von Youtube. Dort […]

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