Apr 192016
 

Seit letzter Woche ist es nun offiziell draußen und es heißt wieder: Prepare to Die!
Mit Dark Souls 3 lieferten die Entwickler von From Software den dritten und letzten Teil der Souls Serie. Doch wird er auch den Erwartungen gerecht?

Lothric

Wer Dark Souls kennt, der weiß, dass die Story zwar nicht auf dem Silberteller präsentiert wird, aber dafür sehr viel Tiefgang hat. Es gibt nur wenige Cutscenes und Erklärungen. Nur wer mit den richtigen Leuten redet, viele Gegenstandsbeschreibungen liest und kombinieren kann, wird die Geschichte erfahren. Alles was wir vom Intro wissen ist, dass wir dieses Mal in Lothric sind und Aschefürstenseelen sammeln müssen. Mehr möchte ich nicht verraten, denn das Erkunden und Erkennen ist ein zentraler Bestandteil von Dark Souls. Also dann nichts wie los. Nach einem kurzen Tutorial wartet auch schon der erste Bossgegner. Kurz ans Leuchtfeuer gesetzt und auf in den Kampf.

dark-souls-3-screenshot-12.0

Krasse Bosse und wunderschönes Setting

Spielerisch hat Dark Souls fast alles aus dem zweiten Teil übernommen und mit dem ersten Teil verfeinert. Doch gerade beim Gameplay wird man sehr den Einfluss von Bloodborne merken, einem PlayStation 4 Exklusive Titel vom gleichen Entwickler. Die Bosse sind im Vergleich zum Vorgänger abwechslungsreicher, die Umgebung detailvoller und die Kämpfe fühlen sich großartig an. Es gibt wieder viel zu Entdecken und Abkürzungen zum freischalten. Fast alle Waffen haben nun auch einen besonderen Angriffsmodus. So sorgt From Software für Vielfalt in den Kämpfen. Wie immer empfiehlt sich dieses Spiel mit dem Controller zu zocken. Die Maus und Tastaturbelegung ist zwar für den PC angepasst, aber man merkt dem Spiel die Konsolenfreundlichkeit an.

Dark_Souls_3_Gamescom_2015_Screenshot__1_-pcgh

Aus Fehlern gelernt

Bei Dark Souls lautete das Spielprinzip Trial & Error. So lange gegen den Boss kämpfen, bis man seine Attacken und Schwachstellen in- und auswendig kennt. Doch auch die Entwickler haben dazugelernt. Das Multiplayererlebnis wurde immens verbessert. Spieler finden sich für den Koop Modus leichter, es gibt keinen Soul Memory mehr und man kann nun manuell auswählen, ob man Online oder Offline spielen möchte. Mit Passwort ist es sogar möglich, sich ohne Level-Beschränkung gegenseitig zu beschwören. Zudem setzt Dark Souls 3 wieder mehr auf Klasse statt auf Masse. Schlauchlevel sind seltener geworden und auch die Gegnerplatzierung ist fair gestaltet.

2980097-dark-souls-iii-6

Dichte Atmosphäre

Grafisch gesehen ist das Spiel kein Meilenstein. Durch das Leveldesign und die Lichteffekte wird unglaublich viel aus der Engine herausgeholt. Mit The Witcher: Wild Hunt kann es zwar nicht mithalten, doch es überzeugt trotzdem. Der Vorteil: läuft es auch auf mittelklasse PCs problemlos. Der Soundtrack ist dieses Mal auch richtig gut geworden und verleiht jedem Bosskampf das richtige Drama.

Fazit

Ich habe Dark Souls 3 seit dem Release 30 Stunden gespielt und bin etwa bei der Hälfte des Spielfortschritts. Der Spaßfaktor wird im Koop natürlich verdoppelt und die harten Bossfights lassen uns nächtelang nicht schlafen. Wer sich dieses Spiel holt, wird viele Stunden gute Unterhaltung vor sich haben. Und ganz ehrlich: Es gibt doch kein besseres Gefühl, als einen richtig harten Gegner nach dem x-ten Versuch zu besiegen und dafür belohnt zu werden.

 

Pro:

+ überwältigende Spielwelt
+ fordernde und abwechslungsreiche Bosskämpfe
+ motivierendes Kampfsystem
+ viel zu Entdecken und auszuprobieren
+ Koop Modus funktioniert einwandfrei
+ Eidsystem benutzerfreundlich

 

Contra:

– kleinere Bugs und Abstürze
– einige Leuchtfeuer sind unnötig
– nur englische Sprachausgabe
– Grafik nichts neues

 

[youtube id=“DlMpn-4OAD0″]

Spread the world!
    Zur Werkzeugleiste springen