Feb 232016
 

Schutzmaske auf, Gewehr im Anschlag und auf in die Dark Zone. Letztes Wochenende hat der französische Entwickler Ubisoft seinen neuen Titel in die Open Beta gelassen. Jeder mit einem Uplay Account konnte somit das Spiel kostenlos herunterladen und testen. Was in der Zone bis jetzt alles passiert ist, erfahrt ihr hier.

Rascher Einstieg

The Division beginnt nach der dürftigen Charaktererstellung sehr aufwühlend. Man erwacht in einem Helikopter neben einer verletzten Frau, die uns anscheinend wieder von den Toten zurückholt. Wer wir genau sind und was passiert ist, wird nur stückchenweise klar. Nach der Landung finden wir uns erst einmal in einem Gewusel aus Menschen wieder. Überall laufen hektisch ein paar Soldaten herum und versorgen die Verwundeten.

The Division 1
Ich gehe ein paar Schritte weiter und finde mich gleich in einem Camp wieder. Mein Ziel jedoch ist es, in das Herz von Manhatten vorzudringen und dort eine Basis zu errichten. Ich laufe weiter und bleibe erst einmal starr stehen von dem gewaltigen Eindruck, der sich mir bietet. Im schneebedecktem New York ist alles aus den Fugen geraten. Die Stadt ist verwüstet, alle Autos sind zum stehen gekommen und Zivilisten irren verzweifelt durch die Gassen.
Ich laufe den Block entlang und sehe niemanden, außer ein paar vermummte, aber bewaffnete Gestalten. Ich entscheide mich die Konfrontation sicherheitshalber zu meiden und versuche mich vorbei zu schleichen. Doch ich werde entdeckt und es wird ohne zu zögern auf mich geschossen. Mir blieb keine andere Wahl, als mich auf meine Instinkte zu verlassen und die Banditen zu erledigen, bevor sie mir das Licht ausknipsen. Mir dämmert so langsam was passiert sein könnte:

Ein tödlicher und hochansteckender Virus hat die Menschheit befallen. Nur wenige konnten sich retten und versuchen nun ein neues Leben aufzubauen. Die bisherigen Systeme existieren nicht mehr. Es gibt nun verschiedene Gruppen, die versuchen mit Gewalt ihr System zu etablieren. Ich gehöre zur Division – der menschlichsten von allen. Doch bis sich eine Gruppe durchgesetzt hat herrscht Anarchie.

Atmosphärisches Setting trifft auf simples Gameplay.

Ziel des Spiels ist es aufzuleveln und seine Basis aufzuwerten. Das macht man mit Hilfe des klassischen Quest Systems: Gehe nach A, töte X, aktiviere Y und hole Z da raus. Mit ansteigendem Level werden neue Waffen und Skills freigeschalten. Diese sind sehr weitreichend, konnten jedoch in der Beta nur begrenzt ausgetestet werden. So hat man als Techniker beispielsweise die Möglichkeit ein Standgeschütz aufzustellen, oder als Mediziner eine Gruppe vollständig zu heilen. Man kann nur zwei Fähigkeiten auf die Schnelltasten zuweisen, so ist taktisches Vorgehen erzwungen.
Die Quests und Basismissionen lassen sich alleine oder im Koop (PvE) meistern.

The Division 2

Die Dark Zone

Hier wird es gefährlich und interessant. Im PvP Modus begibt man sich in ein abgegrenztes Gebiet. Hier gibt es seltene und gute Gegenstände, jedoch hat man für die Dark Zone nur ein begrenztes Inventar. Diese Items findet man bei feindseligen NPCs, in kontaminierten Gebieten, oder man nimmt sie anderen Spielern ab. Doch Vorsicht! Attackiert man andere Spieler wird man abtrünnig und ist für die nächsten Minuten für alle Sichtbar. Darauf folgt eine regelrechte Hetzjagd auf Abtrünnige, da nicht nur der geklaute Loot als lohnt winkt, es gibt auch extra Erfahrung für „Gerechtigkeit“.
Will man Items aus der Dark Zone rausschaffen, muss man sich an einen Abholpunkt stellen und über ein Leuchtsignal einen Helikopter rufen, der nach etwa einer Minute erscheint. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: andere Spieler sehen und hören nämlich, dass da jemand seine kostbare Beute wegschaffen will.

Technik

The Division ist noch in der Beta, deswegen lassen sich noch kleinere Bugs verzeihen. Es läuft auf höchster Einstellung relativ ruckelfrei. Das Spiel lebt von vielen kleinen Details, wie das akkurate zerschießen einer Fensterscheibe, oder die hinterlassenen Schneespuren. Jedoch war ich persönlich etwas von der schlichten Grafik und den schwachen Animationen enttäuscht. Ich hoffe, dass bis zum finalen Release da noch etwas nachgebessert wird.

Fazit

Ich habe während der Beta etwa sieben Stunden spielen können und war dauerhaft gut unterhalten. Ein dichtes Setting, ein glaubwürdiges Szenario und eine süchtig machende Sammelwut. Jedoch hatte ich in der siebten Stunde den Eindruck, schon das ganze Spiel gesehen zu haben. Auch wenn nur ein kleiner Teil New Yorks zu erkunden war, so sah im Endeffekt vieles gleich aus und auch eine Langzeitmotivation war nicht erkennbar. Wer jedoch auf leichte Kost im Survival-Genre steht, der sollte auf jeden Fall einen Besuch im verschneiten und chaotischen Manhatten wagen. Wir bleiben auf jeden Fall auf die finale Version gespannt.

Spread the world!
    Zur Werkzeugleiste springen