Dez 062013
 

Viele mögen sich schon jetzt Fragen: „Hääää, Dark Souls und Demon’s Souls sind doch überhaupt keine Gruselspiele?“ – Falsch! Diese beiden Titel von From Software sind – zumindest für mich – der Inbegriff von Grusel. Riesige widerliche Monster, von Skeletten über kleine Matschhaufen, bis hin zu riesigen Drachen und anderen Absurditäten, die sich keiner vorstellen kann. Dazu noch die ständige Angst vom kleinsten Gegner mit einem Schlag getötet zu werden, sowie die dichte, gruselige Atmosphäre in Burgen, Wäldern und dunklen Kellern. Das alles zusammen macht Darks Souls und Demon’s Souls für mich zu zwei der besten Horrorspielen.

Und genau das ist das Gefühl, welches ich kriege, wenn ich diese beiden spiele: purer Horror.

Als einsamer Held trottet man durch endlos große Gegenden, mit keinerlei Ahnung wo man überhaupt hin muss. Schon allein das macht die beiden Titel für mich fast überwältigend gruselig.

Wenn man dann durch eins der berüchtigten Nebel-Tore tritt und ein riesiger Drache, mit einem fast ausschließlich aus Zähnen bestehenden Körper vor mir steht, den ich auch noch töten soll, stehen mir die Haare zu Berge. Aber guckt es euch selbst an:

FUUUUCK.

 

Bei diesem Gegner bin ich übrigens nur 30 Mal gestorben! Ziemlich gut. Denn das Sterben ist ein zentraler Bestandteil dieser beiden Spiele. Bei Demon’s Souls wartet sogar im Tutorial ein Gegner, der an sich nicht besiegt werden kann (es sei denn man spielt das Spiel zum 2. Mal, oder man ist Pro).

Bei beiden Titeln führt der Tod zum Verlust der Seelen – so etwas wie die Ingame-Währung, mit der man auflevelt und Items und Aufrüstungen bezahlt – und kriegt diese erst wieder wenn man zur selben Stelle zurückkehrt und diese dort aufhebt. Stirbt man auf dem Weg dorthin, sind sie ganz futsch.

Wer von dem Spielprinzip nicht sofort frustriert ist, wird die Endorphine nach dem Sieg über eine Stelle an der man zuvor 10000 Mal gestorben ist, lieben. Dieses Gefühl macht süchtig.

Doch ganz allein lässt einen das Spiel nicht, man hat die Möglichkeit (wenn man „lebendig“ ist) andere Spieler zur Unterstützung zu rufen. Dies geschieht durch ein Symbol auf dem Boden, wodurch diese Spieler in die eigene Welt beschworen werden und euch beim Endgegner eurer Wahl helfen können.

Aber auch das hat einen Haken: Wenn ihr lebendig seit, könnt ihr jederzeit „invaded“ werden. Das heißt, dass andere Spieler in eure Welt eindringen und versuchen euch zu töten.

Ich muss zugeben, ich bin leider zu spät auf Demon’s Souls und Dark Souls getroffen, denn mittlerweile wurde jedes kleine Item entdeckt, Endgegner besiegt und das Ganze in Wikis festgehalten. Ich besitze auch nicht so viel Selbstbeherrschung solche Sachen nicht nachzugucken. Das macht mir die Spiele ein wenig kaputt. Dennoch, eine Chance habe ich noch: Dark Souls 2.

Und das werde ich richtig angehen, mit Vorbestellung und dann ohne die Möglichkeit zu Schummeln.

 

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