Einrichtung des Blogs

Hallo Liebe Leser!

Eine unserer ersten Aufgaben für das Seminar war es, einen Blog einzurichten. Der Zweck dieses Blogs sollte es sein, als E-Portfolio zu dienen. Dabei haben wir auch gelernt, was ein E-Portfolio eigentlich überhaupt ist. In meinen Augen waren die beiden wichtigsten Punkte:

  1. Das E-Portfolio dient als Lerntagebuch. Das bedeutet, dass ich dort meinen Lernprozess dokumentieren und reflektieren kann. Dadurch wird das eigene Lernen nachhaltig unterstützt.
  2. Das E-Portfolio dient auch der Präsentation meines Lernprozesses und meiner Ergebnisse. Das heißt, ich kann nicht nur mein eigenes Lernen damit verbessern, sondern ich kann auch anderen (z.B. meinen zukünftigen Arbeitgebern) zeigen, „was ich so drauf habe“, um es mal etwas umgangssprachlicher auszudrücken.

Logischerweise unterscheidet sich ein E-Portfolio von einem normalen Portfolio hauptsächlich in der Form (digital) von einem herkömmlichen Portfolio. Dabei ist die Form aber nicht fest vorgegeben. Man kann beispielsweise eine speziell dafür entwickelte Software verwenden (z.B. Mahara) oder aber auf ein Content-Managment-System (z.B. WordPress, auch wenn das viel mehr eine einfache Weblog-Software ist) zurückgreifen. Da die Universität bereits eine Möglichkeit zur Einrichtung von Weblogs via WordPress bietet und darüber außerdem eine einfache Kommunikation mit anderen Kommilitonen (z.B. um sich gegenseitig Feedback zu geben) möglich ist, ist WordPress das Mittel der Wahl.

Die erste Hürde: VPN

Wie man eine WordPress-Webseite anlegt, war mir bereits bekannt, da ich schon einige solcher Blogs angelegt oder zumindest betreut habe. Doch im Falle der Uni-Blogs gab es eine Besonderheit: Man musste sich zunächst einen Account für das Bloggen anlegen, was auch noch kein Problem war, aber seltsamerweise funktionierte der Login auf der Administrations-Oberfläche dann nicht. Die Seite war nicht erreichbar. Meine erste Anlaufstation war dann die Startseite der TU Ilmenau Blogs, also der Ort, an dem ich auch meinen Account angelegt habe: http://blogs.tu-ilmenau.de/

Diese Seite ist prinzipiell nämlich ein eigener Blog. Der aktuellste Blogeintrag (System-Update abgeschlossen vom 8. Spetember 2015) offenbarte dann: Nur aus dem Uninetz hat man Zugriff auf die Administrationsoberfläche. Das heißt es gibt im Grunde zwei Möglichkeiten darauf zuzugreifen:

  1. Ich mache mich auf den Weg in die Universität, verbinde mich dort mit dem WLAN oder setze mich an einen Uni-Rechner und arbeite dann von dort aus.
  2. Ich richte auf meinem Heim-Rechner eine VPN-Verbindung ins Uni-Netz ein.

Ich habe mich für Möglichkeit 2 entschieden (denn wer will schon jedesmal an die Uni gehen, wenn er einen Blogbeitrag verfassen möchte) und dafür folgende Webseite der TU Ilmenau angesteuert:

https://www.tu-ilmenau.de/it-service/studierende/wlan-und-vpn/vpn/

Unter dem Reiter „Konfigurationsanleitung“ wird dort erklärt, wie man die Software einrichtet beziehungsweise, welche man überhaupt benötigt. Man klickt dazu einfach auf sein Betriebssystem (in meinem Fall Windows 10) und bekommt dann die Information, man müsse den Shrew Soft VPN-Client verwenden, da der von Cisco nicht mit Windows 10 kompatibel sei. Also schnell auf den entsprechenden Link geklickt, den Client heruntergeladen und installiert.

Als nächstes musste die Software noch konfiguriert werden. Wie das funktioniert, findet man ebenfalls auf der Webseite der TU-Ilmenau zum Thema VPN. Dieses Mal klickt man auf den Reiter „Gruppenprofile“. Die kann man in den Client importieren, damit dieser weiß, wohin er sich verbinden soll und wie er es tun soll. Die TU-Ilmenau bietet drei verschiedene Gruppenprofile an:

  1. VPN-extern. Auf Unidienste wird über das VPN zugegriffen (also das Uni-Netz). Andere Webseiten (z.B. Youtube, etc.) werden ganz normal über den eigenen Internetanbieter verwendet.
  2. VPN-extern mit NAT. Hat den selben Zweck wie Variante 1. Wird nur beim Cisco-Client benötigt und wenn gleichzeitig der Heimrouter per NAT die lokalen IP-Adressen in weltweit gültige IP-Adressen umwandelt. Letzteres sollte eigentlich bei den meisten Privatpersonen noch der Fall sein. Wie gesagt: Wenn ihr aber einen der anderen Clients habt, dann braucht ihr dieses Profil nicht!
  3. VPN-extern-full. Dieses Profil lässt alle eure Verbindungen über das Uninetz laufen. Man muss hier aber im Hinterkopf behalten, dass man keine Dinge im Internet machen sollte, die man nicht auch normal im Uni-Netz tun würde!

Ich habe mich für die erste Variante entschieden. Dazu habe ich mit Rechtsklick auf den entsprechenden Link dort für den Shrew Client geklickt und via „Ziel speichern unter“ heruntergeladen (ich benutze Firefox als Internetbrowser, bei Chrome könnte die Bezeichnung leicht abweichen). Nun muss das Profil nur noch importiert werden:

  1. Den VPN Access Manager öffnen (so heißt der Client)
  2. Profil importieren wie folgt: File -> Import -> Das Profil suchen und auswählen
  3. Der Verbindung einen Namen geben, z.B. TU-Ilmenau
  4. Ab jetzt kann man das Profil auswählen und sich über „Connect“ mit dem Uninetz verbinden.
  5. Hat das geklappt, kann man sich auch auf der WordPress-Administratonsseite seines Blogs anmelden.

Die zweite Hürde: Impressum

Bevor ich nun den den ersten Blogpost schreiben konnte, musste ich mich um ein Impressum kümmern, denn in Deutschland herrscht die sogenantne Impressumspflicht. Ab wann man verpflichtet ist ein Impressum auf seiner Webseite zu haben und welche Pflichtangaben es dabei gibt, lässt sich im Internet recht leicht mit einer Googleanfrage herausfinden. Deshalb werde ich hier nicht alle genauen Details auflisten. Hier aber eine Webseite, die das Ganze recht schön und übersichtlich aufbereitet erklärt:

https://www.e-recht24.de/artikel/datenschutz/209.html

Wichtig an meiner Stelle: Man muss Kontaktdaten angeben. Ich wollte allerdings nicht meine Adressdaten frei zugänglich für jeden im Internet haben. Deshalb habe ich meinen Dozenten kontaktiert und gefragt, wie ich in einem solchen Fall vorgehen soll. Mein Dozent hat mich dabei auf den Blog einer anderen Studentin aufmerksam gemacht, die das das selbe Problem hatte. Ihr könnt den Blog hier finden: http://blogs.tu-ilmenau.de/melissam/

Der „Kniff“ den die Studentin angewendet hat, war es nicht ihre Adressdaten anzugeben, sondern die des Uni-Instituts, das für das Fach zuständig war und darauf hinzuweisen, dass man ihre Kontaktdaten dort erfragen könne. An dieser Methode habe ich mich dann auch orientert. Das Endergebnis kann man an meinem Impressum sehen. Gerne könnt ihr euch daran orientieren, falls ihr ein ähnliches Problem habt.

Kleiner Tipp am Rande, den ich von meinem Dozenten erhalten habe: Gebt die Adressdaten nicht in Textform an, sondern in Form eines Bildes. So können Impressums-Crawler daran gehindert werden (oder es ihnen zumindest erschwert werden), die Adressdaten auszulesen. Impressums-Crawler sind Programme, die das Internet nach solchen Adressdaten absuchen und diese extrahieren. In den meisten Fällen möchte man eigentlich gar nicht wissen, was dann mit euren Daten angestellt wird (oft endet es in Spam-Mails).

Die dritte Hürde: Aufbau des Blogs


Das Impressum ist fertig. Nun konnte ich theoretisch meinen ersten Beitrag verfassen. Aber meiner Meinung nach muss ein guter Blog auch eine übersichtliche Struktur haben, damit sich der Leser besser zurechtfindet. Dafür bietet WordPress sogenannte „Kategorien“. Mit diesen kann man eine Menüstruktur in WordPress umsetzen. Die einzelnen Beiträge kann man dann den Kategorien zuordnen, so dass sie für den Leser nachher leichter zu finden sind. Im Grunde sind die Kategorien von WordPress recht einfach zu verwenden und ich empfehle es, einfach ein bisschen auszuprobieren. Quasi Learning-by-doing. Wer sich doch ein bisschen Hilfe beim Einstieg wünscht, kann sich auf dieser Seite einen kleinen Überblick verschaffen: https://www.blogprojekt.de/wie-lege-ich-kategorien-in-wordpress-an-und-worauf-muss-ich-achten/

Für mich galt an dieser stelle nur noch die die Frage: Wie soll ich meinen Blog jetzt aufbauen? Glücklicherweise hat unser Dozent uns während eines Seminars ein Vorgehensmodell zum Entwickeln von E-Learning-Angeboten gezeigt. Es bot sich eigentlich hervorragend an, den Aufbau des Blogs nach diesem Schema auszurichten. Ungeschickterweise hatte ich mir jedoch nur unzureichende Notizen gemacht, um diese Modell wieder finden zu können. Deshalb musste ich meinen Dozenten kontaktieren und ihn um die Quellen zu bitten. Netterweise veröffentlichte er dann einen Blogeintrag auf seinem eigenen Blog (Be ambitious!), der die Quellen nochmal nannte.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Modell um das sogenannte „Rostocker Modell zur systematischen Entwicklung von E-Learning-Angeboten, kurz: ROME-Vorgehensmodell, nach Hambach (2008) handelt. Unter der folgenden Quelle aus dem Blogbeitrag meines Dozenten fand ich eine übersichtliche grafische Aufbereitung dieses Modells, an der ich mich orientiert habe:

S. Malo, M. Neudorf, T. Wist (2009). Game-based Training in der Alphabetisierung. Entwicklung eines Lernspiels für die Grundbildung. In: Medienpädagogik, Heft 15+16 (2008).

Nach dem ROME-Vorgehensmodell gibt es die folgenden Phasen:

  • Analyse
  • Gesamtkonzept
  • Detailkonzepte
  • Umsetzung
  • Einführung
  • Durchführung

Ich habe meinen Blog dann wie folgt aufgebaut:

  1. Menüpunkt: Alle Beiträge. Hier findet man alle meine Blogbeiträge chronologisch sortiert. Den aktuellsten ganz oben.
  2. Entwicklungsphasen. Dort gibt es alle Beiträge, die sich mit der Entwicklung der Lernanwendung beschäftigen. Über ein Dropdown-Menü kann man auf die einzelnen Phasen nach dem ROME-Modell zugreifen. An dieser Stelle habe ich mir erlaubt, eine weitere Phase hinzuzufügen. Die neue Phase „Vorbereitung“ beschäftigt sich mit den Aufgaben, die ich vor der eigentlichen Entwicklung der Lernanwendung abarbeiten werde. Dazu gehört dann beispielsweise die Einrichtung des E-Portfolios und damit auch dieser Blogbeitrag.
  3. Reflexion. Dort Reflektiere ich regelmäßig meinen Lernprozess
  4. Impressum. Selbsterklärend.

Damit sollten die grundlegenden Vorbereitungen abgeschlossen sein und ich kann mit dem eigentlichen Projekt – der Konzeption und Umsetzung einer IT-gestützten Lernanwendung – beginnen!

Habt ihr Anregungen und Ideen? Dann schreibt sie doch gerne in die Kommentare. Ich freue mich darauf!

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