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	<title>Be ambitious!</title>
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	<description>Koelibri&#039;s Blog über Forschung und Lehre zu interaktiven Medien</description>
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		<title>Wie kann exzellente Lehre funktionieren?</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 00:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunther Kreuzberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[E-Portfolio/Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Exzellente Lehre]]></category>

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		<description><![CDATA[Unl&#228;ngst habe ich meinen ersten Eindruck von der Abschlussveranstaltung des Wettbewerb “Exzellenz in der Lehre” geschildert und dabei auch die Th&#252;ringer Einreichung vorgestellt. Nun endlich m&#246;chte ich den zweiten Teil nachreichen und meine pers&#246;nlichen Favoriten vorstellen. Es geht also um die Konzepte aller anderen Standorte und nicht erneut um den Th&#252;ringer Entwurf f&#252;r exzellente Lehre. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unl&#228;ngst habe ich <a href="http://blogs.tu-ilmenau.de/koelibri/2009/10/23/wettbewerb-exzellente-lehre/">meinen ersten Eindruck</a> von der Abschlussveranstaltung des <a href="http://exzellente-lehre.de/">Wettbewerb “Exzellenz in der Lehre”</a> geschildert und dabei auch die Th&#252;ringer Einreichung vorgestellt. Nun endlich m&#246;chte ich den zweiten Teil nachreichen und meine pers&#246;nlichen Favoriten vorstellen. Es geht also um die Konzepte aller anderen Standorte und nicht erneut um den Th&#252;ringer Entwurf f&#252;r exzellente Lehre. Im Vergleich der beiden Beitr&#228;ge mag sich der geneigte Leser dann selbst ein Bild davon machen, wo wir in Th&#252;ringen in puncto Lehrexzellenz stehen, wenn man bedenkt, dass alle Bestandteile unseres Konzept im Einzelnen eingesetzt werden und lediglich ihr Verbund aussteht.<span id="more-81"></span></p>
<p>F&#252;r die Vorstellung mehrerer Lehrkonzepte w&#228;re es sch&#246;n, eine Systematisierung zu haben. Gl&#252;cklicherweise setzen meine Favoriten der Ideen f&#252;r mehr Exzellenz in der Lehre an verschiedenen Punkten an. Es gibt <strong>lernerzentrierte Ans&#228;tze</strong>, die eher die Studierenden im Blick haben, ihre individuellen Bed&#252;rfnisse und Kompetenzprofile sowie den partnerschaftlichenUmgang miteinander. Besonders positiv aufgefallen sind mir die Konzeptionen der Universit&#228;ten Kaiserslautern, Bielefeld und G&#246;ttingen. Dann gibt es <strong>lehrerzentrierte Ans&#228;tze</strong>, die  auf der Ebene der Dozierenden ansetzen und deren Lehrkompetenz im Fokus haben. Interessanterweise wurden diese Ans&#228;tze von den &#8220;reichen&#8221; Hochschulen RWTH Aachen und TU M&#252;nchen eingebracht. Eine dritte Gruppe bilden die <strong>fachzentrierten Ans&#228;tze</strong>, die neue (zeitgem&#228;&#223;e?!) Lehr- und Lernformen in den Mittelpunkt stellen. Hier haben besonders das Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf und die Uni Darmstadt &#252;berzeugt. Schlie&#223;lich gibt es auch<strong> auf die Infrastruktur abzielende Ans&#228;tze</strong>. Genau, dabei geht es um IT-unterst&#252;tztes Lernen. Prominentester Vertreter ist hier die Uni Bremen.</p>
<p><img title="Best-of-exzellente-Lehre" src="http://blogs.tu-ilmenau.de/koelibri/files/2009/11/Best-of-Ideen.png" alt="Die besten Ans&#228;tze f&#252;r mehr Sonne in Studium und Lehre" /></p>
<h3>Lernerzentrierte Ans&#228;tze</h3>
<p>Die Uni Bielefeld hat das Konzept des <em>Peer Learning</em> bzw. <em>Peer Tutoring</em> genannt. Sie haben ein Tutoren-Netzwerk etabliert, mit dem Lehrveranstaltungen durchgehend unterst&#252;tzt und individuelle Leistungsunterschiede sehr pr&#228;zise ausgeglichen werden k&#246;nnen &#8211; mit Hilfe des riesigen Potenzials der Peers, also der Mitstudierenden. Nat&#252;rlich klappt das nicht ohne Unterst&#252;tzung. Eine didaktische Ausbildung der Tutorinnen und Tutoren geh&#246;rt ebenso dazu wie der Erfahrungsaustausch in <strong>Tutoren-Konferenzen</strong>. Als ich das h&#246;rte, fielen mir sofort die <a href="http://educamp.mixxt.de/">Educamps</a> meiner Kollegen ein. Warum sollte es nicht ein <strong>Tutorencamp</strong> geben?</p>
<p>Einen &#228;hnlichen Weg beschreitet die Uni Kaiserslautern und wirft <strong>Vorlesungs-Podcasts mit Untertiteln</strong> als Perle in den Ring. Wieso steht das nicht bei IT-Infrastruktur-Ans&#228;tzen? Ganz einfach, weil es weniger um die Aufzeichnung der Vorlesungen, als vielmehr um die Arbeit mit ihnen geht. Die Uni KL hat sich in den letzten Jahren als Hochschulstandort f&#252;r ausl&#228;ndische Studierende vor allem aus Afrika spezialisiert. Die Vermittlung von Wissen wird hier durch die Sprachbarriere zus&#228;tzlich erschwert. Deshalb stellen sie Vorlesungsvideos mit Untertiteln bereit, welche von den Peers erstellt werden. Das  erworbene Wissen wird so noch einmal reflektiert. Und der so annotierte Vorlesungspodcast hilft den neuen Studierenden, einen Bezug zwischen den fremdsprachlichen Fachbegriffen und den Begriffen in ihrer Muttersprache herstellen k&#246;nnen. So w&#252;nscht man sich die Integration der ausl&#228;ndischen Mitstudierenden. Gleichzeitig ist es ein Musterbeispiel f&#252;r den Mehrwert, den man mit einer Mediatisierung von Lehrveranstaltungen immer anstreben sollte.</p>
<p>Die Uni G&#246;ttingen pr&#228;sentierte sich ihrem Verst&#228;ndnis als Forschungsuniversit&#228;t entsprechend mit einem Konzept zu <em>individueller Profilierung</em>. Studierende (h&#246;herer Semester) k&#246;nnen sich in <strong>selbstorganisierten und mentoriell betreuten Forschungsvorhaben</strong> profilieren. Das ist sicher ein lohnenswerter Ansatz f&#252;r die F&#246;rderung der Spitze einer jeden Matrikel. Zugleich d&#252;rfte dieses Unterfangen vergleichsweise ressourcenaufw&#228;ndig sein und damit f&#252;r kleine Universit&#228;ten schwer zu bew&#228;ltigen.</p>
<h3>Lehrerzentrierte Ans&#228;tze</h3>
<p>Es wurde schon deutlich: die Ans&#228;tze dieser Kategorie wurden von den &#8220;Platzhirschen&#8221; vorgestellt. Man hatte den Eindruck, dass hier Vertreter klassischer Ordinarien-Universit&#228;ten &#252;ber mehr Exzellenz in der Lehre nachgedacht und dabei bis zum eigenen Rockzipfel gedacht haben. Doch genug der Seitenhiebe.</p>
<p>Die TU M&#252;nchen warb f&#252;r ein <strong>Lehrfreisemester</strong>. Es soll genauso funktionieren wie das Forschungsfreisemester, nur eben f&#252;r die Organisation exzellenter Lehre reserviert sein: Der Professor schreibt im Lehrfreisemester ein neues Lehrbuch und lehrt anschlie&#223;end danach. In der Idee nicht schlecht. H&#246;rt sich ein wenig nach dem Perpetuum Mobile wissenschaftlicher Reputation an. In der Praxis hei&#223;t das aber auch, dass die Studierenden ihren Professor ein weiteres Semester nicht sehen. Man kann das Lehrfreisemester also gut finden, muss es aber nicht. Uneingeschr&#228;nkt sinnvoll erscheinen mir hingegen <strong>Lehrfreisemester f&#252;r Lehrkr&#228;fte f&#252;r besondere Aufgaben bzw. f&#252;r so genannte Lehrprofessuren</strong>, also all jene, f&#252;r die das Lehren zur Profession geworden ist. Aus eigener Erfahrung wei&#223; ich, dass dieser Personenkreis so oft in Lehrveranstaltungen steht, dass er gar nicht dazu kommt, die Lehre dem aktuellen Erkenntnisstand anzupassen. Und sp&#228;testens da wird diese Idee zu einer politischen Frage, die letztlich im Landtag verhandelt wird und nicht dort, wo es ben&#246;tigt wird.</p>
<p>Die RWTH Aachen brachte in den Wettstreit der Ideen ihre <strong>&#8220;Exploratory Teaching Spaces&#8221;</strong>,  also <em>Freir&#228;ume f&#252;r das Ausprobieren neuer Lehr- und Lernformen</em>. Die Idee ist nicht schlecht. Zu fragen ist nur, wie es mit der Evaluation, der Sicherung der Nachhaltigkeit sowie der &#220;bertragbarkeit der innovativen Ideen aus den Exploratory Teaching Spaces aussieht? Werden die betreffenden Dozierenden dar&#252;ber publizieren? Bekommen sie eine entsprechende Evaluationsinfrastruktur zur Seite gestellt? Man m&#252;sste das im Detail herausbekommen. Sinnvoll ist es sicher, eine solche Idee auch mit Ans&#228;tzen zum <strong>Dozierenden-Coaching</strong> zu kombinieren. Daraus erg&#228;be sich dann meines Erachtens eine hervorragende Vision f&#252;r das <em><a href="http://www.tu-ilmenau.de/unirz/eLearning-KeLD.2820.0.html">Ilmenauer Kompetenzzentrum E-Learning-Dienste (KeLD)</a></em> dar.</p>
<h3>Fachorientierte Ans&#228;tze</h3>
<p>F&#252;r viel Aufmerksamkeit sorgte die Konzeption des Uni-Klinikums Hamburg-Eppendorf. F&#252;r die Mediziner-Ausbildung haben sie die bewusste tiefgreifende <strong>Verzahnung von Theorie und Praxis</strong> vorgestellt. Die Studierenden lernen von vornherein ausgehend vom praktischen Anwendungsfall. Wozu muss man erst drei Semester Latein-Vokabeln pauken, wenn man gleich mit den praktizierenden Medizinern in Kontakt kommen kann und am eigenen Leib erf&#228;hrt, dass die lateinischen Fachbegriffe als Teil der Fachsprache unverzichtbar sind. Eine solche Studienorganisation bietet sicher auch hervorragende Ankn&#252;pfungspunkte f&#252;r ein epochal organisiertes Studium: in einem Semester &#8220;alles vom Kopf&#8221; im Kopf zu haben scheint verlockend. Fragt sich nur, ob dieser Ansatz ohne weiteres auf jede andere Studienrichtung &#252;bertragen werden kann. F&#252;r einige Studienrichtungen, etwa f&#252;r Ingenieurstudieng&#228;nge kann man das sicher festhalten. F&#252;r Medienstudieng&#228;nge vielleicht auch. F&#252;r Jura-Studieng&#228;nge? Wom&#246;glich.</p>
<p>Sehr interessiert aufgenommen wurden von den Anwesenden die <em>interdisziplin&#228;ren Projektkurse</em> der Uni Darmstadt. In diesen Kursen wird Ingenieurwissen aus dem Anwendungskontext heraus und unter der Ma&#223;gabe der Einsatzf&#228;higkeit erworben. Die Vorbereitung solcher Kurse ist sicher aufw&#228;ndig, die Dankbarkeit der Studierenden entsch&#228;digt daf&#252;r umso mehr. Zumindest ist das so bei den Praxiswerkst&#228;tten in unserem <a href="http://www.tu-ilmenau.de/fakmn/Bachelor-of-Arts.4661.0.html">Ilmenauer Studiengang <em>Angewandte Medienwissenschaft</em></a>. Klar ist aber auch, dass solche interdisziplin&#228;ren Kurse kein Alibi f&#252;r schlechte Lehre sein d&#252;rfen. sie funktionieren nur dann, wenn alle beteiligten zumindest ein gewisses Grundverst&#228;ndnis ihrer spezifischen Fachdisziplin erworben haben, d.h. zur Kommunikation mit ihresgleichen in der Lage sind. Dann haben sie die Voraussetzungen, um sich im Sprachgewirr der Interdisziplinarit&#228;t einen Weg zu bahnen.</p>
<h3>Infrastrukturelle Ans&#228;tze</h3>
<p>Tja, die Uni Bremen. Sie hat wirklich ein wahres Feuerwerk dessen, was heute an IT-Unterst&#252;tzung in Studium und Lehre m&#246;glich ist, entfacht. Mobiles Lernen, alle Vorlesungen aufgezeichnet und jederzeit als Podcast abrufbar. Tolle Vorstellung: der Studierende muss gar nicht mehr aus dem Bett und braucht eigentlich nur noch einen Internet-Anschluss. Dann kann er auch den Kaffee-Filter durch den Trichter ersetzen &#8211; den <em>N&#252;rnberger Trichter</em>. Es wird schon deutlich: ich finde diese Ideen wenig hilfreich, denn ein entscheidender Aspekt fehlte mir in der ganzen Konzeption. <strong>Was ist der Mehrwert?</strong> Muss ich Vorlesungen streamen, nur weil es modern ist? Muss ich bloggen, weil E-Mail heutzutage uncool ist? Muss ich alle Klausuren k&#252;nftig vor dem Rechner sitzend schreiben, damit die Klausur schnell kontrolliert ist und der Dozierende sich nicht mehr damit belasten muss, die textgewordene Unverstandenheit seiner Ausf&#252;hrungen wieder und wieder zu lesen? <strong>Vorlesungspodcast</strong> um ihrer selbst willen leuchten mir nicht ein. Vorlesungspodcasts mit Untertitel nach dem Vorbild der Uni KL schon. Oder <strong>Educasts</strong>, bei denen Expertinnen und Experten in Lehrveranstaltungen zu Wort kommen, die man &#8211; sei es aus Kosten- oder Zeitgr&#252;nden &#8211; unm&#246;glich in die Lehrveranstaltung holen kann. Auch <strong>eAssessment</strong> leuchtet mir ein, aber nicht in Form eines turnhallengro&#223;en mit Rechnern vollgestopften Raumes. IT-unterst&#252;tztes Lernen schafft eine neue M&#246;glichkeit f&#252;r <em>reflektiertes Lernen</em>, indem die Studierenden <strong>e-Portfolios</strong> f&#252;hren und sich gegenseitig bewerten. <strong>IT-unterst&#252;tztes Peer-Assessment</strong> ist die Losung der Stunde! Was mir bei der Bremer Konzeption fehlte, war die Menschlichkeit. Es geht doch um uns &#8211; uns als Studierende und uns als Dozierende. IT ist nur das Werkzeug oder in absehbarer Zeit unser Assistent, aber niemals der Selbstzweck, dem sich der Mensch unterzuordnen hat.</p>
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		<title>Impressumspflicht, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und die Einhaltung von Verwertungsrechten &#8211; Entwurf der Terms of Service f&#252;r die Blog-Farm der TU Ilmenau</title>
		<link>http://blogs.tu-ilmenau.de/koelibri/2009/10/29/terms-of-service/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 15:16:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunther Kreuzberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[E-Portfolio/Web 2.0]]></category>
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		<category><![CDATA[Terms of Service]]></category>

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		<description><![CDATA[Akademisches Bloggen zieht eine Reihe von Konsequenzen nach sich, zumal wenn es im Sinne einer Studien- bzw. Pr&#252;fungsleistung zur Pflicht erhoben wird. Da ist zun&#228;chst die Impressumspflicht gem&#228;&#223; §MDStV zu nennen. Daraus ergibt sich bei verpflichtendem Bloggen sofort die Frage nach der Einhaltung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Nicht minder wichtig ist aber die Einhaltung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Akademisches Bloggen zieht eine Reihe von Konsequenzen nach sich, zumal wenn es im Sinne einer Studien- bzw. Pr&#252;fungsleistung zur Pflicht erhoben wird. Da ist zun&#228;chst die Impressumspflicht gem&#228;&#223; §MDStV zu nennen. Daraus ergibt sich bei verpflichtendem Bloggen sofort die Frage nach der Einhaltung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Nicht minder wichtig ist aber die<a href="http://blogs.tu-ilmenau.de/koelibri/2009/04/20/urheberrecht-und-e-portfolios/"> Einhaltung von Urheber- und Verwertungsrechten Dritter</a>, insbesondere deshalb, weil ein fahrl&#228;ssig oder leichtfertig begangener Versto&#223; rasch zu sehr unangenehmen Folgen f&#252;hren kann.</p>
<p>Meines Erachtens muss sich jeder akademische Blogger diesen Fragen bewusst stellen. Deshalb schlage ich vor, die Blog-Farm der TU Ilmenau etwas anders zu organisieren, als es etwa an der <a href="http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/web20/2009/09/24/impressumspflicht-uniblogs/">Uni Osnabr&#252;ck</a> der Fall ist: alle Blogger m&#252;ssen in die Pflicht genommen werden, &#252;ber entsprechende &#8220;Terms of Service&#8221;:</p>
<h3>Vorschlag von &#8220;Terms of Service&#8221; f&#252;r die Blog-Farm blogs.tu-ilmenau.de</h3>
<h4>Nutzungsgrunds&#228;tze</h4>
<p>Blogs.TU-Ilmenau.DE ist ein Service f&#252;r alle Mitglieder der Technischen Universit&#228;t. Andere Interessierte k&#246;nnen in Ausnahmef&#228;llen nach R&#252;cksprache mit XXXX den Service nutzen. Mit der Einrichtung eines Accounts best&#228;tigt die Nutzerin bzw. der Nutzer, dass sie bzw. er in diesen Personenkreis f&#228;llt. Gleichzeitig verpflichtet sich die Nutzerin bzw. der Nutzer, das Ansehen der TU Ilmenau zu achten und sich als Autorin bzw. Autor an das Leitbild der Technischen Universit&#228;t sowie ihre Grundordnung zu halten.</p>
<p><ins datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">Der Diensteanbieter beh&#228;lt sich das Recht vor, Mailadressen und andere Details zu verwenden, um </ins><del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">Als Nutzerin bzw. Nutzer</del>die Nutzerinnen und Nutzer von Blogs.TU-Ilmenau.DE k<del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">&#246;nnen Sie</del> ab und an <del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">mit Informationen</del> &#252;ber den Service, seine Aufrechterhaltung<del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">, zus&#228;tzlicher M&#246;glichkeiten usw. kontaktiert werden</del><ins datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">sowie zus&#228;tzliche M&#246;glichkeiten usw. zu informieren</ins>. <del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">Der Diensteanbieter wird </del><ins datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">Er wird jedoch</ins> niemals <del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">Ihre</del> Mailadressen oder andere personenbezogene Daten <del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">oder andere Details</del> <ins datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">der Nutzerinnen und Nutzer</ins> mit Dritten au&#223;erhalb der Technischen Universit&#228;t Ilmenau teilen.</p>
<h4>Impressumspflicht</h4>
<p>F&#252;r jeden Weblog ist ein Impressum gem&#228;&#223; <del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">§6 MDStV anzulegen. Die Informationspflichten</del> <ins datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">§55 RStV bzw. §5 TMG anzulegen. Dies gilt insbesondere</ins> f&#252;r &#246;ffentlich gef&#252;hrte Weblogs, d.h. solche, die von Index-/Suchmaschinendiensten au&#223;erhalb von Blogs.TU-Ilmenau.DE wie z.B. Google erreicht werden k&#246;nnen<del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">, regelt §10 MDStV</del>. F&#252;r <del datetime="2009-11-18T10:36:44+00:00">halb</del><ins datetime="2009-11-18T10:36:44+00:00">teil</ins>&#246;ffentlich gef&#252;hrte Weblogs, d.h. solche, die nur <del datetime="2009-10-30T08:49:41+00:00">durch die Weitergabe von so genannten Perma-Links erreicht werden k&#246;nnen, deren Rezeption jedoch nicht die Angabe eines Kennwortes erfordert</del><ins datetime="2009-10-30T08:49:41+00:00">von angemeldeten Nutzerinnnen und Nutzern rezipiert werden k&#246;nnen</ins>, wird <del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">§10 Abs. 1 lit. 1 MDStV</del><ins datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">§55 Abs. 1 lit. 1 RStV bzw. §5 Abs. 1 lit. 1 u. 2 TMG</ins> durch die Angabe einer innerhalb der TU Ilmenau eindeutigen Bezeichnung, z.B. der Matrikel-Nummer oder des digitalen Finderabdrucks Gen&#252;ge getan. Gleichzeitig ist ein vertretungsberechtigtes Mitglied der TU Ilmenau zu benennen. F&#252;r privat gef&#252;hrte Weblogs, d.h. solche, die nur <ins datetime="2009-10-30T08:49:41+00:00">von bestimmten, vom Herausgeber eines Weblogs selbst festgelegten Personen</ins><del datetime="2009-10-30T08:49:41+00:00">durch die Angabe eines zus&#228;tzlichen Kennwortes</del> rezipiert werden k&#246;nnen, ist ein vertretungsberechtigtes Mitglied der TU Ilmenau zu benennen.</p>
<h4>Urheber- und Verwertungsrechte</h4>
<p>Bez&#252;glich der Inhalte von Weblog-Beitr&#228;gen und Weblog-Seiten einschlie&#223;lich der dazu geh&#246;renden Kommentare wird ein nicht ausschlie&#223;endes Verwertungsrecht durch die Autorin bzw. den Autor und die TU Ilmenau als Service-Anbieter vereinbart. Insbesondere ist es der TU Ilmenau zur Aufrechterhaltung des Services gestattet, Weblogs auf unbestimmte Zeit zu archivieren, zu pflegen sowie auf ihren Servern zur Benutzung im Internet gem&#228;&#223; den Weblog-Einstellungen bereitzustellen. Der Autorin bzw. dem Autor eines Weblog-Beitrages bzw. einr Weblog-Seite bleibt es freigestellt, &#252;ber ihr bzw. sein Werk auch anderweitig zu verf&#252;gen, solange damit keine Einschr&#228;nkung der in dieser Erkl&#228;rung der TU Ilmenau einger&#228;umten Rechte verbunden ist.</p>
<p>Die Einhaltung von Urheber- und Verwertungsrechten Dritter liegt in der Verantwortung der Herausgeber von Weblogs. Sie betrifft Weblog-Beitr&#228;ge und Weblog-Seiten, einschlie&#223;lich dazu geh&#246;render Anh&#228;nge wie Videos, Bilder oder elektronischer Text-Dokumente. Im Sinne einer Einverst&#228;ndniserkl&#228;rung muss jedes Impressum eine entsprechende Klausel enthalten.</p>
<p>Mit der Ver&#246;ffentlichung von Weblog-Beitr&#228;gen oder Weblog-Seiten versichert jede Autorin bzw. jeder Autor, dass sie bzw. er berechtigt ist &#252;ber die Nutzungsrechte an diesem Dokument zu verf&#252;gen und dass mit der Ver&#246;ffentlichung keine Rechte Dritter verletzt werden.</p>
<h3>Vorschlag f&#252;r ein Muster-Impressum</h3>
<p>Verantwortlich f&#252;r den Inhalt dieses Weblogs gem&#228;&#223; <del datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">§ 6 MDStV</del><ins datetime="2009-10-30T08:10:26+00:00">§55 RStV und §5 TMG</ins> sowie die Einhaltung von Urheber- und Verwertungsrechten Dritter ist:</p>
<ul>
<li>Vorname Name</li>
<li>Stra&#223;e Hausnummer</li>
<li>PLZ Ort</li>
<li>elektronischer Kontakt, z.B. E-Mail</li>
</ul>
<p>Dieser Weblog wird zur Begleitung von Studium und Lehre bzw. von Forschungsvorhaben gef&#252;hrt. (Er stellt eine studienbegleitende Studien- bzw. Pr&#252;fungsleistung im Fach XY dar.)</p>
<ul>
<li>Vertretungsberechtigter f&#252;r das Fach XY</li>
<li>Vorname und Name</li>
<li>Fachgebiet/Abteilung</li>
<li>Besuchsadresse/Postanschrift</li>
<li>Telefonische Erreichbarkeit</li>
<li>Online-Erreichbarkeit</li>
</ul>
<p>Das Fach XY ist verpflichtender Bestandteil des Studiengangs XYZ. Dieser wird angeboten von</p>
<ul>
<li>Technische Universit&#228;t Ilmenau</li>
<li>Besuchsadresse/Postanschrift</li>
<li>Telefonische Erreichbarkeit (Rektor)</li>
<li>Online-Erreichbarkeit (Rektor)</li>
<p>Die Technische Universit&#228;t Ilmenau ist eine K&#246;rperschaft des &#214;ffentlichen Rechts. Sie wird durch den Rektor (eigentlich namen einf&#252;gen, ggf. Weblink zur Uni-Homepage) gesetzlich vertreten.<br />
Zust&#228;ndige Aufsichtsbeh&#246;rde: Th&#252;ringer Kultusministerium, Postanschrift, Online-Erreichbarkeit.<br />
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gem&#228;&#223; § 27a Umsatzsteuergesetz: XXXXXX.</ul>
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		<item>
		<title>&#8220;Wettbewerb Exzellente Lehre&#8221; &#8211; Was ist dran am Wettstreit um die besten Ans&#228;tze in der Hochschullehre?</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 22:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunther Kreuzberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Exzellente Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, inzwischen weiss es jeder: der Th&#252;ringer Verbundantrag im Wettbewerb &#8220;Exzellenz in der Lehre&#8221; geh&#246;rt nicht zu den Preistr&#228;gern. Das ist nat&#252;rlich &#228;rgerlich und so kann man diesen Beitrag als l&#228;cherliches Geheule eines eingeschnappten Antragstellers lesen. Vielleicht schafft es dieser Beitrag aber auch, einen alternativen Ansatz zu skizzieren, einen der den Autor in zuk&#252;nftigen Verfahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, inzwischen weiss es jeder: der Th&#252;ringer Verbundantrag im <a href="http://exzellente-lehre.de/">Wettbewerb &#8220;Exzellenz in der Lehre&#8221;</a> geh&#246;rt nicht zu den Preistr&#228;gern. Das ist nat&#252;rlich &#228;rgerlich und so kann man diesen Beitrag als l&#228;cherliches Geheule eines eingeschnappten Antragstellers lesen. Vielleicht schafft es dieser Beitrag aber auch, einen alternativen Ansatz zu skizzieren, einen der den Autor in zuk&#252;nftigen Verfahren nicht bevorzugt, sondern zumindest ein anderes Verst&#228;ndnis von Fairness propagiert. Es geht also darum, die durch das eigene Scheitern freigesetzten emotionalen Kr&#228;fte f&#252;r das Voranschreiten zu nutzen und nicht zum Ertrinken in Selbstmitleid und Neid.<span id="more-56"></span></p>
<h3>Der Th&#252;ringer Verbundantrag</h3>
<p>Vier Th&#252;ringer Hochschulen, die sich in der Interessengemeinschaft Kindermedien zusammengetan haben, bewarben sich im Wettbewerb &#8220;Exzellenz in der Lehre&#8221; mit der Idee eines <strong>Themenfokussierten Lehrverbundes in der Region</strong>. <em>Themenfokussiert</em>, weil sich kollaboratives Arbeiten immer mehr von &#8220;communities of law&#8221; zu &#8220;communities of practice&#8221; wandelt. Es sind immer h&#228;ufiger die Themen, die uns in Online-Communities verbinden und nicht die organisationalen Bande. Weshalb sollte das ausgerechnet an Hochschulen anders sein? Au&#223;erdem w&#228;re das ein Ansatz, um schneller als bisher neu aufkommende Themen von gesellschaftlicher Bedeutung curricular zu besetzen.  <em>Lehrverbund in der Region</em>, weil wir eine Vision f&#252;r profilierte Hochschulen haben, die es sich angesichts ihrer Gr&#246;&#223;e (&lt;10.000 Studierende) gar nicht leisten k&#246;nnen, den F&#228;cherkanon einer Volluniversit&#228;t oder die Vielgestaltigkeit von Berufsfeldern wie dem Medien- und Kommunikationsbereich komplett abzubilden. Sie haben die Wahl, mit ihren Absolventen spezielle Nischen des Arbeitsmarktes zu besetzen oder eben Allianzen mit anderen Partnern einzugehen, bei denen aber allzu h&#228;ufig die eigentliche Kernzielgruppe der Studierenden unter die R&#228;der ger&#228;t. Das Credo der am Verbundantrag beteiligten Th&#252;ringer Hochschulen war da ganz klar: &#8220;Das MUSS anders gehen!&#8221; Und zwar durch</p>
<ul>
<li>ganzheitliche Bildung und Betreuung</li>
<li>st&#228;rkere Orientierung auf die Schnittstellen Bachelor-Master und Hochschule-Beruf</li>
<li>&#252;bergreifendes Qualit&#228;tsmanagement, z.B. durch gemeinsame Betreuungsstandards</li>
</ul>
<p>Im Lehrverbund sollen sich diese Aspekte zun&#228;chst in 8 didaktischen Prinzipien widerspiegeln. Zudem sollten exzellente Studienangebote mit ihrem modularen Angebot von drei Motiven bestimmt werden:</p>
<ol>
<li>Die M&#246;glichkeit zum &#8220;Blick &#252;ber den Tellerrand&#8221;, verbunden mit der Erwartung, das Gelernte als Tutorin oder Tutor unverz&#252;glich weiterzugeben.</li>
<li>Die Explikation beruflicher Perspektiven in Form einer &#8220;Erdung akademischen Wissens&#8221; durch Problemstellungen aus der Praxis</li>
<li>Die St&#228;rkung selbstorganisierten Lernens</li>
</ol>
<p>Im Schaubild sieht der Kern des Lehrverbundes dann so aus:</p>
<p><a href="http://blogs.tu-ilmenau.de/koelibri/files/2009/10/Themenfokussierter-Lehrverbund-in-der-Region.png"><img class="alignnone size-full wp-image-58" src="http://blogs.tu-ilmenau.de/koelibri/files/2009/10/Themenfokussierter-Lehrverbund-in-der-Region.png" alt="Themenfokussierter-Lehrverbund-in-der-Region" width="550" height="417" /></a></p>
<p>Einzelheiten zu den einzelnen Prinzipien sowie zu den Modulen kann der geneigte Leser bzw. die geneigte Leserin gern im Kommentar erfragen.</p>
<h3>Die Anh&#246;rung der Bewerber</h3>
<p>Allein mit dem Verbundantrag waren wir ja schon eine Sondererscheinung im Pr&#228;sentationsreigen. Und dann erst in der abschlie&#223;enden Anh&#246;rung: wieder so ein typischer Vortrag der &#8220;&#8230;Medienleute&#8230;&#8221;. Selbst verzweifeltes Fuchteln mit den H&#228;nden konnte sie nicht davon abhalten, den Vortrag ohne Mikrofon zu starken. Statt dessen wurden alle Gutachter um Vertrauen gebeten.</p>
<p>War das vielleicht der entscheidende Fehler: um Vertrauen zu bitten? Wer weiss! Die Nachfragen besch&#228;ftigten sich jedenfalls immer wieder mit dem Mehrwert des Verbundes. Wieso bauen die Hochschulen ihre eigenen Standorte nicht aus, sondern wollen 1 Million Euro in einen ambitionierten Lehrverbund investieren? Z.B. weil Absolventen mit einem breiteren Erkenntnishorizont besser am Arbeitsmarkt agieren k&#246;nnen. Z.B. weil man mit 1 Million Euro etwas bewegen kann, was man anderweitig nie hinbekommen w&#252;rde, einfach deshalb, weil keine der beteiligten Hochschulen jemals die Chance bek&#228;me, die eigene Hochschule breiter aufzustellen &#8211; eben auch des lieben Geldes wegen: mehrere Zig-Millionen w&#228;ren da sicher einzuplanen, wenn sich die Universit&#228;t Erfurt pl&#246;tzlich eine Medieninformatik leisten oder die TU Ilmenau ein Kompetenzzentrum Technik-/Mediengestaltung etablieren w&#252;rde. Offenbar kam es hier zu einen grundlegenden Missverst&#228;ndnis zwischen Bewerber und Gutachter-Kommission in Bezug auf die Lebenswirklichkeit des universit&#228;ren Alltags an profilierten Hochschulen in der Provinz. (Man entschuldige mir dieses wertende Wort. Es richtet sich nicht gegen &#8220;kleine Hochschulen&#8221;, sondern gegen die &#220;berheblichkeit der so genanten Leuchtt&#252;rme in unserer akademischen Hochschullandschaft.) F&#252;r alle Mitantragsteller ist es schlicht unvorstellbar, ernsthaft die umfassende Aufr&#252;stung der bestehenden Th&#252;ringer Hochschullandschaft, verbunden mit einer enormen Ressourcenduplizierung, zu postulieren. Die Gutachter-Kommission war dagegen sehr angetan von dem Ansatz der TU M&#252;nchen, die es Studierenden erm&#246;glicht, k&#252;nftige Lehrstuhlinhaber an ihren bisherigen Wirkungsst&#228;tten zu besuchen und vor Ort hinsichtlich ihrer hochschuldidaktischen Eignung zu pr&#252;fen, selbst wenn dieser Ort in Valenzia, Italien liegt, wie die Studentin der M&#252;nchner Delegation freim&#252;tig erz&#228;hlte. Obwohl die Idee der Vor-Ort-Begutachtung k&#252;nftiger Lehrstuhlinhaber durchaus ihren Charme besitzt, halte ich sie f&#252;r nicht unproblematisch. In Th&#252;ringen w&#252;rde man uns daf&#252;r wohl &#8220;Verschwendung von Steuergeldern&#8221; vorhalten.</p>
<p>Gl&#252;cklicherweise gab es ja noch andere Vortr&#228;ge, denen man wirklich Impulse f&#252;r exzellente Lehre entnehmen konnte. meine Favoriten waren da die Uni Bielefeld mit einem sehr &#252;berzeugenden Konzept f&#252;r ein Tutoren-Netzwerk und die Uni Kaiserslautern mit der Praxis eines sehr offenen und sachlichen Umgangs mit Lehrevaluationsergebnissen. Beide Unis sind zurecht Preistr&#228;ger im Wettbewerb um die besten Ideen in der Hochschullehre geworden. Ihnen geb&#252;rt Respekt.</p>
<p>Die Auszeichnung der TU M&#252;nchen und der RWTH Aachen sehe ich &#228;u&#223;erst zwiesp&#228;ltig. Ihnen geb&#252;rt bestenfalls der Respekt der Platzhirsche. Nat&#252;rlich haben auch sie gute und interessante Ans&#228;tze, etwa die Idee eines &#8220;Lehrfreisemesters&#8221;. Aber angesichts einer Absolventenquote von z.T. weit unter 50%! und den enormen Ressourcen dieser Hochschulen klingen die betreffenden &#8211; nun pr&#228;mierten &#8211; Konzepte doch eher fade. F&#252;r jemanden, der sich t&#228;glich mit der Frage auseinandersetzen muss, welche Ressourcen er &#252;berhaupt f&#252;r seine Lehre zur Verf&#252;gung hat, wirkt das wenig motivierend.</p>
<h3>Ein neuer Ma&#223;stab f&#252;r die Beurteilung von Exzellenz!</h3>
<p>&#8220;Treffen sich zwei Leute im Obstgarten. Nach den s&#252;&#223;en Fr&#252;chten in den Wipfeln wollen sie greifen. Der eine ist ein wahrer H&#252;ne, ein Leuchtturm unter den Menschen. Vollgefressen streift er beh&#228;big durch den Garten und pfl&#252;gt mit seinen m&#228;chtigen Armen die Baumkronen. Der andere ist klein und schm&#228;chtig. Hunger und Not haben ihn erfinderisch gemacht. Unerm&#252;dlich erklimmt er einen Baum nach dem anderen und greift mit einem Stock nach den Fr&#252;chten hoch oben. Wer von beiden wird wohl die Fr&#252;chte vom n&#228;chsten Baum ernten k&#246;nnen?&#8221;</p>
<p>Wird nun auch die Hochschullandschaft zur Zweiklassengesellschaft? Werden Leuchtt&#252;rme k&#252;nftig nicht mehr dort gebaut, wo die Ideen am hellsten leuchten und besonders weit tragen, sondern dort, wo der raue Wind des Wettbewerbs D&#252;nen und Verwehungen aufgeworfen hat? Fast scheint es mir, als w&#252;rde mehr und mehr die Gr&#246;&#223;e der Bewerber &#252;ber den Erfolg ihrer Vorhaben entscheiden. Ist es mit der Wissenschaft also wie mit der Kernspaltung? Brauchen wir f&#252;r den Blitz nur die n&#246;tige kritische Masse? Mein Gerechtigkeitsempfinden begehrt dagegen auf. An anderer Stelle bekommen wir auch L&#246;sungen, die von allen als fairer angesehen werden.</p>
<h4>Modell 1 &#8211; Die Hochschulbundesliga</h4>
<p>&#8220;Dem langj&#228;hrigen Bundesliga-Spitzenreiter aus Bayern ist es auch in diesem Jahr gelungen, einen hervorragenden Kader von F&#246;rdermittelst&#252;rmern und Mittelfeld-Dozierenden zusammenzustellen. Seinen Nachwuchs schickt er auch in diesem Jahr zum &#8220;Freundschaftsspiel&#8221; an die Mittelmeerk&#252;ste, stets auf der Suche nach neuen Spielern. Der Einkauf der exzellenten Spieler macht den Einzug ins Finale viel wahrscheinlicher, kostet aber auch erhebliche <strong>Abl&#246;sesummen</strong>. Das macht den Ausgang der Bundesliga-Saison zwar einigerma&#223;en vorhersagbar, sichert aber auch das &#220;berleben der vielen kleinen Vereine und sorgt so bisweilen f&#252;r einige &#220;berraschungen.&#8221;</p>
<h4>Modell 2 &#8211; Chancengleichheit</h4>
<p>&#8220;In der Klasse der deutschen Hochschulen ist die Position des Klassensprechers neu zu besetzen. In der Ausschreibung hei&#223;t es dazu: » &#8230; Angestrebt wird eine ausgewogene Interessenvertretung. <strong>Bei gleicher Eignung werden deshalb infrastrukturell schlechter gestellte Hochschulen bevorzugt</strong>.« Im Wettbewerb zwischen einem Kandidaten aus gutem Hause und einem aus eher einfachen Verh&#228;ltnissen wird letzterem der Vorzug gegeben, wenn er sich nach Abw&#228;gung der Voraussetzungen f&#252;r sein Leistungsverm&#246;gens als geeignet herausstellt.&#8221;</p>
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		<item>
		<title>Den Hut f&#252;r studentische Opfer von Abmahnungen beim E-Portfolio-Einsatz herumgehen lassen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 22:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunther Kreuzberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[E-Portfolio/Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Elektronische Dokumente]]></category>
		<category><![CDATA[E-Portfolio-Almosen]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem Beitrag &#8220;&#8221; habe ich darauf hingewiesen, dass die Studierenden seitens der Universit&#228;t keine finanzielle und nur wenig ideelle Unterst&#252;tzung bei der Bew&#228;ltigung ihres bestenfalls leichtsinnig begangenen Rechtsversto&#223;es erfahren haben. auf dem Educamp 2009 # 3 habe ich nun gelernt, dass man manche Dinge einfach tun soll, ohne sich immer von den vielen &#8220;Abers&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dem Beitrag &#8220;&#8221; habe ich darauf hingewiesen, dass die Studierenden seitens der Universit&#228;t keine finanzielle und nur wenig ideelle Unterst&#252;tzung bei der Bew&#228;ltigung ihres bestenfalls leichtsinnig begangenen Rechtsversto&#223;es erfahren haben. auf dem Educamp 2009 # 3 habe ich nun gelernt, dass man manche Dinge einfach tun soll, ohne sich immer von den vielen &#8220;Abers&#8221; einsperren zu lassen. Also greife ich die Anregung einer in den ganzen Vorfall involvierten Person auf und bitte darum, einen Hut mit &#8220;Almosen&#8221; f&#252;r die betroffenen Studenten zu f&#252;llen. Angesprochen sind alle Dozenten, die mit ihrer ebenfalls einzugestehenden Unkenntnis den betroffenen Studis die Zahlung erst eingebrockt haben, und alle Studenten, die vielleicht einfach nur Gl&#252;ck hatten, weil sie vom Ungl&#252;ck des einen Teams profitierend, die Spuren ihres eigenen &#8220;Rechtsversto&#223;es&#8221; noch rechtzeitig verwischen konnten. H&#228;tte es nicht uns allen passieren k&#246;nnen? Haben wir nicht einfach nur Gl&#252;ck gehabt? Sollten wir nicht gerade deshalb mit den Betroffenen das leid ein klein wenig teilen?</p>
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		<title>Urheberrecht und E-Portfolios in der Lehre: ein Fallbeispiel</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 21:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunther Kreuzberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[E-Portfolio/Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Elektronische Dokumente]]></category>
		<category><![CDATA[Impressumspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang des Jahres machte der Beitrag &#8220;Achten Sie auf Urheberrechte!&#8221; auf ein Problem aufmerksam, dass dem E-Portfolio-Einsatz im Rahmen der Hochschullehre leicht das Genick brechen k&#246;nnte, zumindest aber einen geh&#246;rigen Stolperstein darstellt: die Einhaltung von Verwertungsrechten bei der Einbindung externer Inhalte. Es hat den Anschein, als w&#252;rde dieses Thema immer noch zu wenig Beachtung finden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang des Jahres machte der Beitrag <a href="http://blogs.tu-ilmenau.de/tutoren/2009/01/10/achten-sie-auf-urheberrechte/">&#8220;Achten Sie auf Urheberrechte!&#8221;</a> auf ein Problem aufmerksam, dass dem E-Portfolio-Einsatz im Rahmen der Hochschullehre leicht das Genick brechen k&#246;nnte, zumindest aber einen geh&#246;rigen Stolperstein darstellt: die Einhaltung von Verwertungsrechten bei der Einbindung externer Inhalte. Es hat den Anschein, als w&#252;rde dieses Thema immer noch zu wenig Beachtung finden. Manche meinen, die Rechtslage sei hier nicht eindeutig oder zumindest nicht klar genug dokumentiert. Dem ist nicht so. Allerdings fehlen auch konkrete Vorstellungen, wie mit dieser Thematik umgegangen werden kann, so dass sie nicht zum Problem wird. Dieser Beitrag zeigt, wie es mit dem E-Portfolio-Einsatz im Fach &#8220;Elektronische Dokumente&#8221; weitergegangen ist.</p>
<p><span id="more-54"></span></p>
<p><strong>Wie kam es zu der Abmahnung?</strong></p>
<p>Studierende haben f&#252;r ihre Wissenscollage &#252;ber Google-Images ein passendes Bild gesucht, gefunden, in ihre Collage eingef&#252;gt und sogar einen Quellennachweis gef&#252;hrt. Allerdings haben sie nicht die Verwertungsrechte gepr&#252;ft (Verwendung war nur als Pressefoto im Zshg. mit der Nennung des Unternehmens – einer Anwaltskanzlei – erlaubt) und um Erlaubnis f&#252;r die Verwendung des Bildes gebeten. Aus Unkenntnis der Rechtslage lie&#223;en sich die Studierenden damit leichtfertig auf eine tickende Zeitbombe ein. Anders als bei &#8220;klassischen&#8221; Delikten wie K&#246;rperverletzung ist eine Ahndung des Versto&#223;es erst nach einiger Zeit lukrativ, denn mit der Dauer der &#8220;unrechtm&#228;&#223;igen&#8221; Nutzung steigt auch der einklagbare Geldbetrag. Dem Beklagten wird es auf der anderen Seite aber schwer fallen, dem Kl&#228;ger eine wissentliche Duldung nachzuweisen.</p>
<p>Im Januar &#8211; lange nach dem Ende des aktiven E-Portfolio-Einsatzes &#8211; schnappte die Falle dann zu, und zwar in Form einer E-Mail. Das Team von Studierenden wurde &#8220;gesamtschuldnerisch&#8221; (wer von der Gruppe als erster reagiert, wird stellvertretend f&#252;r alle verantwortlich gemacht) als Gruppe von Privatpersonen in die Pflicht genommen, da sie laut Impressum als solche auftraten. Der Hinweis auf den Charakter der Wissenscollage (Gegenstand einer Pr&#252;fungsleistung) fehlte dem Impressum. Damit sah sich die Universit&#228;t nicht mehr in der Pflicht und die Studierenden standen &#8220;im Regen&#8221;. In dieser Situation w&#228;re es weise gewesen, nicht auf die Mail zu reagieren, denn sie gilt nicht als amtliche Zustellung. Das wusste aber keiner, nicht die betroffenen Studis und auch nicht der Dozent. Vermutlich sinnvoll w&#228;re gewesen, auf die Anschuldigungen nicht weiter einzugehen und statt dessen auf eine Klage vom Gericht zu warten. Das setzt nat&#252;rlich stahlharte Nerven und vor allem einen kompetenten Fachanwalt voraus &#8211; beides sind knappe G&#252;ter, vor allem an einer Hochschule.</p>
<p><strong>Wie ging es weiter?</strong></p>
<p>Die Universit&#228;t hat ein bisschen beraten, aber eine finanzielle Beteiligung ausgeschlossen und auch die &#220;bernahme des Briefverkehrs mit der klagenden Anwaltskanzlei abgelehnt, &#252;brigens anders als bei vergleichbaren Rechtsverst&#246;&#223;en seitens der Mitarbeiter und Professoren. Grund: Studierende haben keine dienstrechtliche Unterstellung wie Mitarbeiter und Professoren. Sie agieren damit eigenverantwortlich. Die Studierenden haben diese und Ratschl&#228;ge von anderen &#8220;Erwachsenen&#8221; entgegen genommen, und das beste daraus gemacht. Dennoch lagen die Nerven irgendwann blank, so dass sie sich auf die Zahlung einlie&#223;en. Das waren zu diesem Zeitpunkt immer noch gut zwei Drittel des anf&#228;nglichen, weit &#252;ber 1000 € liegenden Streitwertes.</p>
<p><strong>Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? </strong></p>
<p>Neben der mangelnden Kenntnis der Rechtslage waren vor allem die Inhalte des Impressums ein wesentlicher Punkt in der Entwicklung des ganzen Vorgangs. Es wurde nicht bzw. nicht ausreichend deutlich, dass die beanstandete Ver&#246;ffentlichung im Rahmen der Lehre und damit letztlich im Auftrag der Hochschule entstanden ist. An dieser Stelle ist anzumerken, dass Ver&#246;ffentlichungen an Hochschulen i.d.R. immer durch den Dienstherrn &#8211; also den Rektor/Pr&#228;sidenten &#8211; veranlasst werden, weshalb im Impressum von Uni-Ver&#246;ffentlichungen kein Name von Bediensteten erscheint. Komplex strukturierte Ver&#246;ffentlichungen, etwa der Webauftritt einer Universit&#228;t oder eben &#246;ffentlich gef&#252;hrte (verpflichtende) E-Portfolios zeigen aber deutlich die Grenzen dieser Regelung auf. Es existiert also <strong>dringender Handlungsbedarf hinsichtlich der Neugestaltung der Impressumsregelung</strong> im &#246;ffentlichen Dienst. Dieser sollte sicher die St&#228;rkung der Eigenverantwortung im Blick haben: nicht nur bei Studenten, sondern auch bei Mitarbeitern und Professoren! Wer den Einsatz von E-Portfolios erw&#228;gt, sollte vorher kl&#228;ren, wie sich die Universit&#228;t zu Impressumsfragen stellt und angesichts der neuen Entwicklungen k&#252;nftig mit der Impressumspflicht umgeht.</p>
<p>Wie geht man aber mit fahrl&#228;ssigen &#8211; und im Fall von kulanten Unis vielleicht sogar sorglos begangenen &#8211; Verst&#246;&#223;en gegen das Urheberrecht/Verwertungsrecht um? Keiner wird hier ernsthaft die ohnehin gebeutelten Unis ausnehmen wollen. Andererseits ist es das gute Recht der Urheber, ungewollte Verwertungen ihres geistigen Eigentums zu ahnden. Verlage, die schon seit vielen Jahren mit diesem Problem zu tun haben, setzen hier auf <strong>Autorenerkl&#228;rungen (Genehmigungs- und Freistellungsschreiben)</strong>. Damit &#252;bernehmen die Autoren die Verantwortung f&#252;r alle Fragen der Ber&#252;hrung von Verwertungsrechten Dritter. Die TU Ilmenau geht nun auch diesen Weg. &#214;ffentlich gef&#252;hrte E-Portfolios werden wie andere ver&#246;ffentlichte Pr&#252;fungsleistungen, z.B. Abschlussarbeiten behandelt. Die Studierenden werden also k&#252;nftig schriftlich best&#228;tigen, dass alle Fragen zur Verwertung von Inhalten Dritter vom Autor gekl&#228;rt wurden bzw. sich daraus ergebende (finanzielle) Anspr&#252;che von ihm zu tragen sind. Die andere, unbedingt dazu geh&#246;rende Seite der Medaille ist aber eine <strong>umfassende Information und Aufkl&#228;rung</strong>. Ob dazu ein weiterer <a href="http://blogs.tu-ilmenau.de/phnomenmindfuck/2008/11/01/der-mindfuck-des-herrn-kreuzberger/">&#8220;Mindfuck&#8221;</a> zum Einsatz kommen muss, ist sicher dem Einfallsreichtum des Dozenten &#252;berlassen. Mindestens ebenso interessant ist sicher ein Crash-Kurs eines Medienrechts-Experten aus der Praxis.</p>
<p>Da sich die Internet-Gemeinde in nicht unerheblichem Ma&#223;e &#252;ber die &#8220;Kompetenz zur Selbstregulierung und Selbstorganisation&#8221; definiert, sollten auch derlei Konsequenzen bedacht werden. Man muss das Internet nicht &#8220;tot regulieren&#8221; und kann es nach derzeitigem technischen Stand auch nicht, weil man schon jetzt kaum in der Lage ist, das geltende Recht (mit notwendigerweise technischen Mitteln) durchzusetzen. Welche Aspekte mit digitalen Medien vermittelter Kommunikation k&#252;nftig gesellschaftlich akzeptiert werden, handeln wir heutzutage aus, jeden Tag, mit jedem (Blog-)Post, mit jedem Tweet. Es ist daher entscheidend, <strong>&#252;ber diese Belange zu diskutieren</strong>, &#252;berall und immer, besonders auch in Kleingruppen und schon mit den Sch&#252;lern &#8211; am besten im Chat, an dem auch der Lehrer teilnehmen kann, ohne sich in die Rolle der schulischen Autorit&#228;t gedr&#228;ngt zu f&#252;hlen. Das <a href="http://blogs.tu-ilmenau.de/ilmedianer/category/clever-im-web/">Projekt &#8220;Clever im Web&#8221; der Sicherwisser</a> geht genau in diese Richtung. Das finde ich gut. Genau wie den sich hoffentlich entspannenden <a href="http://educamp.mixxt.de/networks/forum/thread.11064">Diskurs auf educamp.mixxt.de</a>.</p>
<p><strong>Wo kann ich mich selbst schlau machen?</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.gew-bw.de/Binaries/Binary10383/2008_05_Urheberrecht_und_Schule.pdf">Titelthema in der &#8220;Bildung &amp; Wissenschaft&#8221; April 2008</a></li>
<li><a href="http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/materialien/Skript/Skript_Maerz2009.pdf">Prof. H&#246;ren, Uni M&#252;nster &#8211; Internetrecht 2009</a></li>
<li><a href="http://irights.info/index.php?id=610">iRights.Info: Urheberrecht in der digitalen Welt</a></li>
</ul>
<div>Vor allem der erste Link ist f&#252;r den E-Portfolio-Alltag hilfreich. Er liefert eine tabellarische &#220;bersicht, die ganz klipp und klar (mittels &#8220;Ja&#8221; und &#8220;Nein&#8221;) darstellt, was erlaubt und was nicht erlaubt ist. Nicht erlaubt hei&#223;t dabei nicht automatisch, dass es verboten ist. Vielmehr sind die mit &#8220;Nein&#8221; markierten Punkte jene, wo Fallstricke lauern und daher einer Kl&#228;rung vor dem (&#246;ffentlichen) Einsatz von E-Portfolios bed&#252;rfen. Der zweite Link verweist auf ein umfassendes Werk, das eher als Hintergrundlekt&#252;re geeignet ist.</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Geschieht Lernen durch Lehren (LdL) wirklich auf drei Stufen?</title>
		<link>http://blogs.tu-ilmenau.de/koelibri/2009/04/18/geschieht-lernen-durch-lehren-ldl-wirklich-auf-drei-stufen/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 15:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunther Kreuzberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[E-Portfolio/Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[LdL]]></category>

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		<description><![CDATA[In seinem Beitrag zu einem Stufenmodell f&#252;r den &#220;bergang zu &#8220;Lernen durch Lehren&#8221;  spricht Christian Spannagel von zwei Stufen, die man ausgehend von herk&#246;mmlichem Frontalunterricht erklimmen kann, um Lehrveranstaltungen interessanter und hinsichtlich ihrer Lernwirkung intensiver machen kann. Den Schl&#252;ssel bildet f&#252;r ihn der Ansatz zum &#8220;Lernen durch Lehren&#8221;. Ich denke, dass das Stufenmodell nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2009/04/12/erster-versuch-eines-stufenmodells-fur-seminare/">Beitrag zu einem Stufenmodell f&#252;r den &#220;bergang zu &#8220;Lernen durch Lehren&#8221; </a> spricht Christian Spannagel von zwei Stufen, die man ausgehend von herk&#246;mmlichem Frontalunterricht erklimmen kann, um Lehrveranstaltungen interessanter und hinsichtlich ihrer Lernwirkung intensiver machen kann. Den Schl&#252;ssel bildet f&#252;r ihn der Ansatz zum &#8220;Lernen durch Lehren&#8221;. Ich denke, dass das Stufenmodell nicht wirklich ad&#228;quat geeignet ist, um (formelle) Lernprozesse zu verstehen und bewusst zu gestalten. Anstelle der drei Stufen &#8220;Stufe 0&#8243; bis &#8220;Stufe 2&#8243; muss man wohl eher von drei Dimensionen reden, die all jenen, die sich wissenschaftlich mit P&#228;dagogik besch&#228;ftigen, nicht neu ist.</p>
<p><span id="more-53"></span></p>
<p>Nun bin ich kein P&#228;dagoge und kann daher auch nicht die sicher existierenden konzeptuellen Modelle referieren. Dennoch habe ich inzwischen soviel didaktische Erfahrungen gesammelt, dass mir die Stufen von Christian Spannagel durchaus bekannt sind, zumal sie selbst die qualitative Entwicklung meiner Lehrveranstaltungen recht gut beschreiben. Es macht also vielleicht Sinn, zumindest die Dimensionen n&#228;her zu bezeichnen, die dem Stufenmodell zugrunde liegen und einen &#8220;Konzeptw&#252;rfel&#8221; aufziehen, in dem das Stufenmodell von C. Spannagel nur einen Pfad von (theoretisch) vielen m&#246;glichen darstellt. Ich verbinde damit die Vorstellung, dass Lehre auf Stufe 0 nicht unter allen Umst&#228;nden als unangemessen anzusehen ist.</p>
<p>Was assoziiere ich mit den drei LdL-Stufen?</p>
<p>Stufe 0 (Frontalunterricht): unidirektionaler Informationstransfer; meist geringes Aktionsrepertoire; geringe Interaktionsm&#246;glichkeiten des &#8220;Auditoriums&#8221;, klare Rollenverteilung zwischen Lehrer (im wahrsten Sinne des Wortes) und Lerner/Sch&#252;ler, d.h. wenig Eigenverantwortung und M&#246;glichkeiten der Einflussnahme seitens der Sch&#252;ler.</p>
<p>Stufe 1 (Gruppenunterricht): i.d.R. diskursbasierter Unterricht; st&#228;rkere Interaktionsm&#246;glichkeiten in der Gruppe (die sich nicht mehr als Auditorium wahrnimmt); &#220;bertragung von Verantwortung und Kontrolle vom Lehrenden auf den Lernenden, d.h. eigenverantwortliches Handeln der Lernenden wird zum wesentlichen Bestandteil der Lehr-/Lernsituation.</p>
<p>Stufe 2 (Situierter Gruppenunterricht): Vermittlung von Information/ Erarbeitung von Wissen im Kontext der Verwertbarkeit / Relevanz; u.U. auch Aufgabe der Souver&#228;nit&#228;t einer schulischen Situation &#8211; weil die Ergebnisse des eigenen Tuns im Lernprozess schlecht bzw. nicht mehr kontrollierbare Wirkungen entfalten.</p>
<p>Der &#220;bergang von Stufe 0 zu Stufe 1 bewegt sich offenbar entlang der <strong>Dimension &#8220;Interaktivit&#228;t&#8221;</strong> &#8211; nach der <a href="http://nms.sagepub.com/cgi/content/abstract/3/4/443">Definition von van Dijk</a>: Mehr Interaktivit&#228;t erreicht man durch ein reichhaltigeres Aktionsrepertoire (&#8220;&#8230;Sozialformen, Methoden und Medien&#8230;&#8221; im Beitrag von C. Spannagel), durch die bewusste Steuerung der (A-)Synchronizit&#228;t von Aktionen, durch den bewussten Einsatz von Kontrollm&#246;glichkeiten (eben auch die &#220;bertragung von Kontrolle an die anderen Teilnehmer der Lehr-/Lernsituation &#8211; die so genannten Lerner) und nicht zuletzt von &#8220;Verstehen&#8221;. Ist angesichts dieses Verst&#228;ndnisses von Interaktivit&#228;t C. Spannagels &#8220;Stufe 1&#8243; nicht eher eine &#8220;Stufe 0,75&#8243;?</p>
<p>Der &#220;bergang von Stufe 1 zu Stufe 2 adressiert in dem Beitrag von C. Spannagel vor allem die Situiertheit, d.h. den Praxisbezug von Lehr-/Lernsituationen. Man hat den Eindruck, dass Praxisbezug, d.h. projektorientiertes Lernen unter allen Umst&#228;nden als positiv anzusehen ist. Die St&#228;rke menschlichen Denkens besteht aber gerade auch in der Abstraktionsf&#228;higkeit und darauf aufbauend in der F&#228;higkeit zum Transfer von Wissen auf neue Problemdom&#228;nen. Man muss also abseits vom Nachdenken &#252;ber (berufs-) praktische Fragestellungen auch die F&#228;higkeit zu Abstraktion, etwa in Form von Theorie- und Modellbildung ansprechen. Mir scheint, dass hier gleich mehrere Aspekte ber&#252;hrt werden:</p>
<ul>
<li><strong>Situiertheit</strong> (Kontextualisierung von Lehr-/Lernsituation): als Dimension mit den Stufen &#8220;nicht situiert&#8221;, &#8220;simuliert&#8221;, &#8220;produktiv&#8221;</li>
<li>konzeptueller Transfer (deduktives Vorgehen) vs. Modell- bzw. Theoriebildung (induktives Vorgehen): als <strong>Dimension &#8220;Abstraktion&#8221;</strong> mit den Stufen &#8220;deskriptiv&#8221;, &#8220;generalisierend&#8221;</li>
<li>Reflexion (Assessment for Learning, aber auch Informationsverdichtung und in diesem Sinne abstrahierend); aufgreifbar in der <strong>Dimension &#8220;Evaluation&#8221;</strong> mit den Stufen &#8220;unreflektiert&#8221;, &#8220;summativ reflektiert&#8221;, &#8220;formativ reflektiert&#8221;</li>
<li>Vernetzung (Konstruktion &#8211; kollektiven &#8211; Wissens) in der <strong>Dimension &#8220;Wissenrepr&#228;sentation&#8221;</strong> mit den Stufen &#8220;unrepr&#228;sentiert&#8221;, &#8220;artefaktisch&#8221;, &#8220;multiperspektivisch&#8221;</li>
</ul>
<div>Dem P&#228;dagogen werden diese Aspekte wohl eher krautig vorkommen. Hier ist also Diskussion und (Er-) Kl&#228;rung erw&#252;nscht.</div>
<div>In diesem Sinne m&#246;ge dieser Beitrag zu einer angeregten Diskussion beitragen.</div>
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		<title>Towards Pattern in Game Play Experience</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 18:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunther Kreuzberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Learning) Games]]></category>
		<category><![CDATA[Research]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[experience]]></category>
		<category><![CDATA[game play]]></category>
		<category><![CDATA[pattern]]></category>

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		<description><![CDATA[When thinking about Patterns in Game Play of course one has to have Bj&#246;rk&#38;Holopainens Book on Pattern in Game Design (link opens in new window) in mind. Someone may find Zagal&#8217;s Game Ontology Project (link opens in new window) appropriate. Both approaches apply a sacral, i.e. a rather architectural perspective on digital games. Their understanding [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>When thinking about Patterns in Game Play of course one has to have <a href="http://books.google.de/books?id=IFQfyODK4wAC" target="_blank">Bj&#246;rk&amp;Holopainens Book on Pattern in Game Design</a> (link opens in new window) in mind. Someone may find <a href="http://www.gameontology.org/index.php/Main_Page" target="_blank">Zagal&#8217;s Game Ontology Project</a> (link opens in new window) appropriate. Both approaches apply a sacral, i.e. a rather architectural perspective on digital games. Their understanding of the term &#8220;pattern&#8221; has a structural motivation that might be applied accross digital games. However, when it comes to (the design of) game playing experience these approaches might be less useful. Conceptualisations that model the dynamics of game playing experiences are hardly to find in these approaches. At that point <a href="http://www.raphkoster.com/2006/05/19/the-new-book-a-grammar-of-gameplay/" target="_blank">Raph Kosters writings about a Grammar of Game Play</a> (link opens in new window) as well as <a href="http://lostgarden.com/2006/01/creating-system-of-game-play-notation.html" target="_blank">Cook&#8217;s Game Play Notation</a> (link opens in new window) become interesting. These approaches focus on user experience design (UX Design) applying an understanding of &#8220;pattern&#8221; as phenomon that reoccurs is a varying manner when playing a game. Patterns then serve as some kind of abstraction, i.e. as the principle behind these occurrences (instances of the pattern). Such an understanding of patterns can also be found in the<a href="http://www.gameclassification.com/EN/about/index.html" target="_blank"> &#8220;Game bricks&#8221; approach by Djaouti, Alvarez, Jessel, et al. on gameclassification.com</a> (link opens in new window).</p>
<p>It is my impression that this approach might bridge the gap between Bj&#246;rk &amp; Holopainens sacral perspective and Kosters UX perspective. Hopefully, I am going to take their perspective into account when continuing my work on &#8220;Layered Languages of Ludology&#8221; a term coined by Prof. Jantke.</p>
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		<title>Betroffenheit &#252;ber Amoklauf von Winnenden</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 15:04:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunther Kreuzberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit gro&#223;er Betroffenheit habe ich die Nachricht vom Amoklauf in der Albertville-Realschule in Winnenden aufgenommen. Meine tief empfundene Anteilnahme gilt in diesen schweren Stunden den Angeh&#246;rigen der Opfer dieses schrecklichen Ereignisses. Auch wenn diese unbegreifliche Tat wohl nie vollst&#228;ndig zu verstehen ist, so hoffe ich dennoch, dass die Ermittlungen zumindest ansatzweise die Gr&#252;nde und Ausl&#246;ser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit gro&#223;er Betroffenheit habe ich die Nachricht vom Amoklauf in der Albertville-Realschule in Winnenden aufgenommen. Meine tief empfundene Anteilnahme gilt in diesen schweren Stunden den Angeh&#246;rigen der Opfer dieses schrecklichen Ereignisses. Auch wenn diese unbegreifliche Tat wohl nie vollst&#228;ndig zu verstehen ist, so hoffe ich dennoch, dass die Ermittlungen zumindest ansatzweise die Gr&#252;nde und Ausl&#246;ser f&#252;r die unfassbare Tat des Amokl&#228;ufers ans Licht bringen.<span id="more-51"></span>Vielleicht kommt dann etwas mehr Sachlichkeit in nun wieder er&#246;ffnete Diskussion  &#252;ber das Spielen so genannter Killerspiele. Sendungen wie &#8220;Hart aber Fair Extra&#8221; vom 11.03.2009 tragen jedenfalls nicht zu einem vern&#252;nftigen und angemessenen Umgang mit der Thematik bei, schon allein deshalb weil der f&#252;r die Sendung gew&#228;hlte Zeitpunkt in meinen Augen unangemessen ist: wenige Stunden nach dem Amoklauf &#8211; zu einem Zeitpunkt, als die Spurensicherung in vollem Gange war und die Leidtragenden des Amoklaufes<br />
einfach nur um Fassung rangen.</p>
<p>F&#252;r mich als Dozenten im bereich interaktiver Medien wird einmal mehr deutlich, dass die Thematisierung ethischer und moralischer Fragen der Nutzung und Produktion interaktiver Medien einen wichtigen Platz in der Ausbildung der Studierenden einnehmen muss. Das gilt insbesondere auch f&#252;r die Auseinandersetzung mit der Nutzung der so genannten Killerspiele.</p>
<p>Die &#214;ffentlichkeit und die Politik sollten nicht einseitig die Nutzung interaktiver Medien vorschnell verurteilen und &#252;berhastete Schl&#252;sse ziehen. Vielmehr muss es darum gehen, auf der Basis einer umfassenden Ursachenforschung ein Vorgehen zu entwickeln, das auch auf lange Sicht und nachhaltig seine Wirkungen entfaltet und Taten wie denen von Erfurt, Emsdetten und nun auch Winnenden die Grundlage entzieht. Dazu z&#228;hlt aus meiner Sicht in besonderem Ma&#223;e die Entwicklung von Medienkompetenz und darin eingebettet eine umfassende und kompetent gef&#252;hrte kritische Auseinandersetzung mit <strong>allen Formen jugendgef&#228;hrdender Medien</strong>(inhalte), und zwar sp&#228;testens in der Sekundarstufe des deutschen Schulsystems.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Unterschied zwischen Microblogging und Chatten</title>
		<link>http://blogs.tu-ilmenau.de/koelibri/2009/01/31/der-unterschied-zwischen-microblogging-und-chatten/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 16:43:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunther Kreuzberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[E-Portfolio/Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Microblog]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man intensiver in die &#8220;sch&#246;ne neue Web 2.0-Welt&#8221; eintaucht, kommen Fragen auf, die einen selbst darauf hinweisen, dass man ganz allm&#228;hlich eine differenziertere Sichtweise auf die Dinge bekommt. Auf die Vorlesung &#8220;Digitale Kommunkation&#8221; zur&#252;ckblickend, fragte ich mich neulich, was eigentlich der Unterschied zwischen Microblogging und Chatten in der Gruppe ist. Da ich keine Antwort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man intensiver in die &#8220;sch&#246;ne neue Web 2.0-Welt&#8221; eintaucht, kommen Fragen auf, die einen selbst darauf hinweisen, dass man ganz allm&#228;hlich eine differenziertere Sichtweise auf die Dinge bekommt. Auf die <a href="http://www.tu-ilmenau.de/fakmn/Digitale-Kommunikati.8349.0.html">Vorlesung &#8220;Digitale Kommunkation&#8221;</a> zur&#252;ckblickend, fragte ich mich neulich, was eigentlich der Unterschied zwischen Microblogging und Chatten in der Gruppe ist. Da ich keine Antwort wusste, fragte ich einen <a href="http://www.elearning2null.de/" target="_blank">Kollegen</a>, der es wissen musste. Er verwies mich an <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2008/12/02/twitter-chats-grosraumburos-und-jogginghosen/" target="_blank">einen Post von C. Spannagel</a>, in dem genau diese Frage thematisiert wurde.</p>
<p><span id="more-44"></span></p>
<p>Der Beitrag von C. Spannagel zeigt mir einmal mehr, dass die intensive Besch&#228;ftigung mit den Bedingungen und Strukturen computervermittelter Kommunikation sowie mit dem Interaktivit&#228;tsbegriff nicht umsonst gewesen ist, auch wenn sich daraus in den zur&#252;ck liegenden Monaten ein unerwartet hoher Mehraufwand ergeben hat. Mir ist der Unterschied nun klarer, auch wenn ich anders argumentiert h&#228;tte, als C. Spannagel. Das von ihm bem&#252;hte Bild des Gro&#223;raum-B&#252;ros finde ich nicht ganz so zutreffend, wie es die vielen lobenden Kommentare zun&#228;chst vermuten lassen. Ein Gro&#223;raumb&#252;ro wird man vermutlich in einer Firma finden, d.h. die darin befindlichen Personen haben einen gemeinsamen, funktional begr&#252;ndeten Handlungskontext. Diesen sehe ich bei Twitter eigentlich nicht, wohl aber beim Gruppen-Chat. Insofern ist das Bild des Gro&#223;raumb&#252;ros f&#252;r mich eher passend f&#252;r den Gruppen-Chat, insbesondere auch in Ersetzung des in Herrn Spannagels verwendeten Bildes der Mittagspause.</p>
<p>Twittern (als Kommunizieren im &#246;ffentlichen Raum) ist eher wie die Situation auf dem K&#246;lner Domplatz oder in der Speakers Corner im Hyde-Park. Nach der Devise: &#8220;Ich tue hiermit kund &#8230;&#8221;, wendet man sich an ein disperses Publikum und ist sich dessen auch vollkommen bewusst. Unmittelbares Feedback wird man nicht oder nur sp&#228;rlich erwarten, z.B. in Form von Nachfragen oder erg&#228;nzenden Statements. Ganz anders dagegen verh&#228;lt es sich beim Gruppen-Chat. Man ist sich der Abgegrenzheit des Zuh&#246;rer-Kreises durchaus bewusst, auch wenn es sich dabei um 100 und mehr Personen handelt. Die Teilnehmer des Gruppen-Chats teilen in gemeinsames (thematisches und damit funktional begr&#252;ndetes) Interesse. Sie sind die Angeh&#246;rigen einer Firma, die im Gro&#223;raumb&#252;ro f&#252;r das Wohl ihres Unternehmens schaffen. Kurze Mitteilungen quer durch das gro&#223;e B&#252;ro drehen sich um den gemeinsamen Handlungskontext und erwarten in der Regel ein (unmittelbares) Feedback, zumindest in Form einer Best&#228;tigung. Chatten folgt der Devise: &#8220;Ich rede mit &#8230;&#8221;.</p>
<p>Da wir letztlich alle &#252;ber E-Learning und damit Bildung reden, hier noch ein weiterer Vorschlag f&#252;r die Versinnbildlichung des Unterschieds zwischen Mikroblogging und Chatten, zwischen Twittern und Skypen:</p>
<p>Twittern ist wie das Halten einer Vorlesung. Jemand teilt sich anderen mit, erwartet eventuell kurze R&#252;ckfragen oder Anmerkungen und bezieht diese in seinen Vortrag mit ein. Chatten ist wie der Diskurs in einem Seminar. Die Kommunikation in dieser Situation lebt von der Interaktion. Das Argument von Ego f&#252;hrt zur &#196;u&#223;erung von Alter, auf eine Rede folgt eine Gegenrede &#8230;</p>
<p>Ganz in diesem Sinne setze ich Twitter vorlesungsbegleitend ein (und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht). Chat-Kan&#228;le kommen demgegen&#252;ber in Seminarsituationen/Team-Besprechungen zum Einsatz und unterst&#252;tzen das, was dort zu besprechen ist, sehr effizient.</p>
<p>Der Unterschied zwischen Twitter und Chat-Kanal hat also ganz sicher nichts mit Jogginghosen zu tun, denn &#8211; ganz ehrlich &#8211; ich will nicht wirklich lesen m&#252;ssen, wer weshalb gerade mit Jogginghose ruml&#228;uft und eine Zigarette braucht. Dazu fehlt mir angesichts von mehr als 100 Studenten-Blogs, die alle vom Dozenten gelesen werden wollen, einfach die Zeit. So, wie es aussieht, lernen wir den vern&#252;nftigen Umgang mit Microblogs also erst noch. Notorische Selbstdarsteller (Leute mit Hang zu verbaler Diarrhoe) stehen auf lange Sicht im sogenannten realen Leben auch schnell allein da. Ich vermute mal, dass es im Twitterverse demn&#228;chst nicht anders sein wird: Quality matters!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Cool Presentations</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 12:34:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunther Kreuzberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Elektronische Dokumente]]></category>
		<category><![CDATA[cool stuff]]></category>
		<category><![CDATA[enhance presentations]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern wurde ich im Blog eines Studenten auf das Konzept der &#8220;zoomable presentations&#8221; aufmerksam gemacht. Er hatte auf das Projekt prezi.com aufmerksam gemacht. Gerade habe ich dann mal nachgeschaut, was es sonst noch so zu diesem Thema gibt. Gefunden habe ich pptPlex, eine Prototyp-Studie der MicrosoftLabs. Wirklich cooles Plug-In f&#252;r MS Powerpoint. Man kann es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern wurde ich im <a href="http://digitalekommunikation.blogspot.com/2008/11/kreation-visualisiert.html" target="_blank">Blog eines Studenten</a> auf das Konzept der &#8220;zoomable presentations&#8221; aufmerksam gemacht. Er hatte auf das Projekt <a href="http://prezi.com/" target="_blank">prezi.com</a> aufmerksam gemacht. Gerade habe ich dann mal nachgeschaut, was es sonst noch so zu diesem Thema gibt. Gefunden habe ich <a href="http://www.officelabs.com/projects/pptPlex/Pages/default.aspx" target="_blank">pptPlex</a>, eine Prototyp-Studie der MicrosoftLabs. Wirklich cooles Plug-In f&#252;r MS Powerpoint. Man kann es sogar mit der Wiimote bedienen.</p>
<p>Der generellere Begriff f&#252;r diese Art von Pr&#228;sentationen ist &#8220;zoomable user interface&#8221; und nat&#252;rlich weiss Wikipedia etwas dazu: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Zooming_User_Interface">ZUI auf Wikipedia</a>.</p>
<p><em>Mehr Informationen:</em></p>
<p><a href="http://www.uxpassion.com/2008/10/how-to-convert-powerpoint-to-silverlight-deep-zoom-like-presentation/" target="_blank">pptPlex HowTo</a></p>
<p><a href="http://www.officelabs.com/Lists/Posts/Post.aspx?ID=59" target="_blank">pptPlex und Wiimote</a></p>
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