Dez 172014
 

EA bringt ja bekanntlich jedes Jahr im September das teuerste DLC der Gaming-Branche auf dem Markt. Da wir bei Vodzup Games eine fleißige, größtenteils ungekaufte Redaktion sind, haben wir uns der Aufgabe gestellt den Fussballsimulator auf Herz und Nieren zu testen. Ob es sich also nur um eine Erweiterung handelt oder ob tatsächlich mehr hinter FIFA steckt, werdet ihr nun hier erfahren.

 

Bevor wir zum eigentlichen Spiel kommen, schauen wir uns doch erst mal die verschiedenen Modi an. Für Singleplayer ist natürlich der Karrieremodus interessant. Wie der Name schon sagt, könnt ihr hier zwischen einer Mannschaft oder einem einzelnen Spieler auswählen, um sich anschließend durch die Ligen der Welt zu kicken. Natürlich gibt es noch eine Art Übungsmodus, in dem man Freistöße oder Eckbälle trainieren kann, was aber nicht wirklich nötig ist. Der Fokus von FIFA liegt natürlich auf dem Multiplayer-Modus. Entweder ihr legt euch online mit realen Gegnern an und steigt somit in einer Online-Liga auf oder ihr liefert euch lokale Matches mit einem Kumpel.

Jeder Fifaspieler, weiß, dass der Fussballsimulator Emotionen hervorrufen kann, von denen ihr nicht einmal wusstet, dass ihr diese besitzt. Die Range reicht hierbei von totaler Freude bis zur Verzweiflung, die sich zu einem totalen Ausraster entwickeln kann. Das könnte auch ein wenig am Gameplay liegen.

Aber fangen wir erst einmal mit dem Lob an. FIFA 15 sieht wirklich schön aus. Die Spieler und Schiedsrichter sind einfach nur schick animiert. EA hat es auch tatsächlich nach 10 Jahren hinbekommen, dass man sich auch das Publikum anschauen kann, ohne Augenkrebs zu bekommen. Auch Soundtechnisch geben die Fans alles! Dies sorgt dementsprechend für eine hervorragende Atmosphäre.  Das größte Highlight sind aber die Bewegungsanimationen von Ronaldo, Reus und co..  Diese sehen einfach nur Bombe aus. Besonders interessant wird es, wenn die Spieler über ihre eigenen Beine stolpern oder sich gegenseitig über den Haufen rennen. Das ist natürlich relativ ungünstig, wenn dies im eigenen Strafraum passiert. Apropos Strafraum, die Torhüter sind richtige Tiere. Was die Kollegen teilweise für Bälle halten, ist schon fast unnormal. Dummerweise prallt dann fast jede zweite Kugel ab. Abstaubertore garantiert!

Ronaldo vs. Matic!

Ronaldo vs. Matic!

Ein weiteres Manko sind auch die Freistöße. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich mein erstes FIFA-Freistoßtor geschossen habe. Ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig und das war der schönste Tag in meinem Leben. EA hat solche Momente mit FIFA 15 nun komplett zerstört. Soll heißen: Freistöße sind nun ein absoluter Witz geworden. Selbst absolute Laien bekommen es hin durch solch eine Standardsituation, die Kugel locker in den Kasten zu klatschen. Schade.
Eine weitere Neuerung ist auch das Verhalten des Rasens. Dieser leidet nämlich ganz schön unter dem Getrampel und Gegrätsche der Fussballprofis. Dies macht sich dann mit unschönen „Strichen“ auf dem Bolzplatz bemerkbar. Man munkelt ja auch, dass diese Idee von ProEvo geklaut wurde. Leider ist diese Umsetzung nicht so schön gelungen, aber wie wir EA kennen, wird das in frühestens 5 Jahren richtig schick aussehen.

Ja, was soll man sagen? FIFA 15 ist genau das geworden, was wir alle erwartet haben: Eine Aktualisierung der Teams mit einfachen Neuerungen. Das Gameplay, insbesondere das Torwartverhalten, hat sich hingegen extrem verändert. Somit schafft es EA, dass man wieder relativ ungewohnt vor dem Fernseher hockt und sich erst wieder einspielen muss. Nichtsdestotrotz sieht FIFA 15 auf den Next-Gen-Konsolen einfach nur hervorragend aus.
Überlegt euch also, ob ihr noch die 50€ ausgeben wollt oder ihr lieber ein paar Monate wartet. Mir hat FIFA 14 persönlich viel besser gefallen. Aber was erzähl ich da. Jeder Fußballfan hat sich FIFA 15 wahrscheinlich eh schon gekauft.

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