Paul Lorenz Berger 98 "Pass mal auf du, ich mach ein Wirbel in Amerika" – K.Kinski

9. Juni 2021

Methoden/ Training/ und Technology Enhanced aus der Sicht eines Sportirren

Filed under: Uncategorized — Paul Berger @ 01:05

`Technology Enhanced Learning`

In den letzten Tagen kam in mir die Idee, dass diese Begrifflichkeit so viel mehr in sich trägt, als es im ersten Moment scheint.

Natürlich ist das Ziel des Moduls eng in eine Richtung der Interpretation gerichtet, dennoch kann ich nicht davon ablassen hiermit meinen persönlichen, individuellen Bezug niederzuschreiben. Dabei werde ich versuchen mich rein auf Trainingsmethoden zu beschränken und nicht auf konkrete Technologien im Wettkampf eingehen (Somit fliegt der Virtuell Assistant Referee raus)

Im Sport geht es immer darum das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Doch jeder der schon eimal selbst Sport getrieben hat weiss, dass gute Ergebnisse nicht einfach so vom Himmel fallen (ja auch “genetik-freaks” wie Usain Bolt, Michael Phelps oder Simone Biles müssen trainieren). In den letzten Jahrzehnten wurden in (meines Wissens nach) allen Sportarten neue Trainingsmethoden entwickelt um bessere Ergebnisse erzielen zu können, nicht selten kamen dabei neue Technologien ins Spiel. Somit kann ein Technologie gestütztes Trainieren und Lernen, was hierbei das Selbe ist, zählbar bzw. quantitativ messbar zu Verbesserungen führen. Also merken: Trainieren = Lernen !!!

Ich selbst kann aus der persönlichen Erfahrung heraus nur zum klassischen Fußball Erfahrungen teilen, welche im Sport-wettkampflichen Sinne bei mir angewandt wurden.

Ja richtig Fußball:

„Egal, ob Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!“ – L. Matthäus

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“Unter den Einäugigen ist der Dreibeinige der König.” – R. Calmund

“In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde.” – H. Meyer

“Damals hat die halbe Nation hinter dem Fernseher gestanden.” – F. Beckenbauer

“Wir waren in dieser Szene in der Unterzahl – zwei gegen zwei.” – F. Rost

Nur um nochmal zu verdeutlichen mit was wir es hier zu tun haben.

Videoanalysen, moderne Trainingsgerätschaften, Aufzeichnungsgeräte des Spielers beim Training und beim Spiel sind natürlich Dinge, welche direkt ins Auge springen. Dies sind recht neuartige Trainingsmethoden um den Menschen weiter an seine persönliche Spitzenleistung heran zu bringen. Dabei ist es egal ob man Champions League oder Kreisliga C spielt (außer es gibt täglich zirka 5 Bier und 20 Zigaretten, dann bringt auch das beste Training nichts), dass Technologie gestützte Training ist vorhanden und positiv wirksam.

Hierbei sind diese genannten Methoden nur die Spitze des Eisbergs. Mittlerweile haben fast alle Topclubs reizgesteuerte Systeme d.h. die Spieler werden auf ihre Reaktionszeit trainiert, indem sie Audio- und Videosignale wahrnehmen. So gibt es z.B. den Footbonaut, eine quadratische Spielfläche in welcher sich ein Spieler in der Mitte befindet, umschlossen ist diese von 1,5m x 1,5m Rahmen in 2 Höhen. Aus 8 Positionen wird ein Ton- und Lichtsignal abgegeben aus welcher sich der Ball dem Spieler nähert. Ein zweites Tonsignal plus die Einrahmung des zu treffenden Rahmens durch LED-Licht signalisieren wohin der Ball gespielt werden muss (https://www.youtube.com/watch?v=WhAyX81zP2M). Der deutsche Verein Borussia Dortmund war 2012 erster Nutzer dieser Technologie, German engineering. Durch verschiedene Kamerasysteme können alle möglichen Werte ausgelesen werden. Schon nach ein paar Monaten war zu sehen, dass die Spieler von Dortmund deutlich schnellere Zeiten in den Bereichen Ballannahme -mitnahme und -abgabe lieferten. Somit ist ganz klar zu sehen, dass diese Methode ihren Zweck erfüllte.

Ich selbst durfte einmal für 5 Minuten 2016 in eine solche Gerätschaft, und was soll ich sagen, es fühlte sich ein wenig an wie bei Schlag den Raab, draußen steht irgendsoein Matthias Opdenhövel (Instruktor) der dir versucht mit Händen und Füßen zu erklären was zu machen ist und du verstehst 0 von dem Fach-Mandarin was der brabbelt (Weil so einfach ist das ganze dann doch nicht). Vor und nach dir sind deine Gegenkandidaten (Mitspieler) dran, die durch irgendeine Gottesgabe selbstverständlich auf anhieb deine Werte topen und Elton (Trainer) steht irgendwo hinten in der Ecke und amüsiert sich köstlich mit leicht verschmitzten Lächeln über deine nicht vorhandene Leistung.

 

Ein weiteres schönes Beispiel für Technologie im Sporttraining (Die Grunddebatte, ob Schah ein Sport ist oder nicht führen wir hier jetzt nicht!) ist der Schachweltmeister Magnus Carlsen, welcher regelmäßig gegen KI-Systeme trainiert, da jeder sinnige Trainingspartner ein Spieler aus den Top 5 der Weltrangliste wäre. Je nachdem wie gut die KI ist hat selbst er teilweise nicht den Hauch einer Chance.

Beim Golfen werden durch Videosysteme kleinste Bewegungen und Fehlstellungen aufgenommen, während der Golfer den Ball in ein Netz schlägt und der Weiterflug nur simuliert dargestellt wird. Somit werden täglich mehrere Hundert Schläge aufgezeichnet, um systematische Fehler ausfindig zu machen. Ähnlich wie bei greenscreen Aufnahmen für Filme wird der Sportler mit kleinen Kügelchen markiert, somit geht keine Bewegung verloren.

Windkanäle sind in allen aerodynimaschen Sportarten gern gesehene Technologien um optimale Windschnittigkeit zu erreichen. Sei es im Motorsport (wer sagt, dass Motorsport kein Sport ist sollte den Kontakt zu mir im persönlichen lieber meiden oder sich nochmal über die Bedeutung des zusammengesetzten Substantivs Motor-Sport Gedanken machen), beim Skispringen, beim Ski-Alpin, allen möglichen Eiskanalsporten, Fahrradfahren oder als vertikal Variante für Individuen die ein überaus großes Bedürfnis haben sich aus unmenschlich großen Höhen mit über 200 km/h dem Erdball zu nähern und dabei ein Stück Stoff um sich haben wie ein kleiner Schulbub seinen Ranzen.

Allgemein gesehen ist auch Elektrotherapie mittlerweile eine gängige Methode für die Regeneration (exorbitant wichtiger Bestandteil des Trainings), ebenso wie die Kältekammer (der bösere, noch gemeinere große Bruder der Eistonne).

Ob nun im Bodybuilding und Fitness Bereich Supplement und sonstige Protein-mach-dich-zum-Hulk-Powerriegel unter Technologie zählen, damit tue ich mich nun wieder ein wenig schwer…

Apropos, dazu fällt mir noch einer meiner Lieblingssprüche ein (ich war 12 oder so, als ich den Spruch das erste Mal hörte bzw. verstand): Ein im äußerlichen Erscheinungsbild nicht natürlich muskulär geformtes männliches Wesen betritt den Raum in weiblicher Begleitung…

(die Stimme meines Vaters bitte im tiefsten Ursächsisch vorstellen) Mein Vater: “Dem seine Freundin heißt mit Vornamen Ana”

Ich: “Hä, woher weisst du das?”

Mein Vater: “Und mit Nachnamen Bolika”

Alles in allem will ich damit zum Ausdruck bringen, dass in mir die Frage aufkommt: Sind Dopingmittel nicht eigentlich auch Technologien? In allererster Linie ist Doping (zumindest im Regelfall) verboten.

 

Also dann Leute, am Freitag gehts los mit Türkei – Italien

Deutschland hat sein erstes Spiel am Dienstag, hoffen wir mal, dass es gegen Frankreich nicht zu viel aufn Sack gibt. In diesem Sinne:

„Eier, wir brauchen Eier“ – O.Kahn

euer Paul

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