Mai 292015
 

Seit gestern bekämpfen sich wieder zehn E-Sport-Teams in der Disziplin „League of Legends“. In den Berliner Riot Games-Studios kann man sich die Teams, die sich für den „Summer Split“ qualifiziert haben, live oder per Stream anschauen. Folgende Teams haben sich für die Sommersaison der LCS (League Championship Series) in Europa qualifiziert: Copenhagen Wolves, Elements, Fnatic, Gambit Gaming, GIANTS! Gaming, H2k-Gaming, Origen, SK Gaming, Team ROCCAT und Unicorns of Love. Die Teams stehen sich in 9 Wochen zu jeweils 2 Spielen gegenüber. In einem abschließenden Turnier, wo die sechs besten Teams der Saison sich qualifizieren können, spielen sie um so genannte Championship Points. Die drei Teams, die am Ende die meisten Punkte haben, fliegen zur Weltmeisterschaft.
Außerdem fängt auch die nordamerikanische LCS ab dem 30. Mai an. Dort haben sich folgende Teams qualifiziert: Cloud9, Counter Logic Gaming, Enemy eSports, Gravity Gaming, Team 8, Team Dignitas, Team Dragon Knights, Team Impulse, Team Liquid und Team SoloMid. Dort herrscht dasselbe Prinzip wie in Europa.
Die europäischen Teams spielen am Donnerstag und am Freitag ab ca. 18 Uhr deutscher Zeit, die nordamerikanischen Teams Samstag und Sonntag ab ca. 21 Uhr deutscher Zeit. Weitere Informationen findet ihr auf den Seiten von Riot Games: http://euw.lolesports.com/ und http://na.lolesports.com/

Mai 282015
 

Die Mauern sind zerstört, die Armee ist zerschlagen. Unter den Trümmern der Türme liegen die unschuldigen Handwerker und Bauern, die einfach Pech gehabt hatten. Die Ohren sind schon ganz taub vom Lärm der einschlagenden Steinbrocken und die Schreie der Soldaten werden nur durch den Kampfschrei der Feinde übertönt. Sie sind gleich da! Der Tod naht! Was habe ich nur falsch gemacht?

Stronghold Crusader ist ein Echtzeit-Strategiespiel von den britischen Entwicklern Firefly Sudios und der Nachfolger von dem bis Dato gefeierten Stronghold. Man schlüpft in die Rolle eines Lords einer Burg in einer Wüste – thematisch angelehnt an die Kreuzzüge. Anfangs hat man nur den Bergfried, ein paar Ressourcen und eine Hand voll Pikeniere und Bogenschützen. Ziel des Spiels ist es eine Burg zu errichten, eine Armee aufzubauen und anschließend die feindlichen Lords, versteckt in ihren eigenen Burgen natürlich, zu besiegen. Stronghold Crusader lebt von den drei Dimensionen, die man verwalten muss: Burgbau, Wirtschaft und Kampf. Dabei sind alle fest miteinander verwoben. Zuerst braucht man Ressourcen um Gebäude und Waffen bauen zu können. Dafür braucht man allerdings erst einmal Arbeitskräfte, die in die Burg einziehen. Damit sie dort auch bleiben muss man stets auf seine Beliebtheit achten. Fällt diese unter  50  fangen die Bewohner an das Weite zu suchen und legt die Wirtschaft lahm. Beliebtheit kann man vor allem durch das Versorgen der Bürger mit Nahrung, Religion und Geldgeschenken erlangen. Läuft die Wirtschaft, so kann man neben Nahrung auch Steine und Eisen produzieren, die man entweder Verkaufen oder Weiterverarbeiten kann, beispielsweise zu Armbrüsten, Mauern oder Gebäude. Das mag kompliziert klingen, ist es aber im Grunde nicht.
Läuft die Wirtschaft einmal kann man sich durch Mauern, Türmen, Burggräben, uvm. seine Burg frei Aufbauen. Anschließend, oder parallel, wird eine Armee aufgebaut, die nicht nur defensiv verwendet werden kann. Durch den Bau von Katapulten, Ballisten und anderen Belagerungsgeräten wird die Armee noch einmal um einiges Aufgewertet. Anschließend kann man Angriffe starten, das dauert meistens nicht lange, je nachdem wie viel Druck man ausüben möchte. Dabei steht einem wieder eine taktische Palette zur Verfügung. Greife ich zuerst seine Wirtschaft an, oder versuche ich gleich den Kern seiner Burg zu zerstören? Soll ich vielleicht ein paar Meuchelmörder die Mauern erklimmen lassen, oder die Burg anzünden und dann zuschlagen? Diese und noch viele weitere Fragen stellt man sich als Feldherr bei Stronghold.

Die Einheiten unterscheiden sich zwischen Arabern und Europäern. Die Araber kosten nur Geld, die Europäer hingegen kosten Geld und die benötigten Waffen müssen in der Waffenkammer vorhanden sein. Natürlich gibt es auch unterschiedliche Klassen. Wo man bei den Arabern berittene Bogenschützen vorfindet, gibt es bei den Europäern beispielsweise berittene Kreuzritter.
Eine lineare Story gibt es, wie im Vorgänger der Fall, nicht. Man kämpft sich entweder einem Kreuzzug entlang, wobei man gegen nicht zusammenhängende Gegner mit steigendem Schwierigkeitsgrad antritt, oder man erledigt Szenarien.

Stronghold Crusader wurde am 18. September 2002 veröffentlicht. Trotz einer HD-Auflage ist die Grafik veraltet. Trotz dessen sieht es ansehnlich aus. Die Wüste ist simpel, aber stimmig dargestellt. Die prächtige Vegetation und liebevoll animierten Figuren bringen leben in die Burg und die orientalische Musik ergänzt die Szene perfekt. Die veraltete Technik macht das Spiel durch ein immer noch motivierendes Gameplay wett.

Warum ist dieses, fast 13 Jahre alte Stronghold Crusader immer noch Spielens wert? Es motiviert. Stronghold 1 hat bei den Spielern Bedürfnisse nach einem ernsthaften Burgbau Spiel geweckt und Stronghold Crusader gibt ihnen genau das. Man kann sich im Vergleich zu seinem Vorgänger seine Gegner selbstständig Auswählen und neben den üblichen Verdächtigen, sind noch eine gewaltige Palette weiterer Gegner hinzugekommen. Jeder von ihnen hat eine eigene Taktik, jeder verwendet nur bestimmte Einheiten und baut seine Burg so, wie es für ihn typisch ist. Das erhöht den wiederspielwert und durch das freie Bauen der Burgen ermöglicht es dem Spieler ein vollkommenes System nach eigenen Wünschen zu schaffen. Ich habe mich schon öfters ertappt, wie ich einfach, obwohl ich es konnte, meinen Gegner nicht besiegt habe, um noch ein bisschen meine fleißigen Handwerker bei der Arbeit zu beobachten.

Pro:

+ freies Burgenbauen
+ kreative Freiheit
+ fest verwobenes System aus Wirtschaft, Kampf und Burgaufbau
+ interessantes Beliebtheit System (gerechter oder grausamer Herrscher)
+ glaubwürdige Atmosphäre
+ abwechslungsreiche Kämpfe

Contra:

– kein Tag & Nacht Wechsel
– Multiplayer trotz Überarbeitung nicht verbessert
– keine Formationen möglich
– teilweise Wegfindungsprobleme

Mai 282015
 

Moonrise ist ein Spiel, das an Pokémon erinnert. Nun haben die Entwickler Undead  Labs dieses MMO bei Steam mit Early Access veröffentlicht. Weil es noch eine frühe Version des Spiels ist, können noch einige Bugs auftreten oder einige Inhalte komplett fehlen. Bei Steam gibt es das Spiel in zwei Variaten zu kaufen, in denen man In-Game-Gold, Gems, Booster und Zugriff auf bestimmte Kreaturen bekommt. In Moonrise übernimmt man die Rolle eines Warden um Solari-Kreaturen von dem Einfluss des Mondes zu befreien. Auf der Reise tritt man, ähnlich wie bei Pokémon, gegen NPCs oder andere Spieler an. Die Kreaturen entwickeln sich weiter und damit auch die Strategie des Spielers.

Mai 272015
 
Super Smash Bros. Wii U

Ein Turnier-Veranstalter aus Florida hat ein Kopfgeld in Höhe von 250 US-Dollar auf einen Spieler der Wii-U-Version von Super Smash Bros. ausgesetzt. Wenig später wurde die Prämie sogar noch auf 500 US-Dollar erhöht.

250 US-Dollar hat der Veranstalter eines Super Smash Bros.-Turniers in Florida als »Kopfgeld« auf einen Spieler namens Gonzalo ›Zero‹ Barrios ausgesetzt. Wenig später schloss sich dann noch der Leiter einer der größten Smash-Bros-Communites im Internet dem Aufruf an und erhöhte die Prämie noch einmal um 250 US-Dollar auf nun insgesamt 500 US-Dollar.

Das alles klingt jedoch weit dramatischer als es das letztlich ist: Das einzige, was sich Barrios zu Schulden kommen lassen hat, ist nämlich seine weiße Weste. Seit November 2014 gewann der Spieler jedes einzelne Turnier, an dem er teilnahm. Insgesamt verbuchte Barrios so bis heute 34 Turniersiege. Das ursprünglich vom Organisator des sogenannten Community Effort Orlando ausgesetzt Kopfgeld gilt also selbstverständlich nur für einen virtuellen Sieg über den bisher ungeschlagenen Turnierspieler.

 

Der nahm die Aktion dann letztlich auch sportlich: »Zeigt mir, was ihr drauf habt«, forderte Barrios seine Gegner per Twitter heraus und versprach den beiden Prämiengebern, dass ihr Geld ohnehin in ihren Portemonnaies bleiben werde.

Super Smash Bros. Wii U

Mai 262015
 

„Alter, installier dir das bloß nicht. Da kommste nicht mehr von weg.“
Die Worte klingeln mir noch heute im Ohr wie vor acht Monaten.

Es ist Oktober 2014. Nach einer partyreichen Nacht schlafe ich bei Freunden auf der Couch. Am nächsten Morgen werde ich zu actionreichem Gedudel, begleitet von klirrendem Stahl und einer Art Blitzeinschlag geweckt. Auf dem zweiten Sofa liegt noch jemand von den Party People und zockt auf seinem Smartphone. Ich habe keinen Schimmer was er tut, höre nur die repetetive Menümusik und ab und zu den Kampflärm. Fast schon einlullend.

Beim gemeinsamen Abendessen spielt er wieder und der morgendlichen Warnung zum Trotz riskiere ich einen Blick und frage nach. „Heroes Charge“ heißt das Spiel und ist zu dem Zeitpunkt noch gar nicht mal so lange auf dem Markt. Der erste Eindruck lässt mich zweifeln. Vor einem 2D-Hintergrund rennt das aus bis zu fünf Helden bestehende Team einigen Gegnern entgegen. Wenn sie aufeinandertreffen, wird solange zugehauen, bis nur noch Mitglieder eines Teams stehen. Der Clou des Spielers: Neben einer Lebensanzeige haben die Helden auch eine Energieanzeige, die sich langsam füllt. Voll aufgeladen, kann auf Knopfdruck die Spezialfähigkeit des jeweiligen Helden gezündet werden. Es wird kurz dunkel und dann ist richtig Rambazamba. Nur schien das dann auch alles zu sein. Jeder Kampf wird automatisch abgewickelt, die einzige Art Einfluss zu nehmen besteht im selbstgewählten Aktivieren der Spezialfähigkeit – die nach Aktivierung auch vollständig automatisch abläuft. Jetzt erklärt sich auch der Blitz. Einer der Helden ist ein Zwerg, der mit seinen zwei Streithämmern Blitze auf seine Feinde niederregnen lässt. Mein Kumpel selbst fand es eigentlich nur so mittelspannend und ich habe es ebenfalls als viel zu oberflächlich abgetan um wertvolle Freizeit darin zu investieren. Mensch, habe ich mich geirrt.

Ein paar Tage später habe ich es aus Langeweile ausprobiert. Und spiele bis heute.

 

Von schlimmen Stories und schnieken Level-Ups

Die Story von Heroes Charge ist allenfalls rudimentär vorhanden. Bis zu dieser Review wusste ich nichtmal, wie die Spielwelt heißt („Kron“) und noch immer nicht, worum es eigentlich geht. Beides hat aber denselben Wert wie eine Story für Tetris. Es gibt zwar ein paar einleitende Worte vor jedem Kampagnenkapitel und manche Helden sagen auch was dazu; die Texte wirken aber generisch und sind vollkommen irrelevant.

Die Entwickler uCool vermarkten Heroes Charge als „action RPG multiplayer online battle arena“, also dem MOBA-Genre zugehörig. Bei einer weiten Auslegung des Begriffes mag das auch hinkommen, wer aber ein App-Spiel erwartet, was League of Legends, Dota, Heroes of the Storm und Konsorten für Smartphone und Tablets umsetzt, wird enttäuscht werden.

In Heroes Charge geht es maßgeblich darum, nach und nach neue Helden freizuschalten, diese in unterschiedlichen Facetten zu optimieren und in verschiedenen Disziplinen die Ranglisten zu erobern. Die Kampagne besteht aus 14 Kapiteln, die jeweils aus 6-8 Haupt- sowie 10-14 Nebenschauplätzen bestehen und in einer festgelegten Reihenfolge erledigt werden müssen. Jeder Schauplatz entspricht einem Kampf, der wiederum aus drei Stufen besteht. Lebt am Ende der dritten Stufe noch zumindest einer unserer bis zu fünf Helden haben wir gewonnen und können zum nächsten Schauplatz ziehen. Nach erfolgreichen Kämpfen an Hauptschauplätzen schließt sich uns häufig der gerade besiegte Held an, den wir von nun an in unserem Team nutzen können. Die maximal fünf Helden pro Team können vor jedem Kampf beliebig aus den uns momentan zur Verfügung stehenden Helden gewählt werden. Aktuell gibt es 67 unterschiedliche Helden und jeden Monat kommen drei neue dazu.

Abseits der Kämpfe gibt es keine frei begehbare Welt. Stattdessen bewegen wir uns in einem auf Hafenstadt getrimmten 2D-Menü, von wo aus alle Funktionen angesteuert werden können. Die anfangs als Kernelement wahrgenommene Kampagne entpuppt sich allerdings zügig als nebensächlich. Sehr viel wichtiger sind die Elite-Level. Das sind dieselben Kampagnen-Hauptschauplätze, allerdings mit sehr viel schwierigeren Gegnern. Dafür kann man dort mit jedem erfolgreichen Absolvieren Seelensteine sammeln, mit denen – bei ausreichender Anzahl – neue Helden freigeschaltet und dann verbessert werden.

Die Wege, eigene Helden zu verbessern sind in Heroes Charge wahnsinnig umfangreich. Zunächst hat jeder Held einen Level, der sich durch den Einsatz in Kämpfen erhöht. Weiterhin verfügt jeder Held über vier unterschiedliche Fähigkeiten. Eine davon wird manuell vom Spieler gesteuert, die restlichen drei werden automatisch vom Helden nach Gutdünken eingesetzt. Jede einzelne Fähigkeit kann dabei auch nochmal individuell gelevelt werden, maximal auf die gleiche Stufe, die der Held selbst hat. Fähigkeiten werden also nicht automatisch stärker. Außerdem gibt es noch ein umfangreiches Gegenstands- und Craftsystem. Gegenstände gibt es in mehreren Seltenheitsstufen und können zu jeweils besseren zusammengefasst werden. Jeder Held kann bis zu sechs Gegenstände gleichzeitig tragen, diese sind aber vom Spiel vorgegeben, sodass es immer eine Anforderung gibt, welcher Gegenstand in welchen Slot ausgerüstet werden muss. Sind alle sechs Slots belegt, kann der Held aufgewertet werden. Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Levelsystem, was die Heldenstärke in Abhängigkeit von der verwendeten Ausrüstung angibt. Bessere Ausrüstung erfordert natürlich ein höheres Heldenlevel, sodass diese Systeme nicht gänzlich unabhängig voneinander sind. Diese „Ausrüstungslevel“ besitzen eine Farbcodierung. Jeder Held startet auf „grau“. Nachdem einmal alle sechs Slots gefüllt wurden, steigt er auf „grün“ auf. Danach kommen Zwischenschritte wie „grün+1“ gefolgt von weiteren Farben. Nach ca. zehn Schritten kommt mit „orange“ die höchste Stufe. Jeder Ausrüstungsgegenstand kann beim Verzauberer nochmal bis zu fünfmal aufgewertet werden, was ein zusätzliches Optimierungssystem darstellt. Schließlich gibt es noch ein „Sternlevel“ jedes Helden, das von eins bis fünf reicht. Ein Held mit einem Stern ist dabei schon wesentlich schlechter als derselbe Held mit zwei Sternen. Um Sternlevel aufzusteigen benötigt man die oben erwähnten Seelensteine. Für den Sprung auf Sternlevel 2 reichen 20 Steine. Von 4 auf 5 sind es dann schon 150 Steine.

Letztendlich will man also möglichst schnell für seine favorisierten Helden die Seelensteine, Gegenstände und Erfahrung sammeln, um ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Das eröffnet auch direkt den ersten Kritikpunkt: Wer versucht, alle Helden gleichmäßig auszubauen, wird über kurz oder lang extrem langsam vorankommen. Man ist gezwungen, sich auf 10 bis 15 Helden zu konzentrieren, um wirklich Fortschritte zu machen. Grund dafür sind die Ingame-Ressourcen.

 

Im Glanz von Gold und Edelsteinen

Um alle seine Aufgaben als Heldenverwalter durchzuführen gibt einem das Spiel drei Ressourcen an die Hand. Gold wird für das Leveln der Fähigkeiten sowie das Ausbauen von Helden und Gegenständen benötigt. Edelsteine sind vielfältig einzusetzen, ermöglichen allerdings meistens, bestehende Grenzen oder Einschränkungen zu umgehen. Ausdauer ist die wichtigste Ressource, da sie für jeden gestarteten Kampf benötigt wird, was zwischen 6 und 20 Ausdauer verbraucht. Ausdauer regeneriert sich mit einem Wert von 10 pro Stunde und kann Anfangs maximal in Höhe von 60 Einheiten aufbewahrt werden. Dann ist man gezwungen sie zu verbrauchen, wenn keine Ausdauer verfallen soll. Hier kommen auch die klassischen „Freemium“-Merkmale zum Tragen. Wer dauerhaft zügig vorankommen will, sollte sich mehrmals pro Tag innerhalb gewisser Abstände einloggen, um seine Ressourcen bestmöglich zu verteilen  und Belohnungen für sogenannte „Daily Quests“ und die tägliche Anmeldung abzuholen. Weiterhin ist zwar das gesamte Spiel kostenlos, wer Geld investiert sammelt dadurch aber Erfahrung für VIP-Level. Für das maximale VIP-Level von 15 müssen aber mehrere Tausend Dollar investiert werden. VIP-Nutzer genießen dabei verschiedene Vorteile wie das Zurücksetzen von Countdowns, mehr tägliche Ausdauer oder neue Helden früher nutzen zu können als andere Nutzer. Für Echtgeld kauft man sich hier Edelsteine, die diese ganzen Optionen möglich machen. An dieser Stelle sei allerdings gesagt, dass die VIP-Level keinesfalls nötig sind. Auch ein Pay-to-Win-System kann nicht unterstellt werden.



Mit meinen Leuten gegen alle Anderen

Heroes Charge ist ein stark kompetitiv geprägtes Spiel für fast alles gibt es Ranglisten, die in Echtzeit aktualisiert werden. So gibt es eine Rangliste in der Arena (bestes Team gegeneinander), in der großen Arena (beste drei Teams gegeneinander) oder für Errungenschaften wie größte Stärke, meiste gesammelte Sterne, etc. Darüber hinaus gibt es ein implementiertes Gildensystem. Bis zu 50 Spieler können sich zu einer Gilde zusammenschließen und in einer Art Extra-Kampagne Gildenraubzüge absolvieren um so weitere Boni zu erhalten. Auch eine Gildenrangliste gibt es natürlich für die einzelnen Server. Innerhalb der Gilden gibt es ein Söldnerlager, wo man eigene Helden den Gildenmitgliedern zur Nutzung zur Verfügung stellen kann.

Daneben gibt es noch weitere Elemente, die dem Spieler immer wieder neue taktische Überlegungen und Problemlösungen abverlangen, sei es bei der Verteidigung von Außenstationen oder Beutehöhlen, dem gemeinsamen Plündern von Tempeln oder dem Absolvieren von Sonderherausforderungen ins speziellen Gebieten wie dem Zeitspalt oder den Kreuzzügen. Außerdem gibt es Schatztruhen die gegen Gold erstanden werden können und mit ein bisschen Glück auch schonmal einen Helden ausspucken und viele zeitlich begrenzte Events, die z.B. für ein paar Tage Belohnungen aus bestimmten Herausforderungen verdoppeln.

 

Niedlich und tödlich

Die Grafik hat einen netten Comic-Look mit ansprechenden Animationen von Helden und Fähigkeiten. Die Hintergründe sind nicht weltbewegend aber schön anzuschauen und abwechslungsreich. Die Helden sind in einer Art gemäßigtem Chibi-Stil gehalten, sodass sie deutlich überdimensionierte Köpfe haben. Für das Design sei anzumerken, dass die maßgebliche Inspiration der Helden wohl von Dota 2 kommt. Ein Großteil findet sich fast 1:1 dort wieder. Aber es ist ja schließlich auch ein „MOBA“. Die für eine App ordentliche Technik zeigt sich allerdings vor allem beim Akku-Verbrauch, der sich ziemlich zügig leer spielt. Ohne schnelle Internetverbindung spielt es sich außerdem recht schleppend, da einzelne Aktionen mitunter sehr lange dauern. Außerhalb von WLAN-Netzen wird das Spielen dann zur Geduldsprobe.

Empfehlenswert? – Absolut!

Was als „viel zu oberflächlich“ begann hat mich schon bald in die klassische Rollenspiel-Spirale gezogen. „Nur noch den einen Gegenstand farmen“, „nur noch das eine Level“, „oh jetzt hab ich fast schon den neuen Helden“ – alles vielfach aufgetretene Situationen. Insofern mach Heroes Charge alles richtig, um die Leute bei der Stange zu halten. Für die meisten Farm-Angelegenheiten wie Gegenstände und Seelensteine gibt es direkt im Spiel Alternativen, die den Prozess beschleunigen können, dennoch nimmt das Fortschrittstempo gerade auf hohen Leveln merklich ab. Das Maximallevel pro Account (und damit gleichzeitig das Maximallevel für jeden einzelnen Helden) ist momentan 90 und dafür braucht man schon recht lange. Das Gildensystem tut sein Übriges um die Spieler zu motivieren. Der Austausch macht Spaß und hilft sogar immens um voran zu kommen. Je höher das Ranking der Gilde, desto deutlicher wird auch eine gewisse Organisationsstruktur, die aber keinesfalls Ausmaße wie in den großen MMORPGs annimmt. Heroes Charge bietet außerdem eine erstaunliche Tiefe an Kombinations- und Optimierungsmöglichkeiten, an denen man immer noch ein bisschen feilen kann. Es macht auch bei verhältnismäßig geringem Involvement Spaß und bietet ein ausreichend schnelles Vorankommen ohne Geld investieren zu müssen.

Der Kumpel aus dem letzten Jahr ist übrigens nicht mehr dabei. Aber es kann ja auch nicht allen gefallen. Ich bin dafür fast auf dem Maximallevel (zurzeit 89) und plane auch nicht aufzuhören.

 

Pro & Contra

+ Suchtspirale setzt ein
+ ansprechender Comic-Stil
+ großer Wiedererkennungswert für Dota-Spieler
+ vielfältige Levelsysteme
+ permanent neue Inhalte
+ Gildensystem

– auf hohen Leveln elend langes Grinden
– hoher Akku-Verbrauch
– ohne WLAN nervig
– frühe Fokussierung auf wenige Helden notwendig
– Story vollkommen belanglos
– einige Lokalisierungsfehler und seltsame Übersetzungen

Mai 262015
 

Capcom hat heute offiziell bestätigt an einem Remake zu dem 2003 erschienenem Resident Evil Zero zu arbeiten. Das Spiel soll Anfang 2016 in Japan für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One erscheinen. Wann genau der Rest beliefert wird, ist noch unbekannt. Viel ist über das Rework noch nicht bekannt. Es soll die Grafik überarbeitet werden und die Auflösung HD sein. Weitere Änderungen sind jedoch nicht auszuschließen. Bisher hat Capcom nur einen Screenshot veröffentlicht:

Resident Evil ist ein Horror-Survival-Adventure und erschien erstmals 1996. RE 0 spielt storytechnisch vor dem ersten Teil und man schlüpft in die Rollen von Rebecca Chambers, sowie Billy Coen. Ein markantes Merkmal des Spieles ist, beide Charaktere gleichzeitig steuern zu können, um beispielsweise Rätsel zu lösen.

Mai 252015
 

Seit vergangenem Freitag strömen wieder etliche Vampirjäger durch Borgovia, das fiktive Land der Action-Rollenspiel-Reihe The Incredible Adventures of Van Helsing. Am 22.05.2015 hat das Independent Studio NeocoreGames den dritten Teil der zwar erfolgreichen, mitunter aber immer noch als Geheimtipp geltenden Serie auf Steam veröffentlicht. Mit dem Datum bleiben sie dabei ihrem Veröffentlichungsrhythmus treu: Teil eins kam am 22.05.2013, Teil zwei am 22.05.2014.

 

The Incredible Adventures of Van Helsing III ist ein klassischens Hack-and-Slay-Rollenspiel im Stil von Diablo. Für unseren Helden wählen wir eine von sechs Klassen (z.B. Bounty Hunter oder Constructor) und schnetzeln uns in bester Genre-Manier mit Schwert und Magie durch Borgova, die Hauptstadt des Landes. Neben einer Vielzahl düsterer Gegner gibt es wieder Unmengen an Gegenständen und ein umfangreiches und gegenüber den Vorgängern nochmal runderneuertes Fähigkeitensystem, um jeden einzelnen Charakter bis ins Mark zu individualisieren.

Die Van Helsing Reihe konnte schon seit dem ersten Teil wunderbar alleine gespielt werden und hat dank schön vertonten Gesprächen und allerlei Easter Eggs das Solo-Abenteuer zu einer unterhaltsamen Erfahrung gemacht und der dritte Teil ist da keine Ausnahme. Wer mag, kann sich aber auch drei Freunde ins Boot holen und im Koop-Modus Borgova unter die Lupe nehmen.

Kleiner Wehrmutstropfen für treue Fans der Reihe: Während im Vorgänger noch die Charaktere aus dem ersten Teil importiert werden konnten, steht Van Helsing III in dieser Hinsicht losgelöst da – ein neuer Charakter ist Pflicht.

Mai 222015
 

In dem Online-Survivalspiel H1Z1 wurden am vergangenen Wochenende mehrere tausend Cheater vom Entwickler Daybreak Game Company gebannt. Doch sie geben den Spielern eine weitere Chance, indem sie sich entschuldigen. Doch nicht eine einfache Entschuldigung per Email an das Entwickler-Team – nein! In mehreren Tweets hat der Präsident John Smedley bekanntgegeben, dass die Cheater sich in einem öffentlichen Video auf YouTube bei der Community entschuldigen sollen. Diesem Gnadensgesuch sind schon einige Spieler gefolgt. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie viele dieses Angebot annehmen werden.

Mai 212015
 

Kois sind im echten Leben ganz schön teuer. Ein Fisch kann über 1.000 Euro kosten. Wer jedoch ein bisschen Geld sparen will und trotzdem nicht auf die Fische verzichten möchte für den ist die kostenlose App „Zen Koi“ das passende Spiel. Auch zur Entspannung und dem Spielen nebenbei ist es gut geeignet.

 

Aller Anfang ist schwer

Schon beim Download des Spiels fällt einem die wirklich schöne Grafik des Spiels auf. Die Fische haben verschiedene Muster, wie auch die echten Kois, sind allerdings etwas farbenfroher mit beispielsweise violetten oder türkisen Akzenten. Man hofft, dass die Grafik keinen Einfluss auf den Spielfluss nimmt und schon wird man mit einem Fisch in einen Teich geworfen.

Das Gameplay ist zum Glück sehr intuitiv (die Grafik nimmt keinen Einfluss auf das Spiel) und erinnert stark an die Anfangsphase von Spore. Man muss den Fisch nach Futter jagen lassen, damit er Level aufsteigt und den Teich erweitern kann. Anders als bei Spore entwickelt sich der Fisch aber nicht so weiter, dass er aufs Land geht. Stattdessen werden seine drei Fähigkeiten geskillt (Agilität, Tempo und Seltenheit). Das Leveln gestaltet sich also nicht als schwierig.

Die Bewegungen des Fisches sind sehr anschaulich und elegant gestaltet. Durch die ruhigen Bewegungen und die auch sehr ruhige Begleitmusik bekommt man keinen Adrenalinschub bei diesem Spiel. Nach einem gestressten Arbeitstag kann man Zen Koi starten und erst mal abschalten, denn durch die intuitive Gestaltung muss man nicht viel nachdenken.

 

Sammlung vervollständigen und Drachen züchten

Sobald der Fisch ein bestimmtes Level erreicht hat, kann er sich mit anderen Kois paaren. Ziel dieser Verpaarung ist es, seine Sammlung zu vervollständigen! Denn die Fische haben verschiedene Muster und Farben und verschiedene Seltenheitsgrade. Diese gilt es alle einmal besessen zu haben. Freunde können hier nachhelfen indem man Fische untereinander tauscht.

Nachdem man unermüdlich den Teich erweitert hat, passiert ein Wunder wie bei Pokémon damals. Wer kennt nicht den tollpatschigen Nichtskönner Karpador… Wenn man diesen Fisch jedoch lang genug trainiert hat, verwandelt er sich in einen großen, gefährlichen Drachen. Mit den Kois in diesem Spiel trägt man zwar keine Kämpfe aus aber auch sie verwandeln sich in Drachen, wofür man eine kleine Spielbelohnung in Form von Ingamewährung erhält. Dennoch kommt diese Verwandlung von Fisch in Drache ziemlich plötzlich – schön anzusehen sind die Drachen trotzdem. Auch hier gilt es wieder die Drachensammlung zu vervollständigen. Mit den Drachen kann man leider nicht weiter spielen und man muss einen neuen Fisch dazu bringen, sich in einen Drachen zu verwandeln.

Fazit

Zen Koi ist wahrlich kein anspruchsvolles oder actionreiches Spiel. Jedoch kann man sich durchaus ein paar Stunden damit beschäftigen um wieder das Gefühl zu haben, ein Tamagotchi zu besitzen, das sich in einen coolen Drachen verwandeln kann.

Pros & Cons

+ schöne Grafik

+ intuitives Gameplay

+ sehr einfache Ziele

– Immer gleicher Spielablauf mit jedem Fisch

– Sehr einfache Ziele

– Kann schnell langweilig werden

 

Mai 212015
 

Jeder Spieler freut sich normalerweise darüber, dass das Spiel eine schöne Grafik hat und viele Details zu sehen sind. Professionelle League of Legends Spieler haben sich jetzt aber darüber beschwert, dass diese schönen Grafikspielereien ablenken. Riot Games will deswegen eine Option einführen, die es erlaubt dieses so genannte „Eye Candy“ auszuschalten. Zunächst kann in der Public Beta Environment des MOBA-Spiels diese Option getestet werden und Spieler geben ihr Feedback dazu ab. Bald könnten sich die LoL Spieler also wieder auf die wichtigen Ereignisse im Spiel konzentrieren und sich nicht von Libellen, Schmetterlingen und Wasserströmungen ablenken lassen…

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