Projektabschluss und -evaluation

Virtuelle Studiotour durch das Medienlabor

Wir haben endlich unsere letzten Aufgaben für das Projekt Virtual Studio fertiggestellt. Ganz wichtig dabei waren, die Ergänzung der Raumskizzen mit den technischen Geräten sowie die detaillierte Ausarbeitung der Studiotour durch das Medienlabor. Sämtliche Informationen haben wir dann in den Google Drive Ordner hochgeladen und die Erfurter darüber informiert. Wenn Ihr Euch unser Konzept zur Studiotour auch gern einmal detaillierter anschauen wollt, dann ladet Euch einfach die Datei zur Studiotour runter. Endlich haben wir es auch geschafft, die Grobmodellierung des Medienlabors zu entwickeln.

Abschlusspräsentationen der Studierenden der FH Erfurt

Zudem fand am 04. August die Abschlusspräsentationen der Erfurter statt. Hier konnten wir die ersten Einblicke in die Arbeit unseres Kooperationspartners sehen. Dabei ist mir das erste Mal aufgefallen, dass auch sich auch die Erfurter in zwei Gruppen unterteilt haben, um jeweils die Projekte des InTeams, das andere Team, dessen Projekt realisiert wurde, und unseres Teams technisch umzusetzen. Die Gruppe, die für Virtual Studios zuständig war, hatte sich zusätzlich in die verschiedenen Umsetzungsthemen eingeteilt. So war einer für die Umsetzung des Studioumrisses und andere für die Abbildung des Lichts, des Mikrofons oder der Kamera zuständig. Nach der Reihe nach haben die Erfurter dann Ihre Ergebnisse mittels einer PowerPoint Präsentation vorgetragen und dabei erklärt, wie sie an die Aufgabe herangegangen sind und welche konkreten Kodierungen sie für die Umsetzung bestimmter Funktionen der technischen Geräte verwendet haben. Dabei war es sehr spannend auch mal den Entstehungsprozess aus Sicht unseres Kooperationspartners zu sehen. In Grundzügen konnte ich lernen, wie welche Aspekte umgesetzt wurden und wie das aktuelle Modell noch weiterentwickelt werden könnte. Warum nur in Grundzügen verstanden? Im Rahmen unserer Studienrichtung lernen wir das Programmieren nur grundlegend. Die Erfurter dagegen studieren direkt Informatik und haben daher auch viel mehr Wissen und Fähigkeiten in diesem Gebiet. Schließlich konnten wir auch Einblicke in die fertigen Prototypen sehen. Ein fertiges Medienlabor konnte jedoch aufgrund der Zeitknappheit nicht technisch realisiert werden. Dennoch wurde ein sehr gutes Grundgerüst entwickelt, das viel Potenzial für weitere Entwicklungen bietet. Was meint Ihr? Wie gefallen Euch die Prototypen?

(Leider kann ich Euch die Videos zum Prototypen noch nicht zeigen, da die Erfurter uns diese noch nicht zukommen lassen haben. Aber sobald sie da sind, werdet Ihr Sie als Erstes zu Gesicht bekommen.)

Evaluierung des Moduls

Rückblick auf das Seminar:

Rückblickende auf das Seminar kann ich sagen, dass es eine echt gute Idee ist, Universitätsübergreifende Kooperationen durchzuführen. Insbesondere in teilweise inhaltlich überschneidenden Studienrichtungen kann man meiner Meinung nach die Stärken der Studierenden gut miteinander kombinieren und so das beste Ergebnis aus einem Projekt erreichen. Dennoch hat es unserem Kooperationsfall an guter Kommunikation und Planung gefehlt. Es war nicht immer klar, auf welcher einheitlichen Plattform wir uns untereinander austauschen sollen. Zudem viel die Kommunikation relativ dürftig aus und beschränkte sich nur auf das Nötigste. Außerdem ist mir aufgefallen, dass gemeinsame Aufgaben, wie z. B. Brainstorming in kleinen Gruppen in separaten Räumen, die danach untereinander getauscht werden, die Interaktion zwischen Kooperationspartnern fördert. Dennoch erschwerte wiederum die ungleiche Anzahl an Teilnehmern auf Seiten der TU und der FH das Miteinander. Die Erfurter waren relativ schüchtern, während die Ilmenauer aufgrund ihrer hohen Anzahl zumeist nur untereinander kommunizierten. Schließlich kann ich jedoch so eine Kooperation nur empfehlen, solange im Vorhin sämtliche Ziele und Aufgaben definiert sind, damit es nicht zu einem großen Durcheinander kommt.

Wie hätte man besser vorgehen können?

Ein großes Problem über das gesamte Semester, insbesondere für die Team, die näher mit den Erfurtern zusammengearbeitet haben (also wir 😄), war die Kommunikation untereinander. Diese verlief entweder gar nicht bis mangelhaft und auf vielen verschiedenen Kommunikationsplattformen (Mozilla Hubs, Miro, Webex, Discord, Google Drive), sodass sämtliche Informationen überall verstreut waren. Der Eis zwischen den Kooperationspartnern hätte dabei zu Beginn des Semesters besser gebrochen werden sollen, bspw. mit einem persönlichen Kennenlerntreffen. Die Kommunikation wurde zudem erst zum Ende des Seminars hin intensiviert. Eine klare Abstimmung über die Kommunikationskanäle sollte auch im Vorhinein stattfinden. Wie Ihr bestimmt schon mitbekommen habt, erschwerte uns das Fehlen einer klaren Zieldefinition das Modul. Daher ergaben sich oftmals die notwendigen Arbeitsschritte zum Ziel des Seminars erst mit zeitlicher Verzögerung. Von daher sollte trotz offener Lehrherangehensweise zumindest ein Ziel dargeboten werden. Schließlich gab es meiner Meinung nach zu viele technische Schwierigkeiten, die z. B. vermehrt bei der Nutzung von Mozilla Hubs aufgetreten sind. So hätte ich es besser gefunden, gemeinsam zu Beginn des Moduls eine Rundtour durch Hubs zu machen, um dort auf die verschiedenen Probleme zu stoßen, sodass dort direkt eine Lösung gefunden wird statt während der Präsentationszeit.

Mein persönliches Lernziel:

Zu Beginn ist mir die Arbeitsweise des Moduls sehr schwergefallen. Ich selbst arbeite gern strukturiert und organisiert. Dabei kann ich den Weg zum Ziel selbst finden, solange ich ein Ziel vor Augen habe. Sobald wir endlich konkrete Aufgaben und Ziele hatten, konnte ich mich motiviert an das Projekt machen. Meine Erwartungen vom „Technology Enhanced Learning“ waren dabei sehr offen. Ich hatte lediglich vermutet, dass wir mit Technologien arbeiten werden, die das Lernen vereinfachen bzw. fördern sollen. Dahingehend habe ich auch einige Aspekte aus dem Seminar mitgenommen. Insbesondere Programme, die die soziale Interaktion auf Lehrbasis fördern, kannte ich vorher noch nicht bzw. waren mir nicht sehr viele als diese bewusst. Auch wenn wir bspw. in Hubs und Spoke sowie Unity3D nur Basiskenntnisse haben, konnten wir dennoch durch die Kooperation dazu lernen. Zum einen durch selbst ausprobieren, zum anderen durch die Arbeiten der FH Erfurt. Somit haben wir mit Mozilla Hubs eine neuartige Technologie kennengelernt, mit der man auch bei lokaler Distanz miteinander lernen kann. Zwar ist diese Technologie meiner Meinung nach noch nicht komplett ausgreift und wirft noch Verbesserungspotenzial auf, dennoch bietet sie eine gute Alternative zu herkömmlichen Methoden. Schließlich finde ich, dass wir zusammen mit der FH Erfurt trotz Zeitknappheit und einigen Schwierigkeiten ein gutes Projekt mit starkem Ausbaupotenzial entwickelt haben. Ich konnte selbst viel aus dem Seminar mitnehmen und werde vermutlich künftig meine Präsentationsmethoden dem Öfteren auf neuere Alternativen anpassen.

  • Wie ist Euer Gesamteindruck von dem Modul?
  • Was hättet Ihr besser machen wollen?
  • Wo habt Ihr die Schwierigkeiten gesehen?