Mai 312016
 

High End Resolution, modernste Grafiken-Engine, Bewegungs- bzw. Berechnungstechniken, komplexe realistische Animationen und vieles mehr wird heutzutage bei den neusten Videospielen gewünscht und angepriesen.

Wenn man sich zum Beispiel das neuste DOOM oder the Witcher 3 Spiel anschaut, ist man schnell von der vielfältigen, eindrucksvollen und großen Welt verzaubert. Doch irgendwie fehlt öfters das Gefühl, dass man früher hatte, wenn man die verpixelten Vorgängern von heutigen Computerspielen spielte. In der Spieler-Community hört man immer mehr, dass sich viele Spielern und Spielerinnen “langweilen“ oder sich schwerer Spiele wünschen, obwohl es doch eine wahnsinnige Entwicklung in der Spieletechnik gab.

Unter manchen Spielern und Spielerinnen, die diverse Spielegenerationen miterlebt haben, gehört eine bestimmte Wehmut zum kleinen Alltag, “Früher war alles besser“, heißt es dann so oft und verdeutlicht die Situation, dass viele aktuelle Spiele die digitale Magie von damals nicht richtig einfangen können. Ich erinnere mich noch, da spielte ich auf dem Rechner meiner Mutter auf Windows 98 PAC-MAN, Fallout oder Age of Empire. Wenige Jahre Später kamen meinen ersten Konsolenspiele, bei denen man Stunden über Stunden gespielt hat , auch wenn man 20 Stunden brauchen für diese eine gewissen Mario Level oder um diese einen Karte zu schaffen. Viele von diesen damaligen 8-Bit Spielen haben immer noch eine riesen Fangemeinde.

Wer erinnert sich nicht gerne zurück und kriegt Lust wieder Tetris oder Super Mario an seinem Computer bzw. seiner alten Spielekonsole zu spielen. Spiele wie Zelda, Grand Theft Auto, Mario Kart, Tomb Raider, Fallout, Final Fantasy und viele andere Spiele lassen sich mit ihren heutigen Versionen und den Anfängen vor 20 Jahren vergleichen. Damals konnte man noch mehr Gegner zählen als Pixel zusehen waren, trotzdem spielte man stundenlang und beschwerte sich nie über die Grafik oder Pixelfehler.

Doch was war damals anders? Betrachtet man die Spielvielfalt wie sie früher und heute ist. Früher konnte man auf den ersten Gameboy von 1989 Tetris und einige kleine Jump ‘n‘ Run spielen. Heute ist die Spielvielfalt von einer enormen Auswahl an Spielen geprägt, ob man Rollenspiele, Adventure, Jump ‘n‘ Runs, Ego-Shooter oder was anderes spielen mag, das gewünschte Spielegenre kann man immer finden. Jump ‘n‘ Runs waren damals die am Beliebtesten Spiele.

Es ging darum von Level zu Level zu gelangen bis man zum Finale kam um den Endboss in einer komplizierten und geschicklicher Art und Weise zu besiegen. Ein gutes Beispiel dafür ist Donkey Kong Mitte der 90er und Super Mario in den 80er. Doch Jump ‘n‘ Runs sind heutzutage nicht mehr die Nummer eins der beliebtesten Spiele sondern wahrscheinlich Rollenspiele. Diese Spiele haben, durch die enorme realistische Grafik, einen hohen Gewaltfaktor. Je besser Blut, Verletzungen und Waffen zuerkennen sind, desto erfolgreicher kann das Spiel sind, gutes Beispiel ist Call of Duty. Videospiele haben sich auch von der Perspektive sehr verändert, während früher man den Spielvorgang noch aus der Vogelperspektive angeschaut hat, spielt man heute oft aus Sicht der Ego- oder Verfolgerperspektive.

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Durch die Vogelperspektive hatte der Spieler immer das Gefühl nicht mitten in der Aktion zu sein. Dies führte auch, dass der wichtige realistische Anteil nicht so stark ausgeprägt war wie heutzutage. Dank der Ego- und der Verfolgerperspektive sowie der unglaublichen Grafik erhält der Spieler bzw. die Spielerin vielmehr das Gefühl die Handlungen selber auszuführen. Doch nun zum größten Kriterium im Vergleich der Spielegenerationen: der Schwierigkeitsgrad.

Früher wurden die Jump ‘n‘ Runs Spiele von Level zu Level schwieriger. Wer von uns kann sich nicht erinnern, wie viele Tage man brauchte, um nur die ersten 25 Level in Super Mario zuschaffen und dann beim nächsten Level nochmal 20 Stunden Spielzeit anhängen konnte. Wie oben schon erwähnt, beklagen sich viele Spieler und Spielerinnen gegen die Einfachheit der heutigen Spiele. Das Problem könnte darin liegen, dass die Entwickler möglichst nutzerfreundliche Spiele, auch für Einsteiger, schaffen müssen. Wenn der Spieler bzw. Spielerin von heute in seiner/ihrer Vergangenheit schwelgt und den besonderen Spielerlebnissen hinterer trauert, in der vermeintlich Spiele besser waren, wünscht er sich diese Qualität zurück.

Aber nüchtern betrachtet, die Storys waren nicht besser und die Charaktere nicht ausgeprägter. Doch damals waren wir noch jung, unsere Erwartungen und Qualitätsansprüche waren noch nicht so hoch. Man akzeptierte die damaligen Spiele schon als hoher Maß der Technik und war schnell fasziniert, während man heute schon mit einer gewissen Skepsis an vieles rangeht. Bezieht man noch die Zeit hinzu, dann verblassen auch viele negative Erfahrungen und was bleibt ist das wunderbare Abenteuer was man mit Link, Mario oder PAC-MAN in einer doch einfach aussehenden Welt hatte.

Mai 252016
 

Eigentlich wollte sich Nathan Drake nach seinem letzten Abenteuer in der Wüste auf der Suche nach dem sagenumwobenen Schatz des El-Dorado-Sakrophags zurückziehen, in Ruhestand gehen und ein gemütliches Leben mit seiner frisch verheirateten Frau Elena genießen. Das klappt auch sehr gut, bis sein bis dahin totgeglaubter Bruder Sam auftaucht, und ihn bittet, ihm auf der Suche nach dem 400 Millionen Dollar Schatz von Henry Avery zu begleiten. Und Schwupps, ist Nate zurück im Geschäft…

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Uncharted 4 liefert ähnlich wie seine Vorgänger ein Storyboard, welches man eher einem für den Oscar nominierten Actionfilm aus Hollywood zuordnen könnte, als einem gewöhnlichem Videospiel. Neben Nathan Drake spielt, sein Bruder Sam der im vierten Teil des Action-Adventures sein Debüt feiert, die wichtigste Rolle. Alt bekannte Charaktere, wie Nate´s „Ziehvater“ Victor Sullivan, dürfen natürlich nicht fehlen und begleiten Nathan über die meiste Zeit des Spiels. Bezogen auf die reine Story, die im Vergleich zu den Vorgängern noch deutlich mehr Überraschungen und Wendungen bereithält, verbietet es sich aber weitere Infos preiszugeben. Jeder Spieler sollte das für sich selbst erleben!

Schon Uncharted 1-3 zeigte uns, damals noch auf der Playstation 3, was für man für eine unglaubliche Grafik aus der Konsole herauskitzeln kann. Was „Naughty Dog“ aber mit seinem jetzigen Ableger geleistet hat, setzt dem Ganzen die Krone auf. Vom mediterranen Flair in Italien, über die nasskalten, düsteren Hochburgen Schottlands, hinunter in den tropischen Dschungel von Madagaskar. Wer Uncharted spielt, durchquert Landschaften, die man sonst für gewöhnlich  nur auf Postkarten findet, Eine schöner und atemberaubender als die Andere. Obendrein sind es vor allem bestimmte Details, wie das abwechselnde Spiel von Licht und Schatten oder beim Schleichen durchs hohe Gras, welche ein besonderes Spielerlebnis vermitteln.

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Hinsichtlich des Gameplays gibt es auf den ersten Blick erstmal wenig Neuerungen. Der altbewährte Mix aus Klettern, Rätseln und dem Angriff von Gegnerwellen ist auch in Uncharted 4 weitestgehend vorhanden. Allerdings erfordern einige Kletterpassagen und Rätsel keinerlei geistiger Anstrengung seitens des Spielers, um diese erfolgreich zu meistern. Die herausstehenden Felskanten oder Holzbalken sind meistens schon von weitem erkennbar und recht leicht zu erklimmen. Ausgeglichen wird dieses Defizit durch eine erhöhte Aktivität seitens der Umwelt von Nathan, die sehr stark interagiert. Abbrechende Fenstersimse, das Knacksen von morschem Holz oder in sich komplett einstürzende Häuser, wirken sehr authentisch und lösen im Spieler auch ein gewisses Adrenalingefühl aus. Trotzdem dürfte die enorm lineare Spielweise den Ein oder Anderen erfahrenen Uncharted-Spieler nach einer Weile etwas auf die Nerven gehen.

Man gewöhnt sich sehr schnell an die Abläufe und weiß schon vorher, wo es wie lang gehen muss und welcher Pfad zum Ziel führt. Des Weiteren sind auch die Schätze, die im vierten Teil wieder zahlreich versteckt sind, manchmal doch schon sehr offensichtlich zu finden. Dazu man muss festhalten, dass dieses Konzept in den vorherigen Teilen so gut funktioniert hat, dass „Naughty Dog“ auch überhaupt keinen Anlass hatte, daran etwas zu verändern. Never change a running system – in diesem Sinne.

 

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Gadgets, wie das Seil oder der Stöckelhaken, sorgen aber zugleich für eine sinnvolle und vor allem angenehme Neuerung. Man hat als Spieler einerseits mehr Bewegungsmöglichkeiten, wie etwas Abwechslung, anderseits ist man aber auch nicht überfordert mit der Anzahl an Hilfsmitteln auf dem Bildschirm, was zum Beispiel bei der Batman-Reihe negativ anzumerken war.

Was besonders die Entdecker und „Herumsucher“ begeistern dürfte ist die Tatsache, dass nun deutlich mehr Interaktionen im Spiel selbst möglich sind, sei es mit herumliegenden Gegenständen bei der Erkundung einer Höhle oder das Gespräch mit anderen Charakteren. Vor allem in Bezug auf den Dialog mit anderen Charakteren und den daraus entstehenden unterschiedlichen Reaktionen des Gegenübers, dürfte „Naughty Dog“ ein Auge auf „Heavy Rain“ geworfen haben, welches ebenfalls aus dem Hause Sony stammt.

Neben der spannenden Einzelkampagne, kann natürlich auch im Multiplayer (nur online) gezockt werden. Die Maps des klassischen Team-Deathmatch-Modus und der anderen Modi, wie Eroberung oder Verteidigung, orientieren sich dabei auf Schauplätze, die man während der Kampagne durchschreitet und deshalb bekannt sind. Trotz zahlreicher Verbesserungen wird der Multiplayer natürlich niemals an ein „Battlefield“ oder „Call of Duty“ mit Klassenentwürfen, Abschussserien etc. herankommen. Das ist aber auch nicht der Anspruch und die Absicht von Uncharted!

Zusammenfassend kann man mit hoher Sicherheit feststellen, dass Uncharted 4 so gut wie alle Erwartungen erfüllt bzw. sogar übertrifft. Dank gut dosierter Erneuerungen ist es ein Spiel mit altbewährten Stärken, gespickt mit neuen frischen Ideen. Jede Minute der ca. 35-40 Stunden Spieldauer ist ein Hochgenuss für alle Action-Adventure-Fans und deshalb völlig zurecht bereits jetzt das Spiel des Jahres in diesem Genre!

 

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Mai 172016
 

So, jetzt ist es tatsächlich wieder so weit. Ich, der seit gefühlt zehn Jahren keinen Controller mehr in der Hand hatte, hat sich wieder einmal eine Konsole organisiert. Die Entscheidung, welche es sein sollte, fiel mir nicht schwer. Ich hatte früher eine Xbox 360, mit der ich mich eher mittelmäßig verstanden hatte. Also ist ein Markenwechsel bestimmt eine gute Idee. Außerdem hab ich mich auch im Internet informiert: Die meisten Internetplattformen raten zu einer PlayStation 4. Es gibt mehr Games, die man nur exklusiv auf der PS4 spielen kann, die Grafik der PS4 ist der, der Xbox One überlegen und die Verkaufszahlen sprechen ebenfalls für die PlayStation. Die breite Masse irrt sich bestimmt nicht!
Als ich noch mit der Xbox daddelte, besaß ich zwei Spiele: Call of Duty: Modern Warfare und Fifa 09. Mit letzterem will ich nun auch die PlayStation füttern. Natürlich nicht mit dem Spiel von 2009, sondern mit der aktuellsten Version.

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Die Xbox 360 hatte ich mir damals zugelegt, weil ich des Öfteren in meinem Freundeskreis einen Controller in die Hand gedrückt bekam und mitspielen sollte. Dies hatte mir eigentlich immer Spaß gemacht und ich bemerkte, dass es kein Hexenwerk ist, im richtigen Moment den richtigen Knopf zu drücken. Also beschloss ich, mir auch eine zuzulegen, um eine Alternative zum immer schlechter werdenden Fernsehprogramm zu haben. Gesagt – getan. Im Elektronikfachmarkt meines Vertrauens war rasch eine gefunden, zufällig gerade im Angebot mit dem aktuellen Fifa 09 – Spiel. Daheim ausgepackt, alles ausprobiert – und dann kam schnell die Ernüchterung. Alleine gegen den Computer zu zocken, hatte ich mir spaßiger vorgestellt. Wenn allein Fifa zu spielen schon keinen Spaß macht, dann aber bestimmt das Rumgeballere bei Call of Duty. Dachte ich jedenfalls. Also bin ich ein paar Tage später wieder in die Stadt gefahren und habe weitere 60 Euro liegengelassen. Diesmal hoffentlich für etwas mehr Spaß. Zudem war ja auch noch ein Probemonat Internet im Lieferumfang der Xbox 360 enthalten gewesen. Ein guter Zeitpunkt, um mit dem Onlinegaming anzufangen. Aber gegen die ganzen trainierten Call of Duty-Kämpfer hatte ich natürlich keine Chance und auch diesmal hielt sich die Freude in Grenzen. Seitdem hatte ich meine Zockerkarriere für beendet erklärt und nutze meine Xbox nur noch, um DVDs anzuschauen. Soviel zu meiner bisherigen Gaming-Erfahrung.

 

Optisch ist die PlayStation meiner Meinung nach deutlich ansprechender als die Xbox 360, zudem freue ich mich, dass ich jetzt endlich die Möglichkeit habe, auch Blue-Rays gucken zu können. Der Controller sieht dem der Xbox sehr ähnlich, sodass ich keine größeren Probleme haben sollte, im richtigen Moment die richtigen Knöpfe zu drücken. Ist wahrscheinlich wie Fahrradfahren, sowas verlernt man nicht mehr.

Ich starte die aktuelle Fifa-Version.2

 

Der erste Eindruck erinnert mich stark an frühere Zeiten: Die fetzige Musik und der klassische „EA Sports, it’s in the Game“ Spruch wecken meinen Sportsgeist. Dann fällt mir auf, dass sich die Menüführung sich doch stark verändert hat, und ich muss mich erstmal neu zurechtfinden. Zudem sind einige neue Funktionen hinzugekommen. Vom Ultimate Team ist nun die Rede, auch kann man jetzt Frauenmannschaften aufstellen. Nach einigen Tastendrücken habe ich es dann geschafft. Ich habe mich für den FC Bayern München als meine Mannschaft entschieden und lasse ihn gegen Borussia Dortmund antreten. Natürlich werde ich das Team in den roten Trikots (hoffentlich) zum Sieg führen. An den Standardeinstellungen habe ich nichts verändert und lasse mich überraschen, wie ich mich schlagen werde.

Dortmund ist von Beginn an klar besser. Ich schaffe es kaum über die Mittellinie. Meine einzige Chance: Konter. Aber selbst die bringen nichts ein und ich verliere immer den Ball, bevor mir ein Abschluss gelingt. Und so kommt es, wie es kommen muss, ich fange das 0:1 ein, das dann auch der Halbzeitstand ist. Naja, das ist aufholbar, denke ich mir. Doch in der zweiten Hälfte sieht es nicht besser aus und nach 90 Minuten steht es 0:3. Schade!
Eine Teilschuld gebe ich auf jeden Fall dem Schiedsrichtergespann, das viele Fouls der Borussia gar nicht gepfiffen hat. Den Rest nehme ich auf meine Kappe und schiebe die Niederlage auf meinen Trainingsrückstand.

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Beim Spielen hatte ich das Gefühl, dass sich die Laufwege der einzelnen Spieler deutlich verbessert haben und das Programm die Spieler intelligenter wechselt als noch vor einigen Jahren. Die Grafik hat sich natürlich ebenfalls stark verbessert und die Kommentare der Sprecher passen besser zum Spielgeschehen. Ansonsten sehe ich keine dramatischen Unterschiede.
Alles in allem hat es aber doch mal wieder Spaß gemacht und ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letztes Spiel in dieser Woche war. Wahrscheinlich brauche ich aber noch einige weitere Durchgänge, um substanzielle spielerische Fortschritte zu machen.
Der große Spaß kommt aber noch, nämlich dann, wenn ich gegen reale Gegner spiele – auch wenn ich mir da wahrscheinlich wieder erst einmal einige Klatschen einfangen werde.

 

Mai 122016
 

Videospiele auf die große Leinwand!

 

Wer sich öfters mit kommenden Filmwerken beschäftigt, dem müsste schon aufgefallen sein, dass in den kommenden Jahren überdurchschnittlich viele Filme veröffentlicht werden, die auf Videospielen basieren. Ja wer hätte es gedacht, die Filmindustrie ist, nach Jahren nun endgültig, auf den Zug gesprungen Videospiele auf die große Leinwand zu bringen. Da man auf beiden Seiten, sei es Videospiel- oder Filmindustrie, nicht immer überzeugt von der erfolgreichen Kooperation bzw. von den Möglichkeiten der Umsetzung gewesen ist, wurden in den letzten Jahrzehnten Videospielfilme nicht bevorzugt produziert.

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Trotz allem werden, in den nächsten Jahren, uns Kassenschlager wie „Assassin´s Creed“(21. Dezember 2016, unter anderem mit Michael Fassbender) und „World of Warcraft“( 25. Mai 2016, unter anderem mit Travis Fimmel [Vikings]) im Kino präsentiert werden und ich denke so einige Gamer-Herzen werden bei dieser Neuigkeit höher schlagen. Doch stellt sich dann nicht die Frage, kann sowas denn überhaupt gut gehen?

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Videospielfilme in der Vergangenheit

Natürlich werden sich einige von euch denken: „Wovon spricht der da? Filme über Videospiele gibt es doch schon seit Jahrzehnten“. Seit den 90er Jahren wurden immer wieder Filmadaptionen von Videospielen geplant und (aber nur zum Teil[!]) verfilmt. Ich denke jeder kennt die Resident Evil-Filme, die in dieser Kategorie wahrscheinlich die erfolgreichsten ihrer Art waren. Aber es gibt Filme, die nicht mit ihrer Beliebtheit an ihre Videospiel-Vorbilder anknüpfen konnten. Wie zum Beispiel „Super Mario Bros.“. Dieser Film wurde im Jahr 1993 produziert und kann wirklich nicht mit hoher Kunst glänzen. Nicht mal ansatzweise konnte er die Atmosphäre und die Story des berühmtesten Jump´n´Run der Videospielgeschichte einfangen. Was aber zugegebenermaßen wirklich schwer sein muss. Wie will man auch ein Jump`n´Run ordentlich verfilmen?! Ein weiteres Beispiel für schlechte Videospielverfilmungen ist der Film „Pixels“. Die, zum Teil, kreative Idee mehrere Videospiele in einem Film einzubauen, ist bei Kritikern nicht gut angekommen. Dabei wurden die Spiele „Pac-Man“, „Donkey Kong“ und auch „Space Invaders“ durch die heutige Technik zwar gut in Szene gesetzt aber im Großem und Ganzem konnte der Film nicht überzeugen. Daher stellt sich mir die Frage, weshalb weiterhin auf Videospieladaptionen bauen?

 

Videospiele als Filme? Kann das überhaupt gehen?!

In letzter Zeit ist nun auch Nintendo mehrfach im Gespräch für die Film- und Serienproduktion ihrer eigenen Videospiele. Der große Videospielkonzern hatte sich in den letzten Jahrzehnten, was Filme angeht, zurückgehalten. Lediglich die oben genannten Filme wie „Super Mario Bros.“ und „Pixels“ durften mit den hauseigenen Charakteren trumpfen. Erst März diesen Jahres wurde leider eine „Legend-of-Zelda“-Serie für Netflix gecancelt, dennoch sollen andere Filmwerke folgen. Aber warum auf einmal diese Welle an Videospielverfilmungen? In einem Interview äußerte sich Shigeru Miyamoto wie folgt:

„Wir haben im Laufe der Jahre mehrere Leute gehabt, die zu uns gekommen sind und gesagt haben: Warum machen wir nicht einen Film zusammen? Oder: Wir machen einen Film und ihr macht ein Spiel und wir werden sie zur gleichen Zeit veröffentlichen. Weil Spiele und Kino ähnliche Medien sind, ist die natürliche Erwartung der Leute, dass sie unsere Spiele nehmen und sie fürs Kino umwandeln. Aber ich habe immer gesagt, dass Videospiele ein interaktives Medium sind und Kino ein passives. Das bedeutet, dass die zwei ziemlich verschieden sind. Aber da wir in die Zukunft schauen und überlegen, was die Rolle von Nintendo in einer Unterhaltungsgesellschaft ist, fangen wir an, darüber nachzudenken, wie wir Kino einfügen können und wie wir das Kino der Zukunft mitgestalten.“ (Quelle: gamespilot.de)

 

Kino passiv – Videospiele interaktiv

Wie Shigeru Miyamoto schon sagte ist der große Unterschied dieser zwei Medientypen, die Interaktion des „Zuschauers“ mit dem Medium. Denn bei der Rezeption eines Videospiels ist man ein aktiver Part und bei einem Film eben nicht. Gerade dieser Punkt ist so kritisch, wenn man bedenkt, dass Videospiele verfilmt werden sollen. Ist es überhaupt möglich diesen Kritikpunkt zu umgehen, vielleicht ihn sogar zu eliminieren? Ich denke genau das ist eben, was so viele Gamer, wie mich zum Beispiel, die Stirn runzeln lässt. Kann ein Film überhaupt das Feeling einfangen, was man erfährt, wenn man zum ersten Mal bei Assassin´s Creed von einer Kirchturmspitze in einen Heuhaufen springt oder einen Meuchelmord erfolgreich vollzogen hat, ohne von den Wachen erwischt zu werden? Würde ich das gleiche Gefühl haben wenn Michael Fassbender dieselbe Aktion auf der großen Leinwand durchführt? Kann ein Film das gigantische Warcraft-Universum, mit seinen ach so üppigen und unzähligen Haupt- und Nebengeschichten, darstellen, ohne dass es abgehackt wirkt? Kann ein Film besser sein als sein Videospiel-Vorbild? Meiner Meinung nach nicht! Ich denke ich spreche für viele Gamer dieser Welt, dass es schier unmöglich sein wird, dass ein Film das Medium Videospiel, mit seiner Komplexität, übertrifft. Denn ist es nicht so, dass gerade durch die neueste Technik in Sachen Games, Videospiele zu einem „spielbaren Film“ geworden sind? Es gibt mehrere Spiele auf dem Markt, die durch Grafik und Zwischensequenzen, an wirkliche Filmproduktionen erinnern. Daher kann man eventuell, durch diese Argumentation, von einer kontraproduktiven Entwicklung dieser Videospiel-Franchises für die Leinwand sprechen.

 

Fazit

Aber man sollte einen sehr wichtigen Punkt nicht vernachlässigen bei der ganzen Diskussion über Videospieladaptionen: Die Fans der Videospiele werden den Film sowieso anschauen. Ich glaube genau das ist der springende Punkt für die Filmindustrie Videospiel-Giganten zu verfilmen: Der dadurch resultierende Profit, der durch die Spieler dieser Games entsteht. Denn wenn ich mal ehrlich bin, werde ich mir den Film anschauen, allein schon aus dem Grund, dass ich wissen will, wie die Produktionsfirma dieser Filme die Videospiele für die Leinwand umgesetzt hat. Die Neugier ist da meine große Schwäche und ich denke da wird es noch so einigen Leuten gehen. Allein die Tatsache, dass es eben eine Adaption eines dieser grandiosen Games gibt, wird mich dazu verleiten die Filme anzuschauen. Und genau das, liebe Leser und Leserinnen, ist das worauf die Produktionsfirmen abzielen. Ein garantierter Profit, völlig egal ob der Film gut wird oder nicht. Daher sollten wir gespannt sein, welche Spielegiganten es ebenso auf die Leinwand schaffen, ja vielleicht sogar eigene Serien bei Streamingportalen ergattern. Ist es denn nicht so, dass wir uns insgeheim eben diese Entwicklung gewünscht haben? Dass unser Lieblingsspiel in seiner, uns fesselnden, Geschichte als Film oder Serie, für uns, reproduziert wird? So oder so können wir nur abwarten, was die Zukunft bringt.

Mai 092016
 

Als ich das vorletzte Wochenende nach Burscheid in meine Heimat gefahren bin, meinte meine Mutter dass sie nun den ganzen Keller ausmisten müsste. Soweit so gut, aber als einziger Sohn wurde ich natürlich zum Tragen verurteilt und durfte eine Umzugskiste nach der anderen aus dem Keller tragen.

Ich war eigentlich super sauer weil ich bei 20 Grad Sonne echt Besseres zutun hätte als mich im stickigen Keller rum zu treiben aber ich fand immer wieder Dinge aus meiner Kindheit, die das Ausmisten deutlich unterhaltsamer werden ließ. Und dann fand ich sie, einen Teil meiner Jugend: Meine alte Playstation 2!

Ich konnte es kaum glauben. Die gute alte Playstation 2 mit all meinen alten Lieblingsspielen. Ich meine klar, ich habe eine PS3 und brauche die PS2 nicht wirklich aber irgendwie schwebte ich in einer nostalgischen Stimmung und rettete sie vor dem Müll.

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Ich dachte mir: „Nimmste das Ding halt mit nach Ilmenau und besorgst dir noch nen alten Röhrenfernseher in Ilmenau.“ Gesagt getan!

Sämtliche alte Spiele wurden wieder gezockt. Natürlich habe ich direkt meinen Freunden Bescheid gesagt damit sie an meinem Schatz teilhaben konnten.

Mein Lieblingsspiel „Star Wars Battlefront 2“ konnte ich jedoch unter den ganzen alten Spielen nicht mehr finden, was mich sehr traurig stimmte. Da ich Star Wars aber nicht missen wollte, bestellte ich es mir kurzerhand auf eBay und das Problem war gelöst.

Doch dann kam das nächste:

Ich hatte total vergessen, dass man ja Speicherkarten brauchte um das Spiel abzuspeichern und nach der 3. Runde spielen wurde mir schmerzlich bewusst, dass mein ganzer Spielfortschritt verloren gehen würde… Somit bestellte ich mir halt auch noch eine Speicherkarte auf eBay.

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64 MB die zweit Größte die es gibt (128 MB ist die Größte). Und da wurde mir bewusst was wir beispielsweise allein schon in der Speichertechnik für riesige Fortschritte gemacht haben. Ich meine 124 MB das ist heutzutage ein absoluter Witz wenn man in Betracht zieht, dass sogar billige Werbe USB Sticks mit 2 GB fast den 20 fachen Speicherplatz besitzen. Aber damals war das nun mal das Größte, was man bekommen konnte. Was mir auch auffiel war, dass man nicht lang auf eine Spielinstallation warten musste. Nein, ich lege ein Spiel ein und es geht direkt los!

Achja, das waren noch Zeiten, da gab es für die Playstation 2 erstmals ein Online Modul, was man extra dazu kaufen musste und was zusätzlich nicht für alle Spiele nutzbar war. Ich weiß nicht, ob ich das besser fand oder das Online spielen heute. Damals konnte man dafür fast alle Spiele zu zweit per Splitscreen spielen. In Zeiten von XBOX One oder Playstation 4 sind Splitscreen Spiele jedoch so gut wie ausgestorben. Eigentlich richtig traurig, wenn man mal so darüber nachdenkt. Die Zeiten haben sich nun mal geändert.

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Jetzt fragt ihr euch bestimmt schon die ganze Zeit welche Spiele ich denn da so gezockt habe oder?

Da wäre zum Beispiel „Tekken 4“, ein kompromissloses Fighting-Game,wo ich häufig von Freunden geschlagen wurde, die einfach irgendwelche Tasten gedrückt haben und somit einen Power-Move nach dem Nächsten gebracht haben.

Oder „Need for Speed Underground 2“ ,wo der „Nissan 350 Z“ eines der schnellsten Autos war, die man überhaupt auswählen konnte. Auch die Auswahl war deutlich geringer als heutzutage da gab es vielleicht insgesamt ca. 25 spielbare Autos und auch nicht mal annährend so viele Möglichkeiten sein Auto nach seinen persönlichen Wünschen zu gestalten, so wie das bei dem aktuellen Teil der Fall ist.

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Aber mein absolutes Lieblingsspiel war Star Wars Battlefront 2!

Ich war damals super froh, dass meine Eltern bei Star Wars eine Ausnahme machten und ich ein Spiel ab 16 schon mit meinen zarten 11 Jahren spielen durfte. Und aufgrund dessen, dass ich dieses Spiel so geliebt habe freute ich mich riesig auf den Nachfolger „Star Wars Battlefront“, das im November letzten Jahres für PS4 und XBOX One erschienen ist. Das Spiel war eine absolute Enttäuschung. Ich meine klar die Grafik ist super und es macht auch Spaß aber es hatte in meinen Augen nichts mehr mit meinem alten Lieblingsspiel zu tun.

Ein kleiner Vergleich um euch das deutlich zu machen: Das alte Battlefront hat eine große Kampagne und viel mehr Offline Möglichkeiten als das neue (ja ich weiß, dass die neue Edition eher zum Online spielen ausgelegt ist). Oder auch bei der Auswahl der Helden: Im neuen Teil gibt es jeweils 3 pro Seite also insgesamt 6 spielbare Helden. Im alten Teil gab es insgesamt 17 spielbare Helden ein deutlicher Unterschied in meinen Augen.

 

Ich möchte pauschal nicht sagen, dass die Spiele früher besser waren. Aber ich denke, dass der Hintergedanke, dass mittlerweile fast jedes Spiel einen Online Modus haben muss viele Spiele einfach kaputt gemacht hat. Alles in allem muss ich sagen, dass ich die alte Zeit, wo man Cheats noch von „mogelpower.de“ oder anderen Seiten auf einen Zettel geschrieben hat, sehr vermisse und ich bin froh, dass ich meine alte Konsole jetzt wieder nutzen kann.

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