Jul 042014
 

Bereits vor seiner Veröffentlichung 2008 sorgte Dead Space für viel Wirbel. Eine lange Jugendschutzdiskussion führte sogar beinahe zu einer Indizierung in Deutschland. Schließlich erhielt es dann aber doch eine Freigabe und so bleibt auch uns die Möglichkeit den Weltraum-Horrorschocker Jahre später für euch herauszukramen.

Fesselnde Story

Ingenieur Isaac Clark wird auf eine Mission geschickt. Er soll gemeinsam mit einem Wartungs-Trupp das Raumschiff U.S.G. Ishimura inspizieren, welches für die Rohstoffförderung auf unbewohnten Planeten zuständig ist. Eigentlich ein Kinderspiel, jedoch gibt es bei der Ankunft am Raumschiff keine Anzeichen von Leben. Die Besatzung ist nicht auffindbar und das Raumschiff stark beschädigt. Als wäre dies noch nicht genug, wird bei der Ankunft euer Wartungs-Trupp von mysteriösen Wesen fast komplett ausgelöscht. Den drei einzigen Überlebenden wird schnell klar, dass außerirdische Monster das Raumschiff verwüstet und deren Besatzung getötet haben. Zu den Kameraden habt ihr nur per Funk Kontakt und so muss sich Isaac alleine daran machen, die Systeme der Ishimura wieder zum Laufen zu bringen. Unangenehmen und unangekündigten Besuch erhält er dabei stets von fiesen Alien-Mutationen, die er zu Beginn mit seinem Plasma-Schneider zu Leibe rückt.

Dunkle Alien Grusel-Atmosphäre

Dead Space sorgt gleich zu Beginn für eine gruselige Atmosphäre. Schon die Ankunft am menschenleeren Raumschiff und die plötzliche Attacke auf eure Besatzung lassen das Blut in den Adern gefrieren. Dunkle Gänge, merkwürdige Geräusche und die Gewissheit, auf sich alleine gestellt zu sein, verstärken dieses Gefühl nur noch. Hinter jeder Ecke könnte eine schleimige Alien-Kreatur darauf warten, euch in Stücke zu reißen. Apropos „in Stücke reißen“: Eure Alien-Gegner sind von der ganz besonders fiesen Sorte. Sie lassen sich meist nur vernichten, wenn man sie gekonnt filetiert. In dieser Hinsicht hatte Dead Space wohl nicht zu Unrecht das Vergnügen sich mehrmals mit der USK auseinander zu setzten. Auch wenn das Maß fast sechs Jahre später sicherlich nach oben korrigiert werden muss, gehört Dead Space sicherlich nicht ins heimische Kinderzimmer. Ein typisches Horror-Survival-Game eben.

Tücken im All

Neben der ganzen Ballerei muss Isaac aber auch hin und wieder weitaus kniffligeren Abschnitten stellen. So macht er vor allem beim Setting im All Bekanntschaft mit dessen Tücken. Schwerelosigkeit und luftleere Räume müssen überwunden werden. Zum Glück hat Isaacs Anzug Magnetstiefel, mit denen er in solchen Fällen an Decken und Wänden kleben bleibt. Hinzukommen weitere Technikhighlights wie beispielsweise Stasis- und Kinetik-Strahler, die das Vorankommen manchmal erst möglich machen. Gefundenes und erkämpftes Geld kann zudem in diversen Laden-Terminals in den Ecken der Korridore für neue Ausrüstung oder Waffen ausgegeben werden. Außerdem lassen sich Ausrüstungsgegenstände modifizieren, sodass viele neue Möglichkeiten geschaffen werden.

Fazit

Dead Space ist ein echter Horrortrip. Die Atmosphäre und die düstere Umgebung sorgen für den einen oder anderen Schreckmoment. Leider konnte die Steuerung nicht ganz überzeugen. Gleiches gilt für die Grafik, die aus für damalige Verhältnisse sicherlich ein Highlight war. Aus heutiger Sicht sollte man sich jedoch am Gruselaspekt erfreuen. Nichtsdestotrotz gibt es viele kleine „liebevolle“ und gleichzeitig unappetitlich verstörende Details, sodass das Spiel zum echten Nervenkitzel wird. Mehrere Stunden Spielspaß garantiert!

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Jun 202014
 

Die Grusel-Trilogie F.E.A.R hat sich unter Kennern längst einen Namen gemacht. Der erste Teil erschien in Deutschland bereits im Jahr 2005. Vier Jahre später folgte F.E.A.R 2: Project Origin und 2011 erschien schließlich der bislang letzte Teil der Serie. Zum Horror-Friday hat Vodzup-Games den Horrorshooter für euch ausgegraben.

Gelungene Fortsetzung der Story

Der Elite-Soldat Point Man führt –wie schon in den ersten Teilen- die F.E.A.R.-Spezialeinheit an, die paranormalen Phänomene bekämpft. Dass diese auch benötigt wird, zeigt sich anhand seines Bruders, der der Geist eines psychopathischen Mörders ist, und seine Mutter, die Opfer grausamer militärischer Experimente wurde. Nun ist sie im Begriff, die gesamte Welt zu zerstören. Point Man muss seine Mutter Alma Wade erreichen, die kurz vor der Geburt ihres dritten Kindes steht. Ihre Wehen sind Vorboten des Unheils, sorgen für eine rötliche Färbung des Himmels und radieren ganze Landstriche aus. Hin und wieder tritt sie im Spiel in Form eines kleinen Mädchens an unerwarteten Stellen auf und sorgt für Gänsehaut. So schnell wie sie auftaucht, verschwindet sie dann wieder spurlos.

Unangenehme Gegner

Im Spiel darf sich Point Man mit schwer bewaffneten Armacham-Soldaten sowie aggressiven Zombie-Bewohnern und Höllenhunden auseinandersetzten. Dies erfolgt aus der gewohnten Egoperspektive. Vor allem die hartnäckigen mutierten Hunde locken einen schnell aus der Reserve. Sie treten stets im Rudel auf. Hat man sie einmal besiegt, rennt einen hinter der nächsten Ecke schon eine weitere Horde der unangenehmen Vierbeiner über den Haufen. Aber auch andere KI-Gegner sind nicht zu unterschätzen: Sie schleichen sich von hinten an, werfen Granaten und verstecken sich hinter allem, was die virtuelle Welt zu bieten hat. Gut, dass Point Man über besondere Kräfte und blitzschnelle Reflexe verfügt. Außerdem steht ihm eine große Waffenauswahl zur Verfügung, mit deren Hilfe sich auch die gemeinsten Gegner in Schach halten lassen.

Nichts geht über Atmosphäre

Blutspuren verschmieren den Boden. Unangenehme Geräusche vernebeln die Sinne, und vor den Augen von Point Man verschwimmen die Bilder. Das unheimliche Treiben in F.E.A.R 3 lässt den Spieler das Fürchten lehren. Den eigenen Sinnen ist im Spiel nicht immer zu trauen und doch sollte man beim nächsten Feuergefecht bei klarem Verstand sein. Zum Glück steht einem der Geist des verstorbenen Bruders stets zur Seite und sorgt mit seinen übernatürlichen Kräften für Unterstützung.

Mit neuem Koop-Modus zu zweit durch die Hölle

Erstmalig in der F.E.A.R – Reihe steht dem Spieler nun auch ein Koop-Modus zur Verfügung. Hat man eine Szene alleine bewältigt, kann man diese auch mit einem Freund durchspielen. Ein Spieler taucht in die Rolle des Point Man ein, während sich der andere als Geist des verstorbenen Bruders wiederfindet und mit dessen telekinetischen Fähigkeiten die Gegner aufmischt. Hier ist Spaß zu zweit garantiert.

Fazit

Sicherlich ist F.E.A.R 3 nicht mehr auf dem neusten technischen Stand. Wer jedoch auf das Horror-Genre steht, den führt kein Weg an F.E.A.R 3 vorbei. Direkt in den dritten Teil einzusteigen macht aber aus Sicht der Story wenig Sinn. Zu viele Szenen setzen das Vorwissen aus den anderen beiden Teilen voraus. Darüber hinaus ist F.E.A.R 3 definitiv nichts für zartbesaitete Spieler. Es fließt Blut und so manche Szene lässt einem die Haare zu Berge stehen. Leider ist die deutsche Version mal wieder entschärft und so lösen sich z.B. besiegte Gegner in Rauch auf. Dennoch sorgte F.E.A.R 3 für eine spannende Unterhaltung.

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Justus Wyremba

Jun 062014
 

Metro 2033 basiert auf dem gleichnamigen Roman des russischen Autors Dmitry Glukhovsky. Der düstere Shooter stammt von dem Publisher THQ. Unverkennbar ist, dass hier ehemalige Stalker-Programmierer am Werk waren. Die Spieler erwartet eine vom Atomkrieg zerstörte Welt, die eine wunderbar düstere Atmosphäre schafft.

Postapokalyptische Reise

Der Spieler taucht in die Finsternis der Moskauer U-Bahn ein. Dort haben die letzten Überlebenden einer nuklearen Katastrophe Zuflucht gesucht. Moskau liegt in Schutt und Asche. In den Ruinen hausen blutrünstige Mutanten. Doch auch in der Moskauer Unterwelt ist die Menschheit nicht mehr sicher. Die restliche Bevölkerung wird immer wieder von Mutantenangriffen heimgesucht.

Hoher Gruselfaktor

Lichtmangel, Schattenspiele und Soundeffekte verleihen Metro 2033 eine unbehagliche Atmosphäre. Nervös wechselt man als Spieler sein Equipment, dreht sich panisch mit dem Lichtkegel der Taschenlampe. Flüsterstimmen und plötzliche Schattenbewegungen lassen einem die Haare zu Berge stehen. Metro 2033 hat definitiv eine tolle und packende Grusel-Atmosphäre geschaffen.

Authentische Spielewelt

Der Endzeit-Shooter lässt den Spieler in die Rolle von Artjom schlüpfen. Dieser ist auf seinen Reisen durch die Moskauer-Unterwelt meist zu Fuß unterwegs. Glücklicherweise steht ihm meist eine animierte KI-Begleitung zur Seite, mit deren Hilfe man sich durch Mutantenhorden und verfeindete Untergrund-Bewohner kämpft. Aufhalten kann einen dabei nur der schnell erschöpfende Munitionsvorrat. Metro 2033 spart keineswegs an Details. An jeder Ecke gibt es Unmengen zu entdecken: Ein spielendes Kind, eine Versammlung auf dem „Markplatz“ oder ein Händler, der einen mit neuer Ausrüstung versorgt. Die Untergrund-Welt wird auch durch ihre schönen Texturen wunderbar in Szene gesetzt.

Fazit

Überleben ist in diesem Spiel gar nicht so einfach, auch wenn sich die Gegner hin und wieder nicht ganz so geschickt anstellen. Der Schwierigkeitsgrad ist stellenweise etwas unausgewogen. Dies gleicht aber die sehr gelungene Story und die packende Atmosphäre in der Moskauer U-Bahn wieder aus. Metro 2033 lehrt dem Spieler das Gruseln!

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Justus Wyremba

Mai 092014
 

Die Resident Evil Reihe erfreut sich seit ihrer Entstehung großer Beliebtheit. Kein Wunder, schließlich umfasst die Videospielreihe der Softwarefirma Capcom inzwischen dutzende Teile auf verschiedenen Plattformen. Grund genug, einen der Horrorschocker einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: Vodzup Games hat sich dazu die packende PC-Version von Resident Evil 5 zu Gemüte gezogen.

 

Packende Story unter der Sonne Afrikas

Resident Evil 5 knüpft inhaltlich an seinen Vorgänger an. Die Umbrella Corporation und ihre tödlichen Viren wurden zerstört. Doch nun gibt es eine neue Bedrohung, die Chris Redfield, die Hauptfigur aus dem Originalspiel „Resident Evil“ sowie „Resident Evil: Code Veronica“, zurückkehren lässt. Mittlerweile ist er Mitglied der „Bio-Terrorism Security Assessment Alliance“ (BSAA), die ihn diesmal nach Afrika schickt. Dort soll er einen biologischen Wirkstoff untersuchen, der die Bevölkerung in aggressive Bestien verwandelt hat. Unterstützung erhält er auf seiner gefährlichen Mission von seiner BSAA-Kollegin Sheva Alomar.

Infizierte Kreaturen und gnadenlose Boss-Gegner

Schwer bewaffnete Söldner-Kreaturen, aggressive Hunde, Hyänen-Mutationen und fliegende Bestien – die PC-Fassung des Horrortitels macht schon gleich zu Beginn eine gute Figur. Natürlich ist auch dieser Teil der Shooter-Reihe absolut nichts für schwache Nerven. Resident Evil 5 geizt keinesfalls an derben Schockeffekten, brutalen Gegnern und einer Menge Pixelblut. Wer volljährig ist und sich daran nicht stört, wird aber auf seine Kosten kommen. Angesichts der Unmengen an Gegnern und der oft geringen Munitionsvorräten, ist man froh über ein wenig Unterstützung. Gut, dass man stets seine animierte KI-Schönheit à la Lara Croft an seiner Seite hat. Die schusskräftige Begleitung kann vor allem in Kampfsituationen eine wirkliche Hilfe sein und rettet einem mit einer heilenden Spritze hin und wieder sogar das virtuelle Leben. Teamwork ist hier alles.

Gelungene PC-Version

Wer sich nicht mit einer KI an seiner Seite nicht zufrieden gibt, sollte den überaus gelungenen Koop-Modus mit einem Freund seiner Wahl ausprobieren. Dieser verspricht ein Action-Abenteuer zu zweit, bei dem natürlich auch Teamwork gefragt ist. Darüber hinaus macht Resident Evil 5 grafisch insgesamt – trotz seines Alters – immer noch eine gute Figur. Natürlich kann es nicht mit einer Frostbite 2-Engine mithalten, aber die Detailgenauigkeit und die interaktive Umgebung machen das Spiel trotzdem zu einem Erlebnis. Schöne Licht- und Schatteneffekte runden diesen Eindruck schließlich ab. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sind auch das Gameplay und die Steuerung handelbar. Störfaktor hierbei: Während des Laufens ist kein Nachladen möglich und Chris Redfield bewegt sich hin und wieder etwas langsam von der Stelle.

Fazit

Wem die Vorgänger von Resident Evil schon gefielen, wird auch bei diesem Teil seine Freude haben. Durch eine mitreißende Atmosphäre ist für Spannung und Action gesorgt. Die verschiedenen Spielmodi sorgen außerdem für hochgezogene Mundwinkel. Kleinigkeiten im Gameplay stören und nach einiger Zeit können auch die Horden wildgewordener Kreaturen bei gleichzeitigem Munitionsmangel etwas anstrengend sein. Doch der Spieler weiß ja, auf welches Abenteuer er sich dabei einlässt.

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Autor: Justus Wyremba

Feb 142014
 

Quelle game-demos-games.blogspot.com

 

Atemberaubende Kulissen in gruseliger Atmosphäre – so kann man Grimind, von Paweł Mogiła entwickelt und gestern erst auf Steam von KISS Itd veröffentlicht, beschreiben.

Bei Grimind handelt es sich um eine 2D-Welt, in der man selbst ein kleines Kerlchen spielt, das keine Erinnerungen mehr daran hat, wie es an diesen Ort gekommen ist.  Ziel ist es also, aus den Höhlen und tiefen Gängen zu entkommen und dabei herauszufinden, wieso die Figur alleine dort unten ist. Wenn sie es denn ist…

Grimind sticht besonders durch seine Grafiken und Hintergründe heraus. Die sehr kontrastreichen Screens sind einerseits unheimlich schön, andererseits auch gruselig. Währenddessen bekommt der Spieler mit, wie dem Tierchen selbst langsam Angst und Bange wird, da es auch mit dem Spieler spricht. Unter diesen Bedingungen löst der Spieler viele knifflige Rätsel, die nichts damit zu tun haben, nur eine einzige Taste zu drücken und durch die einzelnen Rätsel durchzulaufen. Hier ist Köpfchen gefragt.

Grimind wurde erstmals über Green Light veröffentlicht, das Entwickler-Community-System von Steam, bei dem Spieler die eingereichten Spiele bewerten und somit bei der Veröffentlichung helfen können. Das Spiel kam so gut an, dass es nun rund 2 Jahre später auf den Markt geschafft hat.

Wer eine Mischung aus Rätsel, Grusel und eindrucksvollem Design sucht, der wird hier fündig. Über den weiteren Verlauf können wir bis hier hin noch nichts sagen, da wir selbst es noch nicht zu Ende gespielt haben – aber wir sind eifrig dabei! 😉

Grimind ist für regulär 8,99€ auf Steam erhältlich, in der Startphase sogar für 15% günstiger.

 

Dez 132013
 
The Cat Lady

Quelle: deviantart.net
Es erwartet uns eine tiefgründige Geschichte…

Für den Freitag, den 13. Dezember im Jahr 2013 haben wir dieses Mal ein ganz besonderes Spiel herausgesucht: The Cat Lady.

Anmerkung hier: Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieses Spiel erst ab 18 Jahren freigegeben ist. Wer noch nicht volljährig ist und dennoch weiterliest oder auf Links klickt, handelt auf eigene Gefahr.

Name: Ashworth, Susan
Alter: 40
Angehörige: keine, mit Ausnahme ihrer Katzen
Todesursache: Suizid durch Überdosis Schlaftabletten

Es beginnt mit dem Tod

Zu Beginn des Spiels lernen wir Susan Ashworth kennen, eine Frau, die sehr einsam und verloren ist und in nichts mehr in ihrem Leben Hoffnung finden kann. Nur noch ein paar Katzen, darunter eine schwarze mit schauderndem Blick, haben sie bislang im Leben gehalten. Sie erzählt von ihrem Suizid, von den zu vielen Schlafpillen, die sie nahm, um endlich gehen zu können. Doch es kommt anders als sie denkt.
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Dez 062013
 

Viele mögen sich schon jetzt Fragen: „Hääää, Dark Souls und Demon’s Souls sind doch überhaupt keine Gruselspiele?“ – Falsch! Diese beiden Titel von From Software sind – zumindest für mich – der Inbegriff von Grusel. Riesige widerliche Monster, von Skeletten über kleine Matschhaufen, bis hin zu riesigen Drachen und anderen Absurditäten, die sich keiner vorstellen kann. Dazu noch die ständige Angst vom kleinsten Gegner mit einem Schlag getötet zu werden, sowie die dichte, gruselige Atmosphäre in Burgen, Wäldern und dunklen Kellern. Das alles zusammen macht Darks Souls und Demon’s Souls für mich zu zwei der besten Horrorspielen.

Und genau das ist das Gefühl, welches ich kriege, wenn ich diese beiden spiele: purer Horror.

Als einsamer Held trottet man durch endlos große Gegenden, mit keinerlei Ahnung wo man überhaupt hin muss. Schon allein das macht die beiden Titel für mich fast überwältigend gruselig. Continue reading »

Nov 152013
 

 

Ein genialer Titel für einen Horror-Freitag ist definitiv Amnesia – A Machine for Pigs, der zweite Teil der Amnesia-Reihe von Frictional Games, dieses Mal unter Mitarbeit von The Chinese Room.

Dieser Teil der Reihe spielt am 31. Dezember 1899 in England– also die letzte Nacht des 19. Jahrhunderts. In typischer Amnesia-Manier spielt man Oliver Mandus; einen Mann, der in seinem Anwesen aufwacht und sich an kaum etwas erinnern kann.

Man weiß nur, dass er der Vater von zwei Söhnen ist. Auf der Suche nach ihnen fängt er langsam an, sich wieder zu erinnern, und deckt dabei so einige Geheimnisse auf, die der gute Mandus wohl vergessen wollte oder sogar sollte. Eine riesige Maschine befindet sich unterhalb seines Anwesens, in der irgendwo seine Kinder herumtollen. Dabei wird man von vielen Hinweisen, Notizen und einer mysteriösen Stimme geleitet, von der man noch nicht weiß, ob sie zu einem Freund oder einem Feind gehört. Es erwartet euch eine spannende und packende Story, die euch schnell in den Bann zieht und nicht mehr so einfach loslässt.

Grafisch ist das Spiel recht gut gemacht, wenn auch nichts Besonderes, doch braucht man das auch gar nicht. Das Wichtigste sind die Schatten, die clever eingesetzt worden sind, um dem Spieler auch bloß nicht zu viel Sicht zu gönnen.  Über die Monster lässt sich hingegen streiten: sie sind auf ihre Weise bizarr, eine grafische Wucht jedoch nicht. Die Animationen wirken steif und teilweise sogar etwas buggy.

Was jedoch hervorsticht ist der grandiose Soundtrack. Jessica Curry, die bereits Dear Esther mit Soundtrack versorgt hat, hat eine überragende Leistung hingelegt. Die Songs und Geräusche sind der Hammer, die Synchronisation der Figuren atemberaubend. Dadurch wird das Spiel unheimlich authentisch. Für ein Indie-Game eine durchaus unerwartete  gute Vertonung, die die Atmosphäre erst so richtig aufbaut und dem Spieler viele Gänsehaut-Momente schenkt.

A Machine for Pigs ist ein eigenständiges Spiel und keine Weiterführung von The Dark Descent – einem der Horror-Klassiker schlechthin der letzten Jahre, doch kommt man nicht drum herum, es mit dem ersten zu vergleichen. Vor allem bei der Steuerung hat es einige Abstriche machen müssen: Es gibt kein Inventar mehr, wodurch nichts kombiniert werden kann, sodass Rätsel schnell plump und kreativlos wirken. Mehr als Gegenstände von einem Ort zum nächsten zu tragen, macht man nicht, um ein Rätsel zu knacken. Genauso können kaum andere Gegenstände, die nicht essentiell für das Weiterkommen sind, aufgehoben und untersucht werden. Und wer auf Jumpscares und Wettrennen mit Monstern steht, wird hier wohl nicht zufrieden gestellt werden, da die einzelnen Schreckmomente rar gesät worden sind.

Doch bietet A Machine for Pigs von der Spielstimmung etwas anderes, sofern man sich darauf einlässt. Der Schwerpunkt liegt auf den Geschehnissen, die Mandus und seinen Kindern wiederfahren sind statt auf dem Adrenalin, das hoch kommt, wenn man schnellstmöglich vor Monstern weglaufen muss.

Und genau deshalb hat A Machine for Pigs einen hohen Wiederspielwert: die komplette Geschichte wird nicht verraten, sondern man macht sich selbst Gedanken über das Ende und wie dieses zustande gekommen ist. Beim zweiten Mal kann man sich eine neue Theorie bilden, kann man spüren, wie sich die Knoten im Hinterkopf langsam lösen. Einig kann man sich nur über den Wow-Effekt sein, der einen überkommt, sobald die Credits anfangen zu laufen.

A Machine for Pigs ist also ein Spiel, was zum Nachdenken anregt, und somit nichts für Splatter-Freunde, da von Monstern kaum etwas zu sehen ist. Wer jedoch auf eine tiefgründige Story und viel Gänsehaut steht, wird hier fündig. Der ca. 8-10 stündige Spielspaß kostet gerade mal 16€ bei Steam und bietet dafür ein Horrorerlebnis der Extraklasse für den Grusel-Freitag 😉

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