Jul 162015
 

Sind wir doch mal ehrlich: gibt es ein besseres Gefühl, als bei CS jemanden mit einem Kopftreffer zu besiegen? Wer genau weiß, wovon ich schreibe, ist wahrscheinlich selbst ein Counter-Strike Spieler. Der letzte Ableger des erfolgreichen Shooter-Franchise aus dem Hause Valve, erschien am 21. August 2012 mit dem Namen Counter-Strike: Global Offensive. Doch warum ist dieses Spiel so beliebt und worin unterscheidet es sich von seinen Konkurrenten? Dies und noch viel mehr erfahrt ihr jetzt.

Story? Brauch ich nicht.

Für alle Neulinge unter euch: Nein, CS hat keine Story. Es handelt sich, egal ob man Bomben- oder Geiselszenario spielt, immer um den Kampf zwischen Terroristen und Antiterroreinheiten. In dem Bombenszenario müssen die Terroristen in einer vorgegebenen Zeit eine Bombe platzieren und die Antiterroreinheiten an der Entschärfung hindern. Beim Geiselszenario müssen die Spezialkräfte in einer begrenzten Zeit Geiseln retten. Gelingt dies, heißt es „Counter-Terrorist Win“. Vor jeder Runde erhält man Geld, je nachdem wie erfolgreich man sich in der vergangenen Runde geschlagen hat. Davon kauft man sich Waffen, Granaten und Ausrüstung und dann geht es auch schon los. Die Teams schwärmen aus und der Kampf zwischen Gut und Böse wird innerhalb von etwa 2 Minuten ausgetragen. Dabei spielt man entweder auf den klassischen Maps, wie dem nahöstlich angehauchten Dust, dem Atomkraftwerk Nuke, der Lagerhalle von Assault, oder man sucht sich eine von der CS:GO Gemeinde erstellten Community-Map aus.

Taktik

Was macht Counter-Strike zum Taktik-Shooter? Zum einen besitzt das Spiel keinen Bloodscreen, der, nachdem man getroffen wurde, einen roten Bildschirm erzeugt und man nach kurzer Wartezeit wieder wohlauf ist. Man besitzt 100 HP (Health Points), maximal noch 100 Rüstungspunkte, und wenn die einem durch einen Streifschuss abgezogen werden, dann gibt es keine Möglichkeit sich zu heilen. Wenn man tot ist, darf man erst in der nächsten Runde wieder einsteigen. Um erfolgreich zu sein, muss man sehr vorsichtig und bedacht vorgehen. Ein blindes drauf los stürmen wird sofort bestraft.
Der andere Grund, warum sich Counter-Strike von der Masse abhebt ist das Waffenverhalten – denn Rückstoß wird hier groß geschrieben. Feuert man eine Waffe dauerhaft ab, läuft oder springt man beim Schießen, so verzieht das Gerät sehr schnell. So kommt es, dass man selbst zwar perfekt mit dem Fadenkreuz auf den Gegner zielt, aber kein einziger Schuss sitzt. Abhilfe schaffen folgende Tipps:

  1. Stehen bleiben beim Schießen. Noch besser: ducken. Geduckt ist jede Waffe am präzisesten.
  2. Salven statt Dauerfeuer. Lieber 2-3 kurze Feuerstöße abgeben, als das ganze Magazin ins Nichts zu pumpen
  3. Dem Rückstoß entgegen zielen. Wenn man Schritt 1 & 2 gemeistert hat, kann man versuchen den Rückstoß zu kontrollieren. Beispielsweise zielt man nach den ersten 3 Schüssen weiter runter, damit der Rest auch sitzt. Aber das ist Übungssache.
  4. Cool bleiben. Wenn man verzieht, darf man nicht panisch werden, sondern sollte sich kurz in Deckung begeben und noch einmal ruhig durchatmen. Hektische Schüsse sind nur frustrierend

1.6, Source oder Global Offensive?

Das ist nun die Frage. Jede Weiterentwicklung von CS hat immer einige Neuerungen und Veränderungen mitgebracht. Im Grundprinzip ist es gleich geblieben, doch bei den Feineinstellungen fühlt sich jedes Spiel anders an, weswegen sich hier auch die Geister scheiden. In Global Offensive, sticht vor allem die verbesserte Grafik hervor. Neben ein paar neuen Waffen, wie der Tech-9 und kleineren Veränderungen im Mapdesign, gibt es auch Änderungen an den Waffen. So haben sie nicht nur ein anderes Rückstoßverhalten, sondern auch Änderungen an der Magazingröße und Schadensverteilung. Erstmals gibt es offizielle, von Steam bereitgestellte Server für Wettkampfspiele. Jeder darf sich in einem Ranglistensystem einstufen lassen und sich nach oben kämpfen. Es stehen weitere Spielmodi zur Verfügung, wie Deathmatch, Zerstörung und Wettrüsten (Ehemals GunGame). Wer die alten Spielmodi vermisst, findet auf den Community-Servern den richtigen Anschluss.

Und das war noch nicht alles!

CS:GO wird regelmäßig mit Updates und neuem Content gefüttert. Das aktuelle Event trägt den Namen „Operation Bloodhound“. Neben neuen, von der Community erstellten Maps, gibt es auch gleich mal neue Waffenskins. Diese sind optional und bringen keine Vorteile für Spieler. Es dient lediglich der Individualisierung. Waffenskins bekommt man entweder zufällig am Ende einer Runde, oder man öffnet eine Waffenkiste (das kostet jedoch echtes Geld) oder man erhandelt sie sich auf dem Steam Marktplatz. Operation Bloodhound bringt ein neues Levelsystem mit sich, das keinen konkreten Einfluss auf das Spielverhalten nimmt, sondern vorrangig dafür gedacht ist, sogenannte Smurfs (= Profispieler, die sich einen neuen Account machen, um gegen Anfänger zu spielen) zu vertreiben. Da CS:GO mit 13,99€ ein relativ günstiger Shooter ist, sind diese Wesen keine Seltenheit.

Seit Jahren mein ungeschlagen.

Counter-Strike ist seit Jahren mein Lieblings-Shooter. Es ist für mich jedes Mal eine Herausforderung, es macht Spaß neue Taktiken zu testen oder einfach nur herumzuballern. Auch wenn es mich oft zur Weißglut treibt, das Spiel bleibt stets fair (abgesehen von Cheatern) und es gibt kein anderes Game, das mich nach einem erfolgreichen Kopfschuss in so starke Euphorie schickt, wie CS.

Ich empfehle dieses Spiel uneingeschränkt jedem, der mit Taktik-Shootern etwas anfangen kann und auch gerne mit seinen Freunden spielt.

 

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