Dez 022014
 

Man nehme Die Sims, vermische es mit DayZ und würze es mit The Walking Dead. Wenn man die Zombiethematik nun mit einem Kriegsszenario ersetzt, erhält man This War of Mine, einem Indiespiel aus dem Hause 11 bit studios. Seit dem 14. November ist das Spiel erhältlich und erzeugt seitdem sehr positive Resonanzen. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Titel?

 

 

Du bist kein Krieger. Du bist nicht der Auserwählte, der dutzende von Gegnern abschießt um in das nächste Level zu kommen. Du bist kein Berufssoldat, nein, du bist einer von Vielen. Ein einfacher Zivilist, der keine Wahl hatte und nun zwischen den Fronten steht. This War of Mine zeigt den Krieg von einer ganz anderen Seite. Man spielt eine Gruppe von Zivilisten, die in einem belagerten Gebiet ums Überleben kämpfen. Wer kämpft oder warum gekämpft wird ist egal. Der Fokus des Spiels liegt auf den schweren Entscheidungen die man ständig treffen muss. Es gibt keine Cutscene, die einem die Story näher erklärt, lediglich durch das Radio erhält man einen kleinen Einblick in die Geschehnisse. Der Kampf ums Überleben ist der Kern der Story.

Zu Beginn des Spiels, spielt man eine kleine Gruppe, bestehend aus drei Personen und muss sich in einem heruntergekommenen Haus erst einmal zurecht finden. Anschließend geht es darum, nützliche Dinge zu craften um das Überleben sicher zu stellen. Die Materialien kann man sich entweder von einem Händler besorgen, oder man geht selbst auf Suche. Das Spiel unterscheidet zwischen Tag und Nacht. Tagsüber befindet man sich im Unterschlupf und regelt dort das Leben. Nachts kommt dann der Interessante Teil: Das Looten. Sobald es dunkel wird, darf man eine Person auf Nahrungs- und Ressourcensuche schicken. Man hat eine überschaubare Auswahl an begehbaren Orten. Geht man lieber in ein Hotel und handelt mit den dortigen Menschen, oder doch in ein schwer bewachtes Lagerhaus in dem Banditen ihr Unwesen treiben? Hat man sich entschieden, muss man weiterhin mit Bedacht vorgehen. Einige Sachen kann man ungehindert mitnehmen, bei anderen reagieren die Bewohner empfindlich. Schleiche ich mich von hinten an und stehle unbemerkt alles, oder suche ich die Konfrontation? Zudem ist der Rucksack auch nur begrenzt groß. Was nehme ich mit? Was brauche ich nicht so dringend? Ist man wieder zuhause angekommen, sind die übrigen Gruppenmitglieder hungrig und müssen versorgt werden. Falls man nachts überfallen wurde, muss man nicht nur mit weniger Loot auskommen, sondern auch die verletzten Gruppenmitglieder verarzten. Man darf auch nicht die psychische Verfassung außer Acht lassen. Hat die Person etwas Schlimmes gemacht (etwa z.B. unschuldige Zivilisten bestohlen oder andere Menschen umgebracht), so sinkt die Stimmung und diese kann sogar in einer Depression enden. Hat man es geschafft alle Personen zu versorgen, kann man den restlichen Tag dazu nutzen, Items zu craften, Waffen zu bauen, das Haus sicher zu machen, Flüchtlinge aufzunehmen, Fallen zu stellen, etc… Schließlich kommt wieder die Nacht und alles beginnt von vorne.

This War of Mine ist ein 2D-Spiel. Man steuert die Charaktere ausschließlich mit der Maus. Grafisch spart das Spiel an Farbe und erzeugt somit eine kalte und beklemmende Atmosphäre. Die Texturen sind überwiegend gezeichnet, nur die Personen sind animiert. Die während der Tageszeitenwechsel auftretenden Ladezeiten sind kurz und stören nicht. Die Grafik ist sehr stimmig und die Schauplätze überzeugen. Nachts erzeugt die Hintergrundmusik eine gnadenlose Spannung und die melancholischen Klänge tagsüber unterstreichen die Tragik der Situation. Es gibt keine Sprachausgabe, eine Konversation zwischen den Personen findet via Sprechblasen statt.

 

 

Man ist unbeteiligt, doch es trifft einen trotzdem. Man hat keine Wahl. Man muss überleben. This War of Mine ist weniger ein Spiel, als ein Kunstwerk. Nachdem der Krieg beendet ist, werden einem alle getroffenen Entscheidungen noch einmal dargelegt. Leider besitzt dieses Spiel für mich keinen hohen wiederspielwert – und das ist auch gut so. Die Spieleentwickler haben mehr Wert darauf gelegt, dass die Message bei den Spielern ankommt, als dass das Erlebnis durch mehrmaliges spielen abstumpft. Das Spiel versucht zu vermitteln, dass Krieg eine ernste Sache ist, jeden treffen kann und überhaupt keinen Spaß macht. Und wenn ich seit Tagen mich um meine Personen kümmere und eine davon durch einen einfachen Feuerstoß hingerichtet wird – und ich mich dadurch bedrückt fühle – so haben die Entwickler ihr Ziel erreicht.

Dez 022014
 

Ab heute können PC Spieler Telltale Game of Thrones – Adventure zocken. Bisher gab es nur einen Teaser, doch pünktlich zum Release ist nun auch der Launch Trailer erschienen. Besitzer einer Xbox 360,  Xbox One und PS4 müssen sich noch einen weiteren Tag gedulden, iOS Zocker sogar noch zwei Tage. Am schlimmsten hat es diesesmal die Besitzer einer PS3 erwischt: Sie müssen bis zum 9. Dezember ausharren.

Telltales wird in der Game of Thrones Serie sechs Episoden veröffentlichen, wobei das Haus Forrester im Mittelpunkt stehen wird. Um die ganze Warterei zu verkürzen, hier der Launch Trailer:

 

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Okt 272013
 

ICH HABE ES GESCHAFFT! Nach ungefähr 12 Gewinnspielen, an denen ich teilgenommen habe, konnte ich ENDLICH einen Beta-Key für „Hearthstone – Heroes Of Warcraft“ ergattern.

Warum ich mich darüber so freue? Hearthstone ist ein neues Free-2-Play-Spiel von Blizzard (World of Warcraft, Diablo). Schon bevor es überhaupt gelauncht ist, erfährt dieses simple Kartenspiel einen unglaublichen Hype und in diesem bin ich auch gefangen. Jetzt konnte ich endlich meine Hand an dieses Baby legen.

Das Grundprinzip von Hearthstone ist einfach: Ihr wählt einen Helden, z.B.: Magierin, Schurke, Paladin, und tretet mit diesem gegen einen anderen Helden an. Ziel ist es, die Lebenspunkte des Gegners mittels Karten, welche Diener (Monster), Zauber oder Fallen sein können, auf 0 zu bringen. Dabei hat jeder Held eine besondere Fähigkeit, die eingesetzt werden kann und spezielle Monster, die nur ihm vorbehalten sind. Dabei kostet jede Aktion, also das beschwören von Kreaturen, das einsetzen der Heldenfertigkeit u.ä. Mana. Am Anfang des Matches habt ihr lediglich 1 Mana und im Verlauf erhaltet ihr pro Zug 1 Mana dazu. Daher muss man ordentlich haushalten.

So simpel, so spaßig.

Schon nach den ersten Spielstunden bemerkt man, dass durch sogenannte „Kampfschreie“, also besondere Effekte beim Beschwören von Dienern, Fallen und Zaubern, uuuuuunendlich viele Strategische Möglichkeiten bestehen. So kann man sich verschiedene Decks für Helden erstellen und jedes mal andere Strategien verfolgen.

Das Thema Pay-to-Win werde ich in der nächsten Zeit aufmerksam beobachten, denn natürlich will Blizzard auch mit diesem Free-2-Play-Titel ordentlich Geld scheffeln. Dies tun sie, indem man Karten-Bündel für ca. 2€ kaufen kann und mit Zutritt zur „Arena“, ähnlich einem ernsteren Spielmodus, der zwar beim ersten Mal kostenlos ist, dann aber 100 InGame-Gold, oder auch ca 1,50€ kostet. Dafür kann man dort, je nachdem wie erfolgreich man war, Karten-Bündel gewinnen.

Ich sage nur eins: Zum Glück ist gerade das Ende des Monats und auf meinem Konto herrscht traurige Ebbe, sonst hätte Blizzard schon am Tag 1 ordentlich Geld von mir bekommen.

Mein Fazit nach gerade Mal 2 Spieltagen: Hearthstone ist das erste Spiel, das League Of Legends als „dieses-eine-Spiel-dass-ich-täglich-spiele-weil-es-so-geil-ist-und-es-immer-Spaß-macht“ -Spiel ablosen könnte. Und das soll was heißen!

Falls ihr euch mal ansehen wollt, wie das ganze aussieht und funktioniert, empfehle ich euch diese Videos, von Northernlion, der sich durch die Arena schlägt.

Zur Beta anmelden könnt ihr euch hier.

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