Jun 272014
 

Anlässlich des laufenden Steam-Sales  hat sich die Horror-Friday-Redaktion gedacht: ja, reduziert, günstig, schön und gut. Aber warum Geld zahlen, wenn es da draußen hochqualitative und packende Horror-Schocker für Umme gibt? Bevor es nächsten Freitag wieder mit den klassischen Reviews weitergeht, präsentieren wir euch heute also stolz eine kleine Auswahl an Horrorspielen, die sich wirklich lohnen. Vor allem, weil ihr eben Zeit, und nicht Geld investiert. Und das Praktischste: Ihr müsst gar nicht lang googeln, sondern für den Download einfach auf die Überschriften klicken.

One late night
„One late night“ fängt sehr schick an. Man steuert einen schicken Grafik-Designer einer schicken Agentur mit schicken Büro, und überhaupt ist die Eröffnungsszene eher vertraut und gewöhnlich und eher nicht gruselig. Unser Grafik-Designer hat eine Menge Überstunden hinter sich, und ist vor dem PC eingepennt. Er durchstreift die verlassenen Bürogebäude und wir erfahren, dass ein Kollege namens Robert seit einiger Zeit nicht mehr zur Arbeit erschienen ist und niemand etwas über seinen Verbleib weiß. In Roberts Büro findet ihr angsterfüllte, wirre Notizen über Geister und untote Vorfahren. Und dann spielt langsam alles verrückt: das Wetter, die Türen, der PC, das Telefon. Einfach alles. Und während ihr weiter das immer mehr aus den Fugen zu raten scheinende Büro erkundigt, wird klar: Ein Geist sucht das Büro und euch heim, und will definitiv nicht, dass ihr schon nach Hause geht. Jumpscares inklusive.
„One late night“ hat beeindruckende Grafik, eine originelle Story und packende Atmosphäre. Eigentlich ist das Spiel viel zu schick, um gratis zu sein. Aber hey, gut für uns.

SCP – containment breach
„SCP – containment breach“ hat eine wirklich ungemütliche Mischung aus Realitätsnähe und Absurdität. Erst einmal zur Absurdität: Die Handlung des Schockers spielt sich in der Niederlassung der „SCP Foundation“ ab, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, jegliche Paranormale und monströse Gestalten der Erde einzufangen und zu kategorisieren. Daraus entsteht dann so etwas wie ein Zoo der Hölle. Nein, eine besser Beschreibung wäre „Höllenlabor“. Denn das Unternehmen zieht auch menschliche Versuchskaninchen in seine Experimente ein. Und genau so ein armer Trottel ist der Protagonist. Während ihr eure ersten Befehle entgegen nehmt, nippelt das System der grausamen Einrichtung ab und entledigt euch auf einen Schlag jeglicher Sicherheit. Ihr befindet euch plötzlich in einem verlassenen Gebäude mit etlichen, frei herumlaufenden Höllengestalten und wollt irgendwie lebend da raus kommen. Wo wir übrigens bei der Realitätsnähe wären. Die Spielfigur kann es nämlich leider nicht lassen, zu blinzeln. Was euch den wohl größten Nachteil im gesamten Spiel einheimst: Die Monster können sich mit extremer Geschwindigkeit frei bewegen, wenn ihr sie nicht im Blickfeld habt. Also ungefähr alle 2 Sekunden. Aber das Rezept geht auf: Ihr werdet euch fürchten, garantiert.
Wer von euch „SCP – containment breach“ gut findet, sollte übrigens auch einen Blick auf  „SCP-087-B“ werfen.

Vapour
Wetten, dass ihr von dieser kleinen Spieleperle noch nichts gehört habt? Das ist einerseits gut, wenn ihr leicht schreckhaft und sehr allergisch gegen Jumpscares seid, aber auch schlecht, weil dieses Spiel definitiv einen Blick wert ist. Ihr findet euch auf einer einsamen Insel wieder und wisst erstmal nicht so recht, was ihr tun sollt oder wohin ihr gehen sollt. Naja, erstmal loslaufen. Großer Fehler, denn schon nach kurzer Zeit werdet ihr von untoten Gestalten und Dämonen heimgesucht. Das Allerschlimmste dabei sind die zahlreichen Schockmomente in Form von kurz aufblitzenden verzerrten Monstergrimassen, die euch auf Trab halten und auch gehörig aus dem Konzept bringen. Weilt ihr überhaupt noch unter den Lebenden oder bewegt ihr euch schon am Rande der Hölle?
Zwei junge Programmierer haben das Spiel mit null Budget und sehr viel Talent aus dem Boden gestampft und einige namhafte Spiele-Vlogger zeigten sich bereits begeistert. Es wird teilweise von dem gruseligsten Spiel aller Zeiten gesprochen. Von uns waren auch nicht alle in der Lage, den Horrortrip durchzustehen.

Slender
Zur Guter Letzt etwas, was jeder schon kennt, jeder schon gespielt hat, und vor dem niemand mehr Angst hat. Slender! Natürlich gibt es inzwischen generalüberholte, neuere und bessere Versionen des Kultspiels mit besserer Story, besseren Schockmomenten, ach, einfach mit überhaupt Allem. Aber es ist eine Tatsache, dass keins der neueren Slender-Spiele an die Erfahrung herankommen wird, die wir alle mit „Slender – the 8 pages“ erlebt haben. Die große Ahnungslosigkeit, die langsam in puren Terror umschlägt. Die gruselige, gesichtslose Gestalt mit langen Gliedmaßen, niedriger Grafik und niedriger Polygonanzahl, die uns das Leben langsam zur Hölle gemacht hat. Der sehnliche Wunsch, einfach über den klapprigen Maschendrahtzaun zu klettern, die Spielfigur nach Hause in Sicherheit und diese blöden Seiten mit unverständlichem Gekritzel, zum Mond zu schießen? Wer mit diesen Aussagen nichts anfangen kann, der sollte schleunigst das Spiel herunterladen und herausfinden, wovon wir sprechen.

Die Liste könnte zwar noch weiter fortgeführt werden, jedoch möchten wir ja auch nicht, dass ihr irgendwann aus purer Angst nicht mehr aufstehen könnt. Deswegen wünschen wir euch viel Spaß mit unseren Empfehlungen und warnen noch einmal: Spielen nur auf eigene Gefahr.

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     Posted by at 16:26
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