Dez 052014
 

Nach einer längeren Pause meldet sich der Horror Friday zurück und hat ein Spiel parat, das vor allem optisch in der Horrorspielewelt noch Seinesgleichen sucht. Warum es sich in Darstellung, Atmosphäre und nicht zuletzt geschichtlichem Hintergrund von anderen Games des Genres deutlich unterscheidet, erfahrt ihr in der heutigen Review zu „Neverending Nightmares“.


Schaut euch einmal diesen Screenshot an. Habt ihr schon einmal ein Horrorspiel in dieser minimalistischer, aber irgendwie doch detailreicher Darstellung gesehen? Wenn überhaupt, dann sehr selten. Was zunächst aber wie ein zum Leben erweckter Haufen an Kinderzeichnungen aussieht, entwickelt sich zu einem kleinen Horrortrip für euch und den armen Pyjama tragenden Kerl im Spiel.
Thomas, der eben genannte arme Kerl, wacht mitten in der Nacht in einer einsamen Villa auf und macht sich auf den Weg, das Haus zu erkunden. Klar, weil das ja die beste Aktivität überhaupt mitten in der Nacht ist!

Bei seinem Mitternachtsspaziergang entdeckt Thomas nach und nach die gruseligen Einzelheiten und letztendlich auch die handfesten Gefahren, die das Haus für ihn bereit hält. Und weil das nicht genug ist, wacht er von Zeit zu Zeit erneut in einer noch fruchteinflösenderen, verrotteten Version des Hauses auf und setzt seine Erkundungen fort. Ein Alptraum, der nicht zu enden scheint. (Applaus für die sinngemäße Nutzung des Spieletitels!) Dabei begegnet er immer wieder einem Mädchen mit langen schwarzen Haaren, das nach jedem Erwecken eine andere Rolle zu spielen scheint. Thomas‘ Psyche scheint einen großen Zusammenbruch erlitten zu haben und versucht nun mit großer Anstrengung, die offensichtlich tramatischen Erlebnisse zu verarbeiten.


Die Details, die „Neverending Nightmares“ so atmosphärisch intensiv machen, sind in allen Größen und Formen anzufinden.
Da  wäre zunächst das Blut, wahlweise an Wänden, Böden, gemischt mit Innereien oder gar an Leichen(haufen) zu finden, das schon von Beginn an Unheil verkündet. Da die restliche Spieleumgebung (bis auf wenige Außnahmen) in einem kahlen Schwarz-Weiß gehalten ist, könnt ihr gar nicht anders, als diese leuchtend roten Flecken intensiv wahrzunehmen. Eine große Blutlache in „The Evil Within“? Meh, schon gesehen, schon durchgeschwommen. Eine Blutpfütze in „Neverending Nightmares“? OH MEIN GOTT.
Neben diesem netten Gore-Effekt kann Thomas durch viele clever platzierten Gegenständen wie Familienporträts, Möbeln, Spielzeug und vor allem sehr gruseligen Puppen mehr über seine Vergangenheit und Familie erfahren.
Aber Blutlachen und Möbel können Thomas nicht körperlich schaden. Die Monster im Spiel hingegen schon.
„Neverending Nightmares“ beinhaltet Kreaturen wie mutierte Monsterbabys und Verrückte mit zugenähten Augen in Zwangsjacken, die überall im Haus umherstreifen. Thomas muss sich entweder mit einer Axt verteidigen oder sich in einem Schrank verstecken. Beide Methoden haben aber keine Erfolgsgarantie. Und wenn Thomas stirbt, wacht er wieder in einem Bett auf. Wo wir wieder bei dem nicht endenen Albtraum wären…


Neben der packenden Story, die dem Spieler sehr gekonnt nur häppchenweise und subtil vermittelt wird, ist die bereits angepriesene Grafik der eigentliche Trumph von „Neverending Nightmares“. Ich kann mich nur wiederholen, aber noch nie habe ich ein Horrospiel in einer ähnlichen Grafik und Aufmachung gespielt. Die Schatten bestehen aus vielen kurzen schwarzen Strichen und dennoch sind sie nicht weniger gruselig als die Dunkelheit in Spielen wie „Resident Evil“. Sie bewegen sich mit dem Licht oder verschlucken Thomas ohne jegliche Vorwarnung, sodass dieser sich erst eine Lichtquelle suchen muss, bevor er den kohlrabenschwarzen Teil des Hauses erkunden kann. Und der Spieler macht sich währenddessen in die Hose.
Oh, und nicht zu vergessen die Musik! Die Musik allein lässt schon Gänsehaut entstehen. So, habe ich nun alle Merkmale des Spiels angepriesen?

–SPOILER WARNUNG–
Ein weiterer sehr packender Aspekt von „Neverending Nightmares“ sind die verschiedenen Handlungslinien, die der Spieler nach und nach freischaltet, je nachdem welche Entscheidung oder welchen Weg er an bestimmten Stellen des Spiel wählt.
Ist die myteriöse schwarzhaarige Frau nun Thomas‘ Ehefrau, Schwester, oder gar Tochter? Ist sie tot oder noch am Leben? Ist Thomas verrückt geworden, oder einfach nur vereinsamt? Hat er jemanden umgebracht oder ist er unschuldig? Alle Enden lassen einige Fragen und viel Raum für Spekulationen offen, so dass sich jeder eine für sich plausible Variante der Geschichte zurechtlegen kann.
–SPOILER WARNUND ENDE–


Und warum „Neverending Nightmares“ auch noch über seinen Inhalt hinaus eine Bedeutung hat? Laut Matt Gilgenbach, Designer des Spiels, wurde die Story und die Atmosphäre größtenteils von seinen eigenen Schwierigkeiten mit Depression und Zwangsstörungen inspiriert. Unsere Horror-Redaktion ist sich einig, dass Herr Gilgenbach es mit Bravour geschafft hat, dem Spieler Einblick in die Psyche eines leidenden Menschen zu geben. Einen wirklich gruseligen Einblick. Ihr seht, in „Neverending Nightmares“ steckt viel Herzblut.
Da ist es gar nicht verwunderlich, dass das Spiel mehr als erfolgreich über Crowdfunding finanziert wurde, nachdem Ende letzten Jahres eine Demo des Spiels im Netz veröffentlicht wurde. Selbst sehr bekannte Youtuber zeigten sich seitdem mehr als begeistert.

Das Horrorgame könnt ihr euch unter anderem über Steam und dem Humble Store für rund 15€ kaufen. Gut inverstiertes Geld, sagen wir.

Autor: Johanna R.

 Posted by at 17:40
Feb 142014
 

Quelle game-demos-games.blogspot.com

 

Atemberaubende Kulissen in gruseliger Atmosphäre – so kann man Grimind, von Paweł Mogiła entwickelt und gestern erst auf Steam von KISS Itd veröffentlicht, beschreiben.

Bei Grimind handelt es sich um eine 2D-Welt, in der man selbst ein kleines Kerlchen spielt, das keine Erinnerungen mehr daran hat, wie es an diesen Ort gekommen ist.  Ziel ist es also, aus den Höhlen und tiefen Gängen zu entkommen und dabei herauszufinden, wieso die Figur alleine dort unten ist. Wenn sie es denn ist…

Grimind sticht besonders durch seine Grafiken und Hintergründe heraus. Die sehr kontrastreichen Screens sind einerseits unheimlich schön, andererseits auch gruselig. Währenddessen bekommt der Spieler mit, wie dem Tierchen selbst langsam Angst und Bange wird, da es auch mit dem Spieler spricht. Unter diesen Bedingungen löst der Spieler viele knifflige Rätsel, die nichts damit zu tun haben, nur eine einzige Taste zu drücken und durch die einzelnen Rätsel durchzulaufen. Hier ist Köpfchen gefragt.

Grimind wurde erstmals über Green Light veröffentlicht, das Entwickler-Community-System von Steam, bei dem Spieler die eingereichten Spiele bewerten und somit bei der Veröffentlichung helfen können. Das Spiel kam so gut an, dass es nun rund 2 Jahre später auf den Markt geschafft hat.

Wer eine Mischung aus Rätsel, Grusel und eindrucksvollem Design sucht, der wird hier fündig. Über den weiteren Verlauf können wir bis hier hin noch nichts sagen, da wir selbst es noch nicht zu Ende gespielt haben – aber wir sind eifrig dabei! 😉

Grimind ist für regulär 8,99€ auf Steam erhältlich, in der Startphase sogar für 15% günstiger.

 

Feb 072014
 

 

Vampire. Ja, Vampire. Natürlich richtige Vampire, nicht diese weichgespülten, lieben, glitzernden Dinger aus diesen Romanen und Filmen – die natürlich nie jemand lesen oder ansehen würde – Oder doch?

Vampire The Masquerade – Bloodlines ist ein Rollenspiel. Dabei schlüpft man in die Haut eines frisch „geborenen“ Vampirs, den man sich selbst erstellen kann. Dabei kann man von verschiedenen Vampirarten, also den „Bloodlines“ wählen, die alle andere Vor- und Nachteile haben. Die Einen sind gut im Nahkampf, sehen dafür aber scheußlich aus und sind unter Vampiren nicht sehr beliebt, die Anderen sind stark in den Künsten der „Blutmagie“ und hochangesehen unter anderen Vampiren, sind dafür aber schlecht im Nahkampf.

Neu in diese komplizierte Welt voller Regeln und Chaos geworfen, habt ihr die typischen Quests zu erledigen: Verhaue diesen, rette denjenigen, hole dies. Wenn man nicht wüsste, dass man ein Vampir ist und zwischendurch mal Menschen anknabbert, könnte man auch denken, dass es sich hier um die stinknormale Mafia handelt.

 

#JustVampireThings

 

Dabei kann dieses Spiel eindeutig mit Genrevertretern wie „Star Wars – Knights Of The Old Republic“ mithalten, die Welt ist überzeugend, wenn auch nicht ganz so groß und episch. Das macht das Spiel allerdings mit Sex, Drugs und dichter Atmosphäre wieder wett.

In diesem Spiel handelt es sich um die geilen Vampire, die aus den 90ern, zur Zeit von „Buffy – The Vampire Slayer“ (meine Lieblingsserie). Auch wenn ihr bestimmte Regeln beachten müsst, wie: „Lass die Menschen nicht wissen, dass du ein Vampir bist“ und: „Töte die Opfer die du aussaugst nicht“, so kann man doch das Vampirdasein genießen und sich in dieser Welt verlieren.

Ja, es gibt unzählige Bugs und ja, die Grafik ist veraltet, aber trotzdem ist dieses Spiel eines nostalgischen Besuchs würdig. Die Dialoge sind gut vertont, das Kampfsystem okay und die Handlung anders, als in wischiwaschi-Rollenspielen.

Entscheidet also selbst, ob euer Vampir ein arroganter, aalglatter, geliebter oder ein hässlicher, unbeliebter, superstarker Megavampir wird.

Das Spiel gibt es für 20€ bei Steam.

#YOLO

 Posted by at 13:32
Jan 312014
 

Home

Ein ganz besonderes Indie-Horror-Game erwartet euch mit dem von Benjamin Rivers entwickelten und veröffentlichten Home.

Das pixelige kleine Spielchen ist sehr einfach gestrickt: wir spielen einen Mann, der irgendwo aufwacht und keine Ahnung hat, wo er ist. Wir laufen durch die Gegend herum und versuchen einen Ausweg zu finden, denn der Protagonist möchte einfach nur weg und nach Hause. Dabei geraten wir in fürchterliche Szenarien, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Packt den Spieler die Neugierde und will wissen, was hier passiert ist? Oder doch lieber schnellstmöglich weglaufen? Die Entscheidung liegt bei euch! Denn bei Home entscheidet der Spieler, was er tut. Im Laufe des Spiels finden wir viele Gegenstände, die wir mitnehmen oder liegen lassen können. Je nach Entscheidung verändert sich unvermeidlich de Handlung des Spiels. Sollte man eine Pistole dann noch mitnehmen? Treffen wir erst dann auf Gegner, die wir erschießen müssen oder bietet sie dann nur zusätzliche Sicherheit? Das ist die Frage…

Home_Screenshot

Quelle: giantbomb.com
Ist es tatsächlich der Ausgang? Oder…

Das Besondere an Home sind Grafik und Vertonung: die pixelige Aufmachung ist gewollter Teil des Spiels und schafft eine beeindruckende Atmosphäre. Man erkennt nicht sofort, was welcher Pixel ist, sodass man sich aufmerksam umschauen muss. Man will das aber gar nicht, denn hinter jedem undurchsichtigen Pixel kann eine Waffe, eine Axt oder ähnliches sein, an der auch das ein oder andere Mal ein bisschen Blut kleben kann.

Der Spieler hat dabei nur einen eingeschränkten Sichtbereich. Wir haben nur eine kleine fitzelige Taschenlampe, sodass man noch weniger erahnen kann, auf was man gleich trifft. Und wenn dann plötzlich eine bizarre Leiche vor einem auftaucht, erschreckt man sich doch ganz schnell.

So einfach die Grafik ist, so passt sich auch der Soundtrack des Spiels an: es gibt nämlich kaum welchen. Keine Hintergrundmusik, nur bei Interaktionen mit Gegenständen, Leitern, Türen hört man ein krächzendes Quietschen. Das ist Gänsehautfeeling pur! Wenn man schon wenig sehen kann, will man wenigstens hören – Pustekuchen.

Home bietet euch ein unheimliches Spielgefühl, dass das Adrenalin in euch kochen lässt. Man weiß nie, welche Konsequenzen die Entscheidungen haben, die man trifft. Und eben diese Konsequenzen erschrecken euch aus heiterem Himmel, denn Stille ist euer ständiger Begleiter. Home hat daher einen hohen Wiederspielwert, da man immer andere Entscheidungen treffen und sich dadurch erschrecken kann. Ein Run dauert so um die 30 bis 45 Minuten, doch macht das Spiel sehr süchtig. Unserer Meinung nach also ein aufregendes Spiel für den kleinen Preis.

Home ist für sage und schreibe 2,99€ seit Juni 2012 auf Steam erhältlich – bei gelegentlichen Sales sogar noch günstiger.

Jan 242014
 
Scratches - Director's Cut

Quelle: crossplattformgamers.com

Allein der Titel des heutigen Spiels für den Grusel-Freitag jagt  Schauer über den Rücken: wir präsentieren „Scratches„.

Wir spielen einen Mann namens Michael Arthe, der sich erhofft, als Schriftsteller bald Karriere machen zu können. Er möchte packende Thriller schreiben, benötigt aber noch die passende Inspiration. Was gibt es da besseres, als sich ein uraltes verlassenes Anwesen mitten im tiefen verborgenem Wald zu kaufen, um dort neue Ideen zu finden?

Und hier beginnt das Spiel.

Wir fahren zum Blackwood-Manor, ein betrachtliches Anwesen, das nur sehr schwer zu finden ist. Natürlich reisen wir allein, da andere Personen den Ideenfluss eh nur stoppen würden. Das Haus haben wir von unserem Freund Jerry Carter empfohlen bekommen, der sich bereits um alles für uns gekümmert hat, sodass der Kurztrip dahin  im Licht und im Warmen stattfinden kann. Zumindest sollte sich Jerry darum gekümmert haben. Hoffentlich.

Blackwood-Manor

Einladend, oder?
Quelle: deviantart.net by Mefistofele86

 

Natürlich funktioniert nichts. Von der Elektrizität über Wasser bis zur Heizung scheint alles defekt zu sein und wir müssen sehen, wie wir es zum Laufen bekommen. Jerry arbeitet fast den ganzen Tag und kann uns nur sporadisch aushelfen. Also schauen wir uns um und lernen vieles über die ehemalige Familie Blackwood, der einst dieses Anwesen gehörte. Dabei ist stets auf die Uhr zu achten: da wir kein Licht haben können wir nur so lange das Haus untersuchen bis es dunkel wird. Der Druck steigt.

Ständig ist ein markerschütterndes Kratzen im Hintergrund zu hören, das uns wachsam hält. Begleitet werden wir dabei von melancholischer Musik, die das Trauerspiel um die Familie Blackwood untermalt. Der Spieler wird ganz ruhig während des Spielens; man will mehr über das Haus erfahren und kann bald böse Vorahnungen daraus schließen… Doch genau, wenn sich diese für wahr erachten sollten, wird es noch abstruser.

Der Director’s Cut (also die überarbeitete Version) von Scratches wurde von Nucleosys entwickelt und von Meridian4 2006 veröffentlicht – die Grafik entspricht dementsprechend nicht mehr ganz so unserem heutigen Standard. Doch es ist solide gemacht. Vor allem wenn der Spieler einen neuen Raum betritt und eine aufwendige gestaltete Cutscene eingeblendet wird, wie sich die Tür öffnet, bleibt jedes Mal das Herz kurz stehen vor Erwartung, dass da gleich was kommt.

Die Steuerung ist anfangs sehr ungewohnt – zum Glück gibt es den neben dem etwas experimentellen einen normalen Modus, mit dem man sich an dem 360°-Panorama-Blick erfreuen kann. Der Soundtrack ist wie bereits erwähnt sehr gefühlvoll und unterstreicht die Stimmung perfekt. Vielleicht schon zu atmosphärisch, denn schnell vergisst man, dass Scratches ein Horrorspiel ist.

Die Story ist hingegen nicht sonderlich neu – mittelloser Journalist in altem Familienhaus, wo schreckliche Dinge passiert sind – doch ist sie nett aufgesetzt und verspricht definitiv ein überraschendes Ende.

Scratches – Director’s Cut ist regulär für 9,99€ auf Steam erhältlich und erhält zudem noch ein alternatives Ende als auch ein Sequel namens „The Last Visit“. Bei gelegentlichen Sales kommt es für knapp 3€ weg. Allem in allem ein Schnäppchen, mit dem man wunderbar einen gruseligen Freitag gestalten kann!

 

Jan 162014
 

Der Nachfolger des beliebten Tower-Defense-Spiels Plants vs. Zombies zeigt sich in neuem, farbenfroherem Gewand. Am bewährten Spielprinzip ändert sich erst mal nichts, jedoch machen verschiedene Neuerungen das Spiel sehr interessant und es wird nicht langweilig, auch wenn man Plants vs. Zombies schon mehr als gut kennt.

Eine Neuerung ist z.B. eine Art Story-Mode. Deppie Dave, der schon aus Plants vs. Zomies bekannt ist, hat ein Problem: Er hat einen wahnsinnig leckeren Taco gegessen und dieses Ereignis möchte er gerne wiederholen.  Daher reist er in der Zeit zurück, um genau diesen leckeren Taco noch einmal genießen zu können, landet er aber leider im alten Ägypten. Dort müssen die Zombies aber genauso wie bisher davon abgehalten werden, die Gehirne zu verputzen.

Im alten Ägypten angekommen wird relativ schnell klar, dass hier einiges geschehen ist: die Zombies sind thematisch angepasst und als Mumien verkleidet. Sie sehen aus wie Pharaonen und tragen gern mal noch ihren Sarkophag als Schutzschild mit sich herum.

Doch besonders sticht der untere Teil des Bildschirms ins Auge: dort gibt es jetzt so genannten Dünger. Diesen kann man während des Spiels aufsammeln  und damit seine Pflanzen düngen. Nach der Düngung wird ein „Spezial Effekt“  der jeweiligen Pflanze ausgelöst. Zum Beispiel geben die Sonnenblumen plötzlich ganz viele Sonnen ab oder der Erbsenwerfer wirft sehr viele Erbsen auf einmal. Der Dünger ist sehr hilfreich, vor allem wenn man gerade ziemlich schlecht da steht, kann damit das Blatt durchaus noch einmal gedreht werden.

Auch neu sind die so genannten Powerups. Diese kann man für Münzen erwerben und dafür in einem begrenzen Zeitfenster Zombies unter Strom setzen und damit verbrennen, sie köpfen oder einfach von der Spielfläche wirbeln.

Während des Spiels lassen sich natürlich auch immer weitere Pflanzen freischalten, welche in das Spiel mit einbezogen werden können.

Nach der Ägypten- Welt ist natürlich noch nicht Schluss. Die Reise geht noch weiter zu den Piraten und schließlich in den Wilden Westen. Es gibt auch dort jeweils thematisch angepasste Zombies und neue Herausforderungen sowie viele hilfreiche neue Pflanzen.

Plants vs. Zombies 2 steigt in den Free2Play-Trend mit ein, daher gibt es das Spiel im Apple App-Store erstmal kostenlos. Manche Pflanzen, welche schon aus Plants vs. Zombies bekannt sind, kann man aber nur käuflich erwerben. So kosten das Zunderholz oder die Hagelzuckererbse je 3,59€, was ich für EINE Pflanze doch schon ganz saftig finde. Alles in allem ist das Spiel aber auch ohne in App-Käufe gut spielbar und macht richtig Spaß!

Jan 102014
 
Plants vs. Zombies

Quelle: fanpop.com

 

Plants Vs. Zobmies ist ein klassisches Tower-Defense-Spiel, in dem man sein Haus vor hungrigen Zombies, die gerne Gehirne verputzen, verteidigen muss. Die Zombies kommen über den Garten, den Hinterhof  oder das Dach und können nur mit Hilfe von Pflanzen aufgehalten werden.  Die Pflanzen werden mit Hilfe von Sonnen gekauft. Diese fliegen entweder von oben in den Bildschirm oder man pflanzt Sonnenblumen, die Sonnen produzieren.

Vorstadt-Lexikon Plants vs. Zombies

Im Vorstadt Lexikon werden die verschiedenen Pflanzen- und Zombiearten erklärt und gezeigt.

Es gibt eine große Auswahl an Pflanzen: von offensiven Pflanzen,  wie der Erbsenkanone, welche die Zombies mit Erbsen beschießt, bis hin zu defensiven Pflanzen, wie der  Wall-Nuss, die sich schützend vor andere Pflanzen platzieren lässt und die Zombies aufhält, da sie erst aufgegessen werden müssen, bevor der Zombie weiterlaufen kann. Natürlich versuchen die Zombies nicht nur bei Tag, sondern auch bei Nacht und nicht nur über den Garten, sondern auch über das Dach an die Gehirne zu kommen, sodass es für jedes Level Pflanzen gibt, welche besonders hilfreich oder nutzlos sind.

Zombie ist natürlich auch nicht gleich Zombie. Es gibt normale Zombies, die weder besonders resistent gegen Angriffe, noch besonders schnell sind. Diese sind meistens relativ leichte Beute und kein großartiges Problem, es gibt aber auch mit Hütchen und Eimern gepanzerte Zombies, denen man erst einmal ihre Verteidigung abnehmen muss oder Zombies, die ziemlich sauer werden, wenn man ihnen die Zeitung abnimmt und daraufhin mit rasender Geschwindigkeit auf das Haus zu rennen. Jeder Zombie hat eigene Schwachstellen, die erkannt werden müssen und durch geschickte Auswahl und Platzierung von Pflanzen zur ausgenutzt werden können.

Plants vs. Zombies Gameplay

Es werden immer mehr!

Außerdem gibt es bei Plants vs. Zombies noch witzige Minispiele, Kurzspiele und Rätsel. Man kann z.B. beim Nuss-Bowling mit den Wall-Nüssen Zombiehorden wegbowlen.

Im Zengarten, einem der wenigen Orte, an denen man keinen Zombieangriff fürchten muss, kann man Pflanzen züchten, die einem zum Dank mit Münzen überschütten. Mit den gewonnenen oder „gezüchteten“ Münzen kann man im Laden besondere Hilfsmittel, spezielle Pflanzen oder weitere Minispiele kaufen.

Besonders der comicähnliche Stil überzeugt bei Plants vs. Zombies und macht das Gameplay zu einem witzigen Erlebnis. Die Pflanzen, sowie die Zombies  sehen sehr lustig aus und somit muss man sich trotz der Zombies  kein bisschen fürchten.

Das Spiel gibt es momentan im Apple App-Store und im Google-Play Store für 0,89€. Es ist auch bei Steam oder Origin als Game of the Year Edition für 9,99€ erhältlich.

 

Jan 032014
 

Ich erwache an einem Strand. Vollkommen allein. Ausgerüstet mit einer Taschenlampe und einer Batterie. Mein Blick ist auf das ruhige Meer gerichtet…

Öhm ja. Und jetzt?  Die große Freiheit ist wohl das, was viele Spieler an DayZ fasziniert.

Ursprünglich eine Mod für Arma III ist nun die Alpha-/ Early-Access-/ Standalone-Version von DayZ bei Steam erschienen. Bereits am ersten Tag verkaufte diese sich über 172.500 Mal! Der Hype ist da, aber hält das Spiel was es verspricht?

Da warten sie schon auf unvorsichtige Passanten….

Die ersten Schritte sind noch relativ einfach, in einem kleinem Dorf an den Zombies vorbeischleichen, und Essen und Trinken suchen. Dies wird begleitet von sich ständig wiederholenden „I am feeling thirsty“ und „My stomach grumbles“ Nachrichten in der unteren linken Ecke des Bildschirms. Mit etwas Glück findet man Sardinen in der Dose, und eine Wasserflasche, die man am Brunnen auffüllen kann oder man fällt einfach vor Durst in Ohnmacht und stirbt.

DayZ ist so unverzeihlich wie in Arma III Zeiten, ein kleiner Sprinter in die falsche Stadt und 300 Zombies verfolgen dich. Waffen sind rar gesät, lediglich Schaufeln oder Äxte findet man doch häufiger. Wenn man Pech hat war vor einem schon ein Spieler im Dorf deiner Wahl und nichts ist zu finden.

Die Fashion-Polizei wurde zum Glück schon gefressen. Grüner Motorradhelm und lilane Tasche? Ich bitte dich!

Dass wir uns nicht missverstehen, die Zombies sind kaum gruselig. Sie sind zwar ziemlich schnell und können guten Schaden anrichten, sind aber auch mit einem Axthieb tot.

Die wahre Gefahr sind andere Spieler. Selbst bei einem Spiel kommt das unendliche Arschlochtum ALLER Menschen zum Vorschein. Zur Veranschaulichung: ich bin in DayZ ca. 10 Mal gestorben. Einmal davon durch Zombies.

Dafür muss man noch nicht einmal krasse Ausrüstung haben. Laufe dem falschen über den Weg und du wirst gnadenlos abgeballert (oder gezwungen verdorbene Früchte zu essen, aber das ist ja schon wieder witzig). So kann man DayZ auch als spannende soziale Simulation sehen, die einem (meiner Meinung nach) mit 99,99%iger Genauigkeit veranschaulicht, was bei einer Zombie-Apokalypse geschehen wird: die überlebenden schlachten sich gegenseitig ab.

Nichtsdestotrotz, DayZ ist und bleibt ein geniales Spiel. Die Anspannung, wenn man eine Stadt betritt und an den Zombies vorbeizuschleichen versucht, die Gänsehaut, wenn man dabei ist herauszufinden, ob der andere menschliche Spieler nun freundlich ist oder nicht und man panisch in sein Mikrofon „FRIENDLY!“ schreit, das ist DayZ bereits jetzt. Lediglich Kleinigkeiten stören noch. Ich freue mich schon jetzt auf einzelne Patches, die das Spielvergnügen sicherlich wachsen lassen werden und natürlich den offiziellen Release.

 Posted by at 15:08
Dez 272013
 

Quelle: Steam
Merry Christmas!

Endlich ist es vorbei. Überall dieses Weihnachtsgedudel, das energiefressende LED-Lichtermeer, das sich eigentlich keiner leisten kann, ganz zu schweigen von dem falschen Lächeln, das man aufsetzen muss, wenn man wieder einmal ein Paar Wollsocken geschenkt bekommt. Immer dieser Stress mit den ganzen Geschenken und man findet trotzdem nie das richtige.

„Was wünschst du dir denn?“ Warst du auch ein braves Kind?“

NEIN!

Dieses Mal definitiv nicht! Wer so und so ähnlich die vergangenen Feiertage hinter sich verbracht hat, kann sich nun voll und ganz in dem von RuneStorm entwickelten Massakerspiel „Viscera Cleanup Detail – Santa’s Rampage“ austoben.

Die Spielreihe mag dem einen oder anderen schon von „Shadow Warrior“, dem ersten Teil der Putzkolonnenserie, bekannt sein. Das Prinzip ist dasselbe: dieses Mal müssen wir den Saustall von unserem lieben Weihnachtsmann aufräumen. Der ist nämlich ausgerastet wegen der vielen unartigen, gierigen Kinder und wegen der viel zu hohen Schulden, die sich durch die ganzen PS4’s und Xbox One’s angesammelt haben, sodass seine kleinen Elflein dran glauben mussten.

Fröhliche Weihnacht!

Quelle: rebelgamer.de
Auf geht’s!

Wer also ein paar Aggressionen wegen falscher Geschenke, zu hoher Stromkosten, nervender Familie und und und loswerden möchte, dem sei dieses Spiel wärmstens empfohlen, damit wenigstens es zum Schluss des Jahres wieder bergauf geht!

Viscera Cleanup Detail: Santa’s Rampage ist seit dem 13. Dezember 2013 auf dem Markt und bei Steam für schlappe 2,49€ erhältlich.

Wir wünschen wenigstens einen guten Rutsch ins neue Jahr! Aber ohne Blut bitte.

Dez 132013
 
The Cat Lady

Quelle: deviantart.net
Es erwartet uns eine tiefgründige Geschichte…

Für den Freitag, den 13. Dezember im Jahr 2013 haben wir dieses Mal ein ganz besonderes Spiel herausgesucht: The Cat Lady.

Anmerkung hier: Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieses Spiel erst ab 18 Jahren freigegeben ist. Wer noch nicht volljährig ist und dennoch weiterliest oder auf Links klickt, handelt auf eigene Gefahr.

Name: Ashworth, Susan
Alter: 40
Angehörige: keine, mit Ausnahme ihrer Katzen
Todesursache: Suizid durch Überdosis Schlaftabletten

Es beginnt mit dem Tod

Zu Beginn des Spiels lernen wir Susan Ashworth kennen, eine Frau, die sehr einsam und verloren ist und in nichts mehr in ihrem Leben Hoffnung finden kann. Nur noch ein paar Katzen, darunter eine schwarze mit schauderndem Blick, haben sie bislang im Leben gehalten. Sie erzählt von ihrem Suizid, von den zu vielen Schlafpillen, die sie nahm, um endlich gehen zu können. Doch es kommt anders als sie denkt.
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