Mai 172016
 

So, jetzt ist es tatsächlich wieder so weit. Ich, der seit gefühlt zehn Jahren keinen Controller mehr in der Hand hatte, hat sich wieder einmal eine Konsole organisiert. Die Entscheidung, welche es sein sollte, fiel mir nicht schwer. Ich hatte früher eine Xbox 360, mit der ich mich eher mittelmäßig verstanden hatte. Also ist ein Markenwechsel bestimmt eine gute Idee. Außerdem hab ich mich auch im Internet informiert: Die meisten Internetplattformen raten zu einer PlayStation 4. Es gibt mehr Games, die man nur exklusiv auf der PS4 spielen kann, die Grafik der PS4 ist der, der Xbox One überlegen und die Verkaufszahlen sprechen ebenfalls für die PlayStation. Die breite Masse irrt sich bestimmt nicht!
Als ich noch mit der Xbox daddelte, besaß ich zwei Spiele: Call of Duty: Modern Warfare und Fifa 09. Mit letzterem will ich nun auch die PlayStation füttern. Natürlich nicht mit dem Spiel von 2009, sondern mit der aktuellsten Version.

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Die Xbox 360 hatte ich mir damals zugelegt, weil ich des Öfteren in meinem Freundeskreis einen Controller in die Hand gedrückt bekam und mitspielen sollte. Dies hatte mir eigentlich immer Spaß gemacht und ich bemerkte, dass es kein Hexenwerk ist, im richtigen Moment den richtigen Knopf zu drücken. Also beschloss ich, mir auch eine zuzulegen, um eine Alternative zum immer schlechter werdenden Fernsehprogramm zu haben. Gesagt – getan. Im Elektronikfachmarkt meines Vertrauens war rasch eine gefunden, zufällig gerade im Angebot mit dem aktuellen Fifa 09 – Spiel. Daheim ausgepackt, alles ausprobiert – und dann kam schnell die Ernüchterung. Alleine gegen den Computer zu zocken, hatte ich mir spaßiger vorgestellt. Wenn allein Fifa zu spielen schon keinen Spaß macht, dann aber bestimmt das Rumgeballere bei Call of Duty. Dachte ich jedenfalls. Also bin ich ein paar Tage später wieder in die Stadt gefahren und habe weitere 60 Euro liegengelassen. Diesmal hoffentlich für etwas mehr Spaß. Zudem war ja auch noch ein Probemonat Internet im Lieferumfang der Xbox 360 enthalten gewesen. Ein guter Zeitpunkt, um mit dem Onlinegaming anzufangen. Aber gegen die ganzen trainierten Call of Duty-Kämpfer hatte ich natürlich keine Chance und auch diesmal hielt sich die Freude in Grenzen. Seitdem hatte ich meine Zockerkarriere für beendet erklärt und nutze meine Xbox nur noch, um DVDs anzuschauen. Soviel zu meiner bisherigen Gaming-Erfahrung.

 

Optisch ist die PlayStation meiner Meinung nach deutlich ansprechender als die Xbox 360, zudem freue ich mich, dass ich jetzt endlich die Möglichkeit habe, auch Blue-Rays gucken zu können. Der Controller sieht dem der Xbox sehr ähnlich, sodass ich keine größeren Probleme haben sollte, im richtigen Moment die richtigen Knöpfe zu drücken. Ist wahrscheinlich wie Fahrradfahren, sowas verlernt man nicht mehr.

Ich starte die aktuelle Fifa-Version.2

 

Der erste Eindruck erinnert mich stark an frühere Zeiten: Die fetzige Musik und der klassische „EA Sports, it’s in the Game“ Spruch wecken meinen Sportsgeist. Dann fällt mir auf, dass sich die Menüführung sich doch stark verändert hat, und ich muss mich erstmal neu zurechtfinden. Zudem sind einige neue Funktionen hinzugekommen. Vom Ultimate Team ist nun die Rede, auch kann man jetzt Frauenmannschaften aufstellen. Nach einigen Tastendrücken habe ich es dann geschafft. Ich habe mich für den FC Bayern München als meine Mannschaft entschieden und lasse ihn gegen Borussia Dortmund antreten. Natürlich werde ich das Team in den roten Trikots (hoffentlich) zum Sieg führen. An den Standardeinstellungen habe ich nichts verändert und lasse mich überraschen, wie ich mich schlagen werde.

Dortmund ist von Beginn an klar besser. Ich schaffe es kaum über die Mittellinie. Meine einzige Chance: Konter. Aber selbst die bringen nichts ein und ich verliere immer den Ball, bevor mir ein Abschluss gelingt. Und so kommt es, wie es kommen muss, ich fange das 0:1 ein, das dann auch der Halbzeitstand ist. Naja, das ist aufholbar, denke ich mir. Doch in der zweiten Hälfte sieht es nicht besser aus und nach 90 Minuten steht es 0:3. Schade!
Eine Teilschuld gebe ich auf jeden Fall dem Schiedsrichtergespann, das viele Fouls der Borussia gar nicht gepfiffen hat. Den Rest nehme ich auf meine Kappe und schiebe die Niederlage auf meinen Trainingsrückstand.

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Beim Spielen hatte ich das Gefühl, dass sich die Laufwege der einzelnen Spieler deutlich verbessert haben und das Programm die Spieler intelligenter wechselt als noch vor einigen Jahren. Die Grafik hat sich natürlich ebenfalls stark verbessert und die Kommentare der Sprecher passen besser zum Spielgeschehen. Ansonsten sehe ich keine dramatischen Unterschiede.
Alles in allem hat es aber doch mal wieder Spaß gemacht und ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letztes Spiel in dieser Woche war. Wahrscheinlich brauche ich aber noch einige weitere Durchgänge, um substanzielle spielerische Fortschritte zu machen.
Der große Spaß kommt aber noch, nämlich dann, wenn ich gegen reale Gegner spiele – auch wenn ich mir da wahrscheinlich wieder erst einmal einige Klatschen einfangen werde.

 

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