Jan 242014
 
Scratches - Director's Cut

Quelle: crossplattformgamers.com

Allein der Titel des heutigen Spiels für den Grusel-Freitag jagt  Schauer über den Rücken: wir präsentieren „Scratches„.

Wir spielen einen Mann namens Michael Arthe, der sich erhofft, als Schriftsteller bald Karriere machen zu können. Er möchte packende Thriller schreiben, benötigt aber noch die passende Inspiration. Was gibt es da besseres, als sich ein uraltes verlassenes Anwesen mitten im tiefen verborgenem Wald zu kaufen, um dort neue Ideen zu finden?

Und hier beginnt das Spiel.

Wir fahren zum Blackwood-Manor, ein betrachtliches Anwesen, das nur sehr schwer zu finden ist. Natürlich reisen wir allein, da andere Personen den Ideenfluss eh nur stoppen würden. Das Haus haben wir von unserem Freund Jerry Carter empfohlen bekommen, der sich bereits um alles für uns gekümmert hat, sodass der Kurztrip dahin  im Licht und im Warmen stattfinden kann. Zumindest sollte sich Jerry darum gekümmert haben. Hoffentlich.

Blackwood-Manor

Einladend, oder?
Quelle: deviantart.net by Mefistofele86

 

Natürlich funktioniert nichts. Von der Elektrizität über Wasser bis zur Heizung scheint alles defekt zu sein und wir müssen sehen, wie wir es zum Laufen bekommen. Jerry arbeitet fast den ganzen Tag und kann uns nur sporadisch aushelfen. Also schauen wir uns um und lernen vieles über die ehemalige Familie Blackwood, der einst dieses Anwesen gehörte. Dabei ist stets auf die Uhr zu achten: da wir kein Licht haben können wir nur so lange das Haus untersuchen bis es dunkel wird. Der Druck steigt.

Ständig ist ein markerschütterndes Kratzen im Hintergrund zu hören, das uns wachsam hält. Begleitet werden wir dabei von melancholischer Musik, die das Trauerspiel um die Familie Blackwood untermalt. Der Spieler wird ganz ruhig während des Spielens; man will mehr über das Haus erfahren und kann bald böse Vorahnungen daraus schließen… Doch genau, wenn sich diese für wahr erachten sollten, wird es noch abstruser.

Der Director’s Cut (also die überarbeitete Version) von Scratches wurde von Nucleosys entwickelt und von Meridian4 2006 veröffentlicht – die Grafik entspricht dementsprechend nicht mehr ganz so unserem heutigen Standard. Doch es ist solide gemacht. Vor allem wenn der Spieler einen neuen Raum betritt und eine aufwendige gestaltete Cutscene eingeblendet wird, wie sich die Tür öffnet, bleibt jedes Mal das Herz kurz stehen vor Erwartung, dass da gleich was kommt.

Die Steuerung ist anfangs sehr ungewohnt – zum Glück gibt es den neben dem etwas experimentellen einen normalen Modus, mit dem man sich an dem 360°-Panorama-Blick erfreuen kann. Der Soundtrack ist wie bereits erwähnt sehr gefühlvoll und unterstreicht die Stimmung perfekt. Vielleicht schon zu atmosphärisch, denn schnell vergisst man, dass Scratches ein Horrorspiel ist.

Die Story ist hingegen nicht sonderlich neu – mittelloser Journalist in altem Familienhaus, wo schreckliche Dinge passiert sind – doch ist sie nett aufgesetzt und verspricht definitiv ein überraschendes Ende.

Scratches – Director’s Cut ist regulär für 9,99€ auf Steam erhältlich und erhält zudem noch ein alternatives Ende als auch ein Sequel namens „The Last Visit“. Bei gelegentlichen Sales kommt es für knapp 3€ weg. Allem in allem ein Schnäppchen, mit dem man wunderbar einen gruseligen Freitag gestalten kann!

 

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