Bei der Beurteilung studentischer E-Portfolioblogs ist mir eine kleinere typografische Spielerei aufgefallen: Dort meint jemand „Ideenwerkstatt„, schreibt aber „!deenwerkstatt“ und kommuniziert mit dem Ausrufezeichen auch eine gewisse Bedeutsamkeit des Beitrags. An anderer Stelle predige ich aber immer wieder die Trennung von Inhalt („Ideenwerkstatt“) und Darstellung („!deenwerkstatt“). Da liegt es natürlich nahe, dass der genannte Fall einem sofort aufstößt. Bleibt die Frage, wie man eine solche typografische Spielerei konsequent mit den Mitteln von HTML und CSS umsetzen kann? Read the rest of this entry »

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An der TU Ilmenau wird seit mehreren Jahren der Einsatz von E-Portfolios in der universitären Lehre erprobt. Kernstück der Bemühungen war das Führen sogenannter E-Portfilo-Blogs. Schnell zeigte sich, dass der Einsatz von E-Portfolios nicht besonders gut skaliert. Was in Kursen mit Seminargruppenstärke (30 Teilnehmer) gut funktioniert, entwickelt sich bei Kursen für eine ganze Matrikel (100 Studierende und mehr) schnell zum Problem. Deshalb wurden gleichzeitig Möglichkeiten der gegenseitigen Bewertung (Peer-Assessment) erprobt.

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Unlängst habe ich meinen ersten Eindruck von der Abschlussveranstaltung des Wettbewerb “Exzellenz in der Lehre” geschildert und dabei auch die Thüringer Einreichung vorgestellt. Nun endlich möchte ich den zweiten Teil nachreichen und meine persönlichen Favoriten vorstellen. Es geht also um die Konzepte aller anderen Standorte und nicht erneut um den Thüringer Entwurf für exzellente Lehre. Im Vergleich der beiden Beiträge mag sich der geneigte Leser dann selbst ein Bild davon machen, wo wir in Thüringen in puncto Lehrexzellenz stehen, wenn man bedenkt, dass alle Bestandteile unseres Konzept im Einzelnen eingesetzt werden und lediglich ihr Verbund aussteht. Read the rest of this entry »

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Akademisches Bloggen zieht eine Reihe von Konsequenzen nach sich, zumal wenn es im Sinne einer Studien- bzw. Prüfungsleistung zur Pflicht erhoben wird. Da ist zunächst die Impressumspflicht gemäß §MDStV zu nennen. Daraus ergibt sich bei verpflichtendem Bloggen sofort die Frage nach der Einhaltung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Nicht minder wichtig ist aber die Einhaltung von Urheber- und Verwertungsrechten Dritter, insbesondere deshalb, weil ein fahrlässig oder leichtfertig begangener Verstoß rasch zu sehr unangenehmen Folgen führen kann.

Meines Erachtens muss sich jeder akademische Blogger diesen Fragen bewusst stellen. Deshalb schlage ich vor, die Blog-Farm der TU Ilmenau etwas anders zu organisieren, als es etwa an der Uni Osnabrück der Fall ist: alle Blogger müssen in die Pflicht genommen werden, über entsprechende „Terms of Service“:

Vorschlag von „Terms of Service“ für die Blog-Farm blogs.tu-ilmenau.de

Nutzungsgrundsätze

Blogs.TU-Ilmenau.DE ist ein Service für alle Mitglieder der Technischen Universität. Andere Interessierte können in Ausnahmefällen nach Rücksprache mit XXXX den Service nutzen. Mit der Einrichtung eines Accounts bestätigt die Nutzerin bzw. der Nutzer, dass sie bzw. er in diesen Personenkreis fällt. Gleichzeitig verpflichtet sich die Nutzerin bzw. der Nutzer, das Ansehen der TU Ilmenau zu achten und sich als Autorin bzw. Autor an das Leitbild der Technischen Universität sowie ihre Grundordnung zu halten.

Der Diensteanbieter behält sich das Recht vor, Mailadressen und andere Details zu verwenden, um Als Nutzerin bzw. Nutzerdie Nutzerinnen und Nutzer von Blogs.TU-Ilmenau.DE können Sie ab und an mit Informationen über den Service, seine Aufrechterhaltung, zusätzlicher Möglichkeiten usw. kontaktiert werdensowie zusätzliche Möglichkeiten usw. zu informieren. Der Diensteanbieter wird Er wird jedoch niemals Ihre Mailadressen oder andere personenbezogene Daten oder andere Details der Nutzerinnen und Nutzer mit Dritten außerhalb der Technischen Universität Ilmenau teilen.

Impressumspflicht

Für jeden Weblog ist ein Impressum gemäß §6 MDStV anzulegen. Die Informationspflichten §55 RStV bzw. §5 TMG anzulegen. Dies gilt insbesondere für öffentlich geführte Weblogs, d.h. solche, die von Index-/Suchmaschinendiensten außerhalb von Blogs.TU-Ilmenau.DE wie z.B. Google erreicht werden können, regelt §10 MDStV. Für halbteilöffentlich geführte Weblogs, d.h. solche, die nur durch die Weitergabe von so genannten Perma-Links erreicht werden können, deren Rezeption jedoch nicht die Angabe eines Kennwortes erfordertvon angemeldeten Nutzerinnnen und Nutzern rezipiert werden können, wird §10 Abs. 1 lit. 1 MDStV§55 Abs. 1 lit. 1 RStV bzw. §5 Abs. 1 lit. 1 u. 2 TMG durch die Angabe einer innerhalb der TU Ilmenau eindeutigen Bezeichnung, z.B. der Matrikel-Nummer oder des digitalen Finderabdrucks Genüge getan. Gleichzeitig ist ein vertretungsberechtigtes Mitglied der TU Ilmenau zu benennen. Für privat geführte Weblogs, d.h. solche, die nur von bestimmten, vom Herausgeber eines Weblogs selbst festgelegten Personendurch die Angabe eines zusätzlichen Kennwortes rezipiert werden können, ist ein vertretungsberechtigtes Mitglied der TU Ilmenau zu benennen.

Urheber- und Verwertungsrechte

Bezüglich der Inhalte von Weblog-Beiträgen und Weblog-Seiten einschließlich der dazu gehörenden Kommentare wird ein nicht ausschließendes Verwertungsrecht durch die Autorin bzw. den Autor und die TU Ilmenau als Service-Anbieter vereinbart. Insbesondere ist es der TU Ilmenau zur Aufrechterhaltung des Services gestattet, Weblogs auf unbestimmte Zeit zu archivieren, zu pflegen sowie auf ihren Servern zur Benutzung im Internet gemäß den Weblog-Einstellungen bereitzustellen. Der Autorin bzw. dem Autor eines Weblog-Beitrages bzw. einr Weblog-Seite bleibt es freigestellt, über ihr bzw. sein Werk auch anderweitig zu verfügen, solange damit keine Einschränkung der in dieser Erklärung der TU Ilmenau eingeräumten Rechte verbunden ist.

Die Einhaltung von Urheber- und Verwertungsrechten Dritter liegt in der Verantwortung der Herausgeber von Weblogs. Sie betrifft Weblog-Beiträge und Weblog-Seiten, einschließlich dazu gehörender Anhänge wie Videos, Bilder oder elektronischer Text-Dokumente. Im Sinne einer Einverständniserklärung muss jedes Impressum eine entsprechende Klausel enthalten.

Mit der Veröffentlichung von Weblog-Beiträgen oder Weblog-Seiten versichert jede Autorin bzw. jeder Autor, dass sie bzw. er berechtigt ist über die Nutzungsrechte an diesem Dokument zu verfügen und dass mit der Veröffentlichung keine Rechte Dritter verletzt werden.

Vorschlag für ein Muster-Impressum

Verantwortlich für den Inhalt dieses Weblogs gemäß § 6 MDStV§55 RStV und §5 TMG sowie die Einhaltung von Urheber- und Verwertungsrechten Dritter ist:

  • Vorname Name
  • Straße Hausnummer
  • PLZ Ort
  • elektronischer Kontakt, z.B. E-Mail

Dieser Weblog wird zur Begleitung von Studium und Lehre bzw. von Forschungsvorhaben geführt. (Er stellt eine studienbegleitende Studien- bzw. Prüfungsleistung im Fach XY dar.)

  • Vertretungsberechtigter für das Fach XY
  • Vorname und Name
  • Fachgebiet/Abteilung
  • Besuchsadresse/Postanschrift
  • Telefonische Erreichbarkeit
  • Online-Erreichbarkeit

Das Fach XY ist verpflichtender Bestandteil des Studiengangs XYZ. Dieser wird angeboten von

  • Technische Universität Ilmenau
  • Besuchsadresse/Postanschrift
  • Telefonische Erreichbarkeit (Rektor)
  • Online-Erreichbarkeit (Rektor)
  • Die Technische Universität Ilmenau ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Sie wird durch den Rektor (eigentlich namen einfügen, ggf. Weblink zur Uni-Homepage) gesetzlich vertreten.
    Zuständige Aufsichtsbehörde: Thüringer Kultusministerium, Postanschrift, Online-Erreichbarkeit.
    Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a Umsatzsteuergesetz: XXXXXX.

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Ja, inzwischen weiss es jeder: der Thüringer Verbundantrag im Wettbewerb „Exzellenz in der Lehre“ gehört nicht zu den Preisträgern. Das ist natürlich ärgerlich und so kann man diesen Beitrag als lächerliches Geheule eines eingeschnappten Antragstellers lesen. Vielleicht schafft es dieser Beitrag aber auch, einen alternativen Ansatz zu skizzieren, einen der den Autor in zukünftigen Verfahren nicht bevorzugt, sondern zumindest ein anderes Verständnis von Fairness propagiert. Es geht also darum, die durch das eigene Scheitern freigesetzten emotionalen Kräfte für das Voranschreiten zu nutzen und nicht zum Ertrinken in Selbstmitleid und Neid. Read the rest of this entry »

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In dem Beitrag „“ habe ich darauf hingewiesen, dass die Studierenden seitens der Universität keine finanzielle und nur wenig ideelle Unterstützung bei der Bewältigung ihres bestenfalls leichtsinnig begangenen Rechtsverstoßes erfahren haben. auf dem Educamp 2009 # 3 habe ich nun gelernt, dass man manche Dinge einfach tun soll, ohne sich immer von den vielen „Abers“ einsperren zu lassen. Also greife ich die Anregung einer in den ganzen Vorfall involvierten Person auf und bitte darum, einen Hut mit „Almosen“ für die betroffenen Studenten zu füllen. Angesprochen sind alle Dozenten, die mit ihrer ebenfalls einzugestehenden Unkenntnis den betroffenen Studis die Zahlung erst eingebrockt haben, und alle Studenten, die vielleicht einfach nur Glück hatten, weil sie vom Unglück des einen Teams profitierend, die Spuren ihres eigenen „Rechtsverstoßes“ noch rechtzeitig verwischen konnten. Hätte es nicht uns allen passieren können? Haben wir nicht einfach nur Glück gehabt? Sollten wir nicht gerade deshalb mit den Betroffenen das leid ein klein wenig teilen?

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Anfang des Jahres machte der Beitrag „Achten Sie auf Urheberrechte!“ auf ein Problem aufmerksam, dass dem E-Portfolio-Einsatz im Rahmen der Hochschullehre leicht das Genick brechen könnte, zumindest aber einen gehörigen Stolperstein darstellt: die Einhaltung von Verwertungsrechten bei der Einbindung externer Inhalte. Es hat den Anschein, als würde dieses Thema immer noch zu wenig Beachtung finden. Manche meinen, die Rechtslage sei hier nicht eindeutig oder zumindest nicht klar genug dokumentiert. Dem ist nicht so. Allerdings fehlen auch konkrete Vorstellungen, wie mit dieser Thematik umgegangen werden kann, so dass sie nicht zum Problem wird. Dieser Beitrag zeigt, wie es mit dem E-Portfolio-Einsatz im Fach „Elektronische Dokumente“ weitergegangen ist.

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In seinem Beitrag zu einem Stufenmodell für den Übergang zu „Lernen durch Lehren“ spricht Christian Spannagel von zwei Stufen, die man ausgehend von herkömmlichem Frontalunterricht erklimmen kann, um Lehrveranstaltungen interessanter und hinsichtlich ihrer Lernwirkung intensiver machen kann. Den Schlüssel bildet für ihn der Ansatz zum „Lernen durch Lehren“. Ich denke, dass das Stufenmodell nicht wirklich adäquat geeignet ist, um (formelle) Lernprozesse zu verstehen und bewusst zu gestalten. Anstelle der drei Stufen „Stufe 0“ bis „Stufe 2“ muss man wohl eher von drei Dimensionen reden, die all jenen, die sich wissenschaftlich mit Pädagogik beschäftigen, nicht neu ist.

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When thinking about Patterns in Game Play of course one has to have Björk&Holopainens Book on Pattern in Game Design (link opens in new window) in mind. Someone may find Zagal’s Game Ontology Project (link opens in new window) appropriate. Both approaches apply a sacral, i.e. a rather architectural perspective on digital games. Their understanding of the term „pattern“ has a structural motivation that might be applied accross digital games. However, when it comes to (the design of) game playing experience these approaches might be less useful. Conceptualisations that model the dynamics of game playing experiences are hardly to find in these approaches. At that point Raph Kosters writings about a Grammar of Game Play (link opens in new window) as well as Cook’s Game Play Notation (link opens in new window) become interesting. These approaches focus on user experience design (UX Design) applying an understanding of „pattern“ as phenomon that reoccurs is a varying manner when playing a game. Patterns then serve as some kind of abstraction, i.e. as the principle behind these occurrences (instances of the pattern). Such an understanding of patterns can also be found in the „Game bricks“ approach by Djaouti, Alvarez, Jessel, et al. on gameclassification.com (link opens in new window).

It is my impression that this approach might bridge the gap between Björk & Holopainens sacral perspective and Kosters UX perspective. Hopefully, I am going to take their perspective into account when continuing my work on „Layered Languages of Ludology“ a term coined by Prof. Jantke.

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Mit großer Betroffenheit habe ich die Nachricht vom Amoklauf in der Albertville-Realschule in Winnenden aufgenommen. Meine tief empfundene Anteilnahme gilt in diesen schweren Stunden den Angehörigen der Opfer dieses schrecklichen Ereignisses. Auch wenn diese unbegreifliche Tat wohl nie vollständig zu verstehen ist, so hoffe ich dennoch, dass die Ermittlungen zumindest ansatzweise die Gründe und Auslöser für die unfassbare Tat des Amokläufers ans Licht bringen. Read the rest of this entry »

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