Jul 212015
 

Nintendo hat schon vor Monaten mit ein paar Teaser-Videos auf Videospielmessen preisgegeben, dass sie an einem neuen Starfox-Spiel arbeiten. Dieser Teil der Reihe wird den Namen „Starfox Zero“ tragen aber ob dieser Name auch mit der Story zusammen hängen wird, sprich ein Prequel der Spielereihe geplant ist, kann man noch nicht sagen.

Lediglich ist nun ein Video auf Youtube aufgetaucht, wo man satte 12 Minuten des Gameplays dieses Titels anschauen kann. Wer sich noch an die Klassiker Lylat Wars und Star Fox für den SNES erinnert, wird sich schnell zurechtfinden.

Wir sind gespannt auf den neuen Teil, denn wie es den Anschein hat werden auch neue Fahrzeuge eingeführt werden. Diese sind unter anderem eine Art Hovercraft-Fahrzeug, welches einen Roboter auf die Oberfläche von Planeten werfen kann, der zur Erkundung gedacht ist. Eine weitere Neuigkeit wird sein, dass der Airwing sich in eine Art Straußen-ähnliches Fortbewegungsmittel verwandeln und somit umherlaufen kann.

Ob sich diese Neuerungen aber bewähren ist immer noch eine andere Frage. Denn wer sich vielleicht an den Starfox-Teil für den Gamecube gewagt hat („Starfox-Assault“), wird kläglich enttäuscht wegen den Neuerungen in diesem Teil gewesen sein. die wirklich schlecht eingebaut wurden. Damals konnte man aus dem Airwing herausspringen und als Fox mit einer Kanone, Maschinengewehr oder Bazooka herumlaufen und Roboter oder Bosse abschießen, was aber wirklich sehr schlecht und langweilig inszeniert war.

Wer also nun auf das Video neugierig geworden ist klickt auf diesen Link:

https://www.youtube.com/watch?v=j-wryWd9lpQ

Jul 202015
 

Im Artikel über vielversprechende zukünftige Diablo-Klone haben wir bereits Lost Ark und Umbra angesprochen. Was übersehen wurde, ist Kyn. Das mehr als ansehnliche Action-Rollenspiel schickt uns in die nordischen Länder und verlegt das muntere Gekloppe in die Welt der Wikinger. Und das Beste: Im Gegensatz zu Lost Ark und Umbra, auf die Genre-Fans noch bis 2016 warten müssen, gibt es Kyn schon dieses Jahr. Bzw. diesen Monat. Bzw. nächste Woche.

Der Ansatz hinter Kyn geht über ein reines ARPG hinaus. So gibt es zwar genreüblich Dungeons und Außenwelten, Ausrüstung, Magie und kooperative Multiplayer-Action. Kyn verspricht darüber hinaus aber auch anspruchsvolle Rätsel und taktische Elemente in den Kämpfen. Diese strategische Ausrichtung des Gameplays lässt gerade durch Raffinessen wie eine frei zuschaltbare Zeitlupe auf einen Genre-Geheimtipp hoffen. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf einem Crafting-System, auf dem die gesamte Ausrüstung basiert und welches 100 verschiedene Zutaten umfassen soll. Das fantastisch angehauchte Wikinger-Setting ist schließlich die Kirsche auf dem ARPG-Eis. Wir dürfen auf jeden Fall gespannt sein.

Indie-Entwickler Tangrin und Publisher Versus Evil veröffentlichen Kyn am 28. Juli 2015. Vorbestellbar ist das Spiel schon jetzt, z.B. via Steam für 19,99€. Ansehen könnt ihr euch den Trailer hier.

Jul 172015
 

Bethesda Softworks, die Entwickler der Fallout-Reihe, haben in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Daily Telegraph“ verraten, dass die Sprachaufnahmen fast zwei Jahre andauerten. Vor allem die Sprecher der Hauptcharaktere hatten viel Arbeit vor sich: Mehr als 13.000 Dialogzeilen durften diese einsprechen. Allerdings war das auch notwendig, denn Bethesda hat mehrfach angekündigt, dass das Spiel so umfangreich sei – egal ob von der Welt oder von der Entscheidungsfreiheit. Der männliche Hauptcharakter wird von Brian T. Delaney gesprochen, der weibliche Charakter von Courtenay Taylor. Todd Howard, der Game Director, zeigte sich von den beiden Sprechern begeistert.

Fallout 4 soll am 10. November 2015 erscheinen.

Jul 162015
 

Sind wir doch mal ehrlich: gibt es ein besseres Gefühl, als bei CS jemanden mit einem Kopftreffer zu besiegen? Wer genau weiß, wovon ich schreibe, ist wahrscheinlich selbst ein Counter-Strike Spieler. Der letzte Ableger des erfolgreichen Shooter-Franchise aus dem Hause Valve, erschien am 21. August 2012 mit dem Namen Counter-Strike: Global Offensive. Doch warum ist dieses Spiel so beliebt und worin unterscheidet es sich von seinen Konkurrenten? Dies und noch viel mehr erfahrt ihr jetzt.

Story? Brauch ich nicht.

Für alle Neulinge unter euch: Nein, CS hat keine Story. Es handelt sich, egal ob man Bomben- oder Geiselszenario spielt, immer um den Kampf zwischen Terroristen und Antiterroreinheiten. In dem Bombenszenario müssen die Terroristen in einer vorgegebenen Zeit eine Bombe platzieren und die Antiterroreinheiten an der Entschärfung hindern. Beim Geiselszenario müssen die Spezialkräfte in einer begrenzten Zeit Geiseln retten. Gelingt dies, heißt es „Counter-Terrorist Win“. Vor jeder Runde erhält man Geld, je nachdem wie erfolgreich man sich in der vergangenen Runde geschlagen hat. Davon kauft man sich Waffen, Granaten und Ausrüstung und dann geht es auch schon los. Die Teams schwärmen aus und der Kampf zwischen Gut und Böse wird innerhalb von etwa 2 Minuten ausgetragen. Dabei spielt man entweder auf den klassischen Maps, wie dem nahöstlich angehauchten Dust, dem Atomkraftwerk Nuke, der Lagerhalle von Assault, oder man sucht sich eine von der CS:GO Gemeinde erstellten Community-Map aus.

Taktik

Was macht Counter-Strike zum Taktik-Shooter? Zum einen besitzt das Spiel keinen Bloodscreen, der, nachdem man getroffen wurde, einen roten Bildschirm erzeugt und man nach kurzer Wartezeit wieder wohlauf ist. Man besitzt 100 HP (Health Points), maximal noch 100 Rüstungspunkte, und wenn die einem durch einen Streifschuss abgezogen werden, dann gibt es keine Möglichkeit sich zu heilen. Wenn man tot ist, darf man erst in der nächsten Runde wieder einsteigen. Um erfolgreich zu sein, muss man sehr vorsichtig und bedacht vorgehen. Ein blindes drauf los stürmen wird sofort bestraft.
Der andere Grund, warum sich Counter-Strike von der Masse abhebt ist das Waffenverhalten – denn Rückstoß wird hier groß geschrieben. Feuert man eine Waffe dauerhaft ab, läuft oder springt man beim Schießen, so verzieht das Gerät sehr schnell. So kommt es, dass man selbst zwar perfekt mit dem Fadenkreuz auf den Gegner zielt, aber kein einziger Schuss sitzt. Abhilfe schaffen folgende Tipps:

  1. Stehen bleiben beim Schießen. Noch besser: ducken. Geduckt ist jede Waffe am präzisesten.
  2. Salven statt Dauerfeuer. Lieber 2-3 kurze Feuerstöße abgeben, als das ganze Magazin ins Nichts zu pumpen
  3. Dem Rückstoß entgegen zielen. Wenn man Schritt 1 & 2 gemeistert hat, kann man versuchen den Rückstoß zu kontrollieren. Beispielsweise zielt man nach den ersten 3 Schüssen weiter runter, damit der Rest auch sitzt. Aber das ist Übungssache.
  4. Cool bleiben. Wenn man verzieht, darf man nicht panisch werden, sondern sollte sich kurz in Deckung begeben und noch einmal ruhig durchatmen. Hektische Schüsse sind nur frustrierend

1.6, Source oder Global Offensive?

Das ist nun die Frage. Jede Weiterentwicklung von CS hat immer einige Neuerungen und Veränderungen mitgebracht. Im Grundprinzip ist es gleich geblieben, doch bei den Feineinstellungen fühlt sich jedes Spiel anders an, weswegen sich hier auch die Geister scheiden. In Global Offensive, sticht vor allem die verbesserte Grafik hervor. Neben ein paar neuen Waffen, wie der Tech-9 und kleineren Veränderungen im Mapdesign, gibt es auch Änderungen an den Waffen. So haben sie nicht nur ein anderes Rückstoßverhalten, sondern auch Änderungen an der Magazingröße und Schadensverteilung. Erstmals gibt es offizielle, von Steam bereitgestellte Server für Wettkampfspiele. Jeder darf sich in einem Ranglistensystem einstufen lassen und sich nach oben kämpfen. Es stehen weitere Spielmodi zur Verfügung, wie Deathmatch, Zerstörung und Wettrüsten (Ehemals GunGame). Wer die alten Spielmodi vermisst, findet auf den Community-Servern den richtigen Anschluss.

Und das war noch nicht alles!

CS:GO wird regelmäßig mit Updates und neuem Content gefüttert. Das aktuelle Event trägt den Namen „Operation Bloodhound“. Neben neuen, von der Community erstellten Maps, gibt es auch gleich mal neue Waffenskins. Diese sind optional und bringen keine Vorteile für Spieler. Es dient lediglich der Individualisierung. Waffenskins bekommt man entweder zufällig am Ende einer Runde, oder man öffnet eine Waffenkiste (das kostet jedoch echtes Geld) oder man erhandelt sie sich auf dem Steam Marktplatz. Operation Bloodhound bringt ein neues Levelsystem mit sich, das keinen konkreten Einfluss auf das Spielverhalten nimmt, sondern vorrangig dafür gedacht ist, sogenannte Smurfs (= Profispieler, die sich einen neuen Account machen, um gegen Anfänger zu spielen) zu vertreiben. Da CS:GO mit 13,99€ ein relativ günstiger Shooter ist, sind diese Wesen keine Seltenheit.

Seit Jahren mein ungeschlagen.

Counter-Strike ist seit Jahren mein Lieblings-Shooter. Es ist für mich jedes Mal eine Herausforderung, es macht Spaß neue Taktiken zu testen oder einfach nur herumzuballern. Auch wenn es mich oft zur Weißglut treibt, das Spiel bleibt stets fair (abgesehen von Cheatern) und es gibt kein anderes Game, das mich nach einem erfolgreichen Kopfschuss in so starke Euphorie schickt, wie CS.

Ich empfehle dieses Spiel uneingeschränkt jedem, der mit Taktik-Shootern etwas anfangen kann und auch gerne mit seinen Freunden spielt.

 

Jul 162015
 

Die im Rahmen der diesjährigen E3 angekündigte Prolog-Kampagne »Whispers of Oblivion« (»Stimmen des Untergangs«) steht ab sofort für alle Vorbesteller von StarCraft 2: Legacy of the Void zum Download bereit. Dies hat der Entwickler Blizzard Entertainment jetzt offiziell bekannt gegeben.

Wer eine solche Vorbestellung aufgibt, erhält Zugang zum Beta-Server von StarCraft 2, wo die Prolog-Missionen zur Auswahl stehen. Es handelt sich dabei um die finale Fassung der Kampagne und nicht etwa um eine Beta-Version. Die Kampagne umfasst drei Missionen, die storytechnisch eine Brücke zwischen StarCraft 2: Heart of the Swarm und StarCraft 2: Legacy of the Void schlagen sollen. Die Missionen dienen auch dazu, Neulinge in die allgemeine Story von StarCraft 2 einzuführen.

Wann genau »Whispers of Oblivion« auch allen anderen Spielern zugänglich gemacht wird, ist bisher allerdings noch nicht bekannt. Vorbesteller erhalten übrigens auch Zugriff auf einen noch nicht veröffentlichten StarCraft-Helden in Heroes of the Storm.

Außerdem hat Blizzard Entertainment mehrere Versionen von StarCraft 2: Legacy of the Void angekündigt. Neben der Standard-Version gibt es beispielsweise eine »Digital Deluxe Edition« für 59,99 Euro. Diese enthält neben dem eigentlichen Spiel mehrere Boni für andere Blizzard-Spiele. Hier die Übersicht:

Inhalte der »Digital Deluxe Edition« von StarCraft 2 Legacy of the Void

  • ein Exemplar des Spiels
  • das Kampfhaustier »Archon« für World of Warcraft
  • das Reittier »Leerensucher« für Heroes of the Storm
  • der Protoss-Kartenrücken für Hearthstone
  • Einheitenskins im Protoss-Design für StarCraft 2

Des Weiteren gibt es eine 79,99 Euro teure Collector’s Edition von StarCraft 2: Legacy of the Void, die ausschließlich im Handel erhältlich sein wird. Diese enthält neben den Inhalten der »Digital Deluxe Edition« folgende Extras:

  • gebundene Sonderausgabe des StarCraft-Feldhandbuch
  • DVD mit Filmsequenzen und Extras
  • Soundtrack-CD
Jul 162015
 

Auf der Comic Con in San Diego wurde überraschend den 13.Oktober 2015 als Release Termin für Fable Legends verkündet. Laut Gameinformer hatte Microsoft diesen Termin mittlerweile als falsch dementiert, ohne ein neues Datum zu nennen. Das Spiel soll exklusiv für Xbox One und Windows 10 heraus kommen und orientiert sich unter anderem an Dota 2 und League of Ledgends – die Aufgabe der Spieler ist es mit vier Helden Quests zu erledigen und Bosse zu besiegen. Zudem wird eine Cross-Play-Funktion zwischen der Konsole und dem PC unterstützt. Wir sind gespannt wie lange wir noch auf den Free2Play-Titel warten müssen…

Jul 152015
 

Wer als Freund von Videospielen schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, wird sich schon längst nicht mehr an die unzähligen Spiele erinnern, die sich auf den heimischen Festplatten und Konsolen im Laufe der Zeit breitgemacht haben. Einige waren nur wenige Stunden dort, andere haben ihren Platz seither nicht mehr verlassen. Noch flüchtiger dürften die Erinnerungen daran sein, wie einzelne Spiele überhaupt entdeckt wurden. Aber bei einigen bleibt die Erinnerung eben doch. Weil sie grandios waren. Weil sie uns beschäftigt haben. Weil sie mehr waren, als nur ein Spiel. Und um eins von diesen Spielen soll es hier gehen.

Als 1993 der erste Teil der Siedler-Reihe veröffentlicht wurde, haben mich Videospiele noch nicht interessiert. Und auch wenn später lange Zeit Strategiespiele mein Steckenpferd waren, habe ich bis heute keinen einzigen Teil der Reihe ausprobiert. Aufbau-Strategie erschien mir so… langweilig. Das sollte sich um das Millenium herum ändern. Ich war damals bei uns zu Hause in der Jugendfeuerwehr aktiv. Vor einem der wöchentlichen Treffen war ich bei einem Freund aus Kindertagen, der dort ebenfalls Mitglied war. Er hatte kürzlich ein neues Spiel bekommen: Knights and Merchants: The Shattered Kingdom. Wir hatten nicht allzu viel Zeit, aber die Grundzüge waren schnell klar: Eine Siedlung anlegen; die Wirtschaft in Gang bringen; zusehen, dass niemand verhungert; eine Armee aus der Taufe heben und die Widersacher des Königs in ihre Schranken weisen. Und das alles in einem klassischen Mittelalter-Setting. Ich war sofort Feuer und Flamme. So sehr, dass dieses Spiel zum nicht mehr allzu weit entfernten Weihnachtsfest mein einziger Wunsch war – der sich auch erfüllte.

BUTTER BEI DIE FISCHE! WAS IST KNIGHTS AND MERCHANTS?

1998 wurde das Aufbau-Strategiespiel Knights and Merchants veröffentlicht. Entwickelt von Joymania Entertainment und vertrieben von TopWare Interactive, war es eine Kampfansage an die Genre-Größe Die Siedler. Die Voraussetzungen standen dabei gut, zeichneten sich doch zwei Entwickler von Die Siedler II für Joymania Entertainment verantwortlich.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um den guten König Karolus, dessen machthungriger Sohn Prinz Lothar die Herrschaft an sich reißen will. Durch Intrigen und Kleinkriege hat er eine Schar treuer Anhänger im Land gefunden, die mit ihrem Einfluss und ihren Armeen für ihn kämpfen. Schweren Herzens verhängt Karolus die Todesstrafe über seinen Sohn, um Land und Leute vor ihm zu schützen. Als treuer Vasall König Karolus tragen wir in 20 Missionen diesem Erlass Rechenschaft und kümmern uns nach und nach um abtrünnige Barone und Fürsten, bis wir schließlich gegen Prinz Lothar selbst in die Schlacht ziehen.

In den meisten Missionen muss zunächst eine Stadt errichtet werden um dann das eigentliche Ziel in Angriff zu nehmen. Im Regelfall bedeutet das, alle Gegner zu vernichten. Diese starten regelmäßig wesentlich besser ausgestattet; mit funktionierenden Städten und ansehnlichen Armeen. Darüber hinaus gibt es aber auch Laufmissionen, in denen wir keine Rückzugsmöglichkeiten haben. Stattdessen simulieren diese Missionen kleinere und größere Scharmützel auf zumeist offenem Feld. Mit den gegebenen Einheiten muss der feindliche Ansturm aufgehalten werden. Da wir uns im Regelfall deutlich in der Unterzahl befinden, sind diese Missionen nur mit taktischen Geschick und hervorragendem Truppenmanagement zu schaffen.

MIT DEM WIRTSCHAFTSKREISLAUF AUF TUCHFÜHLUNG

Ein wesentlicher Kern von Knights and Merchants ist die Aufbau-Simulation. Und die kann sich wirklich sehen lassen. Nur wer viel Mühe und Fleiß in seine Stadt investiert, kann auch im späteren Spielverlauf Truppen ausbilden und diese unterhalten. Wir befinden uns dabei auf einer Mikroebene. Statt repräsentativen Stadt- oder Einwohner-Marken zählt hier jede einzelne Person. Kern jeder Stadt ist das Lagerhaus, in dem alle Rohstoffe, Zwischen- und Fertigprodukte eingelagert werden können. Das sind immerhin 28 verschiedene.

Häufig starten wir mit nichts anderem als einem Lagerhaus und zwei Typen von Stadtbewohnern: Gehilfen und Arbeiter. Die Gehilfen bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft. Alles was von A nach B gebracht werden muss, seien es Rohstoffe oder Zwischenprodukte zur Weiterverarbeitung, Endprodukte ins Lagerhaus oder Baumaterialien zu Baustellen – Gehilfen erledigen alles. Arbeiter werden ihrem Namen gerecht. Egal ob neue Gebäude, ein Acker, Weinstöcke oder Straßen; diese Jungs kümmern sich darum. Zumindest, wenn sie von Gehilfen mit Material versorgt werden. Und ja, auch Straßen wollen gebaut werden. Feld für Feld.

 

Die unterschiedlichen Aspekte des Wirtschaftskreislaufs können sich sehen lassen. Holzfäller (der eigentlich ein Forstwirt ist, da er bei geringem Baumbestand Bäume nachpflanzt) und Steinmetz sorgen für Baustoffe; Bauern und Winzer kümmern sich um die Nahrungsversorgung. Zumindest um die erste Instanz. Geerntetes Korn wird von Müllern und Bäckern zu Brot und von Viehzüchtern und Metzgern zu Wurst verarbeitet. Im Gasthaus können die Hungrigen dann ihren Hunger stillen, sofern denn ordentlich gewirtschaftet wurde. Sind nicht genügend Nahrungsmittel vorhanden, gehen die Stadtbewohner zunächst hungrig in den Gasthof, um dann unverrichteter Dinge wieder von dannen zu ziehen und letztendlich zu sterben. Auch Gold, Eisenerz und Kohle kann in Bergwerken gefördert werden und wird von Schmieden und Schmelzen zu Eisen für Waffen oder Rüstungen oder zu tatsächlichen Goldtruhen verarbeitet. Goldtruhen werden in der Schule benutzt um pro Truhe einen Stadtbewohner zu erschaffen (auszubilden). Ganz wie im richtigen Leben. Wenn es für Eisenwaren nicht reicht, tun es mitunter auch Holz und Leder für die Waffen- und Rüstungsproduktion. Dafür gibt es dann wieder andere Betriebe.

Für das gesamte Stadtbild gilt: Als Spieler haben wir keine direkte Kontrolle über die Stadtbewohner. Sie können nicht angewählt und ihnen können keine Befehle erteilt werden. Das macht es umso wichtiger, den Aufbau der Stadt gut zu planen. Produzierende und verarbeitende Betriebe sollten nah beieinander stehen, Straßen sollten an wichtigen Umschlagplätzen sehr viel breiter sein und die Menge eingesetzter Gehilfen muss stets der Stadtgröße angepasst werden. Die Verteilung von Rohstoffen kann noch grob bestimmt werden, indem vorgegeben werden kann, dass z.B. Viehzüchter mehr Korn geliefert bekommen sollen als Mühlen. Darüber hinaus gilt: Die Effektivität des Kreislaufs und das Wohlergehen der Stadt hängen von unserem planerischen Geschick ab. Jeder Einwohner weiß selbstständig, wie er seine Arbeit zu erledigen hat. Aber sie brauchen ein Organisations-Mastermind im Hintergrund, das die Strukturen schafft, überwacht und gegebenenfalls verändert.

BEISPIELPRODUKTION

Um die vielfältigen Schritte besser veranschaulichen zu können, folgt eine kurze Erläuterung der Voraussetzungen für einen Axtkämpfer. Der Axtkämpfer ist eine Standardnahkampfeinheit. Um einen Axtkämpfer ausbilden zu können, benötigen wir eine Handaxt, ein Holzschild, eine Lederrüstung und den Rekruten selbst.

Unser Holzfäller produziert Baumstämme, die vom Schreiner im Sägewerk zu Brettern verarbeitet werden. Die Bretter wandern in Waffen- und Rüstungswerkstätten, wo Handäxte bzw. Holzschilde hergestellt werden. Bauern säen und ernten Korn, was in der Schweinezucht verwendet wird, um Schweine zu mästen. Sind diese bereit zur Schlachtung, gehen ihre Häute an den Gerber, der daraus Lederrollen fertigt. Diese werden schließlich in der Rüstungswerkstatt zu Lederrüstungen verarbeitet. Währenddessen schürfen Bergmänner in Goldminen und Kohlebergwerken, damit ein Schmelzer aus Gold und Kohle Goldtruhen herstellen kann. Mit der Goldtruhe wird schließlich der Rekrut in der Schule ausgebildet. Ausrüstung und Rekrut finden sich allesamt in der Kaserne ein und wir sind stolze Besitzer eines Axtkämpfers. Insgesamt waren daran zwölf Betriebe und zehn spezialisierte Stadtbewohner beteiligt – plus die Gehilfen, die alles von A nach B gebracht haben. Natürlich entstehen noch Nebenprodukte aus den einzelnen Schritten und wir machen umfangreichen Gebrauch von Skaleneffekten. Dennoch zeigt das Beispiel eindrucksvoll, wie viele Stellschrauben uns zur Verfügung stehen und damit auch, wo überall etwas schief gehen kann.


WAS IST MIT MORD UND TOTSCHLAG?

Der zweite große Aspekt von Knights and Merchants sind militärische Scharmützel. In der Kaserne können neun Einheitentypen ausgebildet werden, dazu kommen später noch fünf Söldnerarten und zwei Kriegsmaschinen. Jede Einheit kann in leichtes oder schweres Militär sowie in Infanterie im Nahkampf, Fernkampf oder Kavallerie unterschieden werden. Leichtes und schweres Militär unterscheidet sich durch das Material ihrer Waffen und Rüstungen. Leichte Einheiten nutzen Holz und Leder, schwere Einheiten ausschließlich Eisen. Sie sind damit wesentlich stärker aber auch um einiges aufwändiger in der Produktion. Im Gegensatz zu Holz und Leder ist Eisen in Knights and Merchants auch eine endliche Ressource. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen fußt der Kampf nicht auf einem Schere-Stein-Papier-Prinzip. Stattdessen hat jede Kategorie eigene Vorteile. Infanterie im Nahkampf verfügt entweder (Milizen, Axtkämpfer, Schwertkämpfer) über einen Sturmangriff, bei dem sie in gerade Linie von ihrem Standpunkt aus in eine Richtung prescht, was es Fernkämpfern wesentlich schwerer macht sie zu treffen, oder sie fügt Kavallerie doppelten Schaden zu (Lanzenträger, Pikeniere). Infanterie im Fernkampf (Bogenschützen, Armbrustschützen) hat einen immensen Reichweitenvorteil und stellt in der Schlacht die wichtigsten/taktischsten Einheiten dar. Kavallerie (Späher, Ritter) bewegt sich durchgängig mit doppelter Geschwindigkeit.

Scharmützel sind extrem taktisch. Im Gegensatz zu Stadtbewohnern kann das Militär direkt gesteuert werden. Die Größe einzelner Truppenverbände kann beliebig verändert (geteilt/zusammengeschlossen) und ihre Aufstellung dem Terrain oder Schlachtplan angepasst werden. Ob ein Zwölfertrupp Schwertkämpfer in zwei Reihen vor den Bogenschützen steht oder als 3×4 Block von der Flanke in die Schlacht stürmen soll, ist uns überlassen. Marschieren die Truppen, behalten sie auch ihre Formation weitestgehend bei. Erst im Kampf selbst wird es ein bisschen wuselig, da wir dort mit Ausnahme der Fernkämpfer die Kontrolle wieder entzogen bekommen. Befindet sich eine Gruppe im Kampf, können ihr keine Befehle erteilt werden. Bogen-  und Armbrustschützen sind dabei das Rückgrat der Armee. Werden sie von der feindlichen Infanterie und Kavallerie erreicht sind sie zwar quasi schutzlos. Werden sie allerdings durch eigene Verbände abgeschirmt oder an taktisch wichtigen Punkten aufgestellt, kann können auch Kämpfe trotz massiver zahlenmäßiger Unterlegenheit gewonnen werden. Geschicktes Positionieren der Fernkämpfer stellt oftmals den Schlüssel zum Sieg dar und ist schon sehr früh in den Missionen eine Voraussetzung um überhaupt den ersten Angriff des Gegners überstehen zu können.

 

Auch der beste Soldat kämpft schlecht, wenn er Hunger hat. Ebenso wie die Stadtbewohner haben die Militärs eine Hungerleiste, die sich mit der Zeit bemerkbar macht. Die einzige Abhilfe: ein Klick auf den Besteck-Button. Der Standartenträger der Gruppe brüllt dann beherzt „ESSEN FASSEN!“ und für uns heißt es warten. Durch den Befehl ändern sich bei Gehilfen in der Stadt die Arbeitsprioritäten. Statt Schweine zum Metzger zu bringen, laufen sie ins Lagerhaus, schnappen sich Brot, Wein oder Würste und bringen es dem hungrigen Trupp – je ein Gehilfe pro hungrigem Soldaten. Sollte die Armee also recht weit von der Stadt weg sein, kann das die Wirtschaft durchaus für eine Weile lahmlegen und ein Loch in die Nahrungsmittelversorgung reißen. Eine ordentliche Armee zusätzlich zur Stadt zu unterhalten ist nicht ganz einfach. Zumal die KI nicht die hellste Kerze auf der Torte ist.

DAS TECHNISCHE DRUMHERUM

Eine tatsächliche Betrachtung des technischen Gerüsts ist an dieser Stelle wohl nicht nötig. Das Spiel ist 17 Jahre alt und so sieht es auch aus. Dennoch ist es hübsch anzusehen und in seinem eigenen Stil auch immer noch gut spielbar. Es gibt keinen Zoom oder anderen neumodischen Kamera-Schnickschnack, ausschließlich die Iso-Perspektive auf das Geschehen. Die Darstellung der Kreisläufe ist sicherlich vereinfacht, aber dennoch nachvollziehbar und hat ein ansprechendes Mittelmaß gefunden. Es sind genügend Zwischenschritte um Komplexität zu erzeugen, ohne den Anspruch einer realistischen Wirtschaftssimulation zu haben. Wirtschaft und Krieg sind gleichermaßen wichtig und keins von beiden fühlt sich unausgereift an. Die Animationen sind klasse, mit viel Liebe gemacht und für mich auch heute noch ein Hingucker, denn die Stadt die ich baue lebt. Der Bauer geht auf sein Feld mit einem Sack voll Körner und sät. Wenn er nichts zu tun hat, schaut er aus seinem Fenster auf die Straße und beobachtet, was dort vor sich geht. Im Gasthaus sitzen bis zu sechs hungrige Mäuler zusammen am einzigen Tisch, vertilgen Brot oder Wurst und stoßen mit ihren Weinkrügen an. All das muss man sich nicht vorstellen, sondern kann die Einwohner direkt dabei beobachten. Die Schweine in der Schweinezucht starten als kleine Ferkel und werden über die Zeit immer fetter, bis man schließlich den Viehzüchter durch das Fenster im Dachgeschoss von hinten dabei beobachten kann, wie er das Beil schwingt. Die Darstellung der Betriebe und ihrer Besitzer haben auch praktischen Nutzen. Wenn der Bäcker faul an seiner Backstubenwand lehnt, sehe ich auf einen Blick warum er nicht arbeitet. Entweder, die kleine Nebenkammer wo angeliefertes Mehl lagert ist leer, oder sein kleiner Tisch ist bereits voller Brote, sodass er nicht weiterproduzieren kann, bis etwas abgeholt wird. Eventuell macht er auch einfach nur eine kurze Pause zwischen zwei Broten. Das gehört schließlich auch dazu.

                    

Die Soundkulisse ist wahnsinnig schön. Die wechselbare Hintergrundmusik besteht aus vierzehn Stücken für alle Spielsituationen und kann auch manuell durchgeschaltet werden. Selbst nach Jahren der Knights and Merchants Abstinenz hatte ich einige Stücke davon noch im Ohr. Der richtige Clou liegt aber in den Geräuschen der Stadt. Jeder Betrieb und jede Tätigkeit klingt so, wie man sich das vorstellt. Schweine grunzen, Mühlräder drehen und mahlen, schwere Hämmer und Sägen erklingen beim Häuserbau. Wenn ein Bergmann mit seinem Flaschenzug in die Finsternis hinabfährt hört sich das auch tatsächlich so an und kurz darauf schallt das Echo von auf Stein knallendem Metall aus dem Stollen. Besonders schön ist auch der Winzer, wenn er nach der Ernte erst die Reben in einen riesigen Bottich kippt und dann barfuß mit herrlichem „pflrtsch pflrtsch“ darauf herumstampft.

Die Welt selbst ist schön gestaltet, mit Wiesen, Wäldern und mitunter schneebedeckten Landschaften. Flüsse durchziehen die Karten und Wölfe und Fische ziehen umher. Erz-haltige Berge verändern ihr Aussehen, wenn ihre Ressourcen langsam nachlassen und die Gestaltung der Karten lässt viel Raum für taktische Raffinessen.

BUT WAIT THERE’S MORE!

2001 folgte die Erweiterung The Peasants Rebellion, in der in 14 zusätzlichen Missionen eine Bauernrevolution niedergeschlagen werden muss. Zusätzliche Inhalte der Erweiterung wie die Fischerhütte oder Kriegsmaschinen sind dann aber auch in den Missionen des Grundspiels verfügbar. Außerdem gibt es eine Beschleunigungsfunktion, sodass auf Knopfdruck die Ingame-Zeit schneller vergeht, was die häufig sehr langen Missionen angenehm beschleunigen kann. Der offizielle Support sowie die Arbeiten an Knights and Merchants 2 sind bereits 2002 eingestellt worden. Bis heute gibt es aber sowohl deutsche als auch englische Fangemeinden, die KaM durch weitere Patches und Bugfixes am Leben halten und außerdem an Remakes und eigenen Nachfolgetiteln arbeiten. Beziehen kann man Knights and Merchants via Steam, Good Old Games oder auch nicht digital über Amazon. All diese Versionen beinhalten bereits die Erweiterung und sind technisch angepasst, sodass sie auch problemlos auf aktuellen Betriebssystemen funktionieren.

FAZIT

Knights and Merchants ist klasse. Es spielt sich weitaus langsamer als andere Strategiespiele und erfordert einiges an Weitsicht, hält dabei aber einen angenehmen Komplexitätsgrad aufrecht. Die Missionen sind fordernd und der Schwierigkeitsgrad zieht gut an. Die Steuerung ist einfach und ordentlich, aber die KI lässt einen schon mal die Haare raufen, wenn es um das Koordinieren mehrerer Truppenverbände geht. Die Kämpfe selbst sind motivierend, da bessere Taktiken belohnt werden. Die Wirtschaftskreisläufe sind ansprechend umgesetzt worden und das Managen der richtigen Stadtstruktur macht viel Spaß. Ein Spiel, dass ich selbst erst kürzlich wieder ausgepackt habe und dass wohl wieder lange auf meiner Festplatte verweilen wird.

 

PRO & CONTRA

+ sinnvolle Waren- und Transportkreisläufe
+ lebendige Städte durch geschäftige Einwohner und Soundkulisse
+ Soundtrack
+ liebevolle Animationen
+ Arbeitsvorgänge (Häuserbau, Warenherstellung) tatsächlich Schritt für Schritt sichtbar
+ Zeitbeschleunigungsfunktion

– KI teilweise zum Haare raufen
– animierte Minimap zeigt auch Bewegungen der Natur, die dann für Gegner gehalten werden (klingt nicht so wild, ist aber wirklich störend)

Jul 142015
 

Wer in Skyrim schon alles entdeckt hat und Lust auf ein neues Abenteuer kriegt, dem wird mit Skyrim: Enderal geholfen. Der von SureAI entwickelte Mod ist keine konventionelle Erweiterung des Spiels – es ist eine Total Conversion. Neben einer komplett umgekrempelten Welt, soll das Spiel auch viele neue Quests anbieten. Die ersten Screenshots sehen sehr vielversprechend aus.

Laut den Entwicklern soll man in der kürzlich gestarteten geschlossenen Alpha die 30-stündige Hauptquest spielen können. Wann das Spiel – inklusive der großen Ladung Nebenquests – schlussendlich erscheinen soll, ist noch unklar.

Um zur Alpha zu gelangen, muss man sich auf dieser Website anmelden und folgende Systemanforderungen meistern:

Minimum:
CPU: Intel Core2Duo E7400
RAM: 3,5 GB (32x OS) oder 4 GB (64x OS)
Grafikkarte: GeForce 9800 GTX 1GB oder GeForceGTS 250
The Elder Scrolls 5: Skyrim korrekt installiert (DLCs werden nicht benötigt)
Freier Festplattenspeicher: 13 GB

Empfohlen:
CPU: Intel Core i7 920
RAM: 6 GB
Grafikkarte: GeForce GTX 560Ti oder GeForce GTX 660Ti (mit AA)
The Elder Scrolls 5: Skyrim korrekt installiert (DLCs werden nicht benötigt)
Freier Festplattenspeicher: 13 GB

Jul 132015
 

Bereits am Wochenende ging es durch die Medien; Seiten wie reddit und 9gag platzen förmlich vor Erinnerungen und Beileidsbekundungen und in den Nintendo-Headquarters hängen die Flaggen auf Halbmast. Am heutigen 13. Juli 2015 kam dann auch die offizielle Pressemitteilung von Nintendo: Satoru Iwata, Nintendos vierter Präsident, ist am 11. Juli mit 55 Jahren an Gallenkrebs verstorben. Seine Position wird kommissarisch von Shigeru Miyamoto und Genyo Takeda übernommen.

Nach seiner Zeit bei HAL Laboratories, während der Iwata bereits Kontakt zu Nintendo hatte, wechselte er 2000 zu Nintendo. Bereits zwei Jahre später wurde er zum Präsidenten gewählt – dem ersten ohne Verbindung zur Yamauchi Familie, die 1889 Nintendo gründete. Bis zu seinem Tod behielt Iwata diesen Posten. Seit Juni 2013 war er darüber hinaus CEO von „Nintendo of America Inc.“.

„Above all, video games are meant to be just one thing: fun. Fun for everyone.” Diese Aussage Iwatas von der Game Developers Conference 2006 zeigt deutlich seinen Antrieb, die Branche voranzubringen. Und letztlich war er auch direkt an der Entwicklung von Branchengrößen und Aushängeschildern Nintendos beteiligt, wie Metroid, The Legend of Zelda und Pokémon.

Mit Satoru Iwata verliert die Videospielbranche einen großen Namen und Nintendo eine wichtige Leitfigur.

Jul 112015
 

LoL Guide – Wie werde ich vom Noob zum LCS Pro Player

Zu Beginn möchte ich sagen, dass League of Legends ein ziemlich komplexes und mehrdimensionales Spiel ist, welches viele Fähigkeiten gleichzeitig fordert.
Aber mal ganz allgemein ausgedrückt kommt es bei „LoL“  auf zwei Dinge an: Dein Wissen über das Spiel und deine Skills.
In diese zwei Kategorien lassen sich nun in vier wichtige spezifische Skills einordnen:

1) Kiten (beim wegrennen sich immer wieder umdrehen und schießen, damit der Gegner an dich nicht rankommt und kontinuierlich Schaden nimmt)
2) Power Spikes (wissen, wann man seine volle Stärke hat und diese nutzen)
3) Map Bewusstsein
4) Deine Attitude

Wenn man immer an diesen vier Fähigkeiten arbeitet, wird es auf jeden Fall eine positive Auswirkung auf dein Spiel haben (alle vier Fähigkeiten sind gleich wichtig).

Kurz im Detail möchte ich auf den vierten Punkt eingehen, der wichtiger sein kann als man denkt!
Disziplin und Selbstkontrolle wird bei LoL ganz groß geschrieben.
Wenn man im Stande ist seine Emotionen zu kontrollieren, liegt man schon klar im Vorteil.
Es ist sehr schwer eigene Fehler zuzugeben, vor allem wenn man von anderen Spielern mit ihnen konfrontiert wird. Danach sein rationales Denken über seine eigenen Gefühle stellen können? Klingt unmöglich, ist jedoch so essenziell.
Du wirst niemals ein Sensei werden, wenn du diesen Punkt erstmal nicht meisterst.
Senseis fallen ja auch nicht vom Himmel.
Man sollte immer im Kopf haben, dass andere Spieler einen nicht persönlich beleidigen, oder auf Fehler hinweisen, weil sie gerade bock drauf haben, sondern dich als Beschwörer im Spiel damit meinen. Lieber weiter auf das Spiel konzentrieren und es als konstruktive Kritik annehmen, damit man beim nächsten mal besser spielt.

So, welche sind nun andere Skills an denen man bei League of Legends arbeiten kann?

1) Warden (In die Büsche Abwehrtotems legen)
2) Farmen (Vasallen töten damit man schnell hochlevelt und Gold kriegt)
3) Fähigkeiten von deinem Champion kennen (Schaden, Cooldown, Effekt)
4) Fähigkeiten der Champs deiner Teammitglieder kennen
5) Fähigkeiten der Gegner auf deiner Lane kennen
6) Fähigkeiten der Champs deiner Gegner kennen
7) Strategisch gut/logisch aufgestelltes Team
8) Teamwork
9) Kommunikation untereinander
10) Richtige Items verwenden (auch situative Items)
11) Den Jungle kontrollieren
12) Ganking (Jungler kommt aus dem Jungle plötzlich auf die Lane um die Gegner zu überraschen und ggf zu töten. Wichtig für den Ganker und die Lane die geganked wird)
13) Initiation (zB im Teamfight im richtigen Moment mit einer sinnvollen Attacke den Fight beginnen)
14) Poken (Im early game die Gegner immer wieder mit einer kurzen Attacke schwächen)
15) Analyse (von anderen Spielern lernen und eigene Fehler erkennen)
16) Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein
17) Gesplittet pushen (auf jeder Lane verteilt vorrücken)
18) Teamfights (5 vs 5)


Am besten ist es, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die man noch nicht gut beherrscht, als auf die, in denen man sowieso schon gut ist.
Man kann ruhig einen besseren Spieler spezifische Fragen stellen wie zB „Wenn ich mit Jinx wegrenne, weil ein 1 vs 1 chancenlos aussieht für mich, versuche ich meinen Gegner mit der W zu slowen (verlangsamen) und mit meiner Q zu kiten, aber er kriegt mich trotzdem und ich sterbe letzendlich – wie kann ich das verbessern?“ anstatt „Wie kite ich mit Jinx?“.
Eine gute Frage gibt dir eine höhere Wahrscheinlichkeit auf wertvolle Tipps.

Praktische Tipps:

Um vom Noob zu einem Pro Player zu werden, sollte man sich am Anfang einen Champion aussuchen den man lernen will und um die 20 Runden gegen Bots spielen. Dabei übt man Dinge wie last hitting bei den Creeps (Minions/Vasallen nur für einen letzten Schlag angreifen, sodass sie direkt sterben)  und wie man die Türme zerstört. Die Bots zu töten ist hier nicht das Hauptziel.
Versuch für ein Spiel gegen Bots im besten Fall ca. zehn Minuten zu benötigen.

Perfekter Creep score:

-5 Minuten: 38 Creeps
-10 Minuten: 90 Creeps
-15 Minuten: 141 Creeps
-20 Minuten: 192 Creeps

Grundlegend wichtige Dinge wie das warden, was oft unterschätzt wird, möchte ich ebenfalls kurz zur Orientierung ansprechen:

Ab 2. Minute: Check die Lanes um zu sehen wo der gegnerische Jungler angefangen hat
-> Warde deine Lane, falls der gegnerische Jungler an deiner Lane begonnen hat
Ab 3. Minute: Warde deine Lane, auch wenn der gegnerischen Jungler auf der anderen Seite begonnen hat
7:15 Minute: Buffs (Monster im Jungle) entstehen von neu
-> Warde deine Lane, falls.. (s.o. ab 2. Minute)

Wenn du dem gegnerischen Jungler durch das warden die Möglichkeit nimmst, unbemerkt auf deiner Lane zu ganken, sparst du dir wahrscheinlich den ein oder anderen Tod bzw. Schaden an deinem Champ. Also? Warden ist wichtig! Auch im late game, damit du nicht so oft von Gegnern im Jungle überrascht wirst.

Man muss auf jeden Fall viel zocken, sein Team mit dem man zockt finden und seine Rolle gut meistern.
Jede Möglichkeit an seinen Skills zu arbeiten ist wertvoll!

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