Jul 092015
 

Manche lieben sie, manche hassen sie:  „Horror-Spiele“! Mit ihren „Jump-Scares“, ihren düsteren Atmosphären und ihrer Narration bereiten sie vielen Menschen schlaflose Nächte. Dabei ist es die Angst, die uns dazu verleitet, solche Spiele entweder um jeden Preis zu meiden oder sie gerade deshalb, mit der Hoffnung auf einen Adrenalinschub, zu spielen. Die folgende Liste enthält verschiedenen Horror Szenarien, die alle eine Gemeinsamkeit aufweisen: “ Sie wollen uns den letzten Nerv rauben, um uns psychisch zu terrorisieren.“

Hier mein persönliches Ranking der gruseligsten Spiele aller Zeiten:

 

Nr.5 Amnesia: The Dark Descent

Ein Schloss, ein Brief, Monster und keine Waffen – hier müsst ihr euch vor den Wesen des Schlosses verstecken, ihnen entkommen und darum beten, dass euer Herz nicht zu laut schlägt, während ihr euch im nächsten Schrank versteckt. Mit jedem weiteren Zug den ihr macht, wird Daniel dessen Rolle ihr übernehmt, von imaginären Geräuschen und der Angst geplagt, dass hinter der nächsten Ecke eines der Wesen lauert. Psycho-Terror pur!

 

     

 

Nr.4 Siren Blood Curse

Eine amerikanische TV- Crew auf der Suche nach dem großen Hit? Dann auf nach Japan zu einem verschollenen Dorf, das angebliche Rituale durchführt, bei denen Menschen geopfert werden. Ihr findet euch in einem endlosen Limbo wieder, voller Untoter, die nur darauf warten, euch zu erfassen. Hier kann man zwar kämpfen, muss jedoch gleichzeitig verschiedene Rätsel lösen und vor den Wesen davon laufen. Bizarre Story aber der Gruselfaktor ist garantiert.

 

   

 

Nr.3 Silent Hill 2

Ein Gameklassiker der nicht in der Liste der gruseligsten Horror-Spiele fehlen darf. Ihr schlüpft wieder in die Rolle von James, der einen Brief von seiner toten Frau erhält, in dem sie ihn darum bittet, sich mit ihr in Silent Hill zu treffen. Die Game-Atmosphäre und die Wesen der Stadt verleiten euch dazu, das Spiel links liegen zu lassen. Doch die Rätsel und  die Geheimnisse, die es zu lüften gibt, halten euch davon ab.

 

    

 

Nr.2 Outlast

Die Story ist simpel, aber der „AHA“ Moment ist sehr intensiv. Ihr übernehmt die Rolle eines Journalisten, der von geheimen Machenschaften in der Irrenanstalt „Mount Massive“ erfährt. Was macht ihr nun also als Journalist? Mit einer großen Story in Aussicht brecht ihr mit nur einer Kamera bewaffnet nach Mount Massive auf.

Gänsehaut pur! Denn ihr könnt nicht gegen eure Widersacher kämpfen, wenn ihr auf sie trefft, sondern müsst euch durch geschickte Manöver vor ihnen verstecken. Eure Kamera mit Nachtsicht- Funktion ist dabei euer bester Freund (und euer einziger).

 

    

 

Nr.1 Fatal Frame/Project Zero Serie

Wenn ihr mit japanischen Horrorfilmen vertraut seid, wird euch die Fatal Frame Serie den Rest geben. Mit einer antiken Kamera bewaffnet brecht ihr auf der Suche nach eurem Bruder in eine alte verlassene Villa auf und müsst gegen Geister und Seelen kämpfen, die euch durch „Jump-Scares“ dort willkommen heißen. Dabei erfahrt ihr immer mehr über die Geschehnisse, die sich in der Villa ereignet haben und lüftet das dunkle Geheimnis um das Verschwinden eures Bruders und der Villa selbst.

 

    

Jul 092015
 

Welcher Final Fantasy Fan wünscht sich nicht, die Highlights seines Lieblingsteils nochmal im Schnelldurchlauf zu erleben? Oder bei einem Teil den man noch nie gespielt hat, einen kurzen Einblick in die Story zu bekommen? Dank dieser App kann man dies nun spielerisch erreichen.

 

 

In einem Königreich, das die Balance zwischen Magie und Kunst halten will, werden die Geschichten der Final Fantasy Helden in Bildern erzählt. Dadurch wird der Frieden und Wohlstand dieser Bevölkerung gesichert. Doch plötzlich beginnen diese Aufzeichnungen zu verschwinden. Nun ist es an dem Spieler die Zukunft des Königreichs zu retten.

Um diese Aufgabe zu erfüllen, wählt ein Mogri dich aus, um die Bilder wiederherzustellen. Die ist auch gar nicht so schwer – man tritt in s der wenigen noch existierenden Bilder ein und gelangt in einen Dungeon. Dort warten Gegner, die in diesem Final Fantasy Teil vorkommen. Das Kampfsystem ist ziemlich einfach zu verstehen. In dem ATB (Active Time Battle) hat das eigene Team einen Cooldown, ähnlich wie bei Final Fantasy XII, nach dem man die Aktion des Charakters auswählt. Hier kann man auswählen zwischen normalen Angriffen oder auch magischen Attacken wenn der Charakter dazu fähig ist. Zauber können innerhalb eines Dungeons (ein Dungeon besteht aus mehreren Etappen) nur bedingt oft genutzt werden. Jeder Charakter hat außerdem eine Ekstase-Leiste. Sobald diese gefüllt ist, kann die Figur eine spezielle Attacke ausführen, die entweder mehreren Gegnern oder nur einem viel Schaden zufügt.

 

Sobald man einen Dungeon beendet, hat man die Chance darauf, dass sich ein Charakter aus diesem Final Fantasy Bereich dem eigenen Team anschließt. So können die verschiedensten Figuren zusammengewürfelt werden um ein einzigartiges Team zu bilden. Jeder Charakter kann in den Kämpfen natürlich auch Level aufsteigen und stärker werden. Doch nicht nur die Charaktere sind aus den Final Fantasy Teilen bekannt sondern auch die Waffen und Zauber. Das Team kann man beliebig mit diesen Utensilien ausstatten, wenn sie kompatibel sind. Durch Upgraden der Zauber, Waffen und Rüstungen kann man sein Team noch stärker werden lassen. Natürlich werden die Dungeons auch immer schwerer. Durch den erfolgreichen Abschluss werden neue Bilder und Dungeons freigeschaltet, die aber nicht immer zu dem selben Final Fantasy Teil gehören und man ein bisschen hin und her switchen muss. Beschränkt wird der Spielspaß lediglich durch das Stamina, denn zum Kämpfen muss man Stamina benutzen und davon hat man nur eine bestimmte Menge.

Fazit:

Die App FINAL FANTASY Record Keeper ist ein sehr gutes Spiel, wenn man ein Fan von Final Fantasy ist oder man schon immer mal wissen wollte, wie die Geschichte der verschiedenen Teile ist. Das Spiel ist nichts für nebenbei und man muss aufpassen während der Kämpfe. Es ist ziemlich cool verschiedene Charaktere aus den verschiedenen Teilen miteinander kämpfen zu lassen, um die Geschichten widerherzustellen und das Königreich zu retten. Auch sind alle geliebten Nebencharaktere aus den Geschichten wie die Mogris, Cid oder Chocobos. Es macht einfach nur Spaß diese App zu spielen.

 

Pro:

+ Nostalgische Momente

+ Viele Charaktere

+ Beinahe unendlich viele Teambuilds

+ Alte Pixel Grafik im Kampf

+ Final Fantasy Stories im Schnelldurchlauf

 

Contra:

– Alte Pixel Grafik in Kämpfen

– Seltene Items nur schwer zu bekommen

– Stamina schnell leer

Jul 072015
 

Seit schon über einem Jahr begeistert Mario Kart 8 die Wii U-Besitzer. Mit der Anti-Gravitation-Mechanik konnte Nintendo eine breite Palette an neuen Strecken verwirklichen. Außerdem bietet das Spiel 30 + 6 DLC-Charaktere, 32 + 16 DLC-Strecken und insgesamt 72 Fahrzeugteilen (Fahrzeug, Räder und Gleiter). Auch der Online-Modus kann begeistern. Doch was bis jetzt auffällt, ist das Wort DLC: Downloadable Content, also herunterladbare Programminhalte. Mario Kart 8 hatte bis jetzt zwei große DLC-Pakete, die hier vorgestellt werden: Continue reading »

Jun 292015
 

 

Jeder kennt sie, jeder hasst sie! Diese Widersacher in Spielen, die einem einfach nicht den Abspann sehen lassen wollen! Stundenlang versucht man eben diese Charaktere zu besiegen und dennoch muss man mehrere Versuche und/oder Tage damit verbringen ihr Verhalten und ihre Taktiken zu studieren um sie zu besiegen. Einfach nur grauenhaft!…Aber dennoch auf eine gewisse Art spaßig, erst recht wenn man es schafft!

Hier in diesem Ranking hab ich meine persönlichen Hass-Endbosse zusammengetragen um über dieses Thema Dampf abzulassen:

 

Nr. 5 Super Smash Bros. Melee – Giga Bowser

Beim zweiten Teil der Smash Bros. Serie gibt es im Adventure-Modus und im Event-Modus den Endgegner Giga Bowser. Der ist nicht nur viel viel größer als der normale Bowser, seine Attacken sind auch einfach stärker als normal. Im Event-Modus kämpfen auch noch Ganondorf und Mewtu mit ihm gegen dich, was einfach nur derbe nervt. Denn die beiden Bots hauen dir alle möglichen Attacken um die Ohren während du versuchst dich auf die Plattform zu retten, weil Giga Bowser dich von dieser weggeschlagen hat. Und wenn du es schaffst endlich wieder auf die Plattform zu kommen bekommst du die nächste Ladung Hiebe von diesem Riesenviech. Definitiv machbar…aber unfair!

 

Nr.4  Dante´s Inferno – Luzifer

Ja ihr lest richtig. Der Teufel selbst muss in Dante´s Inferno besiegt werden. Dieser besteht aus zwei verschiedenen Erscheinungsbildern. Das Erste ist eine riesige Teufelsfratze, die sich über euch beugt und euch mit Feuer und Lasern beschießt, während ihr versucht auf seine Stirn zu schießen. Die Zweite springt eben aus dieser Stirn heraus wenn ihr den Kopf der ersten Gestalt gespalten habt. Aus Groß-Luzifer wird Klein-Luzifer. Der ist natürlich viel schneller und bewegt sich auf dem Schlachtfeld anstatt wie eine Statue im Hintergrund herauszuragen. Zusätzlich kann sich der Klein-Luzifer teleportieren, was euch sehr zusetzt, wenn ihr gerade zu einem verheerenden Schlag ausholt und ihr ihn einfach verfehlt. Dazu kommt, dass während des Kampfes gegen Luzifer einfach keine Heilung gewährt wird obwohl der Kampf mindestens 20 min dauern kann. Lediglich während der Gestaltenwandlung vom Teufel bekommt ein wenig Lebenspunkte dazugeschrieben. Lustigerweise kann man Luzifer auch nur töten, wenn man vorher genug Böse Energie gesammelt hat (während man durch die Hölle schreitet kann man sich für den „guten Weg“ entscheiden und Seelen retten oder für den „bösen Weg“ und für ewig Seelen in der Hölle für ihre Taten verbannen). Wenn man also ein guter Mensch war und stets die armen Seelen in den Himmel geschickt hat macht man am Ende des Spiels einfach nicht genug Schaden um den Meister des Bösens zu besiegen…

 

 

Nr.3  Fzero GX – Die „Creator“ (Dein Phantom)

Wer schon einmal in seinem Leben F-Zero GX auf dem Gamecube gezockt hat, weiß genau wie hart ein Rennspiel sein kann. Nicht nur dass man mit einer rasanten Geschwindigkeit von über 1000 km/h durch atemberaubende Spacemaps jagt, nein man muss sich auch noch durch einen knüppelharten Storymodus durchkämpfen. Der Storymodus ist zwar nicht lang (eigentlich nur 9 Kapitel, die sich jeweils nur auf ein Rennen beschränken) aber ist selbst auf normaler Schwierigkeit sowas von dermaßen schwer, dass selbst eingefleischte Zocker ins Schwitzen kommen. Und zu guter Letzt muss man zum Schluss gegen die Schöpfer des Universums fahren, die sich in dem gerade erst gewonnenen Championgürtel verstecken. Während diesem Rennen fährt man auf der härtesten Strecke, die meiner Meinung nach, jemals ein Rennspiel gesehen hat, die sich stark an die Rainbow Road von Mario Kart anlehnt. Logischerweise gibt es während der ganzen Strecke keine Bande und der Phantom-Falcon, den man besiegen muss, hat unerklärlicherweise einen dauerhaften Boost, weshalb er ständig an einen vorbeirast und man gezwungen ist selbst auf das Gaspedal zu drücken. Dabei kann es auch passieren, dass für eine Sekunde einfach die Strecke mit dem Hintergrund verschwimmt, da sie ständig die Farbe wechselt. Einfach nur sauschwer!!!

 

 

Nr.2 Street Fighter IV – Seth

Wer denkt eigentlich nicht an Dr. Manhattan aus „Watchmen“, wenn er Seth sieht? Der Endgegner aus Street Fighter IV besitzt natürlich alle guten Attacken von einfach jedem Kämpfer im Spiel. Deshalb sollte man ihm auch nur im leichten Schwierigkeitsgrad begegnen. Allein wenn man auf „Normal“ stellt ist dieser Endgegner scheinbar unbesiegbar, denn er bombadiert euch mit Combos, die ihr einfach nicht kontern könnt. Das Allerbeste kommt aber noch: Seine Ultimativen Attacken saugen euch in seinen Bauch, wo ein schwarzes Loch wohnt. In diesem schwarzen Loch gefangen bekommt ihr kontinuierlichen Schaden bis ihr aus seinem Bauch gegen den Bildschirm geschossen werdet und sofort stirbt!…

 

Nr.1 Metal Slug 3 – Der Mutter-Alien

Wer noch die alten Automaten mit den legendären Metal-Slug Spielen kennt, weiß wie hart einfach jeder Teil der Reihe war. Dazu muss man sagen, dass man mit 50 cent Einsatz gerade mal 3 Leben bekommen hat und der dritte Teil der Saga glatte 30 min in einem guten Durchlauf braucht. Nicht nur Nazis, die sich einem in den Weg stellen…Nein! In diesem Teil kommen auch noch Aliens dazu! Die haben sich mit den Nazis verbündet bzw. verraten diese am Ende des Spiels und ihr verbündet euch mit den Nazis um zu dem Mutterschiff zu fliegen und dort gegen den Mutter-Alien zu kämpfen. Der ist nicht nur monströs groß, er schießt auch mit Laserkugeln, die einfach genauso groß sind wie sein Kopf selbst. Selbst eingefleischte Profis der Serie können diesen Boss nicht besiegen ohne mindestens 10 Euro in den Automaten nachzuwerfen, da man egal bei welcher Berührung eines Projektils oder Gegners sofort ein Leben verliert. Wenn man aber doch so viel Geld und Zeit investiert und ihn dann schließlich besiegt ist der Kampf immer noch nicht vorbei! Denn man muss aus dem explodierenden Mutterschiff flüchten, sich ein Vehikel schnappen und im freien Fall gegen den Mutter-Alien abermals kämpfen, der neben euch herunterfliegt und einfach nicht aufgeben will bis man ihn endgültig durchlöchert und der Kadaver in den Ozean plumpst. Absolute Nummer 1!

Jun 022015
 

Seit dem 2.6.15 wurde Heroes of the Storm offiziell veröffentlicht und ist nun kostenlos für jeden Battle.net Account verfügbar! Mit dem Spiel sind über 36 spielbare Helden, 14 Reittiere und über 120 Skins veröffentlicht worden, die nur darauf warten von euch getestet zu werden!

Ob das Spiel aber das hergibt was es verspricht erfahrt ihr hier und jetzt durch unseren umfangreichen Test:

 

Story:

Eine wirkliche Geschichte gibt es in diesem Spiel nicht. Lediglich eine kleine „Einführung“ in die Hintergrundgeschichte gibt das Tutorial, welches man als erstes absolvieren muss, wenn man als neuer Spieler im „Nexus“ anfängt. Diese Hintergrundgeschichte besagt, dass aus den drei großen Blizzard Dimensionen von „Warcraft“, „Starcraft“ und „Diablo“ die wichtigsten Helden herausteleportiert wurden, indem sie durch ein Dimensionstor in den Nexus katapultiert wurden, um dort gegeneinander anzutreten und endlich klarstellen welche die besten Helden sind.

 

Gameplay:

Das Gameplay ist leicht erklärt wenn man sich mit der Aufmachung „MOBA“ (Multiplayer Online Battle Arena) auskennt. Zwei 5er Teams bestehend aus Helden verschiedenster Kategorien treten gegeneinander an. Diese Kategorien bestehen aus „Kriegern“, „Unterstützern“, „Spezialisten“ und „Assassinen“, welche jeweils eigene Eigenschaften haben um den Teamkampf zu verbessern.

Wenn man dann schließlich sein individuelles Team aus Helden zusammengewürfelt hat tritt man in 7 verschiedenen Maps gegeneinander an. Jede Map hat dabei ihre eigenen Ereignisse, die während des normalen Teamfights geschehen und so das ganze Spiel beeinflussen. Die Maps haben meistens 3 Lanes (bis auf die „Geisterminen“) an denen eigene Diener entlanglaufen bis sie auf gegnerische Diener oder Gebäude stoßen. Diese Diener kann man nicht steuern und bahnen sich immer den gleichen vorgegebenen Weg durch die Karte. Zusätzlich zu den Dienern kann man auf jeder Karte Söldnercamps (Riesen, Ritter und Bosse) bezwingen, die danach für einen kämpfen und stärker sind als normale Diener. Ziel des Spiels ist die gegnerische Zitadelle zu zerstören, welche natürlich mit Festungen, Türmen und Mauern auf den Weg geschützt ist. Während man dies versucht levelt man sich mit Erfahrungspunkte hoch, die durch Töten von Helden, Söldnern und Dienern erhalten werden können oder durch das Zerstören von Gebäuden. Ab bestimmten Leveln (1,4,7,10,13,16,20) kann man schließlich seine Fähigkeiten mit Talenten verbessern, welche individuell auswählbar sind. So entsteht jede Spielrunde eine völlig neue Kampferfahrung mit jedem Helden. Übrigens muss jeder Held im Spiel käuflich erworben werden sei es mit „Spielwährung“ (Gold) oder echtem Geld. Netterweise wird wöchentlich immer dienstags eine Free-to-play Heldenrotation für alle Spieler bereitgestellt. Dabei sind immer 7 Helden eine Woche lang kostenlos für jeden spielbar um Spielern zu helfen, die noch keine eigenen Helden besitzen oder neue Helden ausprobieren möchten. Zusätzlich zum normalen Spielgeschehen gibt es im Spiel mehrere Spielmodi: Üben, Schnellsuche, Heldenliga und Teamliga. Die Helden- und Teamliga sind Spiele in denen man einen Rang erlangt. Der eigene Rang startet in einer Saison stets bei 50 und kann bis zu Rang 1 hochgelevelt werden.

 

Hier seht ihr die bisherige Heldenliste mit dem jeweiligen Blizzarduniversum und Kategorie  für Heroes of the Storm:

Sergeant Hammer (Starcraft, Spezialist)

Abathur (Starcraft, Spezialist)

Gazlowe (Warcraft, Spezialist)

Nazeebo (Diablo, Spezialist)

Tyrande (Warcraft, Unterstützung)

Tassadar (Starcraft, Unterstützung)

Malfurion (Warcraft, Unterstützung)

Uther (Warcraft, Unterstützung)

Zeratul (Starcraft, Assassine)

Raynor (Starcraft, Assassine)

Illidan (Warcraft, Assassine)

Valla (Diablo, Assassine)

Falstad (Warcraft, Assassine)

Nova (Starcraft, Assassine)

Muradin (Warcraft, Krieger)

Sonya (Diablo, Krieger)

E.T.C.  (Warcraft, Krieger)

Tyrael (Diablo, Krieger)

Diablo (Diablo, Krieger)

Arthas (Warcraft, Krieger)

Kleiner (Warcraft, Krieger)

Tychus (Starcraft, Assassine)

Li Li (Warcraft, Unterstützung)

Funkelchen (Warcraft, Unterstützung)

Murky (Warcraft, Spezialist)

Zagara (Starcraft, Spezialist)

Rehgar (Warcraft, Unterstützung)

Chen (Warcraft, Krieger)

Azmodan (Diablo, Spezialist)

Anub´arak (Warcraft, Krieger)

Jaina Prachtmeer (Warcraft, Assassine)

Thrall (Warcraft, Assassine)

Lost Vikings (Blizzard, Spezialist)

Sylvanas (Warcraft, Spezialist)

Kael´thas (Warcraft, Assassine)

[SPOILER]: Der neue Charakter Johanna wurde schon angekündigt und müsste bald veröffentlicht werden: Johanna (Diablo, Krieger)

 

 

 

Hier seht ihr die Maps im Einzelnen:

 

Garten der Ängste: Die Helden befinden sich in einem Garten, wo es nach einer gewissen Zeit Nacht wird. In der Nacht erwachen „Unkrautler“, die man töten muss um Samen zu sammeln, die sie fallen lassen. Mit einer Anzahl von 100 Samen wird schließlich ein Gartenungeheuer beschworen, welches man dann mit einem Helden kontrollieren und so die gegnerischen Festungen einreißen kann.

Geisterminen: Die Helden werden auf eine Karte transportiert, wo es in der Mitte, jeweils oben und unten auf der Karte, Mineneingänge gibt, die immer in Intervallen geöffnet werden. So können die Helden sich durch die Mineneingänge in die Mine teleportieren um dort Untote zu töten, die Schädel fallen lassen beim Tod. Es gibt dabei eine begrenzte Anzahl von 100 Schädeln. Wenn diese Anzahl eingesammelt wurde bekommt jedes Team einen Golem beschworen. Diese Golems kann man nicht kontrollieren und werden zeitgleich in der eigenen Basis beschworen. Sie bewegen sich von dort aus in Richtung gegnerischer Basis und zerstören jegliche Gebäude auf ihren Weg, wenn sie nicht bezwungen werden. Die Stärke des Golems wird aus der Anzahl der eingesammelten Schädels des jeweiligen Teams definiert.

 

Schwarzherzbucht: In der Mitte der Karte steht der Pirat „Schwarzherz“ mit seinem Schiff. Durch das Einnehmen von Camps auf der Map erhalten eure Helden Dublonen, welche ihr bei Schwarzherz einzahlen könnt. Wenn ihr die erforderliche Anzahl an Dublonen eingezahlt habt schießt Schwarzherz mit seinem Schiff auf die gegnerischen Festungen und macht damit erheblichen Schaden. Aber Vorsicht: Wenn ein Held stirbt verliert er seine Dublonen und können von anderen eingesammelt werden!

 

 

 

Drachengärten: In der Mitte der Karte befindet sich eine große Drachenstatue, die durch zwei Schreine aktiviert werden kann, die oben und unten auf der Karte sind. Wenn die Schreine aktiviert werden müssen sich Helden für ein paar Sekunden neben die Schreine stellen um sie für ihr Team zu gewinnen. Wenn ein Team beide Schreine besitzt kann ein Held zu der Statue laufen und sie zum Leben erwecken. Dabei verwandelt sich der Held in den Drachenritter, welcher ebenfalls erheblichen Schaden gegenüber Gebäuden und Helden macht.

 

 

 

Tempel des Himmels: Auf dieser Karte gibt es Tempel der Sonne, die zeitweilig aktiviert werden. Dann muss immer mindestens ein Held auf der Plattform des Tempels stehen damit dieser seine Macht entfaltet. Dabei schießt der Tempel aus einer Spitze Laser auf die gegnerischen Forts, die dadurch in Schutt und Asche gelegt werden. Nach einer Weile werden aber die Wächter der Tempel erweckt, welche gegen den oder die Helden kämpfen um die Vorherrschaft über die Tempel wieder zu erlangen.

Verfluchtes Tal: An verschiedensten Orten auf der Karte werden Tribute beschworen. Die beiden Heldenteams müssen dann um die Tribute kämpfen, welche eingesammelt werden können. Wenn ein Team drei Tribute eingesammelt hat wird das gegnerische Team vom Rabenfürsten verflucht. Während eines Fluches des Rabenfürsten können die Gebäude des verfluchten Teams nicht mehr schießen und die Diener haben immer nur einen einzigen Lebenspunkt. Die Dauer des Fluches beträgt immer 1,5 min.

Grabkammer der Spinnenkönigin: Dies ist die neueste Karte in Heroes of the Storm. Auf dieser Karten werden für jedes Team Metallspinnen beschworen. Diese Metallspinnen lassen Juwelen fallen wenn sie sterben. Diese Juwelen kann jedes Team bei zwei Altären einzahlen um Netzweber zu beschwören. Die Netzweber werden auf jeder Lane beschwören und reißen die gegnerischen Forts nieder. Aber Vorsicht: Wenn ein Held stirbt verliert er seine Juwelen und können von anderen eingesammelt werden!

[SPOILER]: Im Internet sind schon längst neue Konzeptzeichnungen von einer Diablo-Karte aufgetaucht, die höchstwahrscheinlich mit dem Charakter Johanna released werden.

 

 

 

 

 

Ist Heores of the Storm eine gelungene Konkurrenz für LOL oder DOTA?:

Diese Frage ist bis jetzt noch schwer zu beantworten. Natürlich hat jeder dieser MOBA´s seine eigenen Reize und Eigenschaften, die den Spieler fesseln sollen, obwohl alle auf den gleichem Spielprinzip basieren. Aber durch die Tatsache, dass es bei HOTS (Heroes of the Storm) verschiedene Karten gibt auf die man kämpft und besonders auf Teamwork geachtet wird, hebt es sich schon von LOL und DOTA ab. Dazu muss man sagen, dass selbst bei scheinbar verlorenen Kämpfen (man liegt zum Beispiel in der Erfahrung 4 Level unter dem gegnerischen Team) das eigene Team immer wieder das Ruder umreißen kann, was zum Teil wirklich spannend ist. Es sind schon etliche Videos im Internet aufgetaucht auch von Heldenliga-Spielen, die das beweisen. Durch die Dynamik der Teamfights und der Innovation im Spiel selbst kann HOTS viele Spieler für sich gewinnen.

 

 

Fazit: Als Beta-Spieler von Heroes of the Storm bin ich begeistert von diesem Spiel. Ich denke dass Blizzard mit seinem eigenen MOBA ein großer Konkurrent gegenüber anderen MOBA´s wie LOL oder DOTA sein wird. Allein dadurch wie sehr sich das Spiel von Monat zu Monat verändert durch jegliche Patches und Helden, die zugefügt werden, bin ich zuversichtlich, dass sich das Spiel noch sehr viel weiter entwickeln wird als sein jetziger Stand. Aber dennoch gibt es Bedarf an Verbesserungen. Besonders das Matchmaking und die Grafikeinstellungen sind leider noch unter aller Sau. Mit einem nagelneuen Laptop kann ich bis jetzt nur die niedrigste Grafikeinstellung zocken ohne Probleme mit der Latenz zu bekommen, wofür sich auch schon Blizzard in den Foren stets entschuldigt, dass sie immer noch wegen der Grafik patchen müssen. Außerdem als erfahrener Spieler von HOTS bin ich schon öfters ausgerastet nur weil mir das Matchmaking die Teamfights versaut, indem einfach völlig unfaire Teams zusammengewürfelt werden, wie zum Beispiel, dass ein Team ohne Krieger gegen ein Team mit 2-3 Kriegern spielt. Ich lege es Blizzard nur ans Herz sich wirklich ausgiebig nochmal mit dem Matchmaking auseinander zu setzen und das bald in den Griff zu bekommen. Denn nach 5 verlorenen Matches allein wegen diesem Kriterium schränkt das bei jedem Spieler den Spielspaß deutlich ein. Ein definitiver Pluspunkt für Blizzard ist ihre Interaktion mit den Spielern über Foren. Durch die Einträge in Foren wurde schon so manche Sache in HOTS verändert oder eingeführt (eine kleine Information am Rande: der neueste Held Kael´thas wurde fast komplett von einem Fankonzept aus dem Forum übernommen!). Deshalb würde ich jedem Spieler, sei er vertraut mit MOBA´s oder nicht, empfehlen sich dieses Spiel mal anzugucken. Dafür dass Heroes of the Storm kostenlos zum Herunterladen verfügbar ist, ist es jetzt schon sehr komplex und stetig am Wachsen.

 

 

 

Ergebnis: Definitiv Zockbar!

Mai 282015
 

Die Mauern sind zerstört, die Armee ist zerschlagen. Unter den Trümmern der Türme liegen die unschuldigen Handwerker und Bauern, die einfach Pech gehabt hatten. Die Ohren sind schon ganz taub vom Lärm der einschlagenden Steinbrocken und die Schreie der Soldaten werden nur durch den Kampfschrei der Feinde übertönt. Sie sind gleich da! Der Tod naht! Was habe ich nur falsch gemacht?

Stronghold Crusader ist ein Echtzeit-Strategiespiel von den britischen Entwicklern Firefly Sudios und der Nachfolger von dem bis Dato gefeierten Stronghold. Man schlüpft in die Rolle eines Lords einer Burg in einer Wüste – thematisch angelehnt an die Kreuzzüge. Anfangs hat man nur den Bergfried, ein paar Ressourcen und eine Hand voll Pikeniere und Bogenschützen. Ziel des Spiels ist es eine Burg zu errichten, eine Armee aufzubauen und anschließend die feindlichen Lords, versteckt in ihren eigenen Burgen natürlich, zu besiegen. Stronghold Crusader lebt von den drei Dimensionen, die man verwalten muss: Burgbau, Wirtschaft und Kampf. Dabei sind alle fest miteinander verwoben. Zuerst braucht man Ressourcen um Gebäude und Waffen bauen zu können. Dafür braucht man allerdings erst einmal Arbeitskräfte, die in die Burg einziehen. Damit sie dort auch bleiben muss man stets auf seine Beliebtheit achten. Fällt diese unter  50  fangen die Bewohner an das Weite zu suchen und legt die Wirtschaft lahm. Beliebtheit kann man vor allem durch das Versorgen der Bürger mit Nahrung, Religion und Geldgeschenken erlangen. Läuft die Wirtschaft, so kann man neben Nahrung auch Steine und Eisen produzieren, die man entweder Verkaufen oder Weiterverarbeiten kann, beispielsweise zu Armbrüsten, Mauern oder Gebäude. Das mag kompliziert klingen, ist es aber im Grunde nicht.
Läuft die Wirtschaft einmal kann man sich durch Mauern, Türmen, Burggräben, uvm. seine Burg frei Aufbauen. Anschließend, oder parallel, wird eine Armee aufgebaut, die nicht nur defensiv verwendet werden kann. Durch den Bau von Katapulten, Ballisten und anderen Belagerungsgeräten wird die Armee noch einmal um einiges Aufgewertet. Anschließend kann man Angriffe starten, das dauert meistens nicht lange, je nachdem wie viel Druck man ausüben möchte. Dabei steht einem wieder eine taktische Palette zur Verfügung. Greife ich zuerst seine Wirtschaft an, oder versuche ich gleich den Kern seiner Burg zu zerstören? Soll ich vielleicht ein paar Meuchelmörder die Mauern erklimmen lassen, oder die Burg anzünden und dann zuschlagen? Diese und noch viele weitere Fragen stellt man sich als Feldherr bei Stronghold.

Die Einheiten unterscheiden sich zwischen Arabern und Europäern. Die Araber kosten nur Geld, die Europäer hingegen kosten Geld und die benötigten Waffen müssen in der Waffenkammer vorhanden sein. Natürlich gibt es auch unterschiedliche Klassen. Wo man bei den Arabern berittene Bogenschützen vorfindet, gibt es bei den Europäern beispielsweise berittene Kreuzritter.
Eine lineare Story gibt es, wie im Vorgänger der Fall, nicht. Man kämpft sich entweder einem Kreuzzug entlang, wobei man gegen nicht zusammenhängende Gegner mit steigendem Schwierigkeitsgrad antritt, oder man erledigt Szenarien.

Stronghold Crusader wurde am 18. September 2002 veröffentlicht. Trotz einer HD-Auflage ist die Grafik veraltet. Trotz dessen sieht es ansehnlich aus. Die Wüste ist simpel, aber stimmig dargestellt. Die prächtige Vegetation und liebevoll animierten Figuren bringen leben in die Burg und die orientalische Musik ergänzt die Szene perfekt. Die veraltete Technik macht das Spiel durch ein immer noch motivierendes Gameplay wett.

Warum ist dieses, fast 13 Jahre alte Stronghold Crusader immer noch Spielens wert? Es motiviert. Stronghold 1 hat bei den Spielern Bedürfnisse nach einem ernsthaften Burgbau Spiel geweckt und Stronghold Crusader gibt ihnen genau das. Man kann sich im Vergleich zu seinem Vorgänger seine Gegner selbstständig Auswählen und neben den üblichen Verdächtigen, sind noch eine gewaltige Palette weiterer Gegner hinzugekommen. Jeder von ihnen hat eine eigene Taktik, jeder verwendet nur bestimmte Einheiten und baut seine Burg so, wie es für ihn typisch ist. Das erhöht den wiederspielwert und durch das freie Bauen der Burgen ermöglicht es dem Spieler ein vollkommenes System nach eigenen Wünschen zu schaffen. Ich habe mich schon öfters ertappt, wie ich einfach, obwohl ich es konnte, meinen Gegner nicht besiegt habe, um noch ein bisschen meine fleißigen Handwerker bei der Arbeit zu beobachten.

Pro:

+ freies Burgenbauen
+ kreative Freiheit
+ fest verwobenes System aus Wirtschaft, Kampf und Burgaufbau
+ interessantes Beliebtheit System (gerechter oder grausamer Herrscher)
+ glaubwürdige Atmosphäre
+ abwechslungsreiche Kämpfe

Contra:

– kein Tag & Nacht Wechsel
– Multiplayer trotz Überarbeitung nicht verbessert
– keine Formationen möglich
– teilweise Wegfindungsprobleme

Mai 262015
 

„Alter, installier dir das bloß nicht. Da kommste nicht mehr von weg.“
Die Worte klingeln mir noch heute im Ohr wie vor acht Monaten.

Es ist Oktober 2014. Nach einer partyreichen Nacht schlafe ich bei Freunden auf der Couch. Am nächsten Morgen werde ich zu actionreichem Gedudel, begleitet von klirrendem Stahl und einer Art Blitzeinschlag geweckt. Auf dem zweiten Sofa liegt noch jemand von den Party People und zockt auf seinem Smartphone. Ich habe keinen Schimmer was er tut, höre nur die repetetive Menümusik und ab und zu den Kampflärm. Fast schon einlullend.

Beim gemeinsamen Abendessen spielt er wieder und der morgendlichen Warnung zum Trotz riskiere ich einen Blick und frage nach. „Heroes Charge“ heißt das Spiel und ist zu dem Zeitpunkt noch gar nicht mal so lange auf dem Markt. Der erste Eindruck lässt mich zweifeln. Vor einem 2D-Hintergrund rennt das aus bis zu fünf Helden bestehende Team einigen Gegnern entgegen. Wenn sie aufeinandertreffen, wird solange zugehauen, bis nur noch Mitglieder eines Teams stehen. Der Clou des Spielers: Neben einer Lebensanzeige haben die Helden auch eine Energieanzeige, die sich langsam füllt. Voll aufgeladen, kann auf Knopfdruck die Spezialfähigkeit des jeweiligen Helden gezündet werden. Es wird kurz dunkel und dann ist richtig Rambazamba. Nur schien das dann auch alles zu sein. Jeder Kampf wird automatisch abgewickelt, die einzige Art Einfluss zu nehmen besteht im selbstgewählten Aktivieren der Spezialfähigkeit – die nach Aktivierung auch vollständig automatisch abläuft. Jetzt erklärt sich auch der Blitz. Einer der Helden ist ein Zwerg, der mit seinen zwei Streithämmern Blitze auf seine Feinde niederregnen lässt. Mein Kumpel selbst fand es eigentlich nur so mittelspannend und ich habe es ebenfalls als viel zu oberflächlich abgetan um wertvolle Freizeit darin zu investieren. Mensch, habe ich mich geirrt.

Ein paar Tage später habe ich es aus Langeweile ausprobiert. Und spiele bis heute.

 

Von schlimmen Stories und schnieken Level-Ups

Die Story von Heroes Charge ist allenfalls rudimentär vorhanden. Bis zu dieser Review wusste ich nichtmal, wie die Spielwelt heißt („Kron“) und noch immer nicht, worum es eigentlich geht. Beides hat aber denselben Wert wie eine Story für Tetris. Es gibt zwar ein paar einleitende Worte vor jedem Kampagnenkapitel und manche Helden sagen auch was dazu; die Texte wirken aber generisch und sind vollkommen irrelevant.

Die Entwickler uCool vermarkten Heroes Charge als „action RPG multiplayer online battle arena“, also dem MOBA-Genre zugehörig. Bei einer weiten Auslegung des Begriffes mag das auch hinkommen, wer aber ein App-Spiel erwartet, was League of Legends, Dota, Heroes of the Storm und Konsorten für Smartphone und Tablets umsetzt, wird enttäuscht werden.

In Heroes Charge geht es maßgeblich darum, nach und nach neue Helden freizuschalten, diese in unterschiedlichen Facetten zu optimieren und in verschiedenen Disziplinen die Ranglisten zu erobern. Die Kampagne besteht aus 14 Kapiteln, die jeweils aus 6-8 Haupt- sowie 10-14 Nebenschauplätzen bestehen und in einer festgelegten Reihenfolge erledigt werden müssen. Jeder Schauplatz entspricht einem Kampf, der wiederum aus drei Stufen besteht. Lebt am Ende der dritten Stufe noch zumindest einer unserer bis zu fünf Helden haben wir gewonnen und können zum nächsten Schauplatz ziehen. Nach erfolgreichen Kämpfen an Hauptschauplätzen schließt sich uns häufig der gerade besiegte Held an, den wir von nun an in unserem Team nutzen können. Die maximal fünf Helden pro Team können vor jedem Kampf beliebig aus den uns momentan zur Verfügung stehenden Helden gewählt werden. Aktuell gibt es 67 unterschiedliche Helden und jeden Monat kommen drei neue dazu.

Abseits der Kämpfe gibt es keine frei begehbare Welt. Stattdessen bewegen wir uns in einem auf Hafenstadt getrimmten 2D-Menü, von wo aus alle Funktionen angesteuert werden können. Die anfangs als Kernelement wahrgenommene Kampagne entpuppt sich allerdings zügig als nebensächlich. Sehr viel wichtiger sind die Elite-Level. Das sind dieselben Kampagnen-Hauptschauplätze, allerdings mit sehr viel schwierigeren Gegnern. Dafür kann man dort mit jedem erfolgreichen Absolvieren Seelensteine sammeln, mit denen – bei ausreichender Anzahl – neue Helden freigeschaltet und dann verbessert werden.

Die Wege, eigene Helden zu verbessern sind in Heroes Charge wahnsinnig umfangreich. Zunächst hat jeder Held einen Level, der sich durch den Einsatz in Kämpfen erhöht. Weiterhin verfügt jeder Held über vier unterschiedliche Fähigkeiten. Eine davon wird manuell vom Spieler gesteuert, die restlichen drei werden automatisch vom Helden nach Gutdünken eingesetzt. Jede einzelne Fähigkeit kann dabei auch nochmal individuell gelevelt werden, maximal auf die gleiche Stufe, die der Held selbst hat. Fähigkeiten werden also nicht automatisch stärker. Außerdem gibt es noch ein umfangreiches Gegenstands- und Craftsystem. Gegenstände gibt es in mehreren Seltenheitsstufen und können zu jeweils besseren zusammengefasst werden. Jeder Held kann bis zu sechs Gegenstände gleichzeitig tragen, diese sind aber vom Spiel vorgegeben, sodass es immer eine Anforderung gibt, welcher Gegenstand in welchen Slot ausgerüstet werden muss. Sind alle sechs Slots belegt, kann der Held aufgewertet werden. Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Levelsystem, was die Heldenstärke in Abhängigkeit von der verwendeten Ausrüstung angibt. Bessere Ausrüstung erfordert natürlich ein höheres Heldenlevel, sodass diese Systeme nicht gänzlich unabhängig voneinander sind. Diese „Ausrüstungslevel“ besitzen eine Farbcodierung. Jeder Held startet auf „grau“. Nachdem einmal alle sechs Slots gefüllt wurden, steigt er auf „grün“ auf. Danach kommen Zwischenschritte wie „grün+1“ gefolgt von weiteren Farben. Nach ca. zehn Schritten kommt mit „orange“ die höchste Stufe. Jeder Ausrüstungsgegenstand kann beim Verzauberer nochmal bis zu fünfmal aufgewertet werden, was ein zusätzliches Optimierungssystem darstellt. Schließlich gibt es noch ein „Sternlevel“ jedes Helden, das von eins bis fünf reicht. Ein Held mit einem Stern ist dabei schon wesentlich schlechter als derselbe Held mit zwei Sternen. Um Sternlevel aufzusteigen benötigt man die oben erwähnten Seelensteine. Für den Sprung auf Sternlevel 2 reichen 20 Steine. Von 4 auf 5 sind es dann schon 150 Steine.

Letztendlich will man also möglichst schnell für seine favorisierten Helden die Seelensteine, Gegenstände und Erfahrung sammeln, um ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Das eröffnet auch direkt den ersten Kritikpunkt: Wer versucht, alle Helden gleichmäßig auszubauen, wird über kurz oder lang extrem langsam vorankommen. Man ist gezwungen, sich auf 10 bis 15 Helden zu konzentrieren, um wirklich Fortschritte zu machen. Grund dafür sind die Ingame-Ressourcen.

 

Im Glanz von Gold und Edelsteinen

Um alle seine Aufgaben als Heldenverwalter durchzuführen gibt einem das Spiel drei Ressourcen an die Hand. Gold wird für das Leveln der Fähigkeiten sowie das Ausbauen von Helden und Gegenständen benötigt. Edelsteine sind vielfältig einzusetzen, ermöglichen allerdings meistens, bestehende Grenzen oder Einschränkungen zu umgehen. Ausdauer ist die wichtigste Ressource, da sie für jeden gestarteten Kampf benötigt wird, was zwischen 6 und 20 Ausdauer verbraucht. Ausdauer regeneriert sich mit einem Wert von 10 pro Stunde und kann Anfangs maximal in Höhe von 60 Einheiten aufbewahrt werden. Dann ist man gezwungen sie zu verbrauchen, wenn keine Ausdauer verfallen soll. Hier kommen auch die klassischen „Freemium“-Merkmale zum Tragen. Wer dauerhaft zügig vorankommen will, sollte sich mehrmals pro Tag innerhalb gewisser Abstände einloggen, um seine Ressourcen bestmöglich zu verteilen  und Belohnungen für sogenannte „Daily Quests“ und die tägliche Anmeldung abzuholen. Weiterhin ist zwar das gesamte Spiel kostenlos, wer Geld investiert sammelt dadurch aber Erfahrung für VIP-Level. Für das maximale VIP-Level von 15 müssen aber mehrere Tausend Dollar investiert werden. VIP-Nutzer genießen dabei verschiedene Vorteile wie das Zurücksetzen von Countdowns, mehr tägliche Ausdauer oder neue Helden früher nutzen zu können als andere Nutzer. Für Echtgeld kauft man sich hier Edelsteine, die diese ganzen Optionen möglich machen. An dieser Stelle sei allerdings gesagt, dass die VIP-Level keinesfalls nötig sind. Auch ein Pay-to-Win-System kann nicht unterstellt werden.



Mit meinen Leuten gegen alle Anderen

Heroes Charge ist ein stark kompetitiv geprägtes Spiel für fast alles gibt es Ranglisten, die in Echtzeit aktualisiert werden. So gibt es eine Rangliste in der Arena (bestes Team gegeneinander), in der großen Arena (beste drei Teams gegeneinander) oder für Errungenschaften wie größte Stärke, meiste gesammelte Sterne, etc. Darüber hinaus gibt es ein implementiertes Gildensystem. Bis zu 50 Spieler können sich zu einer Gilde zusammenschließen und in einer Art Extra-Kampagne Gildenraubzüge absolvieren um so weitere Boni zu erhalten. Auch eine Gildenrangliste gibt es natürlich für die einzelnen Server. Innerhalb der Gilden gibt es ein Söldnerlager, wo man eigene Helden den Gildenmitgliedern zur Nutzung zur Verfügung stellen kann.

Daneben gibt es noch weitere Elemente, die dem Spieler immer wieder neue taktische Überlegungen und Problemlösungen abverlangen, sei es bei der Verteidigung von Außenstationen oder Beutehöhlen, dem gemeinsamen Plündern von Tempeln oder dem Absolvieren von Sonderherausforderungen ins speziellen Gebieten wie dem Zeitspalt oder den Kreuzzügen. Außerdem gibt es Schatztruhen die gegen Gold erstanden werden können und mit ein bisschen Glück auch schonmal einen Helden ausspucken und viele zeitlich begrenzte Events, die z.B. für ein paar Tage Belohnungen aus bestimmten Herausforderungen verdoppeln.

 

Niedlich und tödlich

Die Grafik hat einen netten Comic-Look mit ansprechenden Animationen von Helden und Fähigkeiten. Die Hintergründe sind nicht weltbewegend aber schön anzuschauen und abwechslungsreich. Die Helden sind in einer Art gemäßigtem Chibi-Stil gehalten, sodass sie deutlich überdimensionierte Köpfe haben. Für das Design sei anzumerken, dass die maßgebliche Inspiration der Helden wohl von Dota 2 kommt. Ein Großteil findet sich fast 1:1 dort wieder. Aber es ist ja schließlich auch ein „MOBA“. Die für eine App ordentliche Technik zeigt sich allerdings vor allem beim Akku-Verbrauch, der sich ziemlich zügig leer spielt. Ohne schnelle Internetverbindung spielt es sich außerdem recht schleppend, da einzelne Aktionen mitunter sehr lange dauern. Außerhalb von WLAN-Netzen wird das Spielen dann zur Geduldsprobe.

Empfehlenswert? – Absolut!

Was als „viel zu oberflächlich“ begann hat mich schon bald in die klassische Rollenspiel-Spirale gezogen. „Nur noch den einen Gegenstand farmen“, „nur noch das eine Level“, „oh jetzt hab ich fast schon den neuen Helden“ – alles vielfach aufgetretene Situationen. Insofern mach Heroes Charge alles richtig, um die Leute bei der Stange zu halten. Für die meisten Farm-Angelegenheiten wie Gegenstände und Seelensteine gibt es direkt im Spiel Alternativen, die den Prozess beschleunigen können, dennoch nimmt das Fortschrittstempo gerade auf hohen Leveln merklich ab. Das Maximallevel pro Account (und damit gleichzeitig das Maximallevel für jeden einzelnen Helden) ist momentan 90 und dafür braucht man schon recht lange. Das Gildensystem tut sein Übriges um die Spieler zu motivieren. Der Austausch macht Spaß und hilft sogar immens um voran zu kommen. Je höher das Ranking der Gilde, desto deutlicher wird auch eine gewisse Organisationsstruktur, die aber keinesfalls Ausmaße wie in den großen MMORPGs annimmt. Heroes Charge bietet außerdem eine erstaunliche Tiefe an Kombinations- und Optimierungsmöglichkeiten, an denen man immer noch ein bisschen feilen kann. Es macht auch bei verhältnismäßig geringem Involvement Spaß und bietet ein ausreichend schnelles Vorankommen ohne Geld investieren zu müssen.

Der Kumpel aus dem letzten Jahr ist übrigens nicht mehr dabei. Aber es kann ja auch nicht allen gefallen. Ich bin dafür fast auf dem Maximallevel (zurzeit 89) und plane auch nicht aufzuhören.

 

Pro & Contra

+ Suchtspirale setzt ein
+ ansprechender Comic-Stil
+ großer Wiedererkennungswert für Dota-Spieler
+ vielfältige Levelsysteme
+ permanent neue Inhalte
+ Gildensystem

– auf hohen Leveln elend langes Grinden
– hoher Akku-Verbrauch
– ohne WLAN nervig
– frühe Fokussierung auf wenige Helden notwendig
– Story vollkommen belanglos
– einige Lokalisierungsfehler und seltsame Übersetzungen

Mai 212015
 

Kois sind im echten Leben ganz schön teuer. Ein Fisch kann über 1.000 Euro kosten. Wer jedoch ein bisschen Geld sparen will und trotzdem nicht auf die Fische verzichten möchte für den ist die kostenlose App „Zen Koi“ das passende Spiel. Auch zur Entspannung und dem Spielen nebenbei ist es gut geeignet.

 

Aller Anfang ist schwer

Schon beim Download des Spiels fällt einem die wirklich schöne Grafik des Spiels auf. Die Fische haben verschiedene Muster, wie auch die echten Kois, sind allerdings etwas farbenfroher mit beispielsweise violetten oder türkisen Akzenten. Man hofft, dass die Grafik keinen Einfluss auf den Spielfluss nimmt und schon wird man mit einem Fisch in einen Teich geworfen.

Das Gameplay ist zum Glück sehr intuitiv (die Grafik nimmt keinen Einfluss auf das Spiel) und erinnert stark an die Anfangsphase von Spore. Man muss den Fisch nach Futter jagen lassen, damit er Level aufsteigt und den Teich erweitern kann. Anders als bei Spore entwickelt sich der Fisch aber nicht so weiter, dass er aufs Land geht. Stattdessen werden seine drei Fähigkeiten geskillt (Agilität, Tempo und Seltenheit). Das Leveln gestaltet sich also nicht als schwierig.

Die Bewegungen des Fisches sind sehr anschaulich und elegant gestaltet. Durch die ruhigen Bewegungen und die auch sehr ruhige Begleitmusik bekommt man keinen Adrenalinschub bei diesem Spiel. Nach einem gestressten Arbeitstag kann man Zen Koi starten und erst mal abschalten, denn durch die intuitive Gestaltung muss man nicht viel nachdenken.

 

Sammlung vervollständigen und Drachen züchten

Sobald der Fisch ein bestimmtes Level erreicht hat, kann er sich mit anderen Kois paaren. Ziel dieser Verpaarung ist es, seine Sammlung zu vervollständigen! Denn die Fische haben verschiedene Muster und Farben und verschiedene Seltenheitsgrade. Diese gilt es alle einmal besessen zu haben. Freunde können hier nachhelfen indem man Fische untereinander tauscht.

Nachdem man unermüdlich den Teich erweitert hat, passiert ein Wunder wie bei Pokémon damals. Wer kennt nicht den tollpatschigen Nichtskönner Karpador… Wenn man diesen Fisch jedoch lang genug trainiert hat, verwandelt er sich in einen großen, gefährlichen Drachen. Mit den Kois in diesem Spiel trägt man zwar keine Kämpfe aus aber auch sie verwandeln sich in Drachen, wofür man eine kleine Spielbelohnung in Form von Ingamewährung erhält. Dennoch kommt diese Verwandlung von Fisch in Drache ziemlich plötzlich – schön anzusehen sind die Drachen trotzdem. Auch hier gilt es wieder die Drachensammlung zu vervollständigen. Mit den Drachen kann man leider nicht weiter spielen und man muss einen neuen Fisch dazu bringen, sich in einen Drachen zu verwandeln.

Fazit

Zen Koi ist wahrlich kein anspruchsvolles oder actionreiches Spiel. Jedoch kann man sich durchaus ein paar Stunden damit beschäftigen um wieder das Gefühl zu haben, ein Tamagotchi zu besitzen, das sich in einen coolen Drachen verwandeln kann.

Pros & Cons

+ schöne Grafik

+ intuitives Gameplay

+ sehr einfache Ziele

– Immer gleicher Spielablauf mit jedem Fisch

– Sehr einfache Ziele

– Kann schnell langweilig werden

 

Mai 192015
 

Ein Schlachtruf ertönt durch die Welt: Die Elemente sollen einem grünen Orc helfen. Dieser Orc ist kein gewöhnlicher Orc: Er ist der alte Kriegshäuptling der Horde: Thrall. Neben ihm taucht eine blonde Schönheit in einer weiß-blauen, hautengen Rüstung mit einem langen Sniper-Gewehr auf. Die „Ghost“ Nova visiert ein rotes, gehörntes, muskulöses Monster aus der Unterwelt an: Diablo. Was sich zuerst wie ein Crossover aus Warcraft, Starcraft und Diablo anhört, liegt dabei gar nicht mal so falsch. Blizzard schickt seine Helden aus den Spiele-Universen in die Kampfarena. Warum sich dieses Spiel trotz großer Konkurrenz wie League of Legends (LoL), Defence of the Ancients 2 (Dota 2) oder Smite halten wird, könnt ihr in diesem Review nachlesen: Continue reading »

Mai 122015
 

„I don’t want to set the world on fire…“

Ein Atomkrieg, der die Welt in einen postapokalyptischen Zustand versetzt hat. Einen technischen Rückschlag um mehrere hunderte Jahre. Eine Zivilisation, die seitdem nichts gelernt hat. Willkommen in der Welt von Fallout 3, einem verwüsteten Gebiet in und um Washington DC…

…wovon man anfangs überhaupt nichts mitbekommt, denn die Welt in die der Held geboren wird, besteht aus Stahl und einer 3 Meter hohen Decke. Als Bewohner der Vault 101, einem Atomschutzbunker, gehört man zu den Glücklichen, die von der Außenwelt nichts mitbekommen. Die Steuerung lernt man, während die Kindheit des Protagonisten spielerisch erzählt wird. Man erlebt die Geburt, die ersten Schritte, den zehnten Geburtstag, absolviert den Abschlusstest und anschließend wird man als volljähriger unangenehm geweckt und erfährt, dass der Vater des Protagonisten aus der Vault abgehauen ist. Man sollte vielleicht noch wissen, dass dies ein schweres Kapitalverbrechen ist. Der Aufseher des Bunkers versucht nämlich mit jedem erdenklichen Mittel, die Bewohner der Vault 101 von der Außenwelt fern zu halten. Als Sohn, oder Tochter, des Flüchtlings bleibt dir keine Wahl, als ebenfalls zu fliehen und der Junge, oder das Mädchen, dessen Welt bis jetzt nur aus begrenzenden Stahlwänden bestand, erblickt zum ersten Mal die grelle und verwüstete Oberfläche. Und da beginnt das Abenteuer.

„…I just want to start…“

Die Welt von Fallout besteht, neben dem kaputten Areal, aus kleinen, improvisierten Städtchen. So findet sich der Held auf seiner Reise in zerstörten Gebäuden, oder einem, zu einer Stadt umgebauten Schlachtschiff ein. Dort gibt es neben dem Hauptquest immer diverse Aufträge zu erledigen, wobei Wendungen in der Questline keine Seltenheit sind. Neben kleineren Aufträgen, wie das erforschen von zerfallenen Ruinen, gibt es auch größere Nebenaufgaben. In einer Mission muss man einen Androiden, der sich wie ein Mensch verhält und aussieht, einfangen. Dabei steht man vor der Wahl, ob man ihn den Erbauer zurück bringt, der ihn wieder zu einer willenlosen Marionette macht, oder ihn frei leben lässt – schließlich verdienen Androiden doch auch ein Recht auf Leben, oder? Je nachdem wie man sich entscheidet, gibt es nicht nur andere Belohnungen, es ändert sich auch das Karma. Abhängig davon, ob man gutes oder schlechtes Karma hat, wird der Held von den Bewohnern des Ödlandes anders wahrgenommen.
Das sogenannte „Pip Boy“ – das all-in-one Inventar von Fallout 3 – hat neben den üblichen Funktionen, wie Ausrüstung anlegen und Aufträge markieren, auch noch ein paar nette Spielereien. Dazu zählt eine integrierte Taschenleuchte und ein Radio, welche jederzeit benutzt werden können.


„…a flame in your heart.“

Gekämpft wird in Fallout 3 natürlich auch. Dabei hat man eine große Palette von Möglichkeiten: Angefangen von konventionellen Schusswaffen (z.B. Gewehre, Pistolen und Flinten), hat man noch Laserwaffen, Raketenwerfer, sogar eine sogenannte „Fatman“ zum verschießen von Mini-Atombomben. Natürlich dürfen die Klassiker aus dem Nahkampf (z.B. Hammer, Messer, Knochensäge) und der Sprengstoffabteilung (z.B. Landminen, Splittergranaten) nicht fehlen. Im Spiel kann man jederzeit zwischen der Third-Person und der First-Person Ansicht wechseln, nützlicher beim Kampf ist natürlich letztere. Zusätzlich gibt es noch den V.A.T.S. Modus, indem der Spieler ganz in Ruhe das Spiel kurz anhalten kann, sich die Körperteile auswählt, die er Treffen möchte, und dann geht das Spiel kurz in Zeitlupe weiter und wir genießen die Show.
Die Gegner im Ödland sind, neben mutierten Tieren und durchgedrehten Robotern, vor allem Banditen und Supermutanten. Hat man Gegner gekillt bekommt man, wie bei abgeschlossenen Quests, Erfahrungspunkte. Reicht es dann zum Level-up, wird das Spiel kurz pausiert und man darf die Punkte in verschiedenen Spezialisierungen verteilen, beispielsweise in Schleichen, Reparieren, Medizin, Sprache, Feilschen, Nahkampf, etc. Anschließend wählt man noch eine besondere Fertigkeit aus, z.B. „Härte“ – damit steckt man mehr Schaden weg, oder „Kind im Herzen“ – damit stehen einzigartige Dialogoptionen mit Kindern zur Verfügung.

Die veraltete Technik aus der Zukunft

Technisch schlug Fallout 3 2008 ein, wie eine Bombe. Bethesda Softworks hat sich der schon bei The Elder Scrolls IV benutzten Gemebryo Engine bedient, welche 2006 das erste Mal zum Einsatz kam. Heute allerdings begeistert die Grafik kaum noch. Die Texturen sind oft verschwommen, die Gesichter plump animiert – für die heutigen Verhältnisse zumindest. Doch wir haben bei The Elder Scrolls V Skyrim gesehen, dass Bethesda Softworks noch lange nicht am Ende ist.
Wem die Grafik mittlerweile zu alt ist, kann mit den zahlreichen Modifikationen von Nexusmods sein Spiel um einiges aufwerten. Das schöne ist, dass diese Mods bist heute weiterentwickelt werden und somit das Spiel nicht abstirbt.
Vom Sound her erzeugt das Spiel eine krasse Atmosphäre. Vom wehenden Wind in der Ödnis, bis hin zum rasselnden Einkaufswagen, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt – Bethesda hat viel Liebe ins Detail gesteckt. Lediglich die sich immer wiederholenden Radiosongs können nerven. Aber zum Glück kann man diese ja ausschalten.

War…War never changes

Warum berichte ich im Jahre 2015 über ein sieben Jahre altes Spiel? Weil Fallout 3 ein Meilenstein ist – ein sehr komplexer sogar. Das Spiel fesselt mit seinen großartigen Momenten, stellt den Spieler oft vor schwierigen Entscheidungen und lässt nie Langeweile aufkommen, da es immer etwas zu entdecken gibt.
Für jeden Rollenspielfan, der mit der Postapokalypse etwas anfangen kann, ist dieses Spiel ein Muss. Durch die Mods kann man die Grafik und die Animationen wieder auf den neuesten Stand bringen. Wer noch nicht genug hat, kann sich die Erweiterungen zu Fallout 3 in der „Game of the Year Edition“ holen.
Mich persönlich begeistert das Spiel dadurch, dass es viele moralische Denkanstöße gibt. Denn trotz allen Katastrophen, die der Mensch hinter sich hat, nach all dem Leid, dass er gesehen hat, nach all den Fehlern, die er begangen hat: er hat nichts gelernt und die Menschheit bekriegt sich weiterhin.

Pro:
+ dichte und glaubwürdige Atmosphäre
+ große und detaillierte Welt
+ gute Hauptstory, noch bessere Nebenstories
+ markante Figuren
+ moralische Entscheidungen mit Konsequenzen
+ motivierendes Levelsystem
+ Bulletcam gut gelungen
+ MODS!!! (PC)

Contra:
– schwaches Kampfverhalten der KI
– Kämpfe oft unübersichtlich
– in Deutschland zensiert
– Übersetzungsfehler
– Gespräche manchmal falsch abgemischt

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