Gesamtkonzept

Hallo liebe Leser!

Nachdem ich die Analyse fertiggestellt habe ist es nun der nächste Schritt, das Gesamtkonzept auf die Beine zu stellen. Dazu gehört es die (Lern-)ziele festzulegen und den didaktischen Ansatz zu entwickeln. Daraus kann dann das Gesamtkonzept entwickelt werden.

Lernziele

Das Richtziel ist es, angehenden Spieleautoren den Entwicklungsprozess eines Spiels von Ideenfindung bis zur Veröffentlichung näherzubringen und ihnen dabei hilfreiche Methoden aufzuzeigen.

Das heißt, dass den Spieleautoren entlang des Medienproduktionsprozesses Methoden und Tricks an die Hand gegeben werden sollen. Hier eine Liste an Beispielen:

  • Preproduktion: Kreativitätstechniken für die Ideenfindung und -optimierung.
  • Produktion: Schreiben von Anleitungen, grundlegenden Spielmechaniken von Gesellschaftsspielen (z.B. Zufallselemente durch Karten oder Würfel, etc.), usw.
  • Postproduktion: Entwurf eines Prototyps, Testverfahren
  • Distribution: Möglichkeiten das Spiel zu veröffentlichen (Verläge, Selbstpublishing, usw.)
Quelle:
  • Klimsa, P.; Vogt, S. (2007): Technik, Organisation, Content – Elemente der Medienproduktion. In: Europäische Tagung zur Medienproduktion. Ilmenau: Universitätsverlag Ilmenau.

Didaktischer Ansatz

Bezüglich des didaktischen Ansatzes schwebt mir folgende Kombination vor: Primär soll die Lernanwendung den Ansatz „learning by doing“ verfolgen. Die Spieleautoren sollen in einer Tutorial-Reihe ein eigenes Spiel entwickeln, um so den gesamten Prozess der Spieleentwicklung zu verstehen. Zusätzlich soll die Lernanwendung eine Art „Wissensdatenbank“ zur Verfügung stellen, in der die Lernenden notwendige Informationen nachschlagen können.

Gesamtkonzept

Die Tutorial-Reihe ist dabei hauptsächlich für „Neulinge“ gedacht, die absolut keine Erfahrung in der Entwicklung von Spielen haben. Der Entwicklungsprozess soll in einfachen und kleinen Schritten erlernt werden (siehe Lernziele). Die Reihe soll dabei so aufgebaut sein, dass es immer einen kleinen Einführungstext gibt, mit einer anschließenden Aufgabe, die den Lernenden bei der Entwicklung seines ersten Spiels weiterbringen soll. Dazu werden ihm Verweise auf Beiträge der Wissensdatenbank bereitgestellt, damit er dort die notwendigen Grundlagen nachschlagen kann. Die verlinkten Beiträge sollen dabei selbst nur recht grundlegende Informationen liefern. Sie stellen dafür wiederum selbst Verweise zu weiterführenden Beiträgen zur Verfügung. So kann der Lernende selbst bestimmen wie tief er in die Materie vordringt.

Am Ende soll der Lernende ein eigenes Spiel entwickelt haben, das er im Optimalfall sogar (theoretisch) bei einem Verlag einreichen könnte.

Die beiden Bausteine der Lernanwendung (Tutorial-Reihe und der Wissensdatenbank) sollen also fließend ineinander übergreifen. In erster Linie unterstützt die Wissensdatenbank dabei die Tutorial-Reihe. Sie ermöglicht es den etwas fortgeschritteneren Spieleautoren aber auch, Informationen nachzuschlagen und ihr Wissen zu festigen.

Zusammenspiel zwischen Tutorial und Wissensdatenbank
Zusammenspiel zwischen Tutorial und Wissensdatenbank

Da die Kombination aus Wissensdatenbank und Tutorial-Reihe sehr stark auf Verweisen basiert, bietet es sich an, für die Lernanwendung eine Webseite einzurichten, die die Beiträge durch die Verwendung von Hyperlinks miteinander verknüpft. Die Beiträge selbst sollen aus einer Mischung von Text und erklärenden Bildern bestehen. In manchen Situationen würde es sich auch anbieten interaktive Inhalte zu verwenden.

Wie geht es weiter?

Der nächste Schritt ist nun die Detailplanung. Dort werden die Lernziele noch detaillierter aufgelistet und ausgearbeitet. Anhand dieser Lernziele werden dann die genauen Lerninhalte ausgewählt und die dafür passenden Lernformen ausgewählt. Anschließend steht die Konzipierung der Lernmaterialien an.

Dafür sind vor allem noch zwei wichtige Aufgaben zu erledigen:

  • Literatur zur Lern- und Lehrformen finden und lesen
  • Literatur zur Entwicklung von Spielen finden und lesen

Damit bin ich am Ende des Beitrags, der heute etwas kürzer ausgefallen ist. Die Reflexion/Evaluation erfolgt wie gewohnt in einem separaten Beitrag. Da es sich hier um ein sehr grobes Konzept handelt, das ich noch ausarbeiten muss, kommt mir jede kreative Idee und Anregung, wie man das bisherige Konzept noch optimieren kann, gelegen. Ich freue mich auf eure Kommentare!

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