Be ambitious!

Koelibri's Blog über Forschung und Lehre zu interaktiven Medien

Learning Games – Lernspiele

Erste Überlegungen

Die Grundannahme meiner Beschäftigung mit Lernspielen besteht darin, dass sich Lernen und Spielen nicht gegenseitig ausschließen. Millionen (Kleinkind-) Biografien sprechen einfach zu deutlich dagegen. Es muss also gelingen, beide Dinge in einem Spiel zusammenzuführen: den Anspruch etwas zu lernen und den Anspruch, sich spielend die Zeit zu vertreiben.

Was im Sandkasten oder auf der Lego-Baustelle super funktioniert, trifft man in Lernspielen leider viel zu selten an: Spielen als permanente Beschäftigung mit etwas, als Ausprobieren des Machbaren und nicht nur als Belohnung für die Erfüllung einer (knochentrockenen) Lernaufgabe. Spiele werden oftmals nur dazu benutzt, um vermeintlich die Motivation zur Beschäftigung mit dem Lehrstoff zu erhöhen – eine gänzlich andere, aber doch in die gleiche Richtung zielende Art der Motivation war noch vor nicht allzu langer Zeit unter dem Namen „Rohrstock“ gebräuchlich. Doch höhere Motivation, zumal in der erwähnten eher extrinsischen Art, ist nicht der einzige Beitrag, den Spiele leisten können.

Lernen braucht ein Lernbedürfnis – Neugier sozusagen, am besten sogar intrinsisch motivierte.
Lernen braucht Selbstbestätigung – also Kompetenzerleben.
Lernen braucht Steuerung – auch Selbststeuerung, insbesondere dann, wenn so etwas wie „lebenslanges Lernen“ ins Auge gefasst wir.

Das Schüren von Neugier, das Erleben von Kompetenz und die Fähigkeit zur Kontrolle sind aber auch Faktoren, die das Spielerleben bestimmen und in Form eines ausgeklügelten „Game Balancing“ sogar die Spiel-Entwicklung beeinflussen. Hier treffen sich Spielen und Lernen, dies sind die über die Erhöhung der Motivation hinausgehenden Faktoren bei der Entwicklung von Lernspielen.

Behaviorimus –> Kognitivismus –> Konstruktivismus –> Konnektivismus? Sicher ist das eine nicht die Weiterentwicklung des anderen. Es ist aber auch nicht das genaue Gegenteil, der richtige Weg sozusagen. Jede Lerntheorie hat ihre Daseinsberechtigung und hat für bestimmte Lernsettings adäquate Methoden hervorgebracht.

Erkenntnisinteresse

  • Welche Rolle spielen Überlegungen zum Instruktionsdesign bei der Entwicklung digitaler Lernspiele?
  • Inwieweit bestimmen Lernziele die Entwicklung digitaler Lernspiele?
  • Inwieweit implizieren bestimmte zu erwerbende Kompetenzen den Charakter eines Spiels (Jantke: Typ/Genre/Klasse; Kubiczek: Game Design/Game Story/Game Play)?
  • Wie lässt sich der Lernerfolg der Nutzung von Lernspielen messen?
  • Wie kann Instruktionsdesign zum Bestandteil von Game Design werden?
  • Welche Optionen und Risiken bietet verdecktes / inzidentielles Lernen (mit Lernspielen) gegenüber „klassischen“ Lernsettings?
  • Welche Bedeutung besitzt die motorische Komponente der Interaktion mit dem Lernspiel? Welche Optionen ergeben sich daher beim Einsatz von Eingabegeräten wie der Wii-Remote und des Wii-Balanceboards?

Hypothesen

  • Hypothese 1

Methoden

  • Experteninterviews zur Rolle des Instruktionsdesigns in der Spieleentwicklung

[Top]

0 thoughts on “Learning Games – Lernspiele”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen