Nov 272014
 

 

Pünktlich zum Black Friday in Amerika greift Gabe Newell erneut nach euren Brieftaschen. Auf der Software-Plattform Steam läuft seit gestern um 19 Uhr mitteleuropäischer Winterzeit die sogenannte „Steam Entdeckungsaktion“.

Über 5500 Spieletitel sind im Zuge dieser Aktion reduziert. Darunter auch große Namen wie Watchdogs (-50%), Lords of the Fallen (-40%) oder Shinji Mikamis neueste Horror-Adaption The Evil Within (-66%).

Die Tagesangebote werden alle 24 Stunden um 19:00 Uhr gewechselt und der Sale läuft bis zum 2. Dezember. Bei diesem kleinen Bruder der bekannten Summer- und Winter-Sales fehlen allerdings die gewohnten Blitz-Angebote oder dasFeature der Community Abstimmungen.

Wie Ihr den Sale übersteht, ohne die Gefahr beim nächsten Kontoauszug an einem Herzinfarkt zu erliegen, und welche reduzierten Spiele sich wirklich lohnen erfahrt ihr hier oder beim Steam-Kurator eures Vertrauens.

What a glorious time to be a PC-Gamer!

Aug 262013
 


Seit Sonntag ist eine weitere Gamescom erfolgreich ins Land gezogen. Tausenden Besuchern waren die überfüllten Hallen und unmenschlich langen Wartezeiten auf der weltweit größten Spielemesse kein Hindernis und so habe auch ich mich nicht davon abhalten lassen, 4 Stunden nach Köln zu reisen und mir inmitten von Reizüberflutungen ein paar Eindrücke von einigen heiß ersehnten Spieleneuerscheinungen zu holen.
Obwohl so etwas wie Vordrängeln auch für Journalisten nur Wunschdenken ist und ich mich daher brav in die Warteschlangen einreihen musste, habe ich nichtsdestotrotz auf einige kommenden Spiele einen Blick erhaschen können – von Trailern, Gameplay-vorführungen bis zu spielbaren Demos war alles dabei. Von den besonders erwähnenswerten erfahrt ihr hier.

The Evil Within

Bereits in unseren News konntet ihr bereits interessante Details zu dem kommenden Horror Survival erfahren. Auf der Gamescom gab es nun weitere spannende Infos, die wir euch nicht vorenthalten möchten. Filmen und Fotos waren leider nicht erlaubt, von daher findet ihr hier ein nahezu lückenloses Gedächtnisprotokoll.

Von den Enwicklern als „back to the roots“-Revolution in dem Horror Genre angepriesen, konnten sich Besucher beim Bethesda-Stand einen exklusiven Gameplay Clip zu Gemüte führen. Eine spielbare Demo war leider nicht dabei, was ich persönlich sehr schade finde. Nach immer wieder neu auftauchenden Gameplay-Szenen und -Bildern seit dem Entwicklungsbeginn hatte ich große Lust, das Spiel selbst testen zu dürfen. Naja, meckern bringt nichts. Also brav angestanden und rein in das Mini Kino.Nach der professionell einstudierten Lobrede eines attraktiven Messebabes wurden dem Publikum zwei Filme vorgeführt: das erste Kapitel des Spiels und einen Ausschnitt aus dem späteren Spielverlauf.

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Inspektor Sebastian Castellanos, der mit ein paar Kollegen als Verstärkung zu einem Tatort gerufen wird. In einer Irrenanstalt hat sich ein Massaker ereignet und die hinbeorderte Polizeieinheit meldet sich nicht mehr. Nachdem Sebastian die Eingangshalle (voll mit Leichen) und die Überwachungskameras inspiziert hat, wird er ausgeknockt.
In einem Schlachtraum kopfüber hängend kommt er wieder zu sich. Ein sehr klischeehaft aussehender Riese mit entstelltem Gesicht und einem Fleischermesser macht sich gerade über eine hängende Leiche neben ihm her. Generell setzt das Spiel ganz offensichtlich auf das visuelle Stilmittel „Leichen und Körperteile. Mit viel Blut und Flüssigkeiten, von denen man wünschte, es sei nur Blut.“

diese Szene kennt man seit der E3. Quelle: IGN.com

Nachdem der Spieler sich aus der Schlaufe befreit hat, heißt es im Gesamten: zur Schlachtbank schleichen, Schlüssel stehlen, sich vom umherstreifenden Monstermetzger nicht erwischen lassen, Tür aufsperren, durch düstere Korridore abhauen. Danach beginnt eine Hetzjagd, denn der Metzger hat Sebastians Verschwinden bemerkt und sich dazu entschieden, diesem mit einer laufenden Kettensäge hinterherzulaufen. (Kennen wir doch alles schon?) Während der Inspektor mit seinem verletzten Bein dem Monster immer wieder nur knapp entkommt, erwische ich mich dabei, ein paar mal vor Schreck den Atem anzuhalten. Das ist ein gutes Zeichen, wenn man bedenkt, dass es ähnliche Verfolgungsjagden bei so ziemlich jedem Silent Hill-Teil bereits gegeben hat.
Nachdem Sebastian dem dümmlichen Metzger durch erfolgreiches Verstecken letztendlich entwischen konnte und es sogar wieder zurück zu Eingang des Gebäudes geschafft hat, kommt der nächste „Knüller“: die Straßen vor der Psychatrie sind vollständig zerstört, alles liegt in Kratern. Erdbeben, Atomanschlag? Und warum nicht die versprochene Höllen-Parallelwelt? Wir werden mit Fragen zurückgelassen, denn hier endet die erste Vorstellung.

Weiter geht’s mit dem Gameplay-Ausschnitt, vermeintlich mitten aus dem Geschehen.
Sebastian befindet sich inzwischen mitten in der Höllenwelt. In einem Keller erledigt er zwei…ja, was sind diese untoten, noch wage an Menschen erinnernden Monster eigentlich? Beiden steckt ein dickes Rohr im Schädel, und beide lassen sich nur mit mehreren Schüssen erledigen. Anschließend verbrennt Sebastian die erledigten Monster. Das lässt eher auf von Dämonen Besessene oder Höllenmonster schließen. Ich kann es gar nicht erwarten, die Wiki-Einträge zu schmöckern, wenn das Spiel erschienen ist!
Nachdem Sebastian in das Erdgeschoss des Hauses gelangt, sieht er aus dem Fenster und entdeckt eine Meute von diesen Rohr-im-Kopf-Monstern, die mit Fackeln und Mistgabeln langsam auf das Haus zulaufen. Also platziert er ein paar Stolperfallen und wurde, während er die Monster bekämpfte, zurück in den Keller gedrängt. Diese ganze Szene schrie förmlich: „Resident Evil 4 und 5!“ Spannend war es trotzdem allemal.

Keine Zombies, keine Mutanten. Was ist es?

Im Keller angekommen, scheinen Sebastians Sinne nicht mehr ganz mitzuspielen. Er kann die Tür am Ende des Ganges nicht erreichen. Plötzlich sprengt sich diese auf und in „Shining“-Manier wird der Spieler mit Blut überflutet – ach halt, doch nicht, jetzt steht er mitten in einem gekachelten Gang. Hinter der neuen Tür ein arachmid-menschliches Monster mir langen schwarzen Haaren und noch längeren Beinen (Ich vermute eine ferne Verwandte von Scarlet aus Silent Hill homecoming) Ein kurzer aussichtsloser Kampf – und die Vorstellung ist zu Ende. Ein paarmal durchatmen, und schon wird man zurück ans „Tages“licht beförtert.

Mein Fazit:

Rein Storytechnisch macht das Spiel nichts Neues, alle gezeigten Elemente waren mir irgendwie fast schon vertraut. Selbst die gezeigten Spieltechniken kenne ich aus anderen Horrorspielen wie Resident Evil und Silent Hill. Aber darüber beschwere ich mich nicht, im Gegenteil: von Anfang an machte „The Evil Within“ deutlich, dass es den Spieler zu den Ursprüngen von Grusel und Horror in Videospielen zurückführen will, und das geht nun einmal sehr gut, wenn man sich vom Besten aus bereits existierenden Werken inspirieren lässt. Und wenn man einen Resident Evil Macher mit an Bord hat, ist zu erwarten, dass der sich seiner erfolgversprechenden Elemente bedient.
Am meisten punktet das Spiel bei mir dank seiner dichten Atmosphäre und seinem sehr glaubwürdigen und widerlichen Design – im positivem Sinne. Ich bin mir ziemlich sicher, dass The Evil Within kein Blockbuster wird, dass die Gemeinde aus Horrofans das Spiel aber sehr positiv ausnehmen und es sich zu einem Geheimtipp entwickeln wird. Wer ein kleinen Ausschnitt des kleinen Ausschnittes von der Gamescom sehen möchte: ein wirklich sehr kurzer Ausschnitt war bereits auf der E3 zu sehen.
Nach der Vorstellung wäre ich gerne aufgestanden und hätte lauthals verkündet: „Ich will spielen! Ich will mehr erfahren! Gebt mir das verdammte Spiel!“
Leider muss ich wie alle anderen bis 2014 warten. Dann kommt „The Evil Within“ für PC, PS3, PS4, Xbox360 und Xbox One. (Also alles außer Nintendo)

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