Aug 272013
 

 

Weiter geht’s mit einer äußerst akkuraten Berichterstattung über die frisch absolvierte Gamescom, der größten Spielemesse der Welt. Dieses Mal: Wolfenstein!
Gerade frisch gefüttert mit Eindrücken von Bethesdas „The Evil within“, ging es keine 10 Meter weiter mit Schlange stehen. Und die Freude war groß: es wartete eine spielbare Demo! Also ran an die (Xbox) Controller und los gespielt.

Ein Originalbild von der Messe. Schocker oder Lustig?

Vorneweg eine Erklärung zu der Geschichte: der Protagonist der Vorgänger von „Wolfenstein: The New Order“, B. J. Blaskowitz, fiel während des Zweiten Weltkriegs in einen Tiefschlaf, wacht 14 Jahre später auf und macht sich nun daran, die Scherben vom Krieg wegzukehren. Und die ersten Scherben stellt ein verrückt gewordener (Nazi-)General namens Deathshead (seriously?) dar. Der residiert in einem (Nazi-)Komplex, das es in der Demo zu stürmen gilt. Chronologisch sind die spielbaren Ereignisse im ersten Dritteln des fertigen Spiels angesiedelt.

Der Spieler beginnt in einer zerbombten Unterführung, die wohl ursprünglich das Unter- oder Erdgeschoss des Gebäudes war und danach ganz übel zugerichtet wurde. Über Funk erhält er den Befehl, loszupreschen (na, was denn sonst)? Nach ein paar verwirrten Soldaten, die man entweder im Hinterhalt oder durch schlichtes Erschießen erledigt hat, wartet in der Eingangshalle ein Roboter. Ein geschätzt 4 Meter großer Roboter, ausgestattet mit Miniguns, Laserkanonen, und und und. Und nicht nur einer, hinter der nächsten Tür wartet neben reichlich Kanonenfutter (oder auch: Nazis) noch ein Exemplar.
Die folgenden Minuten bestanden also ganz Shootergerecht aus weglaufen, Munition sammeln, Deckung suchen, alles erschießen was sich bewegt, alles looten was sich nicht mehr bewegt, und weiter in das Gebäude vorzudringen.
Obwohl ich weder für Xbox-Controller, noch in intensiven Ballerspielen DER Profi bin, ging mir die Steuerung, sowie die Orientierung gut von der Hand. Meine persönliche Spielzeit gipfelte mit der Ankunft in Deathseads Labor. Danach waren die 10 kurzen Minuten leider um.

Keine Neuheit, aber immer wieder nett anzuschauen: Roboter mit viel Zubehör

Aber um meiner journalistischen Pflicht nachzugehen, hier die restliche Geschichte der Demo:
B.J. Stürmt mit Begleitung das Experimentenzimmer des Nazi-Generals und muss mit Entsetzen feststellen, dass die Roboter, die man selbst zuvor bekämpft hat, zu einem großen Teil aus „Mensch“ bestehen. Deathshead findet es scheinbar sehr produktiv, menschlichte Körperteile weiter zu verarbeiten.
Nachdem er sich zwischen zwei Kameraden wählen musste, flieht B.J. und wird am Kopf verletzt. Eine sehr lange Zeit später wacht er in einem polnischen Krankenhaus auf. (Der Typ ist aber auch nur am Schlafen!) Gerade als die Nazis wieder auftauchen und damit anfangen, die Insassen des Hospizes zu erschießen, ist B.J. wieder auf den Beinen und schafft es, dem Tötungskommando zu entfliehen. Auf B.J.’s weiteren Kriegszug gegen die Nazi-Roboter muss man sich nun bis zum Release gedulden.

Fazit:

Obwohl es ein großer Vorteil und ein nettes Extra war, dass man bei Wolfenstein selbst „ran durfte“ und nicht wie bei „The Evil Within“ passiv mit Bildern gefüttert wurde, hat die Demo doch recht wenig Information zur Story geliefert. Erst im Nachhinein hatte ich über das liebe Internet die Möglichkeit, mir auch die erzählerische Lücke zu schließen. Aber schließlich ist man während spielbaren Passagen von Shootern auch nicht besonders aufnahmefähig und drückt gern die eine oder andere Dialog-Zeile weg. Bethesda sei also verziehen.
Spieltechnisch hat Wolfenstein alles, was ein Shooter haben sollte: gute Grafik, nicht allzu dumme, aber auch nicht allzu schlaue Gegner, genügend Munition entsprechend des Schwierigkeitsgrades, eine dynamische Umgebung und ansprechendes Design. Der spielbare Part hat wirklich Spaß gemacht, und dieser Spielspaß ist dementsprechend auch vom fertigen Spiel zu erwarten. Wer also auf Action steht und (wie ich) ein wenig angeödet von all den „normalen“ Shootern (ihr wisst schon, die ohne verrückte Nazis, mit langweiligen Chinesen, Koreanern oder Russen) ist, kann sich auf nächstes Jahr freuen. Hier könnt ihr euch den Trailer ansehen.

 

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