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Gemeinsam gegen Aids. Wir übernehmen Verantwortung- für uns selbst und andere!

December 1st, 2008 · Keine Kommentare

Dieser Slogan war heute am 01.12.08 zum 20 WeltAidsTag in vielen Mündern zu hören, doch meiner Meinung noch in zu wenigen. Immerhin ist Aids immernoch ein weltweit großes Problem und auch in Deutschland steigen die Ansteckungszahlen von Jahr zu Jahr an. Immerhin waren es im vergangenen Jahr ca. 2,9 Mio. Aidstote und um die 4,3 Mio. Neuinfizierte. Wenn wir diese Statistik auf die momentane Lage übertragen würden, kämen wir auf 8 Menschen die sich innerhalb einer Minute weltweit mit Aids anstecken. Ist das nicht eine schauderliche Vorstellung?

20 Jahre läuft der WeltAidsTag mittlerweile und jedes Jahr finden wieder viele Aktionen auf der ganzen Welt statt, um an diese verhängnisvolle Krankheit zu erinnern. Dennoch scheinen trotzdem viele vergessen zu haben, dass Aids eigentlich nicht heilbar ist und früher oder später zum Tode führt. Auch wenn die Medikamenteindustrie mittlerweile in der Lage ist, ein Leben eines Infizierten durch diverse Medikamente zu verlängern, weißen diese Präperate starke Nebenwirkungen auf und schränken das normale Leben erheblich ein.

Es gibt zahlreiche Argumente, um die Wichtigkeit des Themas zu bekräftigen, dennoch scheinen wir alle eine gewisse Distance zum Thema aufgebaut zu haben. Selbst ich fand es immer fremd und hatte nie eine Berührung mit einen Infizierten. Warum auch? Welcher Positive läuft auf der Straße mit einen großen Schild “Schau mich an, ich hab Aids” durch die Gegend?! Ich würde es auch nicht tun. Immerhin scheinen wir, auch wenn der Gedanke ein guter ist, uns durch Aufrufe gegen Aids und zur Verhütung von den Erkrankten zu distancieren und erklären diese indirekt als Randgruppe.

Ich habe letztes Jahr als ich in New York City war, einen Mann in einen Park nahe der Christopher Street getroffen, der anscheinend total zugedrogt war. Er kam nur auf mich zugewangt und versuchte mir etwas zu erzählen. Das einzige was ich verstand war ” I am positive and I am gonna die soon that is why I don´t give a shit on this society”. Ich war geschockt und weiß bis heute nicht genau, was ich von diesen Statement halten soll. Dennoch kann ich mir die Last vorstellen, die dieser Mann trug.

Was ich mit diesen Eintrag eigentlich bezwecken will, ist Tolleranz und Solidarität in jeder Hinsicht. Warum müssen wir unterschiede zwischen verschiedenen Menschengruppen machen? und warum müssen wir Menschen wegen einer Eigenschaft oder Krankheit diskriminieren? Warum können wir nicht einfach alle friedlich zusammen als eine Gesellschaft leben? Ich kann diese Fragen leider nicht allein beantworten, weiß aber, dass heute zwar ein besonderer Tag für den Kampf gegen Aids und Intolleranz war, doch der Kampf ist noch nicht zu Ende. Aids geht jeden etwas an.

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Tags: Allgemein

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