Jul 172014
 

In der heutigen Ausgabe geht es um Jet Force Gemini, ein weiteres Spieljuwel des legendären Entwicklerstudios Rare für den Nintendo 64. Neben dauerhafter Action und zahlreichen Schussschlachten, zeichnet sich das Spiel durch ein riesiges Waffenarsenal und hilfreiche Erweiterungen aus, die ihr im Verlauf eures Abenteuers stetig ausbauen könnt.

In Jet Force Gemini müsst ihr in fernen Galaxien Planeten vor bösen Drohnen retten, die versuchen sämtliche Welten mit Waffengewalt zu erobern und zu unterjochen. Besonders das Volk der Tribals, ein bärenähnlicher Stamm, leidet unter den Insekten und wird versklavt. Ihr schlüpft in die Rolle von drei mutigen Weltraumpolizisten, die die wichtige Aufgabe bekommen haben, die ameisenähnlichen Aliens zurück zu schlagen und das Universum aus der Sklaverei zu befreien.

Zu Beginn des Abenteuers könnt ihr lediglich mit Juno, dem einzigen Mann des Polizistenteams, die Welt erforschen, da eure beiden Kollegen von den Drohnen entführt worden sind. Im späteren Verlauf stehen euch die weibliche Vela und der Hund Lupus zur Verfügung. Mit jedem Charakter müsst ihr zunächst drei anspruchsvolle Level überstehen, bevor sich das Team zusammenschließt und ihr frei entscheiden könnt, mit wem ihr die Welten befreien möchtet.

Jeder der drei Helden besitzt sein eigenes Waffenarsenal und hat spezielle Eigenschaften, die es ihnen ermöglichen, Teile der Welten zu erkunden, die für die anderen beiden Charaktere unerreichbar sind. Juno kann zum Beispiel großer Hitze widerstehen, während Vela sich unter Wasser fortbewegen kann und Lupus fähig ist für kurze Zeit zu fliegen.

Das Waffenarsenal reicht von einer herkömmlichen Maschinenpistole, über eine aufladbare Plasmakanone und Elektroschocker, bis hin zum Raketenwerfer und riesigen Streugranaten. Insgesamt stehen jedem Polizisten ungefähr 20 Waffen zur Verfügung, die ihr überall in versteckten Kisten finden könnt. Neben der großen Anzahl an Gewehren, könnt ihr überall Magazinerweiterungen und Lebensvergrößerungen finden, die euch das Voranschreiten deutlich erleichtern. Des weiteren gibt es in vielen Welten versteckte Minispiele, wo ihr mit einem kleinen Flugroboter, in schnellstmöglicher Zeit, spezielle Ziele erreichen müsst. Wenn ihr das Minispiel erfolgreich abschließt, gibt es zusätzliche Boni, die zum Beispiel das Aussehen eurer Gegner verändern.

Jedes Level bietet großen Raum zur Erkundung und steckt voller Geheimnisse. Ein weiteres Ziel von euch ist es, die Tribals zu befreien. Auf jeder Karte warten die kleinen Bären darauf von euch befreit zu werden. Erst wenn ihr jeden Einzelnen aus der Gefangenschaft befreit habt, könnt ihr zum letzten Endgegner voranschreiten. Apropos Endgegner, die Bosskämpfe der verschiedenen Welten haben es in sich. Dort müsst ihr euer komplettes Können und Geschick anwenden, und befindet euch teilweise bis zu einer Stunde in einem Gefecht. Die Frustgrenze ist dort teilweise schnell erreicht, so dass der Kontroller schon einmal Richtung Fernseher geworfen wird. Allerdings ist der Glücksfaktor dann entsprechend hoch, wenn das nervige Rieseninsekt endlich den Löffel abgibt.

Zusammengefasst ist Jet Force Gemini vergleichbar mit Metroid Prime für den Gamecube, nur mit einem deutlich größerem Waffenarsenal. Ein absoluter Toptitel für den Nintendo 64, den jeder Fan von Ego-Shootern mit Role-Playing-Inhalten gespielt haben sollte.

Jan Kloft.

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