Am letzten Wochenende habe ich Mentimeter kennen gelernt, ein Online-Tool zur digitalen Abstimmung jeweils einer Frage. Nach Aussagen der Entwickler soll Mentimeter in Besprechungen die Interaktion zwischen Vortragendem und Zuhörerschaft erhöhen und so für ein verbessertes Besprechungsklima sorgen.

In Aktion trat Mentimeter während einer Weiterbildung im Rahmen der Hochschuldidaktischen Initiative Thüringen (HIT). Die Teilnehmer sollten u.a. eine eigene Lerneinheit nach dem Ansatz der Ermöglichungsdidaktik entwerfen und ausprobieren. Ein Team beschäftigte sich mit dem Thema „Motivation (in Pflichtveranstaltungen)“. Der zentrale Ansatz des Teams war, die „Lernenden“ im Verlauf des Kurses immer wieder zu ihrer Motivation befragen und das Abstimmungsergebnis mit einem Live-Chart gleich in die Gruppe zurückzuspiegeln.

Aus technischer Sicht war dieser Ansatz ganz interessant. So hat das Team von Mentimeter durchaus daran gedacht, dass Umfrageteilnehmer nicht mehrfach zu einer Frage abstimmen dürfen. Ganz ohne Informationen über die Nutzer geht das natürlich nicht. Zumindest musste man sich aber nicht bei dem Dienst registrieren. Die Prüfung erfolgte also über die IP-Adresse des (Mobil-)Gerätes, mit dem man die von Mentimeter generierte Umfrage-Seite aufgerufen hat.

Inhaltlich didaktisch fand ich den Einsatz von Mentimeter etwas fragwürdig. Unsere Gruppe war doch recht klein, so dass der Medieneinsatz recht aufgesetzt wirkte. Anders sieht es sicherlich in einer vorlesungsartigen Situation aus, wenn angesichts eine einigermaßen großen Teilnehmerzahl eine Ein-Punkt-Abfrage zur Situation in der Veranstaltung praktisch ausgeschlossen ist.

Wer Mentimeter gern mal ausprobieren möchte, kann dies ruhig tun und an dieser Stelle von seinen Erfahrungen berichten.



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