Dez 162014
 

Namco Bandai hat Naruto Ultimate Ninja Storm 4 für das Jahr 2015 bestätigt. Ein genaues Datum bleibt vorerst offen, dennoch dürfen wir einen optischen Leckerbissen erwarten. Das schlechte daran: das Spiel erscheint nur für PC, Xbox One und PS4. Doch das soll unsere Vorfreude auf das Spiel nicht bremsen. Glaubt man den ersten Bildern aus dem Spiel, so wird sich der Umstieg auf die Next Gen lohnen!

Dez 162014
 

 

Was zunächst wie ein schlechter Witz klingt, ist in Wirklichkeit ein relativ kniffliges 2-D Jump n Run Game. Das Spiel kam dieses Jahr im Juni raus und spricht damit alle Gamer an, die gerne in der Zeit zurückreisen und noch einmal in der Pixelwelt unterwegs sein wollen. Doch was es mit dem Schaufelritter auf sich hat und warum mich dieses Spiel nicht überzeugen konnte, verrät dieser Test.

Die Helden heißen Shovel Knight und Shield Knight. Zusammen begaben sie sich auf viele Abenteuerreisen, immer auf der Jagd nach neuen Schätzen. Doch als sie den Tower of Fate erkunden wollten, verfielen beide einem verfluchten Amulett und wurden getrennt. Nachdem er seinen Kumpanen verloren hatte, ging der Schaufelritter ins Exil. Doch eine finstere Macht hat sich mit der Zeit ausgebreitet und nun ist es für den Shovel Knight wieder an der Zeit, nach der Waffe – in seinem Fall der Schaufel – zu greifen.

 

Das Ziel des Spieles ist es The Order of No Quarter – bestehend aus acht Bossen – zu besiegen und den Shield Knight zu finden und zu retten. Vor jedem Boss gibt es erst einmal ein Gebiet, durch das sich der Held kämpfen muss. Alle Gebiete sind vom Design her einzigartig und abwechslungsreich. Mal muss man sich durch eine Burg voller Fieslinge kämpfen, das andere Mal befindet man sich unter Wasser und muss sich mit der veränderten Schwerkraft auseinandersetzen und wieder ein anderes Mal befindet man sich in einer Burg, in der alle paar Sekunden das Licht ausgeht. Die Steuerung ist sehr einfach. Man läuft nach links oder rechts, man kann springen, oder die Schaufel verwenden um entweder Gegner zu besiegen oder den Weg frei zu buddeln. Nebenbei sammelt man noch Schätze ein, die man dann in Dörfern für verbesserte Ausrüstung, neue Fähigkeiten, mehr Lebenspunkte oder Magiepunkte eintauschen kann. Wenn man stirbt, verliert man einen Teil seiner Beute und kann ihn – wie bei Dark Souls – am Ort des Todes wieder einsammeln. Stirbt man bevor man die Beute eingesammelt hat, so ist sie ganz verloren. Apropos sterben. Das tut man ziemlich oft in Shovel Knight. Die Entwickler haben viele bösartige Monster und fiese Fallen eingebaut und zudem gibt es fordernde Bosskämpfe, die sehr viel Durchhaltevermögen von euch abverlangen. Wenn man getroffen wird, nimmt man nicht nur Schaden, sondern man wird auch weggestoßen und ist kurzzeitig bewegungsunfähig. Erfolgreich ist man nur, wenn man sich das Moveset der Gegner genau anschaut und studiert. Hat man das drauf, sind die Kämpfe deutlich einfacher, dennoch nervig, da sich euer Held etwa so zäh wie Gummi fortbewegt. Das ist vor allem bei Gegnern, die schneller als man selbst sind, sehr frustrierend.

Technisch spielt sich Shovel Knight wie auf meinem alten Game Boy Color. Die Welt ist verpixelt und liebevoll gestaltet; der 8-bit Soundtrack ist zwar anfangs motivierend, doch am Ende nur noch nervig. Die Charaktere sind trotz des Settings schön anzuschauen, auch wenn es statt den gesprochenen Dialogen nur Textblasen gibt. Das Spiel hat keine hohen Systemanforderungen und läuft auf einem Mittelklasse PC auf etwa 60 FPS – alles andere hätte mich auch gewundert.

Warum nur werde ich mit dem Schaufelritter nicht so ganz warm? Nun, das liegt zum einen an der zähen Steuerung, die mir im späteren Spielverlauf sehr viel Dynamik wegnimmt. Zum anderen liegt das auch an dem Gameplay an sich. Man kann sich Fähigkeiten kaufen, die leider meistens nutzlos sind. Beispielsweise kann man einen starken Schlag mit der Schaufel freischalten, der allerdings nur wenig bringt, da man beim Aufladen meist unterbrochen wird und daher kleine und schnelle Schläge effektiver sind. Und was passiert, wenn man nur die gleiche Attacke macht, die gleichen Bewegungen immer und immer wieder wiederholt? Richtig: Eintönigkeit. Ich rate euch: kauft euch dieses Spiel, wenn es bei Steam im Angebot ist, ansonsten lasst es. Es ist keines der Spiele, bei denen man großartig etwas verpasst.

Dez 162014
 

Rollenspielfans weltweit freuen sich schon wie kleine Kinder auf den 2015 erscheinenden dritten Teil der Witcher-Serie, welcher den Titel „Wild Hunt“ (deutsch: Wilde Jagd) tragen wird. Nun hat Entwickler CD Project Red die Vermutungen einiger Fans zur Spielbarkeit eines zweiten Charakters neben Protagonist Geralt bestätigt. Wie mancherseits schon vermutet wurde, wird es Ciri sein, eine Nachfahrin einer alten Elfenblutlinie. Jedoch wird man nicht frei zwischen Ciri und Geralt switchen können, sondern ein Charakterwechsel nur in bestimmten, wichtigen Abschnitten der Story  vollzogen werden. Ciri soll ausschließlich dazu dienen, die Erzählung der Geschichte zu unterstützen. Diese Einschränkung wird Anhängern der Serie, welche sich bereits auf eine eventuelle komplette zweite Story gefreut haben, nicht gefallen.

Der Spielstil wird seitens CD Project als „schnell und agil“ beschrieben, was vielleicht auf eine Art Assassine/Dieb hindeuten könnte. Man darf also auf die Umsetzung gespannt sein, vor allem da bereits die im Vorfeld geleakden Bilder äußerst vielversprechend sind.

Erste Eindrücke über Ciri liefert der unten verlinkte „Elder Blood“-Trailer

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Dez 162014
 

Kochshows! Wer kennt sie heutzutage nicht beziehungsweise hat nicht schon mal über ein derartiges Format beim nachmittäglichen Relaxen drübergezappt? Ob jetzt ein Henssler gegrillt wird oder der Lafer den Lichter lecker macht ist mittlerweile schon komplett egal. Jeder zweite Kanal scheint zeitweise zum Mekka der Brutzler und Bräter zu werden. Eins haben sie aber alle gemeinsam. Sobald es an die Zutaten geht wird geschnibbelt und geschnetzelt was das Zeug hält. Ginge man nach diesem Kriterium so könnte Lo Wang, der Hauptcharakter in dem Spiel Shadow Warrior des polnischen Studios Flying Wild Hog, sofort an der Stelle eines der Sterneköche platznehmen. Denn der Protagonist weiß hervorragend mit seinen Schneidwerkzeugen umzugehen, sobald seine Widersacher das Schlachtfeld betreten. Und wenn es in Japan, dem Spielort des Gemetzels, eines gibt, dann sind es rasiermesserscharfe Klingen.

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YOU GOT THE TOUCH!: Durchgeknallte Charaktercombo

Nachdem Lo Wang es gründlich vergeigt hat, seinen Job, das legendäre Ninjaschwert Nobitsura Kage für seinen Auftraggeber, die halbseidene Zilla Corporation zu beschaffen blüht ihm jede Menge Ärger. Mit einem Mal scheinen ihm sowohl Diesseits wie auch Jenseits feindlich gesinnt zu sein. Also bleibt ihm nichts Anderes übrig als sich gut zu bewaffnen und in die blutige Schlacht zu ziehen. Das Wort blutig wird hier nur allzu wörtlich genommen, da das Spiel von Splatter- und Ragdoll-Effekten reichlich Gebrauch macht. Bei der Schnetzelorgie quer durch das WhoIsWho der Dämonenwelt, die sich ab und an mit menschlichen Gegnern abwechselt(, was den Blutfluss aber keineswegs verringert), bekommt Lo mehr oder weniger tatkräftige Unterstützung durch das Geisterwesen Hoji, welche stilecht erstmal mit einem High-Five besiegelt wird.

Das Dreamteam aus zwei Welten verliert sich während des Spielens immer wieder in humoristische Wortgefechte, die, wenn man genau hinhört, auch hin und wieder Anspielung auf Filme oder Games enthalten. Das genaue Hinhören ist hierbei Pflicht, denn eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht. Maximal Untertitel können gewählt werden, was aber angesichts der teils grottigen deutschen Vertonung á la TES:Oblivion dem vorzuziehen ist.

YOU GOT THE POWER! : Wirbeln,Schnetzeln, Heilen – und das ganz nochmal von vorn´

Wiederum ganz in Deutsch präsentiert sich der Fertigkeitenbaum, welcher aber im Vergleich zu anderen Spielen eher ein Bäumchen ist. Hier kann man Lo mit den spielerisch erhaltenen Karmapunkten und KI-Kristallen Skills, wie z.B. eine 360°-Drehung, bei welcher die Gegner gleich reihenweise geteilt werden, aneignen oder seine Gesundheit verbessern. So entstehen flotte Moves beim Schwingen des eigenen Katanas, das man ebenfalls, wie alle anderen Waffen auch, mit dem im Spiel gefundenen Geld upgraden kann. Denn: Wer wollte nich schon immer mal mit ´ner vierläufigen Schroti (Schrotflinte) auf Dämonenjagd gehen? Hier kommen Rambo-Fans voll auf ihre Kosten, während Freunde des lautlosen Kills lieber die Finger von diesem Spiel lassen sollten. Jedoch hätte es auch gar keinen Sinn einen haushoch gewachsenen Dämonenanführer mit einem Sneak Kill á la Assassins Creed abzumurksen, das wäre wahrscheinlich unter der Würde des Hünen.

Hat man dann den letzten Gegner einmal mit viel Getöse in die ewigen Jagdgründe verwiesen, gilt es sich weiter durch die unterschiedlichsten Szenarien zu bewegen. Ob man in einem japanischen Tempel oder zwischen den Fabrikanlagen eines Industriegebietes unterwegs ist spielt dabei keine Rolle, die Aufgabe bleibt immer die gleiche. Schnetzeln, Ballern und ab und an mal ein Geheimnis aufstöbern.

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Ich glaub ich steh´ (schon wieder) im Wald!

Das Leveldesign ist dabei immer ansprechend modelliert und so manch´ lustige Anspielung versteckt sich hinter mancher Pixelwand. So passiert es schon mal, dass sich ein Dämon noch vor dem Kampf im hauseigenen Whirlpool der Körperpflege widmet. Ja Hygiene muss sein – auch hier.

In diesem Sinne zieht man durch die unterschiedlichen Level und erkundet jeden Winkel, denn es könnte dort ja ein Geheimnis warten. Unterbrochen werden diese dabei von verzweigten Waldstücken. Wald, Wald und immer wieder dieser Wald. Die Entwickler müssen die reinsten Öko-Freaks gewesen sein, denn Shadow Warrior könnte sich auch für eine Kampagne zur Rettung der japanischen Wälder eignen, so viel Grün wie man hier untergebracht hat. Kaum hat man ein Areal hinter sich gelassen, kann man mit neunundneunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit vorhersagen was als nächstes kommen wird. Genau. Wald. Welcher zwar auch hübsch umgesetzt ist jedoch einfach eine zu häufige Anwendung findet. Zusätzlich stört, dass vor jedem Levelübertritt erst einmal eine (wenn auch kurze) Ladepause eingelegt wird, welche das den Spielfluss nur unnötig unterbricht. Hier hätte man vielleicht sauberer arbeiten können. Der Rest der Technik funktioniert dafür aber tadellos und wenn man nicht gerade ein Tor zum nächsten Abschnitt öffnet liefert das Spiel eine konstant hohe Framerate, die nie unter 45 FPS fällt und daher durchweg flüssig rüberkommt.

Fazit: Ein „Shooter“ alter Schule – endlich!

Wer sich in der heutigen Zeit weniger für taktische Scharmützel erwärmen kann und mal endlich wieder einen reinen „Shooter“ ohne Schleichpassagen oder James Bond-Allüren sucht, der ist bei diesem Spiel genau richtig. Rasante Kämpfe, gehäckselte Dämonen, coole Sprüche, verrückte Waffen und eine noch verrücktere Protagonisten-Combo machen Shadow Warrior zu einem Geheimtipp auf Steam und einem würdigen Nachfolger Vorgängers, der schon 1997 Klassikerstatus erreichte. Die kleinen technischen Unzulänglichkeiten und der ziemlich lineare Spielverlauf, der einem keine filmreife Story präsentiert sind bei den fetzigen Kampfeinlagen und witzigen Gimmicks schnell vergessen und man fühlt sich wieder zurückversetzt in die eigene Kindheit. So war es zumindest bei mir 

(P.S.: Mittlerweile kann man auch auf den Next-Gen-Konsolen die aberwitzige Dämonenhatz betreiben)

Dez 122014
 

Borderlands. Kaum eine andere Spielereihe steht für so für dicke Waffen, schrägen Humor und fetten Loot wie der First-Person-Shooter, der 2009 von Gearbox und 2K Games auf den vorweihnachtlichen Markt geworfen wurde. Was darauf folgte, ist Videospiel-Geschichte: Bis heute verkaufte sich der erste Teil der Borderlands-Reihe 4,5 Millionen mal. Borderlands 2 strich bei Metacritic und GameRankings 90er Wertungen ein. Folgt nur der dritte Streich? Oder besser gesagt der eineinhalbste? Im Oktober dieses Jahres erschien „Borderlands: The Pre-Sequel“, eine Brücke zwischen dem ersten und zweiten Teil. Ein seltsames Story-Konzept in einer der erfolgreichsten Spielereihen der jüngeren Geschichte, das uns einen genaueren Blick wert ist.

Diesmal verschlägt es vier neue Kammerjäger auf den Pandora-Mond Elpis, um (mal wieder) eine der sagenumwobenen und mit hoffentlich mit Schätzen gefüllten Kammern öffnen. Wir ziehen aber nicht auf eigene Faust los, sondern werden von Handsome Jack persönlich angeleitet. Ja, dem gleichen Handsome Jack, der uns in Borderlands 2 das Leben schwer gemacht hat. Zumindest fast, denn „Borderlands: The Pre-Sequel“ erzählt wie aus dem Schiffstechniker Jack, der Robo-Pandora-Diktator wird, den wir kennen und hassen. Als Neuankömmlinge auf der Hyperion-Station „Helios“ beginnen wir unsere Reise, als diese plötzlich von der Lost Legion unter Befehl der Kommandantin Zarpedeon angegriffen wird. Daraufhin schickt uns Jack los, um eine schlagkräftige Roboter-Armee aufzubauen und die Raumstation zurückzuerobern.

Leider stellt sich „Borderlands: The Pre-Sequel“ damit oft selbst ein Bein. Jack übernimmt so eine ausfüllend geschriebene Rolle, dass die Antagonistin, Legionskommandantin Zarpedeon, dagegen zu einer charakterlosen Hülle verblast. Dazu trägt auch die hervorragende deutsche Synchronisation Jacks, gesprochen von Kai Teschner, der einigen vielleicht als Mr. Burns (The Simpsons) oder Saren (Mass Effect 2) bekannt ist, bei.

Dem spritzig-schrägen Humor des Spiels beeinflusst das zum Glück aber gar nicht. In guter Borderlands-Manier stolpern wir neben der Hauptstory in unzähligen Nebenquests über Mond & Raumstation und von Lachflash zu Lachflash. Dabei treffen wir auf absurde Charaktere wie den Büriff (Bürgermeister und Sheriff in Personalunion) oder schießen uns durch Massen von Aliens, um den letzten Willen eines gefallenen Legionssoldaten zu erfüllen: Seinem Kollegen zu sagen, er sei ein Arsch!

 

Schießen ohne Zielen und trotzdem treffen? Nisha’s Action-Skill

Vor Spielstart wählen wir wieder aus vier Charakteren, die uns aber diesmal schon aus dem Borderlands-Universum bekannt sind. Der knallharte Söldner Wilhelm, die schlagfertige Revolverheldin Nisha, die gestählte Gladiatorin Athena und Claptrap. Die kleine sympathische Blechbüchse mischt diesmal also kräftig im Kampfgeschehen mit, anstatt wie im ersten Teil gerne mal kaputt im Level zu liegen. Allerdings wäre Claptrap nicht Claptrap, würde das alles reibungslos verlaufen. Sein Action-Skill wird jedes mal neu ausgewürfelt, so schießen wir mal zweihändig, mal gehen wir in den Nahkampf, mal verwandeln wir uns in einen mechanischen Gandalf und verzaubern unsere Kugeln, sodass diese viel schneller unterwegs sind. Ein Spielstil, der sicher nicht jedem liegt, aber sicher den außergewöhnlichsten der vier Klassen darstellt. Das Skillsystem selbst hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht verändert, frei nach dem Motto „Never touch a running system!“.

 

Mit Strahlenwaffen gegen Mechs? Endlaser!

Weiters Merkmal der Borderlands-Serie: Unglaublich viele zufallsgenerierte Waffen! Natürlich sind diese auch wieder in „Borderlands: The Pre-Sequel“ wieder am Start, ergänzt durch zwei neue Gattungen. Eiswaffen frieren unsere Gegner ein, sodass wir sie grafisch spektakulär in hunderte Splitter zerbröseln können. Außerdem hat 2K dem Spiel Laserwaffen, Railguns und ein paar andere Kleinigkeiten hinzugefügt.

Außerdem machen wir uns auf dem Mond die schwache Schwerkraft zunutze. Wir hovern, machen Doppelsprünge, nutzen Jump-Pads oder dashen von oben auf unsere überraschten Gegner. Im Vakuum der Mondoberfläche schleppen wir Sauerstofftanks mit uns herum dank derer wir uns zwar schneller bewegen können, dennoch sollten wir nie vergessen, dass wir auch noch etwas Luft zum atmen brauchen. Ein hübsche Idee, auch wenn man sie im Spiel ruhig etwas relevanter hätte machen können. Wirklich achten auf den Trade-Off zwischen Atmen und Tricks müssen wir nämlich selten, da immer genug Möglichkeiten bestehen, Sauerstoff nachzutanken. Leider eine verpasste Chance…

 

Stilsichere Comic-Grafik. So kennen wir Borderlands!

Der Look von Borderlands ist nach wie vor einzigartig. Die Shader-Grafik und die Zusammenstellung der Farben wirkt zu jedem Zeitpunkt stimmig. Die Texturen sind passend gewählt und wirken besonders in der PC-Version sehr knackig. Hier außerdem ein echtes Highlight: Vereiste Gegner, die wir in kleine Splitter schießen, und die wabernde Säure der Korrosionswaffen.

Insgesamt macht „Borderlands: The Pre-Sequel“ einen soliden Eindruck, bleibt aber hinter Borderlands 2 meiner Meinung nach ein bisschen zurück. Die Antagonisten sind einfach zu blass, das graue Mond-Setting bietet zu wenig Abwechslung im Vergleich zum farbenfrohen Pandora. Wer allerdings schon vor Weihnachten Lust auf dicken Loot hat und einen der besten Koop-Shooter sucht, kommt um dieses Spiel definitiv nicht herum!

 

Dez 102014
 

Gestern wurde ein DLC zum Horror-Gore-Game THE EVIL WITHIN angekündigt. Es wird im Frühjahr 2015 erscheinen und soll auf den Namen „The Assignment“ hören.

Publisher „Bethesda“ gab außerdem bekannt, dass nicht Detektiv Sebastian, sondern seine Kollegin Judi Kidman die Hauptrolle spielen wird. Sie soll die Story aus ihrer Sich erzählen. Dabei stehen die Kapitel 5 und 9 von THE EVIL WITHIN im Fokus. „The Assignment“ wird das Erste der drei DLCs sein, welche im Laufe des nächsten Jahres erscheinen werden.

Das Konzept klingt schon mal spannend und wir freuen uns auf’s Neue, ordentlich geschockt zu werden!

 Posted by at 11:27
Dez 052014
 

Nach einer längeren Pause meldet sich der Horror Friday zurück und hat ein Spiel parat, das vor allem optisch in der Horrorspielewelt noch Seinesgleichen sucht. Warum es sich in Darstellung, Atmosphäre und nicht zuletzt geschichtlichem Hintergrund von anderen Games des Genres deutlich unterscheidet, erfahrt ihr in der heutigen Review zu „Neverending Nightmares“.


Schaut euch einmal diesen Screenshot an. Habt ihr schon einmal ein Horrorspiel in dieser minimalistischer, aber irgendwie doch detailreicher Darstellung gesehen? Wenn überhaupt, dann sehr selten. Was zunächst aber wie ein zum Leben erweckter Haufen an Kinderzeichnungen aussieht, entwickelt sich zu einem kleinen Horrortrip für euch und den armen Pyjama tragenden Kerl im Spiel.
Thomas, der eben genannte arme Kerl, wacht mitten in der Nacht in einer einsamen Villa auf und macht sich auf den Weg, das Haus zu erkunden. Klar, weil das ja die beste Aktivität überhaupt mitten in der Nacht ist!

Bei seinem Mitternachtsspaziergang entdeckt Thomas nach und nach die gruseligen Einzelheiten und letztendlich auch die handfesten Gefahren, die das Haus für ihn bereit hält. Und weil das nicht genug ist, wacht er von Zeit zu Zeit erneut in einer noch fruchteinflösenderen, verrotteten Version des Hauses auf und setzt seine Erkundungen fort. Ein Alptraum, der nicht zu enden scheint. (Applaus für die sinngemäße Nutzung des Spieletitels!) Dabei begegnet er immer wieder einem Mädchen mit langen schwarzen Haaren, das nach jedem Erwecken eine andere Rolle zu spielen scheint. Thomas‘ Psyche scheint einen großen Zusammenbruch erlitten zu haben und versucht nun mit großer Anstrengung, die offensichtlich tramatischen Erlebnisse zu verarbeiten.


Die Details, die „Neverending Nightmares“ so atmosphärisch intensiv machen, sind in allen Größen und Formen anzufinden.
Da  wäre zunächst das Blut, wahlweise an Wänden, Böden, gemischt mit Innereien oder gar an Leichen(haufen) zu finden, das schon von Beginn an Unheil verkündet. Da die restliche Spieleumgebung (bis auf wenige Außnahmen) in einem kahlen Schwarz-Weiß gehalten ist, könnt ihr gar nicht anders, als diese leuchtend roten Flecken intensiv wahrzunehmen. Eine große Blutlache in „The Evil Within“? Meh, schon gesehen, schon durchgeschwommen. Eine Blutpfütze in „Neverending Nightmares“? OH MEIN GOTT.
Neben diesem netten Gore-Effekt kann Thomas durch viele clever platzierten Gegenständen wie Familienporträts, Möbeln, Spielzeug und vor allem sehr gruseligen Puppen mehr über seine Vergangenheit und Familie erfahren.
Aber Blutlachen und Möbel können Thomas nicht körperlich schaden. Die Monster im Spiel hingegen schon.
„Neverending Nightmares“ beinhaltet Kreaturen wie mutierte Monsterbabys und Verrückte mit zugenähten Augen in Zwangsjacken, die überall im Haus umherstreifen. Thomas muss sich entweder mit einer Axt verteidigen oder sich in einem Schrank verstecken. Beide Methoden haben aber keine Erfolgsgarantie. Und wenn Thomas stirbt, wacht er wieder in einem Bett auf. Wo wir wieder bei dem nicht endenen Albtraum wären…


Neben der packenden Story, die dem Spieler sehr gekonnt nur häppchenweise und subtil vermittelt wird, ist die bereits angepriesene Grafik der eigentliche Trumph von „Neverending Nightmares“. Ich kann mich nur wiederholen, aber noch nie habe ich ein Horrospiel in einer ähnlichen Grafik und Aufmachung gespielt. Die Schatten bestehen aus vielen kurzen schwarzen Strichen und dennoch sind sie nicht weniger gruselig als die Dunkelheit in Spielen wie „Resident Evil“. Sie bewegen sich mit dem Licht oder verschlucken Thomas ohne jegliche Vorwarnung, sodass dieser sich erst eine Lichtquelle suchen muss, bevor er den kohlrabenschwarzen Teil des Hauses erkunden kann. Und der Spieler macht sich währenddessen in die Hose.
Oh, und nicht zu vergessen die Musik! Die Musik allein lässt schon Gänsehaut entstehen. So, habe ich nun alle Merkmale des Spiels angepriesen?

–SPOILER WARNUNG–
Ein weiterer sehr packender Aspekt von „Neverending Nightmares“ sind die verschiedenen Handlungslinien, die der Spieler nach und nach freischaltet, je nachdem welche Entscheidung oder welchen Weg er an bestimmten Stellen des Spiel wählt.
Ist die myteriöse schwarzhaarige Frau nun Thomas‘ Ehefrau, Schwester, oder gar Tochter? Ist sie tot oder noch am Leben? Ist Thomas verrückt geworden, oder einfach nur vereinsamt? Hat er jemanden umgebracht oder ist er unschuldig? Alle Enden lassen einige Fragen und viel Raum für Spekulationen offen, so dass sich jeder eine für sich plausible Variante der Geschichte zurechtlegen kann.
–SPOILER WARNUND ENDE–


Und warum „Neverending Nightmares“ auch noch über seinen Inhalt hinaus eine Bedeutung hat? Laut Matt Gilgenbach, Designer des Spiels, wurde die Story und die Atmosphäre größtenteils von seinen eigenen Schwierigkeiten mit Depression und Zwangsstörungen inspiriert. Unsere Horror-Redaktion ist sich einig, dass Herr Gilgenbach es mit Bravour geschafft hat, dem Spieler Einblick in die Psyche eines leidenden Menschen zu geben. Einen wirklich gruseligen Einblick. Ihr seht, in „Neverending Nightmares“ steckt viel Herzblut.
Da ist es gar nicht verwunderlich, dass das Spiel mehr als erfolgreich über Crowdfunding finanziert wurde, nachdem Ende letzten Jahres eine Demo des Spiels im Netz veröffentlicht wurde. Selbst sehr bekannte Youtuber zeigten sich seitdem mehr als begeistert.

Das Horrorgame könnt ihr euch unter anderem über Steam und dem Humble Store für rund 15€ kaufen. Gut inverstiertes Geld, sagen wir.

Autor: Johanna R.

 Posted by at 17:40
Dez 052014
 

Schon seit längerer Zeit erfreuen sich Let´s Play-Videos auf Youtube, sowie Live-Streams von Gamern auf Twitch immer größerer Beliebtheit. Das Ganze reicht mittlerweile hin bis zu professionell organisierten und ausgeführten Übertragungen von E-Sports-Turnieren. Nun hat sich auch Valve dazu aufgeschwungen, im Bereich des Spielestreamings einzusteigen und mit der neuesten Beta des hauseigenen Steam-Clients diesem eine Broadcasting (Übertragungs-) –Funktion spendiert.

Dadurch haben Nutzer nun die Möglichkeit ihren Freunden sowie anderen beliegen Spielern live beim Zocken zusehen zu können und dabei mit den anderen Zuschauern zu chatten. Dies erfordert weder den Besitz des verfolgten Spieles noch entstehen hieraus irgendwelche Kosten. Natürlich kann man auf demselben Weg auch seinen eigenen Stream ins Netz schicken. Eine ordentliche Internetbandbreite ist dafür selbstverständlich die Hauptvorraussetzung. Mit diesem Schritt will Valve vor allem der Marktmacht von Twitch entgegentreten und sich Anteile an einem immer lukrativeren Geschäft sichern.

Um das neue Feature nutzen zu können, muss sich der Steam-User lediglich für die Betaversionen des Clients „anmelden“. Dazu geht man im Client oben links auf den Reiter „Steam“ -> „Einstellungen“ -> „Account“ und aktiviert in diesem Fenster bei „Betateilnahme“ das „Steam Beta Update“.

Viel Spaß beim Streamen. Man sieht sich 😉

Dez 042014
 

 

Die neueste Erweiterung zu Blizzards online Trading Card Game Hearthstone „Goblins vs. Gnomes“ wird voraussichtlich nächsten Dienstag zum Spiel hinzugefügt. Der Patch hält über 120 neuen Karten bereit, welche über ein neues Card-Pack entweder aus der Arena, durch Ingame-Währung oder gecraftet zu erhalten sind. Auch einige Änderungen an bereits existierenden Karten sind Teil der Expansion, welche unter anderem die Anzahl an Wunder vollbringenden Schurken die euch in Ranglistenspielen begegnen deutlich reduzieren dürfte.

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 Posted by at 16:29
Dez 042014
 

Als Telltale Games Anfang 2012 ihren späteren Durchbruch, „The Walking Dead“ auf den Markt brachten, dürften sich einige Leute gefragt haben wieso ihnen diese Grafik so verdammt bekannt vorkommt. „Das sieht aus wie Borderlands!“. So oder so ähnlich, spukte es durch viele Köpfe. Der typische Comic-Style der von Gearbox Software entwickelten Arcade Shooter Reihe rund um Gewalt, Waffen und Zynismus, zog sich seit der The Walking Dead-Comic-Adaption durch alle Point-and-Click Spiele aus dem Hause Telltale.

Mit „Tales from the Borderlands (Episode 1)” treffen zwei Welten aufeinander, die auf den ersten Blick nur ihren Art-Style gemein haben. Auf der einen Seite, der feuchte Traum unserer pubertierenden Vergangenheit: das komplett auf Explosionen ausgerichtete und sich selbst nie wirklich ernst nehmende Borderlands mit seiner unüberschaubaren Anzahl an Waffen. Auf der anderen Seite die Telltale Spiele, welche sich konsequent weigern, ein echtes Kampfsystem in ihre Spiele zu integrieren, in denen Gesprächsoptionen ohnehin die stärksten Waffen sind, die dem Spieler zur Verfügung stehen. Wie also passen diese beiden Genres zusammen? Richtig, richtig gut lautet die Antwort!

Wie von Telltale gewohnt, präsentiert sich auch Tales from the Borderlands gesplittet in fünf Episoden. Mit dem gestern veröffentlichten Game of Thrones Ableger des Spiele Studios, dürfte sich somit der bereits etablierte Zyklus von einer Episode alle zwei bis drei Monate einstellen. Neben dem Artwork ist das Spiel grafisch, nach der letzten Episode aus The Walking Dead Season 2, ein Schritt nach vorne – wenn auch nur ein Kleiner. Die Mimik der Charaktere wirkt lebendiger, jedoch sind die Texturen neben den Figuren-Sprites teilweise nicht schön anzusehen. Der Kontrast aus beidem ist so stark, dass er dem Spielerlebnis zur Last fallen könnte, jedoch nur, wenn man genau hinschaut. Ansonsten ist zur Technik des Spiels nicht mehr viel zu sagen. Es sei jedoch erwähnt, dass Telltale es versäumt hat einen separaten Lautstärkeregler für Dialoge zu liefern. Bei einer auf Pandora spielenden Geschichte, kann es dadurch durchaus vorkommen, dass die Explosionen im Hintergrund euren Charakter deutlich übertönen. Darüber hinaus könnten für diejenigen von Euch, die bereits auf einen 4K Monitor umgestellt haben, die Sichtbarkeit des Mauszeigers zum Problem werden, was besonders in Quick-Time-Events (sog. „QTEs“) schnell zu Frustrationen führen kann.

 

Peek-a-boo! Wo ist der Cursor?

Das Herzstück des Spiels stellt – selbstverständlich – die Story dar. Und die ist mal wieder wirklich gut gelungen. Böse Zungen behaupten zwar, dies sei vor allem der vornehmen Zurückhaltung von Gearbox geschuldet, ich selbst ziehe jedoch lieber den Hut vor dem Autorenteam der Kalifornier von Telltale. Kein Charakter ist ein flaches Klischee, wie es bei Borderlands doch so gerne der Fall ist. Jede Person, jeder Freak, sogar jeder Roboter der euch begegnet ist eine durchdachte Persönlichkeit. Dies gilt vor allem für die vom Spieler kontrollierten Charaktere.

Die beiden Hauptcharaktere

Ohne groß zu Spoilern: Ihr übernehmt in Tales from the Borderlands die Rolle des Hyperion-Angestellten – jep, wir sind die Bösen! – Rhys, sowie der Kleinkriminellen Fiona. Ein Vault-Hunter tritt während der Story natürlich auch auf, doch habt Ihr währenddessen mehr damit zu tun, euer eigenes Leben zu retten. Und dies stellt sich ohne besondere Waffen oder übermenschliche Kampffähigkeiten als schwieriger heraus als angenommen. Ganz ohne spezielle Skills kommen die Charaktere jedoch nicht aus.  Während Rhys durch sein bionisches Auge in der Lage ist, seine Umwelt zu scannen und dadurch zwar lustige aber ansonsten (bisher) nutzlose Hintergrundinformationen zu erhalten, hat Fiona die Fähigkeit so gut wie überall Bargeld aufzutreiben, was Euch neue Gesprächsoptionen ermöglicht.

Und Gesprächsoptionen sind das, was Euch am häufigsten begegnen wird. Der Spieler wird permanent vor Entscheidungen gestellt, die den Spielverlauf beeinflussen. Versucht Ihr euren gegenüber mit bestechender Prosa zu überzeugen? Oder ist sich auf die Knie werfen und betteln die bessere Option? Was Ihr auch wählt, diese Entscheidung könnte, auch zwei Episoden später, noch einmal bedeutend werden.

Eine von vielen Entscheidungen vor die der Spieler gestellt wird.

Bei so viel Story, bleibt das Gameplay naturgemäß etwas auf der Strecke. Die Spiele von Telltale verstanden sich jedoch schon immer eher als interaktive Geschichten und nicht als klassische Videospiele. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die Action-Sequenzen die schwächsten Teile des Spiels sind. Zwar sind die QTEs für jedes Lebewesen mit aktivem Puls spätestens im zweiten Versuch machbar (solange man seinen Mauszeiger sehen kann!), jedoch schafften es diese Abschnitte nicht, mich wirklich mitzureißen.

Dennoch ist Tales from the Borderlands (Episode 1)  die gelungene Kombination zweier Gegensätze. Ihr mögt die Telltale Games? Euch wird Tales from the Borderlands gefallen. Ihr mochtet an Borderlands neben der Möglichkeit brennenden Psychos den Kopf abzuschlagen auch den Humor? Euch wird Tales from the Borderlands gefallen. Mehr auch hier.

Als bekennender Fan beider Spiele bleibt mir nur noch zu konstatieren: „ Dieses Spiel riecht KÖÖÖÖÖÖSTLICH!!!“.

 Posted by at 16:00
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