Mai 312016
 

High End Resolution, modernste Grafiken-Engine, Bewegungs- bzw. Berechnungstechniken, komplexe realistische Animationen und vieles mehr wird heutzutage bei den neusten Videospielen gewünscht und angepriesen.

Wenn man sich zum Beispiel das neuste DOOM oder the Witcher 3 Spiel anschaut, ist man schnell von der vielfältigen, eindrucksvollen und großen Welt verzaubert. Doch irgendwie fehlt öfters das Gefühl, dass man früher hatte, wenn man die verpixelten Vorgängern von heutigen Computerspielen spielte. In der Spieler-Community hört man immer mehr, dass sich viele Spielern und Spielerinnen “langweilen“ oder sich schwerer Spiele wünschen, obwohl es doch eine wahnsinnige Entwicklung in der Spieletechnik gab.

Unter manchen Spielern und Spielerinnen, die diverse Spielegenerationen miterlebt haben, gehört eine bestimmte Wehmut zum kleinen Alltag, “Früher war alles besser“, heißt es dann so oft und verdeutlicht die Situation, dass viele aktuelle Spiele die digitale Magie von damals nicht richtig einfangen können. Ich erinnere mich noch, da spielte ich auf dem Rechner meiner Mutter auf Windows 98 PAC-MAN, Fallout oder Age of Empire. Wenige Jahre Später kamen meinen ersten Konsolenspiele, bei denen man Stunden über Stunden gespielt hat , auch wenn man 20 Stunden brauchen für diese eine gewissen Mario Level oder um diese einen Karte zu schaffen. Viele von diesen damaligen 8-Bit Spielen haben immer noch eine riesen Fangemeinde.

Wer erinnert sich nicht gerne zurück und kriegt Lust wieder Tetris oder Super Mario an seinem Computer bzw. seiner alten Spielekonsole zu spielen. Spiele wie Zelda, Grand Theft Auto, Mario Kart, Tomb Raider, Fallout, Final Fantasy und viele andere Spiele lassen sich mit ihren heutigen Versionen und den Anfängen vor 20 Jahren vergleichen. Damals konnte man noch mehr Gegner zählen als Pixel zusehen waren, trotzdem spielte man stundenlang und beschwerte sich nie über die Grafik oder Pixelfehler.

Doch was war damals anders? Betrachtet man die Spielvielfalt wie sie früher und heute ist. Früher konnte man auf den ersten Gameboy von 1989 Tetris und einige kleine Jump ‘n‘ Run spielen. Heute ist die Spielvielfalt von einer enormen Auswahl an Spielen geprägt, ob man Rollenspiele, Adventure, Jump ‘n‘ Runs, Ego-Shooter oder was anderes spielen mag, das gewünschte Spielegenre kann man immer finden. Jump ‘n‘ Runs waren damals die am Beliebtesten Spiele.

Es ging darum von Level zu Level zu gelangen bis man zum Finale kam um den Endboss in einer komplizierten und geschicklicher Art und Weise zu besiegen. Ein gutes Beispiel dafür ist Donkey Kong Mitte der 90er und Super Mario in den 80er. Doch Jump ‘n‘ Runs sind heutzutage nicht mehr die Nummer eins der beliebtesten Spiele sondern wahrscheinlich Rollenspiele. Diese Spiele haben, durch die enorme realistische Grafik, einen hohen Gewaltfaktor. Je besser Blut, Verletzungen und Waffen zuerkennen sind, desto erfolgreicher kann das Spiel sind, gutes Beispiel ist Call of Duty. Videospiele haben sich auch von der Perspektive sehr verändert, während früher man den Spielvorgang noch aus der Vogelperspektive angeschaut hat, spielt man heute oft aus Sicht der Ego- oder Verfolgerperspektive.

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Durch die Vogelperspektive hatte der Spieler immer das Gefühl nicht mitten in der Aktion zu sein. Dies führte auch, dass der wichtige realistische Anteil nicht so stark ausgeprägt war wie heutzutage. Dank der Ego- und der Verfolgerperspektive sowie der unglaublichen Grafik erhält der Spieler bzw. die Spielerin vielmehr das Gefühl die Handlungen selber auszuführen. Doch nun zum größten Kriterium im Vergleich der Spielegenerationen: der Schwierigkeitsgrad.

Früher wurden die Jump ‘n‘ Runs Spiele von Level zu Level schwieriger. Wer von uns kann sich nicht erinnern, wie viele Tage man brauchte, um nur die ersten 25 Level in Super Mario zuschaffen und dann beim nächsten Level nochmal 20 Stunden Spielzeit anhängen konnte. Wie oben schon erwähnt, beklagen sich viele Spieler und Spielerinnen gegen die Einfachheit der heutigen Spiele. Das Problem könnte darin liegen, dass die Entwickler möglichst nutzerfreundliche Spiele, auch für Einsteiger, schaffen müssen. Wenn der Spieler bzw. Spielerin von heute in seiner/ihrer Vergangenheit schwelgt und den besonderen Spielerlebnissen hinterer trauert, in der vermeintlich Spiele besser waren, wünscht er sich diese Qualität zurück.

Aber nüchtern betrachtet, die Storys waren nicht besser und die Charaktere nicht ausgeprägter. Doch damals waren wir noch jung, unsere Erwartungen und Qualitätsansprüche waren noch nicht so hoch. Man akzeptierte die damaligen Spiele schon als hoher Maß der Technik und war schnell fasziniert, während man heute schon mit einer gewissen Skepsis an vieles rangeht. Bezieht man noch die Zeit hinzu, dann verblassen auch viele negative Erfahrungen und was bleibt ist das wunderbare Abenteuer was man mit Link, Mario oder PAC-MAN in einer doch einfach aussehenden Welt hatte.

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